Wie macht man Abzweigungen bei 220V ohne feste Dose?

Diskutiere Wie macht man Abzweigungen bei 220V ohne feste Dose? im Elektroinstallation und Elektrotechnik Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo zusammen, bin neu hier! Folgende Situation: Meine Familie hat einen Verkaufsstand. Der wird immer wieder auf- und abgebaut. D. h...
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Serpolytics

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Hallo zusammen,

bin neu hier!

Folgende Situation:

Meine Familie hat einen Verkaufsstand. Der wird immer wieder auf- und abgebaut. D. h. sämtliche Installationen können nicht darin verbleiben. Auf der anderen Seite verbaue ich (habe die Aufgabe quasi geerbt) da aber jedes Mal ne ganze Menge Scheinwerfer, Neonröhren, Steckdosen (Ladegeräte, kleiner Kühlschrank, Heizlüfter, Kaffeemaschine, etc.). Das ist recht aufwändig und zeitraubend. Und, kann definitiv nur von mir gemacht werden, weil ich das seit Jahren weiß wo was hingehört und wo ein Kabel stören würde. Das ist alles recht eng bzw. der Platz am Anschlag optimal ausgenutzt. Zudem sind die "Installationen" (zugegeben) in meinen Augen ein rechter Pfusch - zumindest nicht "schön".

Mir schwebt nun vor, eine Art Kabelbaum (wie im Auto) zu bauen. Also einen großen Strang mit allen Kabeln und abzweigenden Steckdosen. Schick in nem flexiblen Rohr. Das Ding dann quasi nur noch reinheben, fixieren, die Verbraucher anschließen und fertig. Das kann man dann gut zusammenrollen und in ner Transportkiste verstauen und transportieren. Keine Suchen mehr nach Verlängerungskabeln, Verteilersteckdosen, usw. Mit meiner theoretischen Planung bin ich schon recht weit, siehe Anhang.

Konkrete Frage:

Wie macht man in so einem Konstrukt (für einen Elektriker korrekte) Abzweigungen? Also ein Kabel rein, zwei raus. Wir sprechen hier von ganz normalen Stromkabeln 220V (3 polig, 1,5 mm²; evtl. auch 2,5 mm² da bin ich noch nicht sicher). Klar kann man mit Lüsterklemmen und Isolierband oder noch schlimmer mit Stromdieben oder Vergleichbaren pfuschen, aber das will ich eben nicht (mehr). Aufputz Verteilerdosen und dann Wago Klemmen wäre sauber. Aber da der Kabelbaum ja aufgerollt gelagert werden soll, kommt das nicht in Frage. Allerdings wäre ich mit Dosen schon einverstanden, wenn es sie z. B. in Ei-Form gäbe. Am besten würde mir das hier gefallen: amazon / B094JD1BGG. Das Ding heißt dort "Kabelverbinder Wasserdicht IP68, DAMORON 3-polig Y-Abzweigdose für ø4-12 mm Kabeldurchmesser Verbindungsmuffe Erdkabel Verbinder Verteilerdose für Garten im Freien" (als neuer darf ich noch keinen Link posten). Das wäre quasi von der Funktion her perfekt. Y-Verbindung, sauber zusammenbau- und verkabelbar, Zugentlastung, wasserdicht. Aber das Ding ist halt überdimensioniert, das trägt ganz schön auf. Ich brauch es nicht unbedingt so super wasserdicht und verbuddelbar. Aber von Prinzip genau das - nur in etwas kleiner. Vor allem, weil ich davon mind. 15 Stück verbauen muss.

Da ich in Google quasi gar nichts zu diesem Thema finde, glaube ich schon bald, so was macht man grundsätzlich nicht ...

Also meine Frage: Wie kann ich diese Abzweigungen (fachlich korrekt) realisieren ohne in meiner Kabelbaumrolle Aufputzabzweigdosen verbauen zu müssen?

Bin auf Euren kreativen Input gespannt - vielen Dank!

Alex
 

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Schlobbel

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Muss denn der Abzweig im Baum sein? Du könntest ja auch einzelne Kabel vom Beginn des Baums an ziehen. Der wird dann schwerer als bei deiner Idee, aber wenn ich mir das so vorstelle ist das so oder so eine recht klobige und unhandliche Geschichte.

