Wasserenthärtung sinnvoll

Diskutiere Wasserenthärtung sinnvoll im Sanitärtechnik Forum im Bereich Der Innenausbau; Meine Tochter renoviert gerade das Haus meiner verstorbenen Eltern. Nachdem Wasser, Abwasser und Heizung neu verlegt wird, stellt sich auch die...

  1. #1 groschi2, 01.06.2020
    groschi2

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    Meine Tochter renoviert gerade das Haus meiner verstorbenen Eltern. Nachdem Wasser, Abwasser und Heizung neu verlegt wird, stellt sich auch die Frage ob Wasserenthärtung. Das Wasser hat 21,4 °dH. Die Wasserleitungen sind Kunststoff-Verbundrohr. Bei Bekannten und auf der Arbeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass man enthärtetes Wasser nicht mehr pur trinken kann. Es schmeckt seifig und ist ungenießbar. Das wäre aber kein Problem. Wir würden für den Wasserhahn in der Küche eine Leitung mit hartem Wasser verlegen. Für die Spülmaschine dann natürlich wieder weiches. Man hört aber von anderen Problemen. Bei Grünbeck hört man von gelben Belägen. Messing, und daraus sind ja schließlich die Armaturen wird auch angegriffen. Die Frage ist halt nun ob die Nachteile die Vorteile überwiegen oder umgekehrt. Auf der einen Seite Kosten in der Anschaffung, Wartung und im Verbrauch (Wasser und Salz), evtl. angegriffene Armaturen, sonst noch was?
    Auf der anderen Seite weniger Ablagerungen im Vorratsbehälter, in den Leitungen, in Maschinen und leichteres Putzen.
    Mit Kundendiensten haben wir alle ein Problem. Wenn, dann sollte so eine Anlage wartungsfrei sein oder selbst zu warten sein.
    Mal ganz ehrlich und die oft gesagten Verkaufssprüche vergessen. Ist eine Enthärtung sinnvoll oder nicht. Würdet ihr sie bei euch privat selbst verbauen? Wie sind die Erfahrungen?
    Wenn ja, welches Fabrikat ist günstig und möglichst wartungsfrei. Einbau ist kein Problem.
     
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  3. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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    Wir haben auch seit 2 Wochen eine Anlage und man spürt den Erfolg deutlich.
    Wartungsfrei im Sinne von nichts tun gibt es wohl nirgends. Das wichtigste Teil einer Anlage ist der Filter und die dazugehörenden Salze. Diese müssen zwingend von Zeit zu Zeit gewechselt werden, weil sonst das Wasser wieder härter wird, Leitungen verkalken oder die Anlage selbst Schaden nimmt. Im schlimmsten Fall wird die Anlage zur Brutstätte von Bakterien.
    Was für eine Anlage die Richtige ist, sollte zusammen mit einem Fachmann vor Ort geklärt werden, denn der stimmt diese auf den Bestand ab.
    Auf jeden Fall danken es SpüMa, WaMa und Co.
     
  5. #4 gg0815, 24.01.2021
    Zuletzt bearbeitet: 24.01.2021
    gg0815

    gg0815 Neuer Benutzer

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    Hallo groschi,

    schon entschieden ? Sonst hier mal ein paar Eckdaten und Erfahrungen.

    Wir haben im Mittel 18.8 dh Gesamthärte. Wir Enthärten und Verschneiden auf 8 dh.
    Pro 1 dh Absenkung wird dem Wasser 8mg/l Natrium zugesetzt.
    Eingangs haben wir 13mg/l Natrium, nach Enthärtung und Verschnitt dann also 99,4 mg/l.

    Das wäre für Babys zu viel die sollten nicht mehr als 40mg/l im Trinkwasser haben.
    Der allgemeine Grenzwert im Trinkwasser liegt aber bei 200mg/l. Das passt also.
    Ein Erwachsener sollte etwa 1,5 g Natrium pro Tag aufnehmen ( DGE 01/2017 ) passt also auch, das wären immerhin 15 Liter Wasser.
    Wobei das meiste Natrium in Form von Kochsalz in der festen Nahrung steckt.

    Unsere Anlage ( 20 l Harz ) kann 4,2m³ Wasser von 19 dh auf 0 dh bringen. Das plus dem Verschnittwasser reicht bei unserem 4 Personenhaushalt für ca 10 Tage.
    Die Regenerierung des Harzes benötigt dann jedesmal etwa 10l Salzlösung da sind, auch wieder etwa, 3,2 kg Salz drinn.
    Hinzu kommt noch das Rohwasser für je 3 min Volldurchsatz Rück und Endspülung.

    Wir haben uns für eine Einzelanlage ( ein Harzbehälter ) entschieden weil wir damit bei hohem Nenndurchfluss wenig bis keine Stillstandzeiten haben.
    Eine Pendelanlage verwendet zwei Harzbehälter. Bei gleicher Dimension jedes der beiden Behälter, um den gleichen Nenndurchfluss zu bekommen, stünde das Wasser also bei uns 10Tage im gerade nicht verwendeten Harzbehälter. Das wäre wohl gerade noch ok denn nach 10 Tagen würde von der Anlage auch eine Zwangsregeneration durchgeführt um bei Null Wasserverbrauch Keimbildung zu vermeiden. Mir ist das aber zu grenzwertig.
    Nachteil der Einzelnlage ist, sie liefert während der einstündigen Regeneration normales nicht enthärtetes Wasser. Eine Pendelanlage enthärtet ununterbrochen.
    Die Regeneration wird von unserer Einzelanlage aber automatisch immer um 2 Uhr nachts ( konfigurierbar ) durchgeführt ( Puffer berechnet sie sich selbst ).

    Preislich liegen wir für Anlage und Installationsmaterial bei ca 1500,- Euro. Die Installation erfolgte vollständig in Eigenleistung.

    Geschmacklich und optisch hat sich das Wasser nicht verändert. Irgendwelche Begleiterscheinungen oder Auffälligkeiten sind bisher nicht aufgetreten.
    Die Kalkabscheidung an Töpfen, Kocher usw ist wirklich sehr deutlich sichtbar reduziert und an Armaturen etc nicht mehr relevant.

    Letztlich haben wir solche Anlage schon lange immer irgendwie gewollt. Nach Einbau eines Dampfduschtempels und Whirlpools waren die extremen Kalkablagerungen nun der Auslöser den Plan endlich umzusetzen.
     
    nurandy gefällt das.
  6. xeno

    xeno Erfahrener Benutzer

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    Wenn man sowas hat, ist es wohl sinnvoll. Aber persönlich würde ich ansonsten eher keine Enthärtungsanlage verbauen.
     
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Wasserenthärtung sinnvoll

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