Wasserverteilung und Metalle

Diskutiere Wasserverteilung und Metalle im Sanitärtechnik Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo, ich habe in meinem Altbau folgende Kalt- und Heißwasserverteilung vorgefunden: [ATTACH] Hier wird jeweils das Trinkwasser auf die...

  1. #1 jMeister, 01.10.2019
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    Hallo,
    ich habe in meinem Altbau folgende Kalt- und Heißwasserverteilung vorgefunden:

    Unbenannt.png

    Hier wird jeweils das Trinkwasser auf die verschiedenen Räume verteilt,
    das ist ganz angenehm gelöst.

    Mehrere Handwerker haben mir ebreits angedeutet, dass das problematisch ist.

    Kaltwasser kommt aus der Leitung via PE Rohr und dann in das Verzinkte(?) Rohr dann in den Verteiler aus Messing(?)
    Einer der Kaltwasseranschlüsse geht nun in meine neue Heizung zum Heißwasser, die Heizung ist jetzt 4 Tage alt.
    Der Heißwasserspeicher speist via 3/4" Aluverbundrohr in ein Verzinktes(?) Rohr und wieder in den Messing(?)Verteiler auf erneut Aluverbundrohr 16mm.

    Nach dem Verteiler kommt nur noch 16mm Aluverbundrohr mit PE Verteilern pro Stich. (Ein oder zwei Metallverteiler (Messing/verzinkt?)sind drin).

    Wo liegt jetzt die Problematik bei den verschiedenen Metallen und was kann ich tun/muss ich beachten?

    Ih möchte mir die Neue Heizung nicht kaputt machen.

    Nils
     
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  3. #2 Sulzknie, 01.10.2019
    Zuletzt bearbeitet: 01.10.2019
    Sulzknie

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    Vom Material her gesehen hat Messing seit einiger Zeit in Trinkwasserleitungen nix mehr zu suchen.
    Im Messing ist ein gewisser Anteil Blei enthalten deshalb findet Rotguss Verwendung.
    Blei wird dabei ,wenn auch nur in geringem Maß an das Trinkwasser abgegeben.
    Bei Wasserschäden welche durch /am Pe —Rohr im Haus entstanden sind könnte sich die Versicherung quer stellen und für Schäden garnicht oder nur teilweise einstehen.
    Dabei ist es wohl unerheblich ob das Pe—Rohr wenigstens in Dn10 ( Blauer Streifen am Rohr) verwendet wurde.
    Entscheidend sind dabei die Pe —Verschraubung welche bei Wasserschlägen nachgeben können und das Rohr nicht halten.
    Nachteilig sind auch mit Sicherheit die längeren Leitungswege , besonders die W— Wasserleitungen.
    Auch K.— Wasserleitungen sollen immer durchspült sein damit sich kein Stagnationswasser bildet.( Verkeimung)

    Offensichtlich wurde das ganze Leitungsgewerk von einem Nichtfachmann ausgeführt.
    Ohne entsprechendes Verarbeitungswerkzeug wurde einfach alles ver / geschraubt und fertig.
    Vermutlich sind die Absperrungen an den Verteilern auch nicht geeignet ,sieht nach Heizung aus.
     
  4. Rallo

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    Ich sehe das ähnlich. Da scheint ein Heizungsverteiler für Trinkwasser verwendet worden zu sein. Auch wenn Messing nicht mehr so gerne gesehen wird in einer Trinkwasserleitung, vertragen sich die verwendeten Materialien durchaus. Ein absolutes NoGo gibt es nur bei Verbindungen von Kupfer und verzinktem Stahl, wenn in Flußrichtung Stahl hinter Kupfer kommt.
     
  5. #4 jMeister, 01.10.2019
    jMeister

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    Guten Abend,

    ja das ist ein klassischer Fussbodenheizungsverteiler.

