Wird im Straßenbau wirklich so gearbeitet?

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  1. #1 schnapper, 15.09.2019
    schnapper

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    Hallo,

    ich habe eine ganz allgemeine Frage.

    Bei uns im Ort wird gerade alles auf Glasfaser umgestellt. Das ist die gute Nachricht. Die Baufirma, die damit beauftragt wurde, ist allerdings ein einziger Chaotenverein. Das ist die schlechte Nachricht. Was sich diese Firma bisher alles erlaubt hat, ist eine Zumutung, zumindestens sehe ich das so. Vielleicht bin ich diesbezüglich auch ein wenig engstirnig, und deshalb wollte ich noch eine andere Meinung einholen, ob die Nummer, die diese Baufirma hier abzieht, vielleicht ganz normal ist, oder ob das tatsächlich eine völlig unorganisierte Truppe ist.

    Die folgenden Berichte habe ich mir weder ausgedacht noch ausgeschmückt. Alles hat sich genau so zugetragen wie geschildert, selbst wenn einiges noch so unglaubwürdig klingen mag. Ich habe nichts davon erfunden.

    Die Baufirma lagert ihren Bauschutt seit Anfang August auf einem kleinen Parkplatz hinter den Glascontainern, ca. 100 Meter von meiner Wohnung entfernt. Dieser Parkplatz wurde zweckentfremdet und wird als Schuttplatz verwendet.

    Hier ein "Best of", was sich die Baufirma bislang alles erlaubt hat:

    - Anfang/Mitte August wurde der Versuch unternommen, bisher angehäufte Asphaltabfälle vom Schuttplatz zu entsorgen. Dabei wurde ein großer Laster aufwändig mit Asphaltabfällen beladen. Dieser Laster stand dann eine Zeit lang unmittelbar vor meiner Wohnung herum. Ein paar Tage später wurde der Laster abgeholt, der Fahrer ist auf den Parkplatz zurückgefahren und hat die ganze Wagenladung Bauschutt wieder an Ort und Stelle zurückgeschüttet. Ob das im Sinne des Bauleiters war, wage ich zu bezweifeln, aber der Fahrer hat wohl den Wagen gebraucht, keiner hatte die verstrichenen Tage Zeit und Lust gehabt, die Ladung wegzufahren, also hat man den Schutt einfach wieder dorthin zurückgeschüttet, wo er hergekommen war: Auf den Parkplatz hinter den Glascontainern. Dort lagert er teilweise heute noch.

    - Etwas später fand erneut ein Versuch statt, die angewachsenen Asphaltabfälle zu entsorgen. Wieder stand ein Riesenlaster direkt vor meiner Wohnung, ca. 100 Meter entfernt vom Schuttplatz. Dann kam ein Bagger, der eine Schaufel voller Asphalt aufgeladen hat, und damit ist er erstmal kreuz und quer durch die Gegend gefahren bis zu dem Laster und hat mit Müh und Not den Bauschutt auf den Laster geworfen. Das ging eine Zeit lang so. Der Bagger ist immer umständlich zwischen Laster und Schuttplatz hin- und hergependelt und hat dabei gleich noch ein paar Runden um die Grasinsel in der Mitte gedreht. Irgendwann ist dann aber doch mal jemandem eingefallen: "Mensch, das wäre doch eigentlich günstiger, wenn man den Laster direkt neben den Schuttplatz stellt, dann bräuchte der Bagger nicht immer so weit zu fahren."
    Grandiose Idee! Und das haben sie dann auch tatsächlich hingekriegt. Der Baggerfahrer tat sich aber weiterhin sichtlich schwer, weil der Schaufelarm fast zu kurz war, um den Bauschutt auf den LKW zu werfen. Darum hat sich ein Bauarbeiter auf das Fahrerhaus gesetzt, um dem Baggerfahrer mit fuchtelnden Händen zu signalisieren, an welcher Stelle er den Bauschutt abladen soll. Das sah fast aus wie in einem Slapstick-Film. Nach längerer Zeit hatten sie es dann irgendwann geschafft, den Laster vollzukriegen, und der ist dann auch wirklich weggefahren und hat die Abfälle nicht mehr zurückgeschüttet. Das war aber auch die einzige Wagenladung, die abtransportiert worden ist, denn danach hatten sie keine Lust mehr.

    - Erneut einige Wochen später fand wieder ein Versuch statt, den inzwischen stattlich angewachsenen Asphaltschuttberg abzutragen. Zu diesem Zweck kam ein roter Bagger mit Kettenantrieb, der auf dem Asphaltberg herumgefahren ist, um den Schutt wieder in die Breite zu verteilen; d.h. die Anhäufung zu einem Riesenberg, den die gelben Bagger wochenlang aufgebaut hatten, wurde jetzt vom roten Bagger wieder rückgängig gemacht. Dann ist eine Zeit lang nicht mehr viel passiert, während mehrere Bauarbeiter einen ganzen Vormittag lang wild gestikulierend am Straßenrand gestanden haben. Jeder vorbeikommende Autofahrer wird sich bei diesem Anblick gedacht haben: "Hier wird Großes geleistet!"
    Dabei wurde im Endeffekt GAR NICHTS geleistet. Den ganzen Vormittag standen lediglich Bauarbeiter herum und haben auf was auch immer gewartet, aber passiert ist nichts. Nach langen Querelen hatte es der rote Bagger gegen Mittag geschafft, wenigstens einen LKW mit Asphalt vollzuladen. Danach sind die Wagen mitsamt den Arbeitern wieder gefahren, haben aber den vollgeladenen LKW stehen lassen.

    - Einen Tag später kam einer der Mitarbeiter, setzte sich in den LKW, aber anstatt den Bauschutt abzutransportieren, schüttete er den am Vortag aufgeladenen Asphalt geradewegs wieder auf den Schuttplatz zurück. Mit dem leeren LKW fuhr er dann davon. Der rote Bagger war auch bald weg. Danach kam ein gelber Bagger und hat den abgeladenen Asphalt wieder aufgeschüttet. Somit war die ganze Arbeit des Vortages praktisch umsonst gewesen. Aber es hat wirklich spektakulär ausgesehen. Auch hier gilt: Keiner hatte Zeit oder Lust gehabt, den Bauschutt wegzufahren, also wurde er kurzerhand wieder zurückgeschüttet. Wenn das mal keine Verschwendung von Arbeitszeit war.

    - Kurze Zwischenfrage: Wieviele Mitarbeiter der besagten Baufirma braucht man, um einen LKW mit Bauschutt zu befüllen? Antwort: Sieben Stück:
    a) Einen, der im Bagger sitzt.
    b) Einen, der im Führerhaus sitzt.
    c) Einen, der auf dem Führerhaus sitzt.
    d) Zwei, die mit den Händen in den Hosentaschen gelangweilt herumstehen.
    e) Einen, der den Bauschutt vom LKW am nächsten Tag wieder an Ort und Stelle zurückschüttet.
    f) Und natürlich einen, der den abgeladenen Bauschutt fein säuberlich wieder zu einer Pyramide auftürmt.

    Das ist KEIN WITZ. Das ist Tatsache, denn das ist alles passiert. Zwar nicht alles auf einmal, aber sowas sehe ich regelmäßig. Und das ist NICHT zum Lachen. Das ist eher traurig, mitanzusehen, wie hier Arbeitsmittel sinnlos verschwendet werden.

    Und hier gleich noch ein paar "Real World"-Schoten aus der Praxis:

    - Ein mit Boden beladener Laster kommt angefahren und schüttet den Inhalt auf den Parkplatz. Danach belädt ein Bagger den LKW gleich wieder mit Boden. Der Laster kam also vollbeladen zum Schuttplatz und ist ebenfalls vollbeladen mit dem gleichen Inhalt wieder zurückgefahren. Ob das effektiv war, ist zu bezweifeln.

    - Ein Bagger kommt mit einer vollen Schaufel Boden zum Parkplatz, schüttet den Boden ab und fährt wieder. Eine halbe Stunde später kommt der gleiche Baggerfahrer zurück und holt sich wieder eine Schaufel voller Boden. Dabei ist er jedesmal durch den halben Ort gefahren. Hätte man das an der Baustelle nicht auf einem LKW zwischenparken können? Anscheinend nicht. Das wäre zu einfach gewesen.

    - Die Lieblingsbeschäftigung der Baggerfahrer besteht ohnehin darin, viele sinnlose und wenig zielführende Leerfahrten zwischen Baustelle und Schuttabladeplatz zu absolvieren. Meistens kommen Baggerfahrer lediglich mit ein paar Brösel Asphalt oder Boden in der Schaufel angefahren und werfen diesen geradezu spektakulär ab. Danach wird der Asphaltberg wieder aufgehäuft, was aber meist sinnlos ist, da der Asphalthaufen schon viel zu groß ist. Das sieht dann so aus, dass der Baggerfahrer eine Schaufel Asphalt den Schuttberg hochschiebt, und danach rutscht alles wieder herunter. Anschließend fährt er wieder eine Schaufel Asphalt den Schuttberg nach oben, und erneut rutscht wieder alles nach unten. Das macht er dann eine Zeit lang, ohne dass es wirklich irgendeinen Wert gehabt hätte. Sowas nennt man eine Sisyphusarbeit, im wahrsten Sinne des Wortes!

    - Was Baggerfahrer ebenfalls gerne machen ist das Herumspielen mit dem Boden. Wenn sie mit einer Schaufel voller Boden angefahren kommen und diesen abladen, schaufeln sie immer noch für ein paar Minuten die vorhandenen Dreckhäufen von einem Eck ins andere und später wieder zurück. Was sie auch noch gerne machen ist folgendes: Eine Schaufel voller Dreck aufladen, die Schaufel ganz nach oben fahren und dann den Boden langsam wieder nach unten rieseln lassen. Und gleich nochmal: Eine Schaufel Dreck aufladen, den Baggerarm weit in den Himmel recken lassen, bis es höher nicht mehr geht, und dann die Schaufel in Zeitlupe nach vorne zu kippen, so dass der Boden ganz langsam nach unten tröpfelt. Jeder, der hier vorbeikommt, wird sich denken: "Mensch, sind die fleißig. DIE TUN WAS." Ja, aber leider das Falsche! Mit dem Umschichten von Dreck gewinnt man keinen Blumentopf, und in Summe sind die Baggerfahrer stundenlang (!) damit beschäftigt, Dreckhäufen aufzuhäufen, umzuhäufen oder gleichmäßig zu verteilen.

    - So kommt manchmal ca. alle 20 - 40 Minuten ein Bagger angefahren, der lediglich ein paar Brösel ablädt und dabei immer noch irgendeinen Blödsinn macht, z.B. die Hochstrasse bis ans Ende fahren, dort umdrehen und wieder zurückfahren. Oder einen Kreis um die Grasinsel vor den Glascontainern drehen. Oder mit voller Geschwindigkeit auf dem Staudenbahngelände auf und ab rasen. Oder eben eine Runde mit dem vorhandenen Bauschutt spielen, um den Anschein zu erwecken, hier würde sinnvoll gearbeitet werden.

    - LKWs fahren mittlerweile immer weniger, denn die Baggerfahrer haben ihre Vorliebe dafür entdeckt, jede Schaufel mit Schutt einzeln durch den halben Ort zu karren. Und wenn die Baggerfahrer mal nichts zu tun haben, dann fahren sie einfach ohne Bauschutt in die Hochstrasse, nur um zu sehen, ob noch alles in Ordnung ist. Kein Scherz, die fahren teilweise wirklich ohne Ladung durch die Gegend und wieder zurück. Man merkt teilweise ganz deutlich, dass denen langweilig ist, oder dass sie nicht wieder auf die Baustelle zurück wollen, darum fahren sie mit dem Bagger besonders oft und extra langsam durch die Gegend, drehen noch ein paar sinnlose Zusatzrunden um den Schuttabladeplatz herum und lassen in Zeitlupe die Baggerschaufel mehrfach auf- und abfahren. Das ist doch offensichtlich, dass hier absichtlich viele Leerfahrten gemacht werden, nur um Zeit zu schinden.

    - Die Baggerfahrer kaufen von Zeit zu Zeit bei dem Getränkemarkt am Ende der Hochstrasse ein. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, aber diese Fahrt wird nie mit einer Arbeitsfahrt verbunden. Das bedeutet: Zuerst fährt der Bagger eine volle Schaufel Dreck zum Schuttplatz und wieder zurück. Ein paar Minuten später kommt der Bagger wieder, fährt diesmal aber mit leerer Schaufel am Schuttplatz vorbei bis zum Getränkemarkt und wieder zurück. Und ein paar weitere Minuten später fährt der Bagger erneut mit voller Schaufel zum Schuttplatz und wieder zurück. Das ist ganz schön dreist und zeigt einmal mehr, dass denen einfach langweilig ist, und um sich die Zeit zu vertreiben, fahren sie den ganzen Tag lang mit ihren lauten Baggern mehr oder weniger sinnfrei durch die Gegend.

    - Lärmbelästigung? Umweltverschmutzung? Wen interessiert denn sowas? Es macht doch schließlich viel mehr Spaß, pausenlos die Hochstrasse auf- und abzudröhnen. Die Anwohner sich begeistert von dem Krach und dem erhöhten Verkehrsaufkommen!

    - Was die Baggerfahrer auch noch mit großer Vorliebe machen ist das stundenlange und geradezu minutiöse Auffüllen der Schlaglöcher auf dem Staudenbahngelände. Dafür nehmen sie sich wirklich stundenlang (!) Zeit. Und der Straßenbau? Kann warten, der läuft ihnen ja nicht weg. Aber die Schlaglöcher aufzufüllen und dabei unzählige Male mit dem Bagger auf- und abzufahren, um den Boden ganz genau geradezuziehen, DAS ist klasse! Bringt zwar nicht viel, da das ein paar Tage später ohnehin alles wieder genauso verhaut aussieht wie zuvor, aber egal, dann füllt man es halt wieder auf. Macht doch Spaß! Und Krach macht es auch, sogar VIEL Krach. Das ist jedesmal ein HÖLLENLÄRM. Und die Baggerfahrer freuen sich: Endlich eine sinnvolle Arbeit!

    - Zu guter Letzt noch ein Bonmot: Auch wenn sie ums Verrecken keine Asphaltabfälle abtransportieren wollen, das Aufladen von Dreck & Boden geht den Bauarbeitern leicht von der Hand. Neulich hatten die Arbeiter es geschafft, bis auf den Asphalt ALLE Dreckhäufen aufzuladen und wegzufahren. Danach wurde mit einem Besen alles sauber gekehrt, so wie es sich für ordentliche Bauarbeiter eben gehört, und damit nicht genug kam noch ein Riesenwagen mit Kompressor und Hochdruckreiniger angefahren. Der Kompressor war furchtbar laut. Der war sogar noch lauter als das Dröhnen der Bagger. Damit haben die Arbeiter dann den Boden abgespritzt, auf dem vorhin der Dreck lag, wobei der Asphalthaufen nach wie vor in der Mitte thronte. Den haben sie aber auch gleich mit abgespritzt. Sicher ist sicher! Und den Glascontainer daneben haben sie ebenfalls lange Zeit mit dem Hochdruckreiniger sauber gemacht. Dafür werden sie zwar nicht bezahlt, aber trotzdem ist es lobenswert, wie fürsorglich sich die Arbeiter um Sauberkeit bemühen. Bereits einen Tag später kamen aber schon wieder Laster angefahren und haben neue Wagenladungen voller Dreck auf den Parkplatz geschüttet, also genau auf die Stellen, die tags zuvor noch besenrein gekehrt und abgespritzt worden waren. Das heißt, einen Tag später war bereits alles wieder voller Dreck. Wozu dann der Aufwand, zuerst die freien Flächen akribisch genau sauberzumachen? Keine Ahnung, dafür habe ich keine Erklärung. Da fehlen selbst mir die Worte!

    Und nun zurück zum Straßenbau. Was ist eigentlich mit dem passiert? Geht da was vorwärts? Naja, ein wenig, es geht sehr zögerlich voran. Die Arbeiter sind immer noch in der Südsiedlung beschäftigt. Wann haben sie damit denn angefangen? Irgendwann zwischen Ostern und Pfingsten, und jetzt ist es Herbst. Im Frühjahr 2020 ist der Fertigstellungstermin der Glasfaserumstellung geplant. Aber die Bauarbeiter sind im Herbst 2019 noch immer in der Südsiedlung beschäftigt, die hinten und vorne noch nicht fertig ist. In vielen Strassen gibt es offene Stellen, und alles steht voller Absperrschilder. Das wird Oktober, bis die im Süden fertig werden, wenn nicht sogar November. Und wie wollen die dann bis zum Frühjahr 2020 den Rest des Ortes umstellen? Ganz einfach: Gar nicht! Wenn die in dem gleichen Tempo weiterarbeiten wie bisher, dann brauchen sie mindestens noch ein oder zwei Jahre, denn der Großteil steht ihnen ja noch bevor.

    Mal im Ernst: Für den Zirkus, den die Baufirma hier abzieht, gibt es einen Fachbegriff. Das nennt man eine Posse! Die treiben in unserem Ort ein Schindluder, wie es schlimmer nicht mehr geht. Die Verwaltung des Bauschutts wird von den Arbeitern geradezu ZELEBRIERT. Das ist nicht nur ein Schuttabladeplatz, das ist gleichermaßen ein beliebter Ausflugsort und ein Spielplatz für gelangweilte Baggerfahrer.

