Unterputzsteckdosen/-Lichtschalter mit "smarten" Funktionen

Diskutiere Unterputzsteckdosen/-Lichtschalter mit "smarten" Funktionen im Elektroinstallation und Elektrotechnik Forum im Bereich Der Innenausbau; Moin zusammen, ich versuche hier mal mein Glück und vielleicht kennt jemand hier ja etwas, was zumindest dem ähnelt, was ich suche. Ich bin...
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SiyCah

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Moin zusammen,

ich versuche hier mal mein Glück und vielleicht kennt jemand hier ja etwas, was zumindest dem ähnelt, was ich suche.

Ich bin momentan dabei, ein Haus zu bauen und selbstverständlich soll alles modern sein. Dies bedeutet für mich auch, dass ich alles steuern kann.
Die Software dafür baue ich selber, da ich kein Interesse dran habe, Alexa, Siri oder den Google Assistenten irgendwelche Zugriffe zu erlauben, geschweige denn irgendwelche Server von irgendwelchen sonderbaren, chinesischen Firmen.

Ich beschreibe den genauen Plan etwas weiter unten, für die, die das vielleicht interessiert.

Was ich suche:
Ich bin auf der suche nach preisgünstigen (nicht billigen!) Unterputz-SchuKo-Steckdosen/-Lichtschalter mit eingebauter Netzwerkkonnektivität (vorzugsweise LAN, WLAN wäre allerdings auch möglich), mit eingebautem Relais, um die Dose komplett abzuschalten. Die Steckdosen gerne auch mit integriertem USB-Lader (bis 60W) aber das ist nicht zwingend erforderlich.

Das Ganze soll eine offene API haben, oder zumindest die Möglichkeit bieten, dass man die API vom Hersteller erfragen kann, um das ganze lokal zu steuern.

Was ich nicht suche:
Was ich auf keinen Fall gebrauchen kann, sind Systeme, wie sie bspw. von Pearl angeboten werden, wo eine merkwürdige App benötigt wird, da die Dosen (scheinbar) nur über einen Server von China aus gesteuert werden können. Systeme, die ausschl. von Google Assistant, Alexa und Siri steuerbar sind, sind ebenfalls kategorisch ausgeschlossen!

Diese Funktionalität kann ich selber mittels Google und Apple APIs bauen, sodass alles über meinen Server geleitet wird und keine merkwürdigen Sachen geschehen können.

Zwischenstecker sind ebenfalls keine Lösung!

Ich hoffe ihr könnt mir helfen!

Für die interessierten, der genaue Plan:
Respekt, falls du noch dabei bist und Interesse hast, was genau ich vor habe. Wird auf jeden Fall spannend.

Der Plan ist, dass mein Server von allen Dosen sämtliche Daten bekommt: aktuelle Leistungsangabe (W), Leistungsfaktor und (wenn durch das Gerät unterstützt) Leitungslänge.
Es ist aktuell eine Anwendung in Arbeit, die alle Daten sammelt und bewertet. Wird eine gewisse Leistungsschwelle pro Steckdose über einen Zeitraum X gemessen, so wird die Steckdose abgeschaltet.
Wird ein Gerät mit einem schlechten Leistungsfaktor angeschlossen, so kommt eine Meldung mit der Steckdosen-ID, Raum, Verbrauch (W) und natürlich dem Leistungsfaktor. So können schlecht gebaute Geräte direkt vom Netz getrennt werden und man spart dadurch Stromkosten.

Eine Sicherung soll diese Anwendung natürlich nicht ersetzen, sondern davor schützen, dass eine Sicherung wegen steigender Überlastung fliegt (und alles andere auch mitnimmt) und auch, dass Mehrfachsteckdosen ineinander gesteckt werden; Hintergrund ist, dass mein Großvater Untermieter wird und er gerne Stromkreise überlastet.

Jede Steckdose/jeder Lichtschalter soll über eine zentrale Anwendung (und Weboberfläche) steuer- und überwachbar sein - diese Anwendung baue ich, wie bereits gesagt.
Weiter soll diese Anwendung auch die Wärmepumpe und die pV-Anlage steuern, aber da warte ich noch auf die entsprechenden Dokumente der Hersteller.
 
  • Unterputzsteckdosen/-Lichtschalter mit "smarten" Funktionen Beitrag #2

swara

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Ich hab ja Sympathie für den ersten Teil Nicht-InternetAppAbhängig-Lösung.

