Welche Grundierung/Putz?

Diskutiere Welche Grundierung/Putz? im Estrich, Mauer und Putz Forum im Bereich Der Innenausbau; Guten Tag, Wir haben 2015 ein Haus von BJ 1980 gekauft, ich möchte in nächster Zeit mein Keller verschönern. Folgende Problematik: Der Keller hat...

  1. #1 KRRichy, 13.10.2018
    Zuletzt bearbeitet: 13.10.2018
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    Guten Tag,
    Wir haben 2015 ein Haus von BJ 1980 gekauft, ich möchte in nächster Zeit mein Keller verschönern.

    Folgende Problematik:
    Der Keller hat bisher nur reines Mauerwerk (Kalksandstein) welches vermutlich 1980 mal mit zum Glück nicht-kreidender Farbe gestrichen wurde.

    Ich möchte jetzt aber alle Wände und Decken im Keller verspachteln, also Unebenheiten und die zurückliegende Mörtelfuge möchte ich verschwinden lassen.

    Grundsätzlich möchte ich halt so dünn wie möglich die gesamte Wand und Decke „verputzen“, jedoch möchte ich die Wand und Decke funktionslos verputzen, also rein optisch. (Nicht fürs Raumklima)

    Gips kommt für mich im Keller eigentlich nicht in frage.
    Also benötige ich wohl eine Grundierung für den vorhandenen Altanstrich und ein gut klebenden/haftenden Zementhaltigen Mörtel/Putz.

    Als Grundierung habe ich Pufas P32 gefunden, welche wohl funktionieren sollte und preislich recht angenehm ist.

    Als Putz habe ich gefunden: Sakret Renovier- und Putzmörtel
    Dieser ist jedoch sehr teuer, gibt es etwas vergleichbares (Diffusionsoffen/sehr gut haftend auch auf altanstrich) was günstiger ist?

    Ich bin eben Leie und bekomme normalen Mauermörtel/Hagalith oder des gleichen sicher nicht so einfach an die wand, hätte am liebsten etwas „cremiges“.

    Hoffe ihr könnt mir helfen


    Gruß
    Richy
     
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  3. #2 KRRichy, 14.10.2018
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    Rigips Rimat Grün 150 Feuchtraumputz

    Was haltet ihr davon?
    Ist zwar Gips, aber in der Beschreibung steht halt auch extra das es auch fürn Keller geeignet ist, wäre halt günstig, ergiebig und gut zu verarbeiten.....?

    Wie gesagt ich will kein Putz aufbringen um das Klima zu verbessern sondern rein aus optischen Gründen möchte ich die Wände etwas (also dünn) verspachteln.... Raumklima solllte natürlich nicht schlechter dadurch werden....


    Gruß
    Richy
     
  4. #3 Niedersachse, 15.10.2018
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    Nicht viel. Auf eine vorhandene Farbschicht (deren Zusammensetzung zumal noch unbekannt ist) eine Grundierung aufzubringen und diese mit einer dünnen »Gipsspachtelputzschicht« ist keine gute und dauerhafte Lösung.

    Aber es gibt eine gute Nachricht: Die beste Lösung ist auch die günstigste. Zuerst gilt es, die alte Farbe zu entfernen; dies funktioniert meist nach gründlicher Durchfeuchtung mit dem Spachtel. Dann geht’s zum Baustoffhändler, einen Kübel Bausand (ca. 3,- €) und einen Sack Weißkalkhydrat (ca 7,- €) beschaffen. Verputzen dann wie hier von mir bereits ausgeführt: https://www.dasheimwerkerforum.de/t...de-streichen-oder-verputzen.14280/#post-98547

    Je nach Größe der Mauern benötigst Du mehr Sand, der Weißkalk indes dürfte auf jeden Fall reichen – auch für den freskalen Anstrich. Mit einem Einsatz von maximal ca. 20,- € wird die Sache erledigt sein.
     
  5. #4 KRRichy, 16.10.2018
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    Danke erstmal, werde mal versuchen die Farbe zu lösen!
    Ist dieser selbst gemachte Putz von der Verarbeitung her nicht ähnlich wie Hagalith FF?

    Als Leie hätte ich gerne natürlich etwas cremigeres was auch besser haftet, oder ist dieser Putz gut zu verarbeiten?

    Von der Menge her glaube ich brauche ich für etwa 120qm Fläche (Wände/Decken) schon etwas mehr....?


