Verputzte Aussenwand brüchig (ehemals Innenwand Garage)

Diskutiere Verputzte Aussenwand brüchig (ehemals Innenwand Garage) im Fassade Forum im Bereich Der Aussenbereich; Hallo liebe Forumgemeinde, wir haben vor ca. 9 Jahren eine ehemalige Garage eingerissen und nur eine Wand zum Nachbar stehen lassen, welche jetzt...

  1. ThoN

    ThoN Neuer Benutzer

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    Hallo liebe Forumgemeinde,

    wir haben vor ca. 9 Jahren eine ehemalige Garage eingerissen und nur eine Wand zum Nachbar stehen lassen, welche jetzt als Begrenzung und Sichtschutz dient. Diese Wand hat mein Vater seinerzeit mit Fassadenputz in Eigenregie verputzt. Dabei wurde im unteren Bereich ein ca. 30cm breiter Streifen mit einliegendem Armierungsgewebe "verklebt"? und danach Weiss gestrichen (auf den beigefügten Fotos sollte man diese gut erkennen können.)

    Vor ca. 2 oder 3 Jahren tat sich in diesem unteren Bereich ein Riss auf, der immer größer wurde und es platzte sogar eine Stelle ab. Dahinter rieselt der Putz, welche wohl noch von der ehemaligen Innenwand der Garage stammt, nun heraus. Klopft man auf den darüberliegenden Fassadenputz kann man auch dort feststellen, dass ein kleiner Bereich sich von der Wand abgelöst hat und sich ein Hohlraum gebildet hat. Der Fassadenputz selber ist allerdings noch fest.

    Ich denke mal, dass es seinerzeit ein Fehler war, den damals noch intakten Putz der originären Innenwand der Garage so zu belassen und nach deren Abriss diese Wand einfach "überzuputzen". Jetzt als Aussenwand ist sie natürlich der Witterung ausgesetzt und es kann sein, dass Feuchtigkeit eingetreten ist, nachdem im unteren Bereich der Riss entstanden ist. Den Übergang von der Wand in den ehemaligen Bodenbereich der Garage (erkennbar an den herausragenden Steinen im Bodenbereich), haben wir seinerzeit mit Bitumendickbeschichtung kräftig eingeschmiert.

    Vor ca. 4 Wochen habe ich die im unteren Bereich lockeren Stellen abgeklopft und etwa 60-70 cm tief den Boden ausgegraben, damit die Wand einigermaßen trocknen kann. Der ausgekofferte Bereich war vorher ein Blumenbeet mit reichlich Erde drin. Gepflanzt war in der Mitte ein Spalierobst, den wir jetzt aber entfernt haben.

    So kann das natürlich jetzt nicht bleiben und ich möchte das Problem in Eigenregie lösen. Ich habe zwar keine linke Hände, habe aber keine Ahnung von der notwendigen Materialbeschaffenheit und was ich nun genau benötige.

    Wir haben vor den ausgekofferten Bereich später wieder zu verfüllen und im oberen Bereich eine Kieselsteinschicht anzulegen. An der Wand sollen waagerecht Lerchebretter angebracht werden, so dass in diesem Bereich der bisherige Fassadenputz nur noch im oberen Bereich zu sehen sein wird.

    Deshalb kommt es mir bei der "Reparatur" im unteren Bereich auch nicht unbedingt auf die Optik an, sondern auf eine grundsätzlich vernünftig wiederhergestellte Aussenwand an - dieser Bereich würde ja durch die Bretterwand ohnehin verdeckt werden.

    Meine Frage an Euch ist nun, was ich nun weiter machen muss.

    Wie kann ich den sandigen Putz im unteren Bereich bearbeiten, dass er für draussen besser geeignet ist und was muss ich gfs. beachten um die Feuchtigkeitseindringung zu minimieren?

    Welche Materialien benötige ich nun und was sollte ich in welcher Reihenfolge tun und beachten?

    bild01_gesamtansicht.jpg bild02_zoom.jpg bild03_zoom_details.jpg bild04_auskofferung.jpg
     

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  3. #2 harekrishnaharerama, 09.07.2016
    harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Erfahrener Benutzer

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    Hallo und Willkommen im Forum :)

    Wasser ist immer ein Problem, deshalb versucht man, das Wasser aus dem Erdreich sowie das Regenwasser möglichst weit weg von der Mauer zu halten. Dazu nutzt man zweiterlei:

    1. Eine Ablaufhilfe in Form von Regenrinnen und Drainagen:
      • Das Regenwasser muß in ein Leitungssystem fließen, sollte das nicht gehen, dann muß an der Abschlusskante für eine Traufe gesorgt werden. Dort muß dann entweder ein Gefälle das Wasser von der Wand wegführen oder die ...
      • ...Drainage dieses Wasser mit dem aufsteigenden Grundwasser abführen. Diese liegt rund um das Mauerwerk, kann aus Sand, Kies oder auch aus gelochten Hohlröhren bestehen. Wichtig auch hier: Das Wasser kann nur in Gefällerichtung abfliessen. Wenn es keine Möglichkeit dazu hat, staut es sich auch weiterhin
    2. Die Abdichtung verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit in das Mauerwerk
      • Wasser kann in Steine oder Zement eindringen, solange die Kapillaren - kleinen Zwischenräume - nicht verstopft werden. Das kann man einmal erreichen, indem man diese zuschmiert zB. mit Dichtschlämme und
      • auf der anderen Seite gibt es auch noch die Möglichkeit, diese zu verkieseln, also mineralisch zu verschließen zB. mit Wasserglas. Natürlich muß man erstmal verkieseln, wenn man zuerst dichtet, dann kann die Kieselsäure nicht mehr in das Mauerwerk eindringen.
    Zudem lässt man Bepflanzungen im Bereich des Mauerwerks - so schön es auch sein mag, völlig sein. Nicht nur das Gießwasser ist ein zusätzliche Belastung, sondern auch das Wurzelwerk kann die Dichtung zerstören (siehe auch Wurzelsperre)

    Das der alte Putz drauf geblieben ist, war weniger schlimm.

    Was tut man also:

    Man könnte -
    1. Eine Traufkante ins Mauerwerk einsetzen
    2. da die Dichtung schon dran ist - in das Mauerwerk Kieselsäure horizontal einspritzen
    3. dann die Dichtung wieder dicht machen
      • eventuell eine Wurzelsperre anlegen
    4. eine Drainage (mit Ablauf) verlegen
    5. auch beim Boden auf die Ablaufrichtung achten, eine Möglichkeit für das Wasser schaffen, schnell abfließen zu können
    6. Dann kann man sich um die Oberfläche kümmern, einen Haftgrund (Wasserglas geht auch hier) und neuen Putz nehmen. Im unteren Bereich nennt sich das Sockelputz, der ist nochwas beständiger
    Hoffe das hilft erstmal
     
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