Den zweiten Teil finde ich problematisch. Irgendwann wird man an jeder Steckdose mal einen Staubsauger, Heißluftpistole o.ä. anschließen wollen. Und dann, ohne dass ein intelligente Software eine Abweichung von der Norm erkennt und abschaltet.
 
  • Unterputzsteckdosen/-Lichtschalter mit "smarten" Funktionen Beitrag #3

SiyCah

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Den zweiten Teil finde ich problematisch. Irgendwann wird man an jeder Steckdose mal einen Staubsauger, Heißluftpistole o.ä. anschließen wollen. Und dann, ohne dass ein intelligente Software eine Abweichung von der Norm erkennt und abschaltet.
Ein Staubsauger ist kein Problem, da Dank einer gewissen EU-Richtlinie ein Staubsauger max. 600W bei 230V in Anspruch nehmen darf, also 2,5A. Die Schwelle wird je nach Raum variieren, von 2kW bis 2,5kW.
Natürlich ist es sinnfrei, Steckdosen so auszustatten, wenn z.B. ein Backofen angeschlossen wird, oder (in dem unwahrscheinlichen Fall) ein E-Auto mit Akku - jedenfalls Dosen, wo erwartet wird, dass diese Schwelle regelmäßig überschritten wird. Den Fall sehe ich allerdings nicht im Haus.

Die Garage, wo solche Arbeiten dann ausgeführt werden, ist sowieso hiervon komplett losgelöst und mit eigenem FI, Starkstrom, etc. ausgestattet. Geht hier wirklich nur im hausinterne Sachen
 
  • Unterputzsteckdosen/-Lichtschalter mit "smarten" Funktionen Beitrag #4

jaybee

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Da gibt es eigentlich nur eine Antwort:
Sonoff Devices gibt es mittlerweile wie Sand am Meer.
Bedenke aber, daß Wlan Geräte auch einen relativ hohen standby Verbrauch haben, da sie ja fast Ständig online sein müssen.
Powermäßig solltest du eher auf Zigbee, Z-Wave oder die Alten 433MHz Dinger setzen.
Ich bin gerade auf Zigbee umgestiegen und begeistert :)
 
  • Unterputzsteckdosen/-Lichtschalter mit "smarten" Funktionen Beitrag #5

Schlobbel

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Es folgt meine Meinung, meine Eindrücke aus anderen Foren und meine Gedanken. Ob ich damit überall richtig liege weiß ich nicht, nimm es nur als Anlass um selbst drüber nachzudenken .

FInds gut dass du erkennst wie unsinnig es ist, sich vom Internet oder irgendwelchen Datensammelunternehmen abhängig zu machen!

Was ich dagegen überhaupt nicht verstehe ist dein Ansatz für die Lösung.
Du BAUST ein Haus. Das heißt du hast noch alle Möglichkeiten offen um das zu gestalten und musst nicht auf irgendwelche aufwendigen Frickellösungen zurückgreifen um ein bestehendes Haus mit klassischer Verkabelung auf vielen Umwegen steuerbar zu machen.

Es gibt Funksysteme die in der Szene eher als Nachrüstlösung gesehen werden. Du rüstest nicht nach sondern baust neu, da wird dir eher zu verkabelten Lösungen geraten.
Ich persönlich würde keinen Funk wollen. Wer weiß ob in der hintersten Ecke hinter der Steckdose sauberer Empfang ist wenn die Basisstation zwei Stahlbetondecken weiter unten im Keller steht. Oder ob der Nachbar auch bald aufrüstet und euer Funk sich dann gegenseitig stört.
Und wenn schon Funk, warum WLAN? Willst du wirklich zig Elemente mit WLAN Zugangsdaten ausstatten und sobald du dein Passwort änderst ist dein Haus nicht mehr funktionsfähig?
Wenns schon Funk sein muss - also nicht bei dir ;) - warum dann nicht eine separate und gesicherte Funklösung? Oder eben einen Bus wie KNX oder was auch immer wo du ein verhältnismäßig dünnes Kabel mit wenigen Adern aneinander bastelst. Im Vergleich zu LAN, wo du einen Hub brauchst.

Kommen wir zu Schaltmodulen die man vor Ort in Steckdosen und Lampendosen einbauen kann.
Einen Schaltaktor in jede einzelne Dose einbauen tut der, der klassische Verkabelung im Haus hat und nicht anders kann. Da bleibt dann nur Funk, denn für ein Steuerungskabel muss man ja doch wieder alles verkabeln.
Schöner, jedenfalls für mich, ist eine zentrale Steuerung bei der man separate Kabel überall hin legt und dann im Schaltkasten alles an Aktoren hängt. Es gibt Kabel mit etlichen Adern, da reicht es in vielen Räumen ein einziges vom Verteiler in den Raum zu ziehen.

