"Viktorianisches" Gewächshaus mit halbhoher Ziegelmauer: Betonierte Einfahrt als Fundamentplatte nutzen?

Diskutiere "Viktorianisches" Gewächshaus mit halbhoher Ziegelmauer: Betonierte Einfahrt als Fundamentplatte nutzen? im Gartenhäuser, Carports und Garagen Forum im Bereich Der Aussenbereich; Hallo! Wir würden gerne selbst ein 7 qm großes Mauer-Gewächshaus bauen, das leicht an den viktorianischen Gewächshausstil angelehnt ist. Das...

billyregal

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Hallo!
Wir würden gerne selbst ein 7 qm großes Mauer-Gewächshaus bauen, das leicht an den viktorianischen Gewächshausstil angelehnt ist. Das Gewächshaus soll eine etwa 70 cm hohe Ziegelmauer rundherum haben und auch innen zwei Hochbeete, die mit Ziegeln von der Außenwand abgetrennt sind. Auf die halbhohe Ziegelwand soll eine Holzkonstruktion aus Lärche und Plexiglas Alltop Doppelstegplatten. Überall wird zu einem 80 cm tiefen Streifenfundament geraten bei dieser Art Konstruktion. Aber wäre es denn auch möglich, diese Ziegelkonstruktion einfach auf einer massiven Betonplatte zu errichten?

In unserem Garten ist schon seit Jahrzehnten eine Auto-Einfahrt mit einem Betonfundament, das 20 cm tief ist. Die Vorgänger haben dort über ein Jahrzehnt lang einen Steingarten angelegt, weil sie - genau wie wir - die Einfahrt nicht nutzen. Die Betonplatte habe ich freigelegt. Was unter der Platte ist, weiß ich nicht, da könnte von Kies über Bauschutt bis hin zu einfach nur Erde alles sein. Das Problem ist, dass der Beton dort aus unterschiedlichen Zeiten kommt, ich habe hier ein Foto angehängt. Links ist die seit Jahrzehnten massive und immer noch rissfreie 20 cm tiefe Betonplatte, die etwa 2x2 m ist, die ist mit Bitumen verbunden mit den anderen Platten. Die vorne ist genau dasselbe Material, nur die rechts bröckelt. Anscheinend hat man da mal die Einfahrt erweitert. Dieser Beton löst sich zumindest an einem der Ränder so langsam auf. Hier sind Pflanzen reingewachsen, es bröckelt sandig ab.

Was hätte ich denn für Möglichkeiten, diesen Untergrund als Fundament zu nutzen? Könnte ich beispielsweise da nochmal eine dünne Betonplatte in Größe des Gewächshauses drüber gießen, also so 5-10 cm dick? Oder wäre das Quatsch? Oder könnte ich den Riss des hinteren Teils ausbessern? Sind die Bitumen-Verbindungen ein Problem?
Könnte ich darauf einfach die halbhohe Ziegelmauer mauern? Oder könnte dann Frost (der Garten ist in Berlin) durch das Fundament die Ziegelwand beschädigen? Oder was könnte sonst passieren? Geht es bei so einem Fundament nur um die Standfestigkeit, oder ist Frostsicherheit auch wichtig? Ich kenne mich mit Fundamentarbeiten wirklich nicht aus.

Aussehen soll das fertige Gewächshaus irgendwann mal so ähnlich wie auf dem zweiten Bild.
 

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Kläusi

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Hallo,
wenn das neue Gewächshaus ca. 7 qm hat, die alte massive Betonplatte ca. 2x2 m umfasst, muss das Gewächshaus auf unterschiedlichen Betonplatten stehen, die nicht oder unzureichend miteinander verbunden sind. Auch das Übergießen der unterschiedlichen Platten mit 5 bis 10 cm Beton wird keine ausreichende Stabilität in die Platten bringen. Es besteht die Gefahr, dass (beim nächsten Frost) die Platten unterschiedlich "arbeiten" und auseinanderbrechen. Dann wäre zu befürchten, dass die Ziegelmauer des Gewächshauses reißt.
Auch wenn der Aufwand recht groß ist, würde ich wohl die Platten entfernen und (wie oben bereits beschrieben) ein frostsicheres Streifenfundament erstellen.
Gruß
Kläusi
 