    Teilweise fahren alle paar Minuten dröhnende Bagger die Hochstrasse auf und ab, verpesten dabei die ganze Umwelt, machen einen Höllenlärm und haben lediglich eine Handvoll Schutt in der Schaufel. Geht ja auch nicht anders, denn sonst würden sie auf dem Weg von der Südsiedlung zum Schuttplatz die Hälfte davon verlieren. Den Schutt auf einem LKW zu sammeln ist anscheinend aus der Mode gekommen.

    Der Schuttabladeplatz wird am Tag mittlerweile 20 - 30 Mal angefahren, und MINDESTENS die Hälfte davon sind entweder sinnlose oder vermeidbare Leerfahrten von gelangweilten Baggerfahrern. Teilweise fahren sogar ZWEI Bagger parallel die Hochstrasse auf und ab. Und das ist nicht die Ausnahme, das ist die Regel, denn das geht mittlerweile JEDEN TAG so. Aber wenn die Baggerfahrer jede Schaufel einzeln antransportieren, können sie bei dieser Gelegenheit auch gleich die vorhandenen Dreckhäufen jedesmal von einem Eck ins andere umschichten. Oder Türme damit bauen. Oder Pyramiden. Oder oder oder. Den Anwendungsmöglichkeiten von Bauschutt durch kreative Baggerfahrer sind schließlich keine Grenzen gesetzt.

    Diese Baufirma arbeitet allem Anschein nach maximal unorganisiert, umständlich und ineffektiv, und ich bin nicht der Einzige, der diese Meinung vertritt. Die fahren nicht nur den ganzen Tag Müll durch die Gegend, die reißen auch mit Vorliebe an vielen Stellen die Strassen auf, lassen dann alles wochenlang so stehen und machen nichts fertig. Vielleicht macht man das im Straßenbau ja heutzutage so, aber das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.

    Ich kann zwar die Qualität der Strassenarbeiten nicht beurteilen, aber wenn bei der Verlegung der Glasfaserkabel genauso chaotisch, zeitraubend und umständlich gearbeitet wird wie bei der Schuttverwaltung, wovon leider auszugehen ist, dann ist das ein Trauerspiel. Es geht hier doch schon lange nicht mehr darum, eine sinnvolle Arbeit möglichst zügig abzuliefern, so wie das die Telekom letztes Jahr mit dem Umbau der Verteilerkästen gemacht hat. Die haben damals wirklich sehr flott und professionell gearbeitet und vor allem ihre Baustellen immer in ein paar Tagen wieder abgeschlossen. Die jetzige Baufirma dagegen ist das KOMPLETTE GEGENTEIL. Teilnahmslos und träge trödeln die Bauarbeiter vor sich hin, und es geht kaum etwas voran. Wenn man sieht, wie sinnlos hier SEIT MONATEN (!) scheinbar absichtlich Zeit vergeudet wird, ist es auch kein Wunder, dass hier nur schleppend Fortschritte erzielt werden.

    Wie gesagt, diese Berichte habe ich mir nicht ausgedacht, sondern über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinweg MEHRFACH selbst erlebt.

    Meine Frage wäre nun: Ist das im Strassenbau so üblich, dass auf die von mir beschriebene Art und Weise gearbeitet wird, oder ist das nur bei uns der Fall?

    Das ist schlichtweg eine Zumutung, was die Baufirma hier abliefert. Bei denen weiß doch die linke Hand nicht, was die linke macht, geschweige denn die rechte. Da macht auch gerade jeder, was er will, und eine Bauaufsicht scheint es entweder nicht zu geben, oder der ist alles schnurzegal. Was diese Schlamper an Benzin, Zeit und Arbeitsmitteln vergeuden, ist unglaublich. Ich hoffe nur, dass muss unsere Gemeinde nicht alles separat bezahlen, denn sonst sind wir bald arm.
     
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  3. #2 Mr.Ditschy, 15.09.2019
    Mr.Ditschy

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    Sorry, ist zu lang um alles zu lesen ... doch wem die Arbeit nicht passt, sollte sich einfach selbst bewerben und es besser machen!
     
  4. Maggy

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    Was haben die denn für Nummernschilder drauf?
    Solche Arbeiten müssen ja europaweit ausgeschrieben werden. Vielleicht ist es da so üblich, wo die her kommen.

