Vorbereitung der Wände - Vlies

Dieses Thema im Forum "Tapeten und Wandbeläge" wurde erstellt von Meerbie, 23.08.2013.

  1. #1 Meerbie, 23.08.2013
    Meerbie

    Meerbie Benutzer

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    Ich (in Sachen Heimwerken ein Laiendarsteller) bin gerade dabei "im laufenden Betrieb" das Schlafzimmer zu renovieren. Wobei ich eigentlich "nur" mal die Revisionsklappe am Rolladen öffnen wollte, weil ich sehen wollte, ob ich die defekte Aufhängung des Panzers selber reparieren kann. Dabei ging ein Teil des Rollladenkastens kaputt und das Ende vom Lied, wir tapezieren komplett neu. Alter der Wohnung ca. 18 Jahre und die Blümchentapete war ohnehin inzwischen schmerzhaft für die Augen. Aber der Rollladen ist nun eine andere Baustelle.

    An der Decke war Rauhfaser. Wohl noch die erste, die hier verklebt wurde. Hier habe ich zunächst einfach die oberste Schicht in großen "Placken" runterholen können, die dünne Restschicht darunter kurz eingeweicht und nach 15 Minuten ging das alles locker runter. Zutage kam eine Betondecke, grau, und von der Struktur her ziemlich fein. Die Decke ist aber nicht "glatt wie ein Kinderpopo", es sind noch feine Reste des alten Kleisters zu spüren.

    Die Tapeten an den Wänden habe ich ebenfalls komplett runtergeholt, da waren Papiertapeten, Alter ca. 15 Jahre, vorher klebten dort 3 Jahre lang Rauhfasertapeten. Die Wand ist ebenfalls nicht "ar***glatt", man spürt eine leichte Rauigkeit, aber es sandet nicht. Deshalb habe ich auch zunächst mal nichts geschliffen. Die Wände waren ziemlich gescheckt, waren teils mit einer rötlichen Flüssigkeit gestrichen.

    Wir wollen nun die Wände mit Vlies tapezieren (hell und ein mittelprächtiges Beige), die Decke soll ebenfalls wieder tapeziert werden. Ich habe wegen der Fleckigkeit der Wand "Swingdecor Tapetengrund weiß" besorgt und die Wände damit gestrichen. Danach wollte ich noch ein paar Stellen (Macken, Bohrlöcher) verspachteln, aber das sind eher Kleinigkeiten.

    Ob Wände und Decken vorher jemals grundiert wurden, das weiß ich nicht.

    Problem 1: Was die Decke angeht, weiß ich nicht, ob ich hier wieder Rauhfaser nehmen soll oder auch Vlies, wie wir es an der Wand vorhaben. Ist es üblich an der Decke Rauhfaser zu verkleben und an den Wänden Vlies? Oder beißt sich das aus optischen Gründen? Ich sehe, es gibt von Erfurt auch eine Vlies-Rauhfaser (also wohl eine Rauhfaser mit Fliesuntergrund), das wäre auch eine Option.

    Problem 2: Wie muss ich jetzt die Betondecke vorbereiten? Denn die ist ja ziemlich dunkelgrau. Ich habe versucht, sie testweise mit dem o. g. Tapetengrund zu streichen. Sie wird natürlich weißer, aber durch die nicht sicht- aber fühlbare, noch vorhandene Klebeschicht ist das Ergebnis ernüchternd. Andererseits, es soll ja nur Tapete drauf und müsste so eine Vlies-Rauhfaser nicht recht blickdicht sein? So sieht das aus mit dem Tapetengrund (auch ein Test mit Dispersionsfarbe war dabei, ... der etwas kräftigere Fleck ... aber so wie ich das verstehe, hat die ja kaum die identische Funktion, wie ein Tapetengrund)
    20130823---Anstrich-01.jpg

    Das mit den Kleberückständen an der Decke macht mich irgendwie ... Wenn ich mit Vlies-Rauhfaser tapezieren will, stört das dann oder ist es egal? Hier erkennt man im Gegenlicht, wie das mit den Kleberückständen aussieht.
    20130823---Anstrich-03.jpg

    Problem 3: Ich bin mir nicht sicher, ob ich das mit den Wänden so richtig gemacht habe. Müssen die popoglatt sein, oder stört ein bisschen Rauigkeit nicht. An sich sind die Wände ja nach nicht mal 20 Jahren noch gut in Schuss. So sieht das aus:
    20130823---Anstrich-02.jpg
    Ich könnte jetzt natürlich noch alles leicht beischleifen, worunter dann natürlich wieder die Deckung des Farbanteils des Tapetengrundes leiden würde. Vor allem wäre das ein Sauerei und "im laufenden Betrieb" (wir nutzen den Raum ja zum Schlafen), etwas kompliziert. Meint ihr, auf so einem Putz hält eine Vliestapete?

    Ich bin inzwischen deshalb unruhig, weil ich zwischendurch so viel gelesen habe und es scheint Tausend Meinungen zu geben. Sicher gibt es auch einen richtigen und einen praktikablen Weg. Eine ideale Antwort wäre: "Streiche die Decke ruhig mit dem Tapetengrund, spachtele die Macken und Bohrlöcher bei, hau eine Vlies-Rauhfaser an die Decke und Vliestapeten an die Wände."
     
  2. AdMan

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  3. #2 harekrishnaharerama, 23.08.2013
    Zuletzt bearbeitet: 23.08.2013
    harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Erfahrener Benutzer

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    Willkommen im Forum :)

    Vliestapeten werden direkt auf der Wand verklebt, sie dehnen sich nicht aus, müssen nicht vorgeweicht werden. Der Spezialkleber wird direkt auf die Wand gequastet oder gespachtelt und dann die Bahn darauf gerollt.

    Die kleineren Unebenheiten nimmt der Kleber selber weg, vorher mit Universalgrund eine Saugsperre herstellen, dann ist das leichte Rieseln des Sandes auch kein Problem mehr ;)
     
  4. sep

    sep Erfahrener Benutzer

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    Hallo!
    Nun habe jetzt in deinem Beitrag keine Fragestellung erkannt wo Du danach fragst wie Vliestapete geklebt wird.............

    Also die Decke sieht ja nicht besonders aus ich würde da auch wieder normale Rauhfaser kleben die dann mit Dispersionfarbe überstrichen wird.
    Was die Wände angeht hätte man da schon noch das ein oder andere Spachtel können um eine etwas gleichmäßige Fläche zu bekommen.
    Du hast die Flächen schon mit der Weißen Grundierung für Vliestapete behandelt, das braucht man normalerweise nur wenn die Vliestapete nach dem Kleben nicht mehr überstrichen wird weil man sonst den ungleichen Untergrund da durch sieht, wenn noch gestrichen wird reicht es die Wände mit einem Tiefgrund LF zu Grundieren.
    Ob man die Decke auch mit Rauhfaser (Vlies) klebt oder normale Rauhfaser nun das dürfte Geschmack Sache sein und beißen wird sich das nicht mit den Wänden, die Decke sieht so nicht besonders aus so das man sie ohne hohen Spachtelaufwand nicht glatt bekommt so das man sie einfach streichen könnte, also wie gesagt ich würde normale Rauhfaser kleben.
    Eine Möglichkeit für Glatte Flächen zu bekommen wäre noch ein "Renoviervliese" zu kleben aber ob sich das für dich lohnt den Aufwand zu betreiben....

    sep
     
  5. #4 mitleser, 24.08.2013
    mitleser

    mitleser Guest

    Erfurt

    Rauhvlies / Vliesfaser -ist oberlächlich das gleiche wie die herkömmliche Raufaser 20 bis 70. Nur der Träger ist als Vlies modifiziert.Wird nach dem Vekleben beschichtet.
    Das Ar......glatt muß nicht sein, mit dem breiten ( 28 cm ) Spachtel flach abstoßen reicht. Bei den Wandtapeten wie @sep schrieb, wegen dem durchscheinenden Untergrund, NACH dem Spachteln mit dem Rohweißen Tapetengrund flächig vorstreichen. Nicht sparen bei der Klebstoffqualität.
     
  6. #5 Meerbie, 24.08.2013
    Meerbie

    Meerbie Benutzer

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    Die Wände hatte ich ja jetzt schon mit weißem Universalgrund grundiert (was gegen das wirklich leichte "Sanden" auch geholfen hat). Im Grunde hat da vorher schon nicht viel gerieselt, aber da wir z. T. weiß tapezieren wollten und die Wände vorher Farbnuancen von dunkelgrau über rot bis hin zu weiß hatten und auch ein paar schwarze Flecken (kam mir vor, wie Zigarettenkippenreste, Asche) zu finden waren, dachte ich, etwas weißer Tiefengrund kann nicht schaden.

    Das mit den kleineren Unebenheiten beruhigt mich. Also ich rede von winziger Sandkorngröße. Ich habe gestern auch mal eine Ecke hauchzart mit 80er Schleifpapier bearbeitet. Klar, es wird glatter, aber es ist eine enorme Sauerei. Das geht "im laufenden Betrieb nicht".

    Eigentlich ist die ziemlich glatt und fein, deutlich besser als die Wand ... aber - da sind eben diese feinen Klebereste, die dafür sorgen, dass der Anstrich grauenhaft aussieht. Letztlich habe ich jetzt trotzdem mit dem Universalgrund gestrichen, ich denke, Hauptsache das Vlies hält und es ist heller als vorher. Wie von dir vorgeschlagen, werde ich wohl Rauhfaser (oder Rauhvlies) nehmen. Ich denke, die Struktur verzeiht evtl. Hubbel. Und wenn man trotzdem noch Nähte sieht, dann habe ich noch einen halben Schönen Wohnen Plarweiß.

    Die Wandtapete soll keinesfalls mehr gestrichen werden. Deshalb und wg. der hell geplanten Tapete, der weiße Universalgrund.

    Problem gelöst. Danke!

    Möglicherweise täuscht das Bild. Die Decke ist ar***glatt (oder sagen wir "gerade", "eben"), was da so ribbelig aussieht, aber mit bloßem Auge gar nicht zu sehen ist (aber zu fühlen ist), das sind die Kleberreste auf dem Beton. Aber wie gesagt: Ich habe jetzt gnadenlos den Tiefengrund gepinselt und hoffe es klebt. Momentan sieht dieser Anstrich allerdings übel aus - völlig gescheckt, weil diese Kleberreste wohl auch für eine unterschiedliche Saugkraft sorgen.

    Ich wollte nun noch nach dem Streichen die "großen" Löcher und Kratzer spachteln. Ich hatte irgendwo gelesen, ruhig erst grundieren, dann spachteln. Zumindest sieht man die Stellen jetzt besser als vorher. Aber ich denke, dass ich nach dem Durchtrocknen der Spachtelmasse, die Löcher und Kratzer dann einfach nochmal mit Grundierung beglücke.

    Vielen Dank für euer aller Feedback! Ich komme wieder, da warten noch so einige Problemchen, vor allem dieser verfluchte Rollladenkasten und ein begehbarer Kleiderschrank, den meine Frau gerne hätte ...
     
  7. #6 Gast II, 24.08.2013
    Gast II

    Gast II Guest

    Nicht viel schreiben, auf Stoß kleben und fertig.
     
  8. #7 Meerbie, 25.08.2013
    Meerbie

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    Irgendwie eine sehr beruhigende Antwort :D ... meine Frau sieht das ähnlich: "Mach dir doch nicht so'n Kopp!" Aber wenn man in 15 Jahren nur einmal tapeziert, ist man eben ein wenig unsicher.

    Die Decke werden wir dann wohl die Tage tapezieren, aber der Rest muss noch ein bisschen warten. Da gärt noch die Idee mit dem begehbaren Kleiderschrank und der Rollladenkasten ist zunächst das größte Problem. Aber das dann an einer anderen Stelle im Forum.
     
  9. #8 Schnulli, 25.08.2013
    Schnulli

    Schnulli
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    Hallo,

    das mit dem Rollokasten solltest du vor dem Tapezieren erledigen, oder sehe ich das gerade falsch?

    Gruß
    Thomas
     
  10. #9 Meerbie, 26.08.2013
    Meerbie

    Meerbie Benutzer

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    Jau, das siehst du richtig ;) aber ich musste bisher die Dinge erledigen, wie es gerade die Zeit und die Möglichkeiten hergaben - und ich musste das "im laufenden Betrieb" machen. Und der Rollladenkasten hat auch schon einige Zeit in Anspruch genommen. Die Dinger sind bei uns nachträglich geplant und eingebaut worden und ich brauchte auch erst meine Zeit, um festzustellen, dass ich die Welle nicht rausbekomme, ohne den kompletten Kasten zu demontieren. Die haben sich wohl gedacht: Nach uns die Sintflut. Inzwischen habe ich alle Verschraubungen raus und das Ding hängt immer noch. Keine Ahnung, woran (... "titanischer Montagekleber"???) Aber ich denke, das ist hier der falsche Ort für diese Diskussion - oder? Ich werde das Thema die Tage mal an anderem Ort erstellen.
     
Thema: Vorbereitung der Wände - Vlies
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