Welcher Sicherungsautomat?

Dieses Thema im Forum "Elektroinstallation und Elektrotechnik" wurde erstellt von Xorron, 04.04.2013.

  1. Xorron

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    Hallo Kollegen,
    im Keller unseres Hauses Baujahr 1961 liegt teilweise noch die alte (Ursprungs)Installation.
    Für die "bewohnbaren" Räume haben wir einen neuen Sicherungskasten mit FI/LS Sicherungen gesetzt.
    Jetzt ist noch ein Werkraum, der Heizungsraum und ein kleiner Abstellraum (in dem sitzen u.a. die Zähler und der alte Sicherungskasten) übrig, die ich ebenfalls gerne in den neuen Sicherungskasten integrieren würde.
    Im alten Kasten sitzen außerdem noch eine Sicherung für die Türsprechanlage, die Heizung (230V) und das Treppenhauslicht.
    Vom Platz her würde das alles in den neuen Kasten passen, dazu müsste ich das Ganze nur entsprechend umverdrahten ... aber ich wollte die alten Leitungen ja sowieso erneuern.

    Meine Frage:
    Kann ich dafür normale Automaten (10A) als Sicherungen nehmen?
    Ich finde, dass FIs an der Stelle keinen Sinn machen, vom Preisunterschied mal ganz abgesehen.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Schnulli, 04.04.2013
    Schnulli

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    Hallo,

    Hast du jeden Stromkreis mit einer FI/LS-Kombination versehen? Das ist doch viel zu umständlich und teuer. Warum nicht ein FI für alle nachfolgenden Sicherungen?
    Die Belastbarkeit der 10 A-Automaten entspricht etwa 2300 Watt. Insofern sollte das für kleine Räume auf jeden Fall ausreichend sein. Aber die sind meist auch etwas teurer als die üblichen 16A Automaten.
    Ein großer FI für das gesamte Haus (bzw. für die Etage oder eben für den neuen Verteilerkasten) wäre im Rahmen einer Neuverdrahtung übrigens am praktikabelsten gewesen, da eine nicht allzu alte Norm verlangt, dass alle zugänglichen Steckdosen bis 20 A mit FI abzusichern sind.

    Gruß
    Thomas
     
  4. Xorron

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    Jepp, alles mit FI/LS.
    Das hat den Hintergrund, dass wir zum Einen zwei kleine Kinder haben und zum Anderen, weil mir das vom Fachbetrieb, den ich anfangs zur Beratung da hatte, geraten wurde.
    O-Ton vom Meister und auch später von seinen Gesellen, die die neuen Zuleitungen zu den Zählern gelegt haben: "Das wird heute bei Neuverdrahtung standardmäßig so gemacht"!
    Das habe ich im Vorfeld (hatte mir natürlich mehrere Kostenvoranschläge eingeholt) von den anderen Betrieben auch gehört, daher habe ich es als Tatsache hingenommen.

    Nun ist es so wie es ist ... bloß die verbliebenen Räume sind halt keine Wohnräume, von daher denke ich, dass da normale Sicherungsautomaten reichen ... wollte mir das bloß nochmal bestätigen lassen.

    Wäre für die restlichen Sicherungen ein FI als Vorsicherung sinnvoll oder eher nicht?
    Denke da an den Werkraum wo mein Schwiegervater seine Kreissäge reinstellen möchte und auch sonst so einiges an E-Werkzeugen hat ... Hobby-Schreiner halt. :)
    Einen FI habe ich noch als Reserve übrig, den müsste ich also nicht besorgen.
     
  5. #4 MacFrog, 05.04.2013
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    Grade da solltest du einen Fi verbauen!
     
  6. #5 Schnulli, 05.04.2013
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    Hallo,

    Ja, FI ist ja schon richtig und notwendig, aber eine FI/LS- Kombination für jeden Stromkreis in einer Unterverteilung ist völlig unnötig und viel zu teuer. Man nimmt da einen "großen" FI und dahinter dann die normalen Sicherungsautomaten. Und ich bin mir sehr sicher, dass dies nicht Standard ist sondern ordentliches Zusatzgeld in die Kippe des "Fachbetriebes". Einen einzigen Vorteil hat es: Sollte wirklich mal der FI auslösen dann ist nicht das gesamte Haus stromlos sondern nur die betroffene Leitung. Aber das wäre mir das Geld wirklich nicht Wert.
    Grundsätzlich ist ein FI gem. einer DIN Vorschrift für die von dir genannten Räume. Was du nun letzten Endes machst ist deine Sache. In einer Werkstatt brauchst du auch mit einem 10A-Automat nicht anfangen. Wenn die Kreissäge mal angeht fliegt die Sicherung ja sofort.

    Gruß
    Thomas
     
  7. Xorron

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    Das waren schonmal Antworten mit denen ich was anfangen kann, vielen Dank dafür! :)

    Dann werde ich den regulären Licht/Steckdosenkreis der restlichen Räume mit dem FI als Vorsicherung versehen und die einzelnen Räume dann auf jeweils einen Automaten setzen.
    Wie ist das jetzt mit der Spannungsversorgung der Heizung?
    Einfach auf einen Sicherungsautomaten setzen ohne Vorsicherung?
     
