Unterkonstruktion wie erstellen ?

Diskutiere Unterkonstruktion wie erstellen ? im Trockenbau Forum im Bereich Der Innenausbau; Guten Morgen zusammen :) Ich möchte gerne meine Kehlbalkendecke mit Gipskarton beplanken und muss, weil die Kehlbalken nicht alle exat gleich...

  1. #1 Altbau1928, 15.12.2014
    Altbau1928

    Altbau1928 Benutzer

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    Guten Morgen zusammen :)

    Ich möchte gerne meine Kehlbalkendecke mit Gipskarton beplanken und muss, weil die Kehlbalken nicht alle exat gleich liegen, eine Unterkonstruktion aus 40mm (stark)x60 (breit) Latten erstellen.

    Die Latten werden mit Justierschrauben angeschraubt, sodass ich die Höhenunterschiede ausgleichen kann.

    Nun meine Frage wie soll ich dabei am besten vorgehen ???:confused:

    Ich habe es mir so vorgestellt:

    Ich montiere zuerst die äußersten Latten links und rechts, nehme mir eine lange Wasserwaage und schaue ob ob keiner der Deckenbalken zwischen den äußersten Latten tiefer sitzt. Danach drehe ich solange an den Justierschrauben bis die rechte und die linke äußerste Latte in Waage ist.

    Danach würde ich mir 2 Schnüre von der linke zur rechten äußersten Latte spannen und die anderen Latten in der Mitte genau bis an die Schnüre verlegen.

    Kommt das eingermaßen hin was ich da vorhabe oder könnt ihr mir sagen wie es noch einfacher geht ?

    Wenn es geht bitte gut erklären, da ich nicht der Profi bin, aber offen für alles :cool:

    P.S. Ich habe mal ein Bild angehangen auf dem ihr die Kehlbalken sehen können. Die gelben krummen Linien sollen die künftigen Latten darstellen.
    Die roten Linien sollen den künftigen Gipskarton darstellen. Ich finde so quer zu den Latten kann ich den Gipskarton einfacher verlegen....
     

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  3. #2 Schnulli, 15.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 15.12.2014
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    Moderator

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    Hallo,

    gelernte Trockenbauer werden nun wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen :D:

    Solche Deckenkonstruktionen habe ich immer mit Rauspundbrettern gemacht. Sind relativ preiswert, eine Seite ist gehobelt, hat eine breite Auflage und sind dünner als erwähnte Kanthölzer. Du hast dann weniger Verlust in der Raumhöhe.
    Dazu habe ich mir mit einem langen Richtscheit und einer Wasserwaage daran zunächst den "tiefsten Punkt" der vorhandenen Balkenkonstruktion gesucht und dort das erste Brett in Waage angebracht. Man sieht ja ungefähr, wo das Richtscheit dann aufliegt und wo noch Luft ist. Mit zwei Leuten am einfachsten zu erledigen, sonst wirst du wahnsinnig weil dir krakenmässig immer 3 bis 8 Arme fehlen :)

    Von diesem ersten Brett ausgehend kannst du dann alle anderen Bretter ausrichten. Dazu wieder erwähntes langes Richtscheit vom ersten Brett ausgehend auf ein Brett, welches ein paar Reihen weiter weg ist, angelegt und zunächst dieses ausgerichtet. Wenn das zweite Brett ausgerichtet ist dann kannst du die Bretter dazwischen einfach auf das angehaltene Richtscheit "herunterschrauben" ohne an jedem Brett erneut mit der Wasserwaage zu hantieren. Ist blöd zu erklären aber ich hoffe, du weist was ich meine? Im Prinzip wie du es vor hattest mit deiner Schnur, nur genauer, wie ich finde. Denn eine Schnur ist schnell mal weggedrückt und dann ist ein Buckel in der "ausgerichteten" Decke. Bei dem Richtscheit hast du einen festen Anschlag.

    Wenn alles im ersten Durchgang ausgerichtet ist wirst du feststellen, dass die Bretter u.U untereinander sich etwas "verwinden"; also dass das Richtscheit nicht völlig plan an allen Brettern anliegt. Das kannst du richten, indem du hier und da ein paar Rauspundbretter noch mal dahinter legst und mit den ausgerichteten Brettern verschraubst. Das zieht sich nun gerade/in waage und sieht hinterher dann, wenn alles fertig ist, ungefähr so aus:

    1.jpg

    Man beachte meine hohe Stirn :D

    Danach kannst du nochmal die Wasserwaage drunter halten und hier und da richten. Aber das sollte es dann gewesen sein. Mit diesem System kannst du auch zusätzlich noch für Auflagen sorgen, falls du mal mit den Stößen der GK-Platten nicht ganz hin kommst. Also auf das dahinter geschraubte Brett ein weiteres vorne drauf. Dieses liegt dann automatisch in der ausgerichteten Ebene und kann zum Verschrauben der Platten verwendet werden. Hilfreich z.B. auch auf der Stirnseite der abgehängten Bretter, da dort am Rand umlaufend keine Auflage vorhanden ist.

    Gruß
    Thomas
     
  4. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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    Mittels Schlauchwaage an den Kehlbalken Waagerechte Linien anreißen .[ Die 250er Wasserwaage ist dabei behilflich.] Dort die Abhänger der UK festschrauben . Die (richter / knauf / rigips) Profile einclipsen und beplanken. HolyHell , ist das ok?
     
  5. #4 HolyHell, 16.12.2014
    HolyHell

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    So, jetzt muß ich ein Geständnis machen:
    Ich hatte die Post´s zwar gestern gelesen, aber ich hatte absolut keinen Bock zu antworten :cool:


    Im Grunde genommen sind alle 3 genannten Varianten möglich.
    Die Variante von Thomas (Schnulli) wird oft genug praktiziert. Wenn ich nun (so wie immer :rolleyes::p) meckern wollte, könnte ich darauf hinweisen das die Bretter eigentlich zu dünn sind. Meißt nimmt man ja da die 22mm "Brettchen". Die sind laut den Herstellern nicht geeignet, aber wir haben das auch schon so geschraubt (da das halt der schlankste Aufbau ist).

    Zu der Variante von Altbau:
    Kannst Du so machen. Also die Lattung quer zu den Sparren, und danach die Platten wieder quer dazu.
    So ist das auch Standart, da Du so die Position der Lattung selber bestimmen kannst und nicht an die Sparrenabstände gebunden bist.

    Lattung links/ rechts aus nivellieren ist auch Ok, nur würde ich mir das mit der Schnur sparen. Das haut nicht so wirklich hin. Da muß nur mal irgendwo ein Buckel auf der Latte sein und schon passt die Schnur nicht mehr.
    Lieber alle Latten anschrauben (mußt die Justierschraube eh erst versenken), dann einen Richtscheit drüberhalten und die Latten in der Mitte rausdrehen. Am besten zu zweit arbeiten, dann kann einer die Richtlatte drunter halten und der andere hat beide Hände frei zum schrauben.

    Variante von Pinne:
    Schlauchwaage :confused:
    Gaaaaaaaaanz alte Schule :D (ich hab da auch noch was in der Garage rumfliegen).

    Ist so möglich. Wäre mir allerdings zu viel Aufwand. An jedem Balken rechts und links löten, darauf einen Schnurschlag und dann noch die Abstände einmessen.


    Und dann zum Schluß noch die Variante(n) von der HeiligenHölle:

    Bei einer Holz Uk würde ich die Variante von Altbau nehmen (also mit Justierschraube). Alternativ kann man auch Direktabhänger anschrauben und dann die Latte seitlich anschrauben. Ist halt Geschmackssache.

    Bei einer Metall UK wäre es:
    Außen ein UD an die Wand
    Abstände einmessen und Schnurschläge machen (bei genug Konstruktionshöhe für eine Tragschiene, ansonsten halt im 50cm Abstand)
    Direktabhänger anschrauben
    CD Profile einlegen und auf Höhe anschrauben


    Die Metall UK mit Tragschiene geht halt am schnellsten, nur muß dafür natürlich genügend Höhe vorhanden sein.


    @ Altbau
    Hast Du noch viele Decken zu machen?
    Wenn ja, kannst Du mal drüber nachdenken ob Du Dir einen Laser zulegen willst. Ich hab für privat einen für ca. 130€. Der ist für kleine Decken ausreichend, aber erleichtert die Geschichte ungemein.
     
  6. #5 Altbau1928, 25.12.2014
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    Hallo Leute :eek:

    Super Antworten habt ihr da zusammengeschrieben. Danke euch allen und ich bin froh, dass ich "meine" Variante durchführen kann mit den Justierschrauben. :)

    Ich habe in der Art nur eine Konstruktion zu erledigen, da das Dach unterteilt ist und diese die einzigste Kehlbalkenkonstruktion ist.

    Der nächste Ort wo die Justierschrauben verwendet werden ist in der Dachschräge für die Unterkonstruktion der GKP, da die Dachsparren natürlich so richtig schön unterschiedlich sind.

    In meinem nächsten Leben werde ich die Dachsparren nicht mit direkt mit KVH aufdoppeln sondern eher von der Seite her Gerüstbohlen anschrauben und kann dann direkt alle fein ausrichten. Naja so oder so alles ein bissel schwierig im Albau aber ich vermute so hätte ich mir das leben leichter gemacht.

    Lg und noch schöne Festtage und einen guten Rutsch >>> 2015 :)
     
  7. #6 Mr.Ditschy, 25.12.2014
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    Für eine einmalige Verwendung lohnt das doch nicht, und ob dies von der Handhabung soo dolle ist?

    Spachtele selbst erst die Ecken mit Uniflott aus (Grade vermeiden oder einfach nach der Aushärtung abstoßen... nicht schleifen), darauf hält dann das selbstklebende Gewebeband wunderbar und wird mittels Kelle sachte in die Ecke gedrückt und nochmal auf der Fläche schön festgedrückt, dann einfach mit Uniflott verspachteln... hält nach der Aushärtung Bombenfest und reist auch nicht (natürlich muss dazu die Unterkonstruktion auch passen).
     
  8. #7 Altbau1928, 25.12.2014
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    Und wie sieht es bei kleinen Anschlussfungen nur mit Acryl aus ?

    Oder muss es unbedingt Uniflott mit Gewebeband sein ?
     
  9. #8 Mr.Ditschy, 25.12.2014
    Mr.Ditschy

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    Sorry, war im falschen Thema... ggf bitte löschen, Danke.
     
  10. #9 HolyHell, 26.12.2014
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    Besorg Dir welche mit Bohrspitze. Die machen das um einiges einfacher.
     
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