Unter den Fliesen ist Sand ?

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  1. #1 Schwitti, 27.11.2019
    Schwitti

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    Hallo Heimwerken,

    beim Renovieren der Wohnung von meinen Eltern (Erdgeschoss) ist ein Teil vom Boden abgesackt. Der Boden ist gefliest und an der Stelle ist auch eine Fliese gebrochen. Nach dem ich die abgesackten Fliesen entfernt habe um zu schauen warum der Boden abgesackt ist fand ich unten den Fliesen eine Art Fliesenkleber der sehr alt und bröckelich ist und darunter Sand.

    Ich würde den Boden gerne wieder schick machen und wollte euch fragen wie man das am besten macht..Nur die abgesackte Stelle reparieren oder den kompletten Boden entfernen und neu aufbauen. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

    Hier noch ein paar Bilder.

    20191127_162335.jpg 20191127_162335.jpg 20191127_162342.jpg 20191127_162657.jpg 20191127_162702.jpg
     
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  3. Future

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    Kenn ich aus meienm Altbau auch. Die haben unter den Fliesen einen extrem mageren Beton/Mörtel genommen, der im Laufe der Jahrzehnte jegliche Bindung verliert und sich in Sand verwandelt. Da werden sich immer mal wieder einzene Fliesen lockern. Bleibt eigentlich nur die Fliesen und den Sand komplett zu entfernen, den Boden je nach Unterbau komplett zu erneuern und dadrauf dann neue Fliesen legen.
     
  4. #3 Schwitti, 28.11.2019
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    Okay das würde bedeuten ich entferne alle Fliesen und den Sand bis zum Fundament? Und dann mache ich einen neuen Estrichboden. Muss dann vorher noch eine Dämmung rein?
     
  5. Future

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    Richtiger Bodenaufbau ist wieder eine Wissenschaft für sich. Kommt drauf an was du unter dem Sand vorfindest, ob da noch ein Keller drunter ist, wie der Raum genutzt wird, ob du Dämmung willst oder nicht.
     
  6. #5 Schwitti, 28.11.2019
    Schwitti

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    Der Boden ist nicht unterkellert und es soll ein Schlafzimmer werden. Ich werde am Wochenende die Fliesen und den Sand entfernen und kann dann genauere Angaben machen.

    Aber im groben könnten man den Boden doch wie folgt aufbauen oder?

    Dämmelemente
    PE Folie
    Randdämmstreifen
    Estrich
    Nivelliermasse
     
  7. #6 Future, 28.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 28.11.2019
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    Ja, kann man so machen. Kommt natürlich auf die mögliche Aufbauhöhe an. Der schwimmende Estrich braucht ja schonmal mindestens 40mm, die Fliesen mit Kleber auch nochmal 15mm. Unter die Dämmelemente muss evtl. auch noch eine Ausgleichsmasse, wenn der Boden nicht eben ist - unter dem Sand wird ja vermutlich noch irgendeine Art Betonboden kommen. Und wenn da dann noch genügend Platz für Dämmelemente ist, dann wird das wohl so gehen. Und dran denken, dass der Estrich rund 1 Monat aushärten muss.
    Wenn einer von den Punkten ein Problem ist kann man mal überlegen ob Trockenestrich mit einer gebundenen Schüttung eine mögliche Lösung ist. Da hat man halt mehr Dämmdicke und weniger Estrichdicke.
    Und als etwas aufwändigere Alternative kann man evtl. auch die Bodenplatte unter dem Sand noch mit entfernen und den Boden so tief ausgraben, dass auch 100mm Dämmplatten reinpassen. Oft haben alte Häuser ja nur Streifenfundamente (Fundamente nur unter den Mauern) und die Bodenplatte selbser ist nur wenige Zentimeter dick. Dann stehen einem beim Bodenbau aber auch alle Optionen offen. Aber das ist dann schon eine großere Sache was Zeit und Baumaterialien betrifft.
     
  8. #7 Schwitti, 28.11.2019
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    Erstmal vielen Dank für die vielen Tipps.

    Gibt es einen Estrich der eine kürzere Aushärtungszeit braucht, vielleicht nur eine Woche ?
     
  9. #8 BeAllThumbs, 28.11.2019
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  10. #9 Schwitti, 28.11.2019
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    Hast du schon mal Erfahrung mit diesem Estrich gemacht und was für eine Abdichtung meinst du ?
     
  11. Future

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    Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit bzw Wasser. Grundsätzlich reicht ja eigentlich die Folie zwischen den Dämmelementen und dem Estrich, bei der Schwedenplatte wird das ja so gemacht. Aber da geht die Folie dann normalerweise im Fundament bis unter die Aussenmauern, was bei dir ja nicht mehr klappt. Von daher wäre es mindestens sinnvoll sich im Randbereich besonders um einen dichten Übergang von der Folie zur Aussenmauer zu kümmern, Evtl ist ja zwischen Fundament und Mauern eine Feuchtigkeitssperre (Bitumenbahn) eingearbeitet, an die müsstest du im Idealfall Wasserdicht anschliessen. Zuverlässiger als mit Folie geht das wohl mit einem ordentlichen Anstrich mit Dichtschlämme.
     
  12. #11 BeAllThumbs, 29.11.2019
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    Nein.
    Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit. Da kenne ich mich aber zu wenig aus, um Dir konkret zu helfen.
     
  13. #12 Schwitti, 29.11.2019
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    Vielen vielen dank für die ