Wie am besten die Ecke einer Platte abrunden?

Diskutiere Wie am besten die Ecke einer Platte abrunden? im Möbel und Möbelbau Forum im Bereich Möbel und Maschinen; Hallo Zusammen, ich habe gelegentlich das Problem, das ich an einer Platte eine Rundung einarbeiten möchte, bspw. soll die eine Ecke rund sein...

  1. Szdnez

    Szdnez Neuer Benutzer

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    Hallo Zusammen,

    ich habe gelegentlich das Problem, das ich an einer Platte eine Rundung einarbeiten möchte, bspw. soll die eine Ecke rund sein mit einem Radius von 30 cm.
    Bisher habe ich es immer so gemacht, dass ich mir einen Gegenstand mit dem ungefähren Radius gesucht habe (Topf, Deckel, …), diesen auf der Platte mittels Zwingen fixiert habe und daran die Stichsäge geführt habe.
    Diese Variante hat ein paar Nachteile. Zum einen finde ich nicht immer die passende "Schablone". Zum anderen lässt sich die "Schablone" nicht immer so fixieren, das ich in einem Rutsch mit der Stichsäge daran vorbeikomme, manchmal ist auch eine Schraubzwinge im Weg, so dass ich diese umsetzen muss.
    Und je nachdem was ich säge kommt es manchmal vor, dass das Sägeblatt mit der Zeit "verbiegt"/senkrecht schräg steht. D.h. das Sägeblatt steht anfangs im rechten Winkel zur Platte, nach dem sägen des Kreisausschnitts steht es ein wenig schief (bspw. beim Sägen eines etwas engeren Radius in einer 18er Multiplexplatte beklebt mit Lino). Woran liegt das? Verwende ich das falsche Sägeblatt? Arbeite die Maschine zu schnell oder langsam? Führe ich die Maschine zu schnell oder langsam? Oder ist das Problem per se unvermeidbar?
    Wie könnte man das abrunden besser machen? Zur Verfügung steht mir bspw. noch eine Oberfräse. Bandsäge oder ähnliches ist nicht vorhanden. Ist vielleicht auch bei einer Plattengröße von 100 * 150 cm nicht mehr recht handhabbar.
    Auf jeden Fall sollte das Verfahren "zerstörungsfrei" sein. D.h. sämtliche Varianten, bei den bspw. ein Bohrloch zur Fixierung im Zentrum vonnöten sind, scheiden aus, weil die Oberfläche fehlerfrei bleiben muss. Zur Fixierung im Mittelpunkt dachte ich auch schon mal an einen Saugnapf o.ä., konnte aber bisher noch nichts passendes finden.

    Vielen Dank für eure Hilfe und Tipps.
     
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  3. Neige

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    Moderator

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  4. pinne

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    Wie auch immer die Führung wird : das "Abfallstück" mit mehreren geraden Schnitten bis kurz vor die Schnittline reduzieren . Die Stichsäge OHNE Druck führen !
     
  5. Future

    Future Erfahrener Benutzer

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    Guck doch im Web mal nach "Fräszirkel". Da gibt es zig tolle Modelle zum selberbauen oder kaufen. Die haben natürlich fast alle den Nachteil, dass sie das Schraubloch im Kreismittelpunkt brauchen und da muss man dann halt je nach Aufgabenstellung etwas improvisieren und Basteln. Mal reicht es in der Kreismitte eine kelien Holzplatte mit nach oben stehendem Pin mit doppelseitigem Klebeband auf die Platte zu kleben, mal muss man sich halt aus einem anderen Stück Holz eine Schablone fräsen.

    Für gängige Radien gibt es auch Sets von Frässchablonen zu kaufen oder man macht sich die selber.
     
    asconav6 gefällt das.
  6. Szdnez

    Szdnez Neuer Benutzer

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    Danke für die HInweise, an das Anfertigen einer Frässchablone hatte ich bisher noch gar nicht gedacht, zumal auch ein Bündigfräser mit Anlaufring oben vorhanden ist. Allerdings ist die Oberfräse auch noch nicht so alt.
    Zum Erstellen der Schablone kann man dann auch wieder ohne Probleme mit einen Zentrierloch arbeiten.
    Ich werde mit dieser Variante ein wenig experimentieren. Mit der "Fräsvariante" müsste man doch auch eine 50 mm dicke Platte bearbeiten können, oder? Ich würde dann in mehreren Durchgängen die Rundung fräsen, wobei bei jedem Durchgang der Fräser etwas länger aus der Oberfräse rausschaut und so die Fräsung immer tiefer wird. Man muss dabei nur aufpassen, dass der Fräser noch weit genug in der Maschine/Schaft sitzt, damit er sicher fixiert ist und sich nicht irgendwie selbstständig macht. Oder habe ich dabei einen Denkfehler bzw. irgendetwas nicht bedacht?
     
  7. Future

    Future Erfahrener Benutzer

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    Der Bündigfräser (siehe Bild) läuft ja mit dem Rädchen (Kugellager) zumindest beim ersten Durchgang an der Schablone entlang. Dabei nimmst du dann maximal soviel weg, wie die Nutzlänge (NL) beträgt. Wie weit du mit deinem jeweiligen Fräser kommst hängt von NL, Schaftlänge (SL) und von der Dicke deiner Schablone ab. Bei dicken Werkstücken ist es dann meist nötig mehrere Bündigfräser mit unterschiedlicher Nutzlänge zu verwenden, schliesslich kann man den Fräskopf ja nicht beliebig weit aus dem Gerät rausfahren.
     
  8. Szdnez

    Szdnez Neuer Benutzer

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    Ab dem zweiten Durchgang müsste man auch auf die Schablone verzichten können, so dass man die Höhe der Schablone nochmals als Tiefe für den Fräser dazu gewinnen würde, oder?
     
  9. Neige

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    Nochmal kurz erklärt. Ein Bündigfräser heißt so, weil er bündig fräst und zwar beim ersten Fräsvorgang. Die Schablone kann so dünn sein, dass der Anlaufring noch gut daran geführt werden kann.
    Also, Schablone herstellen die auch ein Zentrierloch haben darf, dann die Rundung der zu fräsenden Platte bis auf wenige mm zur Endrundung mit der Stichsäge sägen, Schablone aufsetzen und gut fixieren, Die OF ansetzen und den Überstand abfräsen, fertig.
    Es ist keine 2. Fräsung nötig!

    Die NL des Fräser sollte etwas länger sein wie die stäkste Platte. Dünnere Platten sind dem Fräser dann Wurscht.
     
  10. Szdnez

    Szdnez Neuer Benutzer

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    Danke, das ist mir soweit alles klar. Ich hatte mir nur Gedanken gemacht, wie ich es bspw. bei einer 50er Platte machen kann, ohne gleich einen Bündigfräser mit Nutzlänge > 50mm zu haben. Deswegen die Idee, die Fräsung in mehreren Durchgängen zu machen, und dabei den Fräser jeweils etwas weiter aus der Maschinen schauen zu lassen (natürlich nicht über das Maximum). Die Platte selbst würde dann bei den nachfolgenden Durchgängen zur Schablone werden.
    Oder andere Idee. Man führt erst die Fräsung mit Schablone durch, dreht dann die Platte um, nimmt einen Bündigfräser mit Anlaufring unten und verwendet dann die eben gefräste Rundung als "Schablone". Die Nutzlänge der beiden Fräser zusammen müsste nur größer als die Plattenstärke sein.
     
  11. Neige

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    Das geht nicht, weil der Anlaufring an der Schablone laufen muss, ausser die Schablone ist so stark, dass der Anlaufring immer an der Schablone bei mehreren Durchgängen entlang läuft. Mach das so, wie von mir beschrieben, bis wenige mm an die Rundung mit Stichsäge ohne Pendelhub und geringem Vorschub sägen, den Rest schafft die OF mit Fräser in einem Durchgang (hier Drehzahl und Vorschub beachten).
     
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