Welche Grundierung vor dem Tapezieren?

Dieses Thema im Forum "Tapeten und Wandbeläge" wurde erstellt von Ronn, 26.05.2012.

  1. Ronn

    Ronn Benutzer

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    Wir möchten demnächst unsere neu gekaufte ETW (Haus wurde 1993 gebaut) tapezieren und blicken leider nicht ganz durch bei den vielen Arten von Grundierungen, die es gibt.

    Wir haben verschiedene Tapeten (Rauhfaser, Papier und Vlies) sowie verschiedene Untergründe (Teils Beton und teils verputze Wände und Gipskarton an den Decken etc.). Kleister haben wir schon besorgt, "Spezial" für die Rauhfaser- und Papiertapeten und "Direct" für die Vliestapeten.

    Bei der Grundierung wird es komplizierter. So gibt es allein von dem großen bekannten Kleisterhersteller eine Grundierung für neue Putze, eine Grundierung für alte Putze und Beton, eine Gipskarton-Grundierung und eine Grundierung für Vliestapeten. Wir könnten natürlich alle kaufen und an den jeweiligen Stellen zum Einsatz bringen, aber welche Grundierung nehme ich beispielsweise für Vliestapeten auf Gipskarton - Gipskarton-Grundierung oder Grundierung für Vliestapeten?

    Ein Bekannter meint, wir sollen das alles vergessen und einfach überall Tapeten-Wechselgrund nehmen - ich habe allerdings gelesen, dass das zumindest bei Vliestapeten keine sinnvolle Wahl sei. Jemand anderes hat mir lösungsmittelfreien Tiefengrund empfohlen - ist das die Lösung für alle Tapeten und alle Untergründe? Wenn ja, welches wäre dann das genaue Produktion im OBI oder Bauhaus?

    Ich bin für jede Hilfe dankbar!
     
  2. AdMan

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  3. #2 harekrishnaharerama, 26.05.2012
    Zuletzt bearbeitet: 26.05.2012
    harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Erfahrener Benutzer

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    Schönen, guten Abend :)

    Ich würde Haftgrund wirklich nur dann benutzen, wenn der Untergrund SEHR problematisch ist (stark sandet oder kreidet, irgendwie morsch ist - aber da gibt es meist auch noch andere Lösungen, z.B. Kalksinterwasser) - ansonsten beim normalen Putz ganz normal mit Makulatur arbeiten.
    Es handelt sich im Grunde dabei um eine Art Zellulosebrei von puddingartiger Konsistenz. Den trägt man entweder mit einem Quast auf oder - wie ich - mit einem Glättspachtel. Der Sinn an diesem preisgünstigen Untergrund ist, daß das Wasser länger gehalten wird und die Tapete sehr leicht korrigiert werden kann. Ferner werden auch leichte Unebenheiten von der Makulatur überbrückt, sodaß der Kleber mehr Haftgrund hat - wobei wir beim Ausgangsthema wären.

    Makulatur ist wesentlich preisgünstiger (5€/kg ergeben etwa 20 bis 25 m²) als teure Haftgrundierungen, schadstofffrei, biologisch abbaubar und kann hervorragend gelöst werden, wenn die Tapete mal gewechselt werden soll - einfach mit ordentlich Wasser. Wenn man noch immer Bedenken hat, dann rührt man einen stärkeren Kleber an. Ihr habt ja verschiedene da, die man teilweise auch mischen kann - müsste alles auf der Packung stehen. Faustregel - je schwerer und wasserundurchlässiger die Tapete, desto stärker muß der Kleber sein ;)

    Edit sagt: Tapeten auf Tapeten kann man ohne Makulatur machen - wenn die Tapete eben genug ist, andernfalls runter mit dem Ding
     
  4. Ronn

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    Hi harekrishnaharerama, danke für deine Antwort. Jetzt kommt die nächste Option ins Spiel. Welche Methode der Auftragung ist besser? Mit Quast oder Glättspachtel?
     