Weiter soll diese Anwendung auch die Wärmepumpe und die pV-Anlage steuern

Bitte unbedingt schlau machen wie (un)sinnig es ist die Heizung extern steuern zu wollen. Auch hier wieder, du baust ein neues Haus mir sehr wahrscheinlich allen Dämmvorschriften die es gibt. In einem alten Haus das in 2 Stunden komplett auskühlt kann es was bringen eine Heizung abzustellen wenn man nicht zuhause ist. In deinem nicht. Bei einer sehr trägen Wärmepumpe erst recht nicht. Die generelle Meinung dazu die ich immer wieder lese ist
1. Einstellen.
2. Autonom arbeiten lassen.
3. Freuen dass man nicht ständig der Heizung erzählen muss was man tut und dabei noch Energie spart.

Ein bisschen dann doch noch zu den Systenem. Überlege dir ob du etwas etabliertes verwendest für das du auch in 20 Jahren noch Ersatzteile kriegst, oder etwas das heute gehypet wird und das morgen pleite ist ;)

Das selber programmieren wollen schränkt die Auswahl dabei wahrscheinlich nicht sehr ein.
Ich persönlich habe KNX ohne einen separaten Server. Der ist schon lange mal angedacht und wäre auch möglich aber ich hatte einfach noch keine Lust dazu. Das schöne dabei ist, dieses System kriegt man mit Bordmitteln relativ schnell zum laufen und steht dann während der Bauzeit nicht in einem Haus wo ohne stundenlange Selbstprogrammierung nichts geht. Erweitern kann man dann später in aller Ruhe. Gilt sicherlich auch für andere Systeme.
 
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jaybee

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Lustig, dass du von Unabhängigkeit und Zukunfstssicherheit redest, dann aber KNX einsetzt. :)
"Nur KNX-Mitglieder dürfen zertifizierte Geräte entwickeln. Sie profitieren von der Schutzmarke und der internationalen Sichtbarkeit der Marke KNX."
Es ist also alles andre als frei oder auch nur Zukunftssicher (auch wenn das in der Werbung so steht). Von deinem KNZ Zeug wirst du in 20 Jahren vermutlich nurnoch die Steuerkabel verwenden können.
Dazu sind alle KNX Komponenten gräßlich teuer.
Und war nicht KNX auch das System, wo man auch für selbst gebaute Geräte einen speziellen, propritären, lizensierten "KNX-Chip" kaufen musste?
Lizensieren musst du den Kram dann auch noch obendrauf.
Also Frei und Zukunftssicher, nenn ich was Anderes.
jay
 
  • Unterputzsteckdosen/-Lichtschalter mit "smarten" Funktionen Beitrag #7

Schlobbel

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Lustig, dass du von Unabhängigkeit und Zukunfstssicherheit redest, dann aber KNX einsetzt.
Geht das überhaupt, unabhängig/frei UND zukunftssicher?

Wer frei ist macht was er will. Da gibt es dann möglicherweise zig Systeme die zwar alle irgendwie auf XYZ basieren, aber so richtig zusammen passt trotzdem nichts mehr. Das bringt mir als Nutzer auch nichts.
Genauso dass bei vielen Systemen der Hersteller einfach drauflos bauen darf und dann schnell mit dabei ist - aber kaum einer tut es. Für KNX auch wenn es lizensiert und teurer ist, hab ich aber etliche etablierte Marken gefunden. Gerade die Lizenz und den Aufwand sprach für mich für ein längerfristiges Interesse um dabei zu bleiben.

Das ist schon eine Weile her, wie es heute aussieht weiß ich nicht. Deswegen rate ich ja nicht ausdrücklich zu KNX sondern nur zu den Überlegungen die ich damals angestellt habe.
 
  • Unterputzsteckdosen/-Lichtschalter mit "smarten" Funktionen Beitrag #8

dirk11

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Dafür gibt es doch diese Shelly-Dinger, die mit Tasmota gesteuert werden.

Für den Bau selbst: Immer tiefe Dosen setzen, sonst wird das nie klappen, egal womit. Bei Netzwerkdosen Elektronik-Dosen setzen, gibt es z.B. von Kaiser.

Und wenn so eine Schalteinheit keine 3650W kann, muss die Zuleitung zwingend passend, also mit LS für entsprechend weniger Strom, abgesichert werden.
Ich würde in meinem Haushalt keine allgemein verfügbaren Steckdosen dulden, die nur für max. 600W sind...
 
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