    Gibt es da für Trinkwasser eine alternative? Oder bleibt mir nur da ejtzt selber ein Mosaik an Leitungen herzustellen?
    Wie sieht so eine Verteilung in "normalen" Häusern aus?
    Prinzipiell ist das ja ganz praktisch so,
    an der 1" Leitung vor dem Kaltwasserverteiler war letztes Jahr das Gewinde der 1" Leitung durchgerostet, sah nach galvanischer Aktivität aus.
     
  6. #5 Sulzknie, 01.10.2019
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    Ja, auf den ersten Blick „sieht“ das praktisch aus.
    Sowas ist aber gegen die technischen Regeln.
    Wenn dieser Jemand nun auch noch einen gebrauchten Verteiler eingesetzt hat ist das unter aller Sau.
    Sollte eigentlich in der Richtung mal nachgebohrt werden.
    Einen von der Abbildung gleichen Verteiler hab ich vor 20 Jahren für Fbh. mal in der Hand gehabt.
    Deshalb der schlimme Verdacht.:eek:
    Trinkwasser gelten in Deutschland als Lebensmittel ,daher auch die strengen Vorschriften.
     
  7. #6 jMeister, 02.10.2019
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    Hi,
    also was soll ich da jetzt einbauen?

    Nils
     
  8. #7 Sulzknie, 02.10.2019
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    Einbauen? Du meinst ausbauen.
    Da gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten .Da hier erhebliche gesundheitliche Gefahren bestehen.
    Du läßt auf eigene Kosten die Installation vom Installateur fachgerecht instand setzen oder über Rechtsmittel vom Vorbesitzer.
    Du hast ( vermutlich) das Haus in Treu und guten Glauben erworben und bist getäuscht worden.
    Rechtsanwalt.Gutachter.Trinkwasserversorger.
     
  9. #8 Schnulli, 02.10.2019
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    Immobilien werden eigentlich immer "gekauft wie besichtigt" oder mit vollständigem Gewährleistungsausschluss gehandelt. Da hast du später wenig Möglichkeiten, zumal das wohl noch nicht mal ein "Mangel" in diesem Sinn seien dürfte.


    Wenn du den Verteiler umbauen (lassen) willst dann hol dir doch mal nen Angebot von ein paar Installateuren. Die könnten dir evtl auch gleich die Zuleitung zum Verteiler neu machen.
    So ein Verteiler für Trinkwasser ist m.W. oftmals nur eine Kombination aus T-Stücken und Abstellern, ob es da was von der Stange als Komplettsatz gibt weiß ich nicht. Das Abgebildete ist auf jeden Fall ein Verteilerblock für Heizungsanlagen.
     
  10. #9 jMeister, 04.10.2019
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    Hi,
    den Vorbesitzer lasse ich in Ruhe, der hat da im besten Wissen gehandelt.

    Ich würde es dann selber umbauen, also ein Sammelsurium aus T Stücken und Hähnen. Mal sehen was ich da hin kriege.
    Materialvorschläge?

    Nils
     
  11. #10 Sulzknie, 05.10.2019
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    Du solltest sagen im bestem Unwissen.
    Wenn du es möglicherweise selber verschlimmbessern willst ,dann tu was du nicht lassen kannst.
     
  12. #11 jMeister, 05.10.2019
    Zuletzt bearbeitet: 05.10.2019
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    Was soll denn jetzt so eine Antwort?

    Ich denke es ist mein gutes Recht mich mit guter Vorbereitung und entsprechender Fertigkeit daran zu setzen und das selbst zu machen ohne solche Kommentare zu bekommen, wofür ist denn so ein Forum da wenn man dann immer den Tipp bekommt, dass man sich n teuren Handwerker hilt für ne Sache, die man ohne probleme selbst erledigen kann. Wrnn man sich erkundigt und Mühe gibt, entsprechende Fertigkeit vorausgesetzt, dann kann man sowas gut hinbekommen. Spar dir solche Polemik einfach.

    Oder wir nennen es von www.dasheimwerkerforum.de zu www.bestelldirnhanswerkerforum.de um!