Geht das wirklich nicht anders? Stand abbauen bedeutet wahrscheinlich er wird in die einzelnen Wandteile zerlegt?
Dann würde ich mir immer noch überlegen die ganze Verteilung fest an die einzelnen Wände zu bauen und diese dann mit einem geeigneten Stecker verbinden. Vielleicht gibt es welche mit mehreren Polen so dass man pro Wandverbindung nur einen einzigen braucht.
 
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Spax

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Hallo,
die Idee klingt erstmal einleuchtend, dürfte aber etwas schwierig umzusetzen sein. Du kannst keine Schalter oder Steckdosen verwenden, die keine Zugentlastung haben, gilt auch für Kleinverteiler und die meisten Lampen. Um das Ganze wenigstens einigermaßen VDE konform zu gestalten, solltest Du Dich mit einem Elektriker besprechen. Guck Dich mal bei den Veranstaltungsleuten um, die haben damit Erfahrung. Ich habe allerdings noch nie gesehen, dass man ganze Stränge zu einem Kabelbaum verbindet.
 
  • Wie macht man Abzweigungen bei 220V ohne feste Dose? Beitrag #4

Serpolytics

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Muss denn der Abzweig im Baum sein? Du könntest ja auch einzelne Kabel vom Beginn des Baums an ziehen. Der wird dann schwerer als bei deiner Idee, aber wenn ich mir das so vorstelle ist das so oder so eine recht klobige und unhandliche Geschichte.

Geht das wirklich nicht anders? Stand abbauen bedeutet wahrscheinlich er wird in die einzelnen Wandteile zerlegt?
Dann würde ich mir immer noch überlegen die ganze Verteilung fest an die einzelnen Wände zu bauen und diese dann mit einem geeigneten Stecker verbinden. Vielleicht gibt es welche mit mehreren Polen so dass man pro Wandverbindung nur einen einzigen braucht.
Servus!

Danke für Deine schnelle Antwort!

Ja, Gewicht und Handhabung sind ausschlaggebende Gründe. Aber auch einfach der Platzverbrauch. Deshalb eben die Abzweigungen erst da wo sie nötig werden.

Ne, irgendwas im (total) zerlegten Stand fest eingebaut lassen, geht leider gar nicht. Verteilerboxen oder Kabel würden schon beschädigt sein, bevor das Zeug auf dem LKW aufgeladen ist. Die Beauftragten Schreiner, die für uns den Auf- und Abbau sowie die Einlagerung übernehmen, gehen da nicht derart sorgsam damit um. Wobei das kein Vorwurf ist, sondern nachvollziehbar ist. Die haben da immer nur maximal 8 - 10 Stunden Zeit aufs Gelände aufzufahren, auf- bzw. abzuladen, auf- bzw. abzubauen und wieder zu verschwinden. Das ist immer ne krasse logistische Leistung. Möchte man nicht meinen, für so nen kleinen (4 + 1 Meter) Stand! Da auch noch auf Kabel oder Dosen die aufs Holz geschraubt sind zu achten ist nicht realistisch oder zumutbar.
 
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Serpolytics

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Hallo,
die Idee klingt erstmal einleuchtend, dürfte aber etwas schwierig umzusetzen sein. Du kannst keine Schalter oder Steckdosen verwenden, die keine Zugentlastung haben, gilt auch für Kleinverteiler und die meisten Lampen. Um das Ganze wenigstens einigermaßen VDE konform zu gestalten, solltest Du Dich mit einem Elektriker besprechen. Guck Dich mal bei den Veranstaltungsleuten um, die haben damit Erfahrung. Ich habe allerdings noch nie gesehen, dass man ganze Stränge zu einem Kabelbaum verbindet.
Servus!

Danke für Deine schnelle Antwort!

Ja klar, Zugentlastung muss überall sein. Dachte, ich frag zuerst mal hier, ob ich in meiner Kreativität einfach nur was übersehen habe. Aber ja, wenn ich keine vernünftige Lösung finde, werde ich eine/n Fachmann/frau zu Rate ziehen.

Ja stimmt, ich habe sowas auch noch nie bei Kollegen gesehen. Aber bin immer noch davon überzeugt, dass ich mir damit die Arbeit erleichtern kann. Und es zudem auch aus Elekrikergesichtspunkten besser gestalten kann, als es momentan immer verbaut wird. Ich sag nur: Teilweise in Reihe gesteckte Verteilersteckdosen ... :-D
 
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eli

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Gibt es Bilder vom Stand ?

Wir haben solch Fliegende Stände damals u.a mit Stromschienen gemacht

Abgänge dann mit Schienenadapter bzw. Steckdosenadapter usw

Ebenso mit Steckdosenverteiler Marke eigenbau die gleichzeitig dann geschaltete Steckdosen usw beinhalten und "steckerfertig" sind und alle auf eine CEE Ringleitung gesteckt werden
 
  • Wie macht man Abzweigungen bei 220V ohne feste Dose? Beitrag #7

Schlobbel

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Ja, Gewicht und Handhabung sind ausschlaggebende Gründe.
Ob das handhabbar ist frage ich mich schon seit dem ersten Posting.
So gut ich die Idee prinzipiell finde, könnte die Praxis einen Strich durch die Rechnung machen.
Du hast im pdf 3 m, 4,50 m, 8 m, das wird dann schon ein ziemlicher Knäuel an Kabeln. Ein paar Meter einzelnes Kabel auf oder abrollen ist das eine, ein Baum der sich immer wieder aufteilt ist ne andere Nummer. Da würde ich mit Entwirrung vom feinsten rechnen.

Da auch noch auf Kabel oder Dosen die aufs Holz geschraubt sind zu achten ist nicht realistisch oder zumutbar.
Wenn du mehr über die Wände erzählst fällt vielleicht jemandem etwas ein wie man das geschützt unterbringen kann.
 
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xeno

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Du kannst Abzweige prinzipiell auch löten und mit Schrumpfschläuchen (am besten mit Innenkleber) isolieren, das trägt am wenigsten auf.
Jedoch muss das dann sehr ordentlich gemacht werden und ist entsprechend steif an den Stellen.

Ich denke auch, dass dein kompletter Kabelbaum zu groß und unhandlich werden würde. Also würde ich mehrere Kabelbaum-Segmente anfertigen und diese über Stecker (da gibt es viele tolle Sachen) verbinden.
 
  • Wie macht man Abzweigungen bei 220V ohne feste Dose? Beitrag #9

dirk11

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Du kannst Abzweige prinzipiell auch löten und mit Schrumpfschläuchen (am besten mit Innenkleber) isolieren,
Aber doch nicht hier. Löten macht man da schon lange nicht mehr, die Lötverbindungen werden als erste brechen.
 
  • Wie macht man Abzweigungen bei 220V ohne feste Dose? Beitrag #10

Serpolytics

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Hallo zusammen!

wie mir scheint, kann man hier keine Beiträge editieren. Deshalb hier noch ein paar Eindrücke der aktuellen "Installation".

F_Verkabelung.jpg
F_Regalspots.jpg
F_Kühlschrank.jpg
F_Lager.jpg
F_Scheinwerferbretter.jpg
 
  • Wie macht man Abzweigungen bei 220V ohne feste Dose? Beitrag #11

Serpolytics

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Gibt es Bilder vom Stand ?

Wir haben solch Fliegende Stände damals u.a mit Stromschienen gemacht

Abgänge dann mit Schienenadapter bzw. Steckdosenadapter usw

Ebenso mit Steckdosenverteiler Marke eigenbau die gleichzeitig dann geschaltete Steckdosen usw beinhalten und "steckerfertig" sind und alle auf eine CEE Ringleitung gesteckt werden
Servus!

Vielen Dank für Deine Antwort!

Ein paar Eindrücke habe ich oben noch hinzugefügt.

Ja, über Schienensysteme hatte ich auch schon nachgedacht. Aber die müssen ja auch immer hin- und wieder weggeschraubt werden. Abgesehen davon, kann ich in meinem Fall keinen Vorteil oder Erleichterung dadurch erkennen.

Ja, Steckdosenverteiler Marke Eigenbau hatte ich auch schon im Kopf. Allerdings habe ich dann entweder im Stand verteilt meine Steckdosenkästen oder, wenn an einer Stelle, ewig viele und lange Kabel durch den ganzen Stand. Daher kommt ja der Wunsch nach Abzweigungen, um Kabellänge und - Volumen zu reduzieren.
 