  8. #7 Schnulli, 05.04.2013
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    Ein FI ist keine "Vorsicherung" sondern ein Personenschutzschalter. Was für einen FI hast du da? Die haben auch nur eine Höchstbelastbarkeit, da kannst du nicht beliebig viele Sicherungen dahinter bauen.

    Was meinst du hier mit Vorsicherung?

    Und hast du mal deinem Elektroberater in der Zwischenzeit mal eine auf die Nase gehauen? :D
     
  9. Xorron

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    Im (Ur)alten Sicherungskasten war/ist eine Schmelzsicherung als Vorsicherung für die drei Automaten geschaltet.
    Die Frage ist, muss ich das, wenn ich die Stromkreise in den neuen Sicherungskasten einbaue, dort auch so oder ähnlich machen, oder reicht es, wenn ich einfach nur die jeweiligen Automaten für die Stromkreise einbaue? Also ohne extra Vorsicherung.

    Wenn ich ihn mal wieder sehe, werde ich ihn gerne darauf ansprechen. ;)
    Aber nun ist es wie es ist ... und die verbliebene alte Elektrik schaffe ich auch noch irgenwie ... soviel ist es ja nicht mehr. :)
     
  10. #9 Schnulli, 08.04.2013
    Zuletzt bearbeitet: 08.04.2013
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    Ich hab in dem Begriffsdurcheinander ehrlich gesagt ein wenig den Faden verloren, zumal ich auch kein Bild deiner Verteilungen vor Augen habe.
    Wenn irgendwo eine Unterverteilung hinkommt wird normalerweise die Zuleitung dieser UV (5x10mm² Kabel) im abgehenden "Zählerkasten" abgesichert (z.B 3x 35A Neozed). Danach kommt in der Unterverteilung ein Klemmblock wo die Zuleitung drauf kommt. Von da gehts zum FI und danach in die Sicherungsautomaten. Dein neuer Sicherungskasten: Ist das nun eine Unterverteilung oder der Hauptverteiler mit den Zählern?

    Übrigens: ein 3poliger 40A FI und 8 Sicherungsautomaten (diese Anzahl passt zusammen auf eine übliche 12TE-Hutschiene einer Unterverteilung) kostet zusammen etwa 60 Euro an Material. Fertig wäre eine einfache Verteilung für 8 "Verbrauchsstellen" incl. FI-Absicherung. Kannst du deinem E-Berater das überteuerte FI/LS-Kombizeug nicht wieder zurückgeben?

    Und mal als generelle Idee: Wie wäre es, wenn du dir jemanden suchst, der das vor Ort mit dir zusammen macht? Klingt irgendwie sicherer.....

    Gruß
    Thomas
     
  11. Xorron

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    Sorry wenn ich mich missverständlich ausgedrückt habe.

    So ist es bei uns auch realisiert worden.

    Danke, das war genau das was ich meinte, so werde ich dann die restlichen Räume absichern. :)

    Es ist eine UV, so wie du es oben beschrieben hast, nur mit dem Unterschied, dass ich komplett alles mit FI/LS anstatt normaler Automaten versehen habe.

    So hätte ich es von Anfang an machen müssen, aber damals (vor 1 1/2 Jahren) fehlte mir dazu das fachliche Wissen.

    Genau DAS war ja meine ursprüngliche Idee!
    Ich selbst bin Energieelektroniker, arbeite aber mein Berufsleben lang im Maschinenbau.
    Mein Wissen um Haustechnik, besonders was Absicherung angeht, stammt aus meinem ersten Lehrjahr ... und das war mitte der 80er!
    Da ich mir aber durchaus zugetraut habe die Installation im Haus komplett allein zu realisieren, fehlte mir nur jemand, der mich auf den neusten Stand bringt was Verlegenormen und aktuelle Vorschriften angeht.
    Zudem war mir klar, dass ich einen Betrieb brauche, der mir den Stromzähler umklemmt.
    Ich hatte insgesammt drei ortsansässige Elektrobetriebe hier bevor ich mit der Renovierung anfing, ALLE haben sie mir zum Thema Sicherungen erzählt, dass man das heute ausschliesslich mit FI/LS macht!
    Zwei wollten aber alles selber machen und waren entsprechend teuer, so dass ich bei dem hängen blieb, der sich darauf einließ, dass ich alles selber mache und er nur die Zuleitung zum Zähler und den Anschluß dort.
    Er hat sich meine komplette Verdrahtung anschliessend angeschaut und für gut befunden.
    Dass man die UV eigentlich immer noch so macht, wie ich es vor über 20 Jahren auch mal gelernt habe, das habe ich jetzt von euch erfahren!
    Aber was soll ich machen, wenn drei Elektrofachbetriebe inkl.Meister mir erzählen dass heute alles mit FI/LS gemacht wird? :confused:

    Das kann ich knicken ... abgesehen davon dass ich jetzt auch keine Meinung mehr habe noch irgend etwas an der bestehenden Installation zu ändern!
    Haben wir halt ein "besonders" sicheres Haus! ;)


    Danke für die Tipps. :)
     
  12. #11 Schnulli, 08.04.2013
    Zuletzt bearbeitet: 08.04.2013
    Schnulli

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    Ich bin nicht vom Fach, aber meiner Meinung nach: mehr Geld. Ein anderer logischer Grund fällt mir gerade nicht ein. Eventuell noch der Komfort, dass eben im Fehlerfall nicht alles an Strom weg ist.
     
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