Verschaltung Abnehmer der PV Anlage so möglich?

Diskutiere Verschaltung Abnehmer der PV Anlage so möglich? im Elektroinstallation und Elektrotechnik Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo Forum, wir bauen ein EFH neu (nach Abriss in Bestandswohngebiet). Ich würde mich freuen, wenn ihr hier kurz meine geplante Schaltung...

Joken

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Hallo Forum,

wir bauen ein EFH neu (nach Abriss in Bestandswohngebiet). Ich würde mich freuen, wenn ihr hier kurz meine geplante Schaltung bestätigen könnt.

Die Idee ist, dass wir eine PV-Anlage auf's Dache machen. Der Strom sollte in folgender Weise erzeugt und verbraucht werden:
Also von der PV, dann ist der
1. Abnehmer: Der "Lichtstrom"/Hausstrom (Selbstnutzung)
2. Abnehmer: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe *
3. Abnehmer: Das Elektroauto (sollte so vorgesehen werden auch wenn wir heute noch keines haben)
4. Abnehmer: Die Batterie ** (sollte min. so vorgesehen werden, evtl. kommt die erst später ins Haus wenn die Technik weiter entwickelt ist)
5. Abnehmer: Einspeisung ins Netz mit Vergütung

Anmerkungen:
* Wenn die LWW keine Energie mehr von PV oder Batterie bekommt, dann sollte Sie über einen separaten Zähler Heizstrom aus dem Netz bekommen.
** Die Batterie sollte natürlich dazu da sein, um die davor priorisierten Abnehmer zu versorgen am Abend wenn sie tagsüber geladen wurde.

Muss ich hier etwas bestimmtes beachten oder kann ich dies so mit einem Elektroniker planen?

Vielen Dank & viele Grüße,
Jochen
 
Elektrofuzzi

Elektrofuzzi

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Du solltest deine Wünsche einem Elektroplaner vortragen und nicht dem, der dir das Zeug verkaufen und aufs Dach bauen will.
Dann muss man schauen ob die geplante Dachfäche für deine Wunschanlage ausreicht und ob die Kosten im Rahmen bleiben.
Der Ertrag kann ja nicht 100% genau berechnet werden und wer weiss schon wieviel die Anlage in 10 Jahren liefert oder wie lange sie überhaupt funktioniert.
Woran auch fast keiner denkt, daß im Falle eines Brandes,die Feuerwehr u.U. nicht löschen kann.
MfG
 
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Schnulli

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Das managt doch alles der Wechselrichter bzw. ein paar Komponenten, die ggf. noch mit zum Zähler dazu kommen.
Das Grundprinzip ist aber doch immer das Selbe: Wenn Strom produziert wird dann wird dieser erst mal selber verbraucht bzw. in den Akku eingespeist (oder beides zeitgleich, anteilig). Was von der Eigenproduktion übrig ist geht dann als Überschuss ins Netz rein. Das bekommst du vergütet. Reicht der eigenproduzierte Strom nicht aus dann wird zusätzlich Strom aus dem Netz bezogen. Diesen musst du bezahlen.
Das ist aber vom eigentlichen Abnehmer im Haus völlig unabhängig. Also egal, ob Licht oder Wärmepumpe oder Autoladung usw... Wenn der eigenproduzierte Strom in Summe nicht reicht wird zugekauft, wenn mehr produziert wird als im Haus gerade benötigt wird dann wird eingespeist.

Eine Priorisierung von Geräten ist insofern auch sinnfrei, da es doch völlig egal, welche Geräte laufen. Der Strompreis ist für Normalverbraucher geräteunabhängig ;)

Und warum ein extra Zähler für die Wärmepumpe?

Und wenn du Akkus zur PV-Anklage willst: Abschreiben kannst du diese nur, wenn du sie direkt mit der Anlage kaufst. Späterer Zukauf wird vom Finanzamt als Anlagenabschreibung und evtl. Vorsteuerabzug nicht mehr anerkannt.
 
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Sulzknie

Sulzknie

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Bei der Plannung sollte erstmal überlegt werden wieviel Leistung soll die Pv Anlage leisten,wie groß ist die dafür vorgesehene Fläche.
Im allgemeinen wird eine Genehmigung vom Versorger verlangt ,ob die Anlage an deren Netz angeschlossen werden darf.
Ab 30Kw muß sie diese erteilen ,kleiner kann sie ablehnen.Ob das so bei jedem Versorger geregelt ist mußt du bei deinem
Versorger nachfragen.
Wird die Anlage 10kw oder größer wird direkt gemessen .Extra Zählerplatz .
Bis 9,9 kw kommt ein Vor— Rückwärtszähler eingebaut.
Auch ist es von Vorteil ein Tre. zu setzen ( noch ein Zählerplatz) um die gesamte Leistung von der Pv zu nutzen ,da sonst von vorn herein die Leistung auf 90% gesetzt wird .
Wie schon erwähnt kläre alle Punkte im Voraus mit deinem Versorger ab.
Habe selber ab und zu mit Pv zu tun.Zwar nicht viel ,aber so zweimal die Woche richte ich die Anlagen vor und die Anforderungen weichen dann schon mal etwas von einander ab gerade bei alten Zählerschränken.
 

Joken

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Hallo an alle,
vielen Dank für die Antworten.

Den zweiten Zähler wollte ich haben, so dass man beim Strombezug für die LWW den günstigeren Heizstrom verwenden kann. Habe aber auch gelernt, dass sich das mittlerweile nicht mehr zwingend lohnt.

Momentan sieht es so aus als ob wir ca. 16 sinnvoll ausgerichtete Module auf's Dach bekommen. Also ca. 5 kwP.

Danke nochmal für eure Antworten.
 
Sulzknie

Sulzknie

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Die Leistung hält sich ja in Grenzen.Das p bei Kwp heißt = Spitzenleistung (Peak) und wird eigentlich nur unter idealen Bedingungen erreicht.
Also erstmal kontaktiere mal deinen Versorger ob du mit ans Netz darfst.
 
Maggy

Maggy

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Mit 5kw das alles speisen? Nö.

@Schnull, 2. Zähler für LWP...der Strom ist billiger. ABER das EWerk kann 2 Stunden willkürlich abstellen, wenn Strom gerade mal knapp ist und man muss auch Grundgebühren dafür zahlen, wie für den ersten Zähler. Bei 5 kw? Eher nicht.

@Sulzknie Vor- Rückwärtszähler?
Unserer zählt immer Vorwärts sowohl das Einspeisen als auch die Abnahme. Aber er lief am Anfang mal 2xTage Rückwärts. Also das hat mir gefallen. 😉
 
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