    Nils
     
  13. #12 Sulzknie, 05.10.2019
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    Für die Installation einer Trinkwasseranlage reicht es nicht allein das da Wasser am Ende des Rohres kommt.
    Das ist nur das Ergebnis.
    Es müssen hier auch geforderte Hygiene Vorschriften beachtet und tatsächlich eingehalten werden.
    Warum wohl setzt der Versorger nur dann einen Zähler wenn die Anlage von einem Fachbetrieb angemeldet wurde.
    Sollte es zu einer beprobung an deiner Anlage kommen weil vielleicht bei dir Keime vermutet werden ,da zB ein Familienmitglied erkrankt ist ( Legionellen zB.) kommst du arg in Schwierigkeiten.
    Noch weitaus schlimmer wird’s wenn Keime von deinen Leitungen ins Öffentliche Wassernetz gelangt sind,,dann hast die berühmte Arschkarte.Das wars dann.

    Auch darüber kannst du dich im Netz bestens informieren.
     
  14. Rallo

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    Naja, ich denke mal, schlimmer, als es im Moment ist, kann er es eh´nicht machen...

    Du fragst nach Materialvorschlägen, welche Kenntnisse / Gerätschaften hast Du denn?
    Bei Kupfer musst Du löten oder pressen, je nachdem, welches System Du nehmen willst.
    Bei Aluverbundrohr musst Du ebenfalls pressen können, dazu benötigt man, wie auch beim Kupfer pressen, eine Maschine mit entsprechenden Pressbacken.
    Grundsätzlich würde ich Dir Kupfer vorschlagen, allerdings muß dann vom Zähler aus alles erneuert werden, da in Flußrichtung erst Kupfer, dann verzinkt ein NoGo ist.
    Das verzinkte Rohr musste ja schon repariert werden, wie Du geschrieben hast, daher würde ich das rausschmeissen.
    Genaugenommen habe ich zu wenig Infos über Deine bestehende Anlage, um exakte Aussagen treffen zu können.
    Ich habe ja nur den Verteiler gesehen, und das verzinkte Rohr, welches dahin geht. Aber was ist zwischen Zähler und Verteiler sonst noch so?
     
  15. #14 jMeister, 06.10.2019
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    Hi,

    dir Anlage wurde so von den Wassererrken in betrieb genommen, war vorher n Brunnen dran.

    Zwischen Zähler und dem Fussbodenverteilung liegt n PE Rohr mit entsprechenden Verschraubungen.

    Uch würde nur dieses Ungetüm ersetzen da PE und Aluverbundrohr m.E. nach unproblematisch sind.

    Ich werde dann versuchen hier auf Metall zu verzichten. Fraglich nur ob das bei Kugelhähnen möglich ist.

    Werkzeuge zum verpressen/löten sind alle kurzfristig besorgbar.
     
  16. #15 Sulzknie, 07.10.2019
    Sulzknie

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    Ob nun Kupferleitungen die erste Wahl sind ,ist auch nicht immer zutreffend .o_O
    Es gibt Versorgungsgebiete in denen das Kupferrohr mangels Wasserqualität dem Lochfraß :eek: zum Opfer fällt.
    Der Installateur vor Ort kennt dann die Problematik :cool: und verwendet dann das richtige Material.
     
  17. xeno

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    Ich würde nichts anderes mehr als Aluverbundrohr verwenden. Und da nur bekanntes Markenmaterial, für das man auch in vielen Jahren noch Fittinge usw. bekommt und bei dem es Langzeiterfahrungswerte gibt bzgl. der Haltbarkeit.
    Alle Ventile/Hähne müssen totraumfrei sein und für Trinkwasser geeignet, die ganze Leitungsverlegung sollte so geplant werden, dass es möglichst keine Stagnationsleitungen gibt und der Schallschutz beachtet wird.
    Ich habe von dem Wasser-Thema eher keine Ahnung und habe das daher von einer Firma (unter meiner Aufsicht :rolleyes:) machen lassen.
    Man sollte sich schon wirklich sicher sein, wenn man da was selbst macht, wie auch bei Strom und Gas. Mal ganz abgesehen von den rechtlichen und versicherungstechnischen Bedenken.
     
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