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dirk11

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Ist das wie so ein Weihnachtsmarkt-Verkaufsstand? Das heißt, "Auf- und Abbauen" bedeutet, die einzelnen Elemente (Boden, Wände, Decke) werden zusammengestellt/gesteckt & verbunden? Dann würde ich auf jedem Element fest installieren und entsprechend geschickte Steckverbindungen montieren. Musst halt im Bühnenbereich suchen, sowas wie Multicore für 230V gibt es sicherlich. Genauso wie es übrigens verschraubbare Mehrfachsteckdosen gibt, da muss man nicht so pfuschen wie auf dem Bild mit dem Senseo-Kaffee...
 
  • Wie macht man Abzweigungen bei 220V ohne feste Dose? Beitrag #13

Serpolytics

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Ob das handhabbar ist frage ich mich schon seit dem ersten Posting.
So gut ich die Idee prinzipiell finde, könnte die Praxis einen Strich durch die Rechnung machen.
Du hast im pdf 3 m, 4,50 m, 8 m, das wird dann schon ein ziemlicher Knäuel an Kabeln. Ein paar Meter einzelnes Kabel auf oder abrollen ist das eine, ein Baum der sich immer wieder aufteilt ist ne andere Nummer. Da würde ich mit Entwirrung vom feinsten rechnen.


Wenn du mehr über die Wände erzählst fällt vielleicht jemandem etwas ein wie man das geschützt unterbringen kann.
Also der eigentliche "Baum" ist im PDF grau hinterlegt. Das sind rund 30 Meter Kabel, also rund 3 KG (bei 3X1,5mm²) zuzüglich der Verbinder und Stecker und Kupplungen. Das Ganze möchte ich in einen Schlauch packen. Z. B. nen geschlitztes Wellrohr. Die Aufteilungen aus dem Baum sind ja nur kurze (20cm) lange Kabel mit ner Kupplung für die "Module" zum anstecken. Insofern meine ich schon, dass das recht gut handhabbar sein sollte. Die "Module" in grün (Regalspots), blau rechts (Lager), gelb (Scheinwerferbretter außen) und rot (Ausleger) werden ja nur ansteckbare Teile.

Die Wände kann man auf den Bildern die ich oben hinzugefügt habe erkennen.
 
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Serpolytics

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Du kannst Abzweige prinzipiell auch löten und mit Schrumpfschläuchen (am besten mit Innenkleber) isolieren, das trägt am wenigsten auf.
Jedoch muss das dann sehr ordentlich gemacht werden und ist entsprechend steif an den Stellen.

Ich denke auch, dass dein kompletter Kabelbaum zu groß und unhandlich werden würde. Also würde ich mehrere Kabelbaum-Segmente anfertigen und diese über Stecker (da gibt es viele tolle Sachen) verbinden.
Servus!

Vielen Dank für Deine Antwort!

Nein, Kabel aneinanderlöten und Schrumpfschlauch ist mir nicht "gut genug". ;-) Da bin ich mir sicher, dass das geradezu Sollbruchstellen werden würden. Das ganze Konstrukt muss schon auch a bisserl was aushalten können.

Einen Beitrag oben bin ich gerade auf den eigentlichen Baum und die geplanten Segmente/Module eingegangen. Kann mir nicht vorstellen, dass das zu unhandlich wird. Aber danke für Deinen Hinweis!
 
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Schnulli

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Im schnellen Hausgebrauch eine kurze halbdurchdachte Idee aus der Wago-Serie WINSTA IDC. Musst du für dich dann zusammen mit dem Elektriker deines Vertrauens anpassen, weil das Material oftmals Verpackungseinheiten hat, die du wahrscheinlich nicht brauchen wirst.

Wago Flachleitung mit Endstück und Einspeisung. Abzweige mit dem Abgriffmodul, die Abgangsleitung kannst du hier dann mit Gummischlauchleitung H07RN-F o.ä. realisieren und am Ende eine Schuko-Buchse für den Verbraucher. Alternativ könnten steckbare Teilstücke und steckbare Abzweige mit einem anderen System (scroll da mal durch) aus der WINSTA-Serie realisiert werden.
 
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Ist das wie so ein Weihnachtsmarkt-Verkaufsstand? Das heißt, "Auf- und Abbauen" bedeutet, die einzelnen Elemente (Boden, Wände, Decke) werden zusammengestellt/gesteckt & verbunden? Dann würde ich auf jedem Element fest installieren und entsprechend geschickte Steckverbindungen montieren. Musst halt im Bühnenbereich suchen, sowas wie Multicore für 230V gibt es sicherlich. Genauso wie es übrigens verschraubbare Mehrfachsteckdosen gibt, da muss man nicht so pfuschen wie auf dem Bild mit dem Senseo-Kaffee...
Servus!