  5. #4 harekrishnaharerama, 27.05.2012
    Zuletzt bearbeitet: 27.05.2012
    harekrishnaharerama

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    Ich bevorzuge die Glättekelle - normal nimmt man dafür Edelstahl, andere den Quastpinsel - kostet beides nicht die Welt. Den Quast hat man ja sowieso schon da, wenn man Leim auf die Tapete auftragen möchte. Die Glättekelle kann man immer wieder mal gebrauchen, wenn man größere Löcher im Putz schließen möchte, oder rauhe stellen glätten will. Es lohnt sich also auch eine Anschaffung. Dann einfach beides mal ausprobieren. Der Spachtel ist nach meiner Meinung etwas sparsamer - auch wenn sich das für den Nichtkenner seltsam anhört, kann man doch wesentlich dünner arbeiten ;)
     
  6. Ronn

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    Super, vielen Dank schonmal für die Tipps, welche Makulatur empfielst du? Oder nehme ich da einfach die günstigste ausm Baumarkt?
     
  7. #6 harekrishnaharerama, 27.05.2012
    Zuletzt bearbeitet: 27.05.2012
    harekrishnaharerama

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    Könnte sein daß der Teureren ein paar Antischimmelmittel spendiert wurden und noch ein paar andere Hilfsmittelchen . . . kann ich Dir jetzt auf Anhieb nicht sagen. Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, dann würde ich noch Antischimmelmittel in die Makulatur und auch in den Kleber einrühren :)

    Edit wirft noch ein: Kleben tut die billige gut
     
  8. pinne

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    statt maulwurf

    nimm LF Tiefgrund für alle Flächen, diesen streicht man mit einer Streichbürste auf. Wozu ? Die Saugfähigkeit wird reduziert.
    Wechselgrund hält in der Erfahrung nicht was er soll; bei den Vliestapeten ist der Effekt in der Rückseite des Belages!
    Erwerbsquelle ? Fachgroßhandel für Maler und Tapezierer . suche unter Malereinkauf.Dort ist auch für Endverbraucher offen.
     
  9. Ronn

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    Servus,

    und vielen Dank schmal für eure Hilfe. Ich hätte da noch eine Frage an euch, vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen.

    Es gib ja hin und wiewder immer mal Risse in einer Wand, so auch in unserer ETW welche ich gerne, wenn möglich dauerhaft schliesen möchte. Wie mache ich das am Besten? Einfach zuschmieren mit Gips (wie z.B. Dübellöcher) oder was anderes? Ich habe z.B. auch Uniflot hier. Die Risse sind nicht dramatisches, einer ist mitten in einer Betonwand und ein oder zwei kommen von einem Rigipsplattenstoß (ich denke dafür ist Uniflott am besten). Sollte man die Risse etwas weiten damit mehr Material rein kommt?

    Danke und Grüße
     
  10. #9 harekrishnaharerama, 27.05.2012
    harekrishnaharerama

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    Also bezüglich der Gipsplatten gibt es schöne Arbeitsanweisungen im Netz zu finden, zum Beispiel hier:
    http://www.energiesparhaus.at/selber...-montieren.htm
    Unter Verspachteln finden sich auch nützliche Tipps, wie das verkleben der Spalten mit Gewebeband, um Risse zu vermeiden.
    Uniflott von Knauf scheint mir ein Putz für Rigipsplatten zu sein - also nur zu.

    Bezüglich der Risse im normalen Putz. Am besten mit einem Spachtel die losen Teile abmachen und dann wieder mit neuem Putz verfüllen. Es gibt da einfache Spachtelmassen, mit denen man Risse, Löcher und auch Abschlüsse machen kann - einfach mal fragen. Von Knauf gibt es je nach Anwendung spezielle Spachtelmassen von Rotband für größere Löcher bis Grünband für kleine Risse, Bohrlöcher oder auch den Abschluß - Uniflott sollte es aber auch hier tun

    Wie sind die Risse im Beton entstanden? Ist das Haus abgesackt oder hat es sich verschoben :confused:
     
  11. Ronn

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    Super herzlichen Dank schonmal. Es handelt sich bei den Rissen um Haarrisse, einmal an zwei Plattenstößen von Gipskartonplatten in einer Dachgaubenkonstruktion und einmal ein Haarriss in einer Wand etwa 20cm von der Wandecke entfernt. Nichts wildes, es sind wie gesagt nur Haarrisse, das Haus selbst ist knapp 20 Jahre alt, es werden wohl Spannungsrisse sein, die ich gerne dauerhaft verschliesen wollte, wobei ich befürchte, dass zumindest die in der Dachgaube immer wieder auftreten werden...
     
  12. #11 harekrishnaharerama, 27.05.2012
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    Für die Gaube auf jeden Fall dann Gewebeband benutzen ;)
     
  13. Ronn

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    Ok, aber dann muß ich den Riss öffnen und die alte Spachtlung teilweise runterschleifen, denn einfach drüberspachtels würde ja sonst zu hoch werden, oder?
     
  14. #13 harekrishnaharerama, 28.05.2012
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    Es gibt einen Spachtel im Baumarkt, das ist praktisch eine Klinge im 90° Winkel auf einem Stiel, wie ein T. Leider fällt mir der Fachausdruck dafür nicht ein. Desweiteren gibt es auch viele Multitools oder auch Elektrospachtel, die diese Aufgabe meistern könnten. Aber im Grunde vermeidet man immer Staubentwicklung, versucht also eher den Putz mit dem Eisen oder Spachtel rauszubrechen als zu schleifen oder zu trennen. Man muß eigentlich nur unter den Putz runter kommen, dann kann man ihn lösen.

    Eine andere Möglichkeit wäre eine Armierung des Putzes an der Stelle. Es gibt Armierungsband, das kann man in den Putz einarbeiten, um im mehr STabilität zu verleihen. Ferner würde ich eventuell einen flexiblen Putz benutzen, der Dehnungen und Risse besser wegsteckt ;)
     
  15. Ronn

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    @harekrishnaharerama


    Überlege nun, die Feimmakulatur mit einem Quast aufzubringen, geht das eigentlich gut zu streichen? Oder geht rollen besser? Andere Frage noch, kann ich das Zeug auch auf Gipskartonplatten benutzen? Da mein Dachausbau aus GK und Beton/Putzwände besteht, bin ich mir nicht sicher ob Feinmakulatur das richtige dafür ist. Und mußr das Zeug nach der Trocknung noch geschliffen werden?
     
  16. #15 harekrishnaharerama, 28.05.2012
    Zuletzt bearbeitet: 28.05.2012
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    Auf den Platten sollte man nach Lehrbuch tatsächlich normal Haftgrund LF streichen. Nach meiner Meinung genügt es, wenn Du das mit der Makulatur machst und die Platten eventuell mit Isoliersalz vorbehandelst. Ist auch im Baumarkt recht günstig zu bekommen. Im Grunde verbraucht man ohne Grundierung mehr Kleber, aber da Du die Makulatur aufbringst, geht das schon in Ordnung.

    Die Makulatur ist nichtmal einen Milimeter stark. Ich mußte nie nachschleifen, geht auch erst wenn es vollständig durchgetrocknet ist und es verzieht sich dann auch mit dem frischen Leim nochmal beim drüberstreichen.

    Mit der Rolle wird der Pudding noch mehr spritzen, als mit dem Quast. Aber ausprobieren kannst Du ja alles - soll ja Spaß machen ;)
     
  17. Ronn

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    So Wände sind nun mit Tiefgrund gestrichen, danke für eure Beratung
     
Thema: Welche Grundierung vor dem Tapezieren?
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