pinne

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Mach da die + sieben Quadratmeter mit +drei zentimeter Estrich und Estrichgitter !
Dann hast den planebenen Grund für das Mauerwerk .
Nach dem mauern auf dem Dachpappstreifen und dem Verfugen , zuu Kröning : mit dem Quast einen Bitumenanstrich von Stein Unterkante bis 12 cm auf den Alt-Beton
 

Kläusi

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Dann hast den planebenen Grund für das Mauerwerk .
Hi,
planeben ja, aber verschiedene Betonplatten unterschiedlicher Güte, unter die der Frost kommt. Ich weiß nicht, ob da 3 cm Estrich mit Estrichgitter ausreichen um die Platten zu stabilisieren?
Gruß
Kläusi
 

billyregal

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Vielen Dank für die Antworten!
Natürlich wäre es mir am liebsten, so vorzugehen, wie pinne vorgeschlagen hat. Ich verstehe aber dein Argument, Kläusi. Würde es denn etwas bringen, wenn ich die Bitumenverbindung zwischen den Platten rauskratze und mit Beton oder anderem Material auffülle, und zusätzlich die beschädigte rechte Platte neu gieße? Oder würde das nichts daran ändern, dass der Frost sie auseinandersprengen könnte?
Gäbe es denn irgendeine andere Möglichkeit, zumindest den linken, größeren Teil der Platte zu erhalten?
Ich schrecke ehrlich gesagt vor der sehr arbeitsintensiven und auch teuren Entfernung des Betons zurück. Wir haben ein Baby, und ich dachte, der Bau des Gewächshauses allein wäre das Projekt, das ich diesen Frühsommer stemmen könnte. Größere Abbrucharbeiten schaffe ich zeitlich kaum noch zusätzlich, habe ich auch noch nie gemacht - was man im Internet liest, klingt wie ein Höllenjob. Aber wenn es das Gewächshaus dann im Winter zerstört, ist das natürlich auch blöd, wir wollen eigentlich gute Materialien verwenden, so dass es lange hält.
 

Kläusi

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IN Berlin kommt da selten Frost ! Thema : Erderwärmung !!
Ja,
Berlin ist ein heißes Pflaster. 😁
Das Thema Erderwärmung ist mir nicht fremd. Aber kann man wirklich davon ausgehen, dass bestimmt die nächsten 20 Jahre kein Frost den Weg nach Berlin findet? Ich würde das Risiko, das sich daraus ergibt, nicht eingehen. Wäre schade um die Arbeit und das Geld, wenn nach vielleicht 5 Jahren doch Bewegung in die unterschiedlichen Platten kommt und die Ziegelmauer reißt.
billyregal: reichen 4 qm nicht aus? Die würde man auf der einen stabilen Betonplatte unterbringen. Da könnte auch der Frost drunter und die Platte leicht anheben aber sie (und das Gewächshaus) wohl nicht zerstören. Ich weiß nicht, wie verschiedene Betonplatten sicher und dauerhaft miteinander verbunden werden können, ohne dass sie an den Verbindungen brechen. Einfach die Fugen auskratzen und Beton rein, reicht m.E. nicht. Normalerweise kommt Bewehrungsstahl (Baustahl) in die Platten, die die Biegekräfte aufnehmen und alles zusammenhalten. Ist das in der 4 qm großen Platte gemacht worden?
Gruß
Kläusi
 

billyregal

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Hehe - also, der Garten befindet sich zwar in Berlin, aber jetzt nicht direkt am Potsdamer Platz. Es ist ein Garten in einer großen Gartenanlage am Rand der Stadt, danach kommt ein Naturschutzgebiet und dann Brandenburg, da wird also recht wenig von Hochhausfassaden und steinernen Boulevards zusätzlich erwärmt oder so. Wie es da mit Bodenfrost aussieht, kann ich nicht sagen, aber unser Teich hatte eine ziemlich dicke Eisschicht, falls das irgendwas aussagt.