Danke für Deine Antwort!

Ja, korrekt. So eine Art Stand ist es. Allerdings unser eigener Marke Individualanfertigung. Also nicht so ganz "einfach nur Teile zusammenstecken. Eher ein "Schreiner verschrauben Balken und Platten". Und das Ganze schon auch mal jedes Jahr den Gegebenheiten entsprechend flexibel. Soll heißen: Ich kann mich nicht darauf verlassen, dass die gleiche Platte, der gleiche Balken im nächsten Jahr wieder an dieser Position in dieser Richtung verbaut wird. Im Stand / an den einzelnen Teilen kann leider nichts verbleiben - Schäden wären garantiert. Bin ich oben schon näher drauf eingegangen.
 
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Serpolytics

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Im schnellen Hausgebrauch eine kurze halbdurchdachte Idee aus der Wago-Serie WINSTA IDC. Musst du für dich dann zusammen mit dem Elektriker deines Vertrauens anpassen, weil das Material oftmals Verpackungseinheiten hat, die du wahrscheinlich nicht brauchen wirst.
Servus Schnulli!

Jetzt wird es spannend! Vielen Dank! Das sieht sehr interessant aus. Werde ich mich mal mit beschäftigen, was der Spaß so kostet und ob ich die Möglichkeit habe kleinere Mengen zu beschaffen.
 
  • Wie macht man Abzweigungen bei 220V ohne feste Dose? Beitrag #18

dirk11

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Eher ein "Schreiner verschrauben Balken und Platten". Und das Ganze schon auch mal jedes Jahr den Gegebenheiten entsprechend flexibel. Soll heißen: Ich kann mich nicht darauf verlassen, dass die gleiche Platte, der gleiche Balken im nächsten Jahr wieder an dieser Position in dieser Richtung verbaut wird. Im Stand / an den einzelnen Teilen kann leider nichts verbleiben - Schäden wären garantiert. Bin ich oben schon näher drauf eingegangen.
Also nicht ganz zuende durchdacht. Variable Verbaumöglichkeiten sind ja gut, aber dass das extra ein Schreiner machen muss, eher nicht. Und gegen Schäden an verbauten Teilen kann man die meisten geschützt, also in den Laibungen, verbauen, und nur die, wo das nicht geht (große Strahler z.B.) demontierbar machen. Und auch das kann man mechanisch entsprechend gestalten, z.B. mit Steckverbindungen mit Splinten, so daß man nicht ständig Verschrauben muss.

Ehrlich gesagt: ich würde mir, falls das eine dauerhafte Sache ist, ein Projekt "Verkaufsstand 2.0" überlegen und konzipieren und dann in Ruhe neu bauen.

Die genannten Winsta-Teile sind eine gute Idee, aber ich bezweifle ein wenig, daß die den rauhen Händen von ungelernten Kräften lange standhalten, die ich aus Deiner Beschreibung so herauslese. Hinzu kommt: damit muss man umgehen können, man muss für einen Defekt Teile vorrätig haben, weil sowas garantiert nicht jeder Elektriker auf Halde liegen hat. Und das betrifft alle Teile, sowohl die Flachleitung als auch die ganzen Verbinder und Endstücke. Das ist schon sehr speziell.
Auch bedenklich: nichts davon ist spritzwassergeschützt (bzw. IP44), jedenfalls habe ich bei einer schnellen Durchsicht nichts dazu gesehen. Ist jetzt für fliegende Bauten eher so semi.
Ich würde da eher auf industrielle Verbinder von Harting setzen. Die halten so einen Betrieb IMHO deutlich länger aus.
 
  • Wie macht man Abzweigungen bei 220V ohne feste Dose? Beitrag #19

Serpolytics

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Also nicht ganz zuende durchdacht. Variable Verbaumöglichkeiten sind ja gut, aber dass das extra ein Schreiner machen muss, eher nicht. Und gegen Schäden an verbauten Teilen kann man die meisten geschützt, also in den Laibungen, verbauen, und nur die, wo das nicht geht (große Strahler z.B.) demontierbar machen. Und auch das kann man mechanisch entsprechend gestalten, z.B. mit Steckverbindungen mit Splinten, so daß man nicht ständig Verschrauben muss.