    Schick den Text doch mal an die Zeitung! Oder die Gemeinde...? Haben tust Du ihn ja jetzt.

    Wo meine Freundin wohnt wird seit über einem Jahr 2. Kanal für Regenwasser gelegt. Wenn ich da hin komme, da sehe ich auch keinen Fortschritt.
     
  5. Maggy

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    Straßenbau scheint echt eine Spezies für sich zu sein.

    Wir waren jetzt in Cuxhaven. Ca. 500 km, A3 und A1. Gräslich! 18 Baustellen, teilweise nur abgesperrt und NICHTS! Aber Baustelle geht noch bis November 2019. Man sieht nicht das was neu gemacht wurde. Es steht kein Bagger rum, einfach nur abgesperrt. Nicht eine Baustelle, mehrere waren so.

    Oder km Begrenzung.... runter bis auf 60 und künstlicher Stau, es war NICHTS!

    So schnell nicht mehr.....
     
  6. #5 Gerold77, 15.09.2019
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    Aber Absurdistan liegt doch nicht in Europa!
    (...obwohl, manchmal bin ich mir da nicht ganz sicher... o_O )
     
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  7. eli

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    :D Europa ist oft kleiner als gedacht und manche Dinge hinterfragt man irgendwann nicht mehr.
    Und das große Namen es genau so gut verbocken können zeigt z.B der BER wobei ich hier eher daran glaube das es nicht die Ausführenden vergeigen sondern die Planer, Auftraggeber und der Normenirrsinn
     
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  8. #7 schnapper, 16.09.2019
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    Die Nummernschilder stammen aus der Gegend Marburg. Wir sind hier allerdings im Süden. Das ist also keine ansässige Firma. Mich wundert nur, dass denen keiner auf die Finger schaut. Die verschwenden doch Benzin ohne Ende. Wer bezahlt das letztendlich? Die Gemeinde?
     
  9. Maggy

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    Kommt drauf an was das für eine Strasse ist und wo du wohnst.
    In Bayern übernimmt das die Landesregierung.

    In fast allen anderen Bundesländern ist es so, das die kleinen Straßen von den Häuslebesitzern zu 70% und der Rest von der Gemeinde kommt. Kreisstraße sagt der Name schon, vom Kreis.

    Die Strabs Strassenausbaukosten sind derzeit ja in aller Munde. Mit so einem Beitrag rennst du offene Türen ein... vielleicht bisschen kürzer fassen.
     
  10. #9 schnapper, 16.09.2019
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    Danke für die Info. Die Strasse, in der ich wohne, ist keine Kreisstrasse. Wir haben zwar Kreisstrassen im Ort, aber meine Strasse gehört nicht dazu. Dafür ist die Gemeinde zuständig.

    Ich kann nur hoffen, dass ich mit so einem Bericht bei der Gemeinde offene Türen einrennen werde. Vielleicht ist denen das ja auch alles egal. Hauptsache, der Glasfaserausbau läuft irgendwie, und wie lange das dauert, interessiert vermutlich keinen.

    Ja, ich muss den Text noch ein wenig kürzen und straffen, bevor ich das weiterleite.

    Man könnte den Bauarbeitern auch einen anderen Schuttplatz geben, der ein wenig außerhalb liegt, denn ich wohne mitten in einem Wohngebiet. Da ist das ein wenig ungünstig.
     
  11. Maggy

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    Ach Glasfaser....ganz vergessen.... Wer ist denn da der Anbieter/Ausbauer.... die Telekom? Das bezahlt die Gemeinde nicht...so wird denen das vermutlich egal sein.
    Da wäre die Zeitung eher richtig. Oder Wieso, Panorama oder ähnl. Sendungen. Wird über die Abonennten rein geholt....
     
  12. #11 schnapper, 16.09.2019
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    Die Telekom ist nicht der Ausbauer, sondern unser regionaler Stromanbieter. Der ist auch auf den Internet-Zug aufgesprungen und bietet jetzt Internet-Anschlüsse an.
    Vermutlich wird das dann wohl doch der Stromanbieter bezahlen, denn der verdient später sein Geld mit den Abos.
     
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  13. swara

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    ... und mindestens einen, der den ganzen Tag am Fenster sitzt und alles notiert.
     
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  14. #13 schnapper, 16.09.2019
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    Ja, den braucht man natürlich unbedingt, fürs Protokoll. Das ist doch klar!
     
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