Kläusi, 4 qm wären schon arg wenig für ein Gewächshaus - ich finde ja schon 7 qm klein, aber mehr ist dort leider nicht erlaubt. Ob in der 4qm-Platte Bewehrungsstahl ist, weiß ich nicht. Leider weiß ich so gut wie gar nichts über die Vorgeschichte aller Aufbauten, ich gehe aber stark davon aus, dass die Einfahrt zu DDR-Zeiten gegossen wurde. Ob man da Stahl in Einfahrten versenkt hat, weiß ich leider nicht.
Ich ergebe mich schon fast in mein Schicksal, das alles mühevoll abreißen zu müssen, nur eine letzte Frage noch: Es würde also auch nichts bringen, wenn ich auf die Platten ein weiteres Fundament mit Bewehrungsstahl gieße? Oben meintest du ja, dass 10 cm Beton auch nichts ändern, würde das auch mit Bewehrung und vielleicht nochmal ein wenig mehr gelten?
 
Maggy

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Wenn du auf Beton stellst, willst du das nur zur Ansicht oder auch mal was rein pflanzen?

Unser Häuschen, nicht so hübsch sondern Standard, steht auf Eckenfundament, in der Mitte ist der Erdboden wo man rein pflanzt.
 

Kläusi

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Hi billyregal,
eine zusätzliche, 10 cm dicke Platte mit Bewehrung wird wohl nicht brechen, auch wenn die (alten) Platten darunter sich bewegen. Ich neige aber doch dazu, den alten Kram zu entfernen und das Fundament neu aufzubauen. Auch, wenn das im Moment zu aufwändig scheint.
Gruß
Kläusi
 

billyregal

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@Maggy: Ja, so sollte es sein. Ich hatte diese Idee, nicht weil ich unbedingt einen Betonboden im Gewächshaus will, sondern weil ich diese große betonierte Fläche nutzen wollte. Und da ich in so einem kleinen Gewächshaus eh nicht Pflanzen rotieren kann, sondern wohl immer wieder dasselbe anbauen muss, müsste ich ja sowieso die Erde jedes Jahr tauschen. Da dachte ich, ich kann gleich die Betonfläche nutzen und dann in großen Kübeln anpflanzen, wie das ja oft gemacht wird. Soweit die Idee.

Ich habe jetzt aber bereits angefangen, den Betonbelag abzureißen. Hilft ja nichts.
Danke für die ganzen Antworten!
 
Maggy

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@Maggy: Ja, so sollte es sein. Ich hatte diese Idee, nicht weil ich unbedingt einen Betonboden im Gewächshaus will, sondern weil ich diese große betonierte Fläche nutzen wollte. Und da ich in so einem kleinen Gewächshaus eh nicht Pflanzen rotieren kann, sondern wohl immer wieder dasselbe anbauen muss, müsste ich ja sowieso die Erde jedes Jahr tauschen. Da dachte ich, ich kann gleich die Betonfläche nutzen und dann in großen Kübeln anpflanzen, wie das ja oft gemacht wird. Soweit die Idee.

Ich habe jetzt aber bereits angefangen, den Betonbelag abzureißen. Hilft ja nichts.
Danke für die ganzen Antworten!
Was willst denn anpflanzen? Ich hab schon einiges versucht, aber ehrlich so richtig hab ich da noch nix vernünftiges zu Stande gebracht.

Tomaten, da ist das Häuschen zu niedrig. Kartoffen, da wurde das Kraut 1 m hoch, es gab paar Kartoffen, aber nicht die Welt. Kohlrabi, also die von Rewe waren besser, Salat wurde gar nix.

Vor allem, wenn man Pflänzchen kauft, die sind immer in 10er Troys....alles nix halbes, nix ganzes.