    Gruß
    Richy
     
  6. #5 Niedersachse, 16.10.2018
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    Bitte gern. Und: sehr gute Wahl – das wird schon klappen. :)
    Der Hagalith-FF-Putz ist ein Kalkzementputz (P II), der von mir empfohlene ein reiner Kalkputz (PI). Verarbeitet werden beide gleich: mit der Kelle angeworfen, abgezogen und abgerieben/gefilzt. Generell gilt, daß der Putz umso schwerer zu verarbeiten ist, je mehr Zement er enthält.

    Ich habe noch kein Fertigprodukt erlebt, das sich so gut verarbeiten ließ (Wandhaftung etc.), wie ein selbstangemachter Kalkputz – was mit ein Grund für meine diesbezügliche Empfehlung war.

    Das ist natürlich eine ordentliche Fläche – vergiß bitte meine Schätzung mit dem Kübel Sand. :D Generell rechnet man bei einer Putzdicke von einem Zentimeter mit 15 kg Trockenmörtel pro m², was bei 120 m² 1,8 t Trockenputz (also 45 Säcken Hagalith FF) entspricht.

    Mauersand wiegt ca. 1,5-1,6 t pro m³. Solltest Du keinen Anhänger besitzen, wäre es durchaus überlegenswert, sich einen oder anderthalb m³ Sand liefern zu lassen. Bei diesen Mengen (egal ob selbstangemacht oder Sackware) empfiehlt sich unbedingt ein ordentliches Rührwerk – Rühraufsätze für die Bohrmaschine sind ungeeignet. Diesbezüglich empfehle ich Geräte von Eibenstock, z. B. das Modell EHR 23; damit rührst Du 80 kg problemlos durch. Von einem Freifallmischer rate ich in Deinem Fall ab - derartige Mengen an Mörtel kannst Du gar nicht so schnell auf einmal verarbeiten und das Gerät ist deutlich größer und unflexibler; mit einem Rührwerk kann man z. B. auch Farbe, Bitumen etc. durchrühren.

    Und keine Sorge wegen der Verarbeitung; verputzen mit Kalkputz ist nun wahrlich keine unlösbare Aufgabe – im Gegenteil, es ist deutlich einfacher und viel weniger nervig als zu spachteln.
     
  7. #6 KRRichy, 16.10.2018
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    Vielen Dank für die ausführliche Antwort, du hast mir damit wirklich sehr gut weitergeholfen (hoffe ich bekomm die Farbe ab)!!

    Jetzt würde ich gerne nur noch wissen ob 5mm Putzdicke auch möglich sind, oder reißt der Putz dann bzw. könnte bei leichten Stößen abplatzen?

    Edit: wie lässt sich auf Kalkputz eigentlich arbeiten bezüglich die Wand direkt mit Silikatfarbe streichen oder ggf. Tapezieren?


    Gruß
    Richy
     
  8. #7 Niedersachse, 16.10.2018
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    Stets gern – es freut mich immer, wenn ich weiterhelfen kann.

    Eigentlich beträgt eine Kalkputzschicht 15-25 mm, die Mindestdicke sind 10 mm – was auch problemlos möglich ist, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Darunter würde ich nicht gehen – und warum auch? Die Mehrkosten sind minimal.

    Ist beides problemlos möglich. Bedenke: Kalkputz war bis vor kurzem der Standardinnenputz. Die derzeitige hohe Beliebtheit des Gipsputzes bei Neubauten resultiert lediglich aus der besseren Maschinengängigkeit und der schnelleren Trocknung (Zeit- und damit Geldersparnis für den Bauunternehmer).
     
  9. #8 KRRichy, 16.10.2018
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    Vielen vielen Dank, so werde ich das machen!
    Ne Kelle Zement (wie in dem anderen Thread erwähnt) zu der Mischung macht den Putz vermutlich auch etwas robuster oder?


    Gruß
    Richy
     
  10. #9 Niedersachse, 17.10.2018
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    Sehr gute Entscheidung! Sollten noch Fragen auftauchen, helfe ich gern weiter. Natürlich interessiert es mich auch sehr, wie es weitergeht. :)
    So ist es. (Nicht nur) ich habe mit einer leichten Zementzugabe gute Erfahrungen gemacht.

    Sollte Dich die durch den Zement leicht graue Farbe des Putzes stören, gibt es auch weißen Portlandzement, z. B. von Dyckerhoff. Für den grauen Zement bezahle ich beim örtlichen Baustoffhändler 3,- € pro 25-kg-Sack, für den weißen 14,- €.

    Wichtig ist noch, daß Du explizit Bausand verlangst – Spielsand hat einen höheren Lehmanteil, was für die Sandburgen der lieben Kleinen gut ist, die Festigkeit des Mörtels jedoch herabsetzt.
     
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