Ehrlich gesagt: ich würde mir, falls das eine dauerhafte Sache ist, ein Projekt "Verkaufsstand 2.0" überlegen und konzipieren und dann in Ruhe neu bauen.

Die genannten Winsta-Teile sind eine gute Idee, aber ich bezweifle ein wenig, daß die den rauhen Händen von ungelernten Kräften lange standhalten, die ich aus Deiner Beschreibung so herauslese. Hinzu kommt: damit muss man umgehen können, man muss für einen Defekt Teile vorrätig haben, weil sowas garantiert nicht jeder Elektriker auf Halde liegen hat. Und das betrifft alle Teile, sowohl die Flachleitung als auch die ganzen Verbinder und Endstücke. Das ist schon sehr speziell.
Auch bedenklich: nichts davon ist spritzwassergeschützt (bzw. IP44), jedenfalls habe ich bei einer schnellen Durchsicht nichts dazu gesehen. Ist jetzt für fliegende Bauten eher so semi.
Ich würde da eher auf industrielle Verbinder von Harting setzen. Die halten so einen Betrieb IMHO deutlich länger aus.
Danke für Deinen Gedankengang. Wir sind keine Schaustellerfamilie, sondern machen das nur einmal im Jahr. Wir haben alle feste Vollzeitjobs, bzw. sind selbstständig. Soll heißen, das ist ohnehin immer eine maximale Belastung und schwierige Zeitplanung. Wir hätten weder die Zeit, den Platz die Mannstärke oder nen dafür nötigen großen LKW um so nen Stand selbst auf- und abzubauen, zu transportieren und zu lagern. Wir sind sehr froh darum, dass uns das von einem Dienstleister seit vielen Jahren sehr zuverlässig abgenommen wird. Und so ne goldene Nase verdient man sich mit so nem Stand auch nicht, ganz im Gegenteil! Vor allem, wenn man den Stundenaufwand und das wirtschaftliche Risiko dagegen rechnet. Das ist eher familiäre Tradition und Hobby.

Dauerhaft ist es, ja. Seit über 35 Jahren! Die Stände kamen und gingen. Über die Jahrzehnte haben sich Anforderungen verändert, etc. pp.

Auch wir müssen da sehr genau überlegen, wieviel Investition in reine Verbesserungen / Erleichterungen gerechtfertigt sind ohne, dass sie auch nur einen Euro mehr Umsatz erwirtschaften. Die Arbeit machen wir - Familie kostet quasi nix.

Insofern war meine Frage (weil ich es aus genannten Gründen gerne selbst etwas besser machen möchte), wie ich fachlich akzeptabel eine Y-Verbindung bei nem Stromkabel realisiert bekomme. Wenn bspw. so a Kasterl 15,--/Stück kosten würde, bin ich bei 225,--. Einen neuen Stand bauen zu lassen (nur weil mir die Stromverlegung auf den Wecker geht) sind wir sicher bei rund 10.000,-- (je nach Qualität und Ausführung). Kanonen und Spatzen. Verstehst schon, oder?
 
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dirk11

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Ja, nachvollziehbar. Aber meine Devise lautet in der Regel "richtig oder gar nicht" - deshalb bekommst Du von mir genau diese Antworten.

Was Du am Ende mit diesem neu erworbenen Wissen machst, ist allein Deine Entscheidung (und mir am Ende auch egal). Ich würde das so machen, wie ich es beschrieben habe. Mit den (sicherlich nicht billigen) Harting-Verbindern (oder vergleichbaren).

Mein Vorschlag ist sicherlich am oberen Ende der Preisskala angesiedelt, aber auch das muss man kennen - wie willst Du für Dich adäquat entscheiden, wenn Du immer nur "preiswerte" Vorschläge bekommst!?

EDIT:
Unterm Strich entspringt meine Herangehensweise übrigens einer gesunden Portion Faulheit: Ich möchte so einen fliegenden Bau, schnell, sicher und einfach auf- und abbauen können, auch mal mit Helfern, die das zum ersten Mal machen oder spontan einspringen. Und aus dieser Motivation heraus würde ich niemals eine ortsveränderliche Hütte konstruieren, die verschraubt werden muss. Nächste Stufe wäre übrigens, den Aufbau fest auf einem Fahrgestell...
 
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