Wenn unten Beton, dann kann das Wasser auch nicht weg...🙄 also überall Probleme. Unser Heidelbeer und Brombeerstrauch, das sind noch die Besten.

Der Apfelbaum steht kurz vor der Blühte...und jetzt soll es wieder Frost geben.

Die kleinen Freuden des Gärtners....🙄
 

billyregal

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Wenn man im Kübel mit Drainage und einer Abflussmöglichkeit arbeitet, geht das sehr gut. Wir haben auf der Terrasse schon alles mögliche in Kübeln hochgezogen, im Garten in großen Kübeln auch Kartoffeln, mit echt hoher Ausbeute.

Dass man Kartoffeln im Gewächshaus anbaut, höre ich heute ehrlich gesagt zum ersten Mal. Dachte, dass das neben Kohl die am besten auf unsere Gefilde abgestimmte Pflanze ist. Bei uns geht die sehr gut draußen, man muss halt auf Krankheiten achtgeben. Tomaten brauchen es hoch, das stimmt. Ich würde das Gewächshaus eh außen 1,90 und an der Spitze knapp 3 m hoch bauen wollen, also um einiges höher als die Baumarktteile. Aber Tomaten gehen tatsächlich einfacher unter einem Tomatendach draußen als in einem Gewächshaus, denn sie brauchen Wind und Durchzug, aber wollen nicht nass werden. Das Dach kann man dann ja auch 2 m oder höher machen.

Wir ziehen unsere Pflanzen aus Samen auf der Fensterbank vor. Ist jetzt nicht wirklich ein großer Aufwand, wenn man eh Topfpflanzen im Zimmer hat, um die man sich kümmert, und man hat zwei große Vorteile: Du kannst selbst entscheiden, wie viele Pflanzen du brauchst, und du hast eine unglaubliche Auswahl an Sorten. Vorgezogen gibt es im Gartencenter vielleicht 3 verschiedene Tomatensorten, beim Samenhandel im Internet kannst du aus hunderten wählen. Wir wollen eigentlich immer etwas anbauen, was es so im Laden entweder nicht gibt oder sehr teuer wäre.
Weil du Kohlrabi ansprichst: Die Erfahrung haben wir auch gemacht, dass geschmacklich Kohlarten jetzt nicht wirklich anders schmecken, ob aus dem Supermarkt oder aus dem Garten. Geschmackliche Unterschiede gibt es, wenn du anbaust, was sonst aus industriellen Gewächshäusern kommt und selbst im Bioanbau zu wenig Sonne, also Tomaten, Gurken, Salate usw.

Wenn bei dir im Gewächshaus nix was wird, liegt es mit großer Sicherheit an der Erde. Die muss man gut vorbereiten, und man muss zumindest ein bisschen auf die Fruchtfolge achten. Krankheitserreger, die ganze Pflanzenfamilien befallen, bleiben mehrere Jahre im Boden gespeichert, wo sie einmal ausgebrochen sind. Außerdem mögen viele Pflanzen auch Gewächshäuser nicht, bzw nur wenn sie durchlüftet sind und/oder bei viel Sonne beschattet.

Und zu deiner eigentlichen Frage: Wir wollen Gurken, Melonen, Auberginen und Chilis im Gewächshaus anbauen. Der Rest kommt ins Freiland.
 
Maggy

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Mein Nachbar sagt Tomaten und Gurken in einem Gewächshaus vertragen sich nicht, weil diese ganz andere Bedingungen brauchen.

Och die Kartoffen hab ich da nur rein gesetzt, weil da noch Platz war. Das ist raus gehören, schon klar.

Ich hätte als Kind bei meinem Vater besser aufpassen sollen. Ich hab da aber auch nie Zeit für gehabt. War immer Vollzeit arbeiten.

Und, ich hab gesehen was es für meine Mutter für arbeit war, das ganze Zeug säubern, einkochen oder einfrieren. Das kriegsts neben Job nicht hin.

Ja, und jetzt keine Ahnung. Tomaten und Durchzug, das stimmt. Mussten wir auch erst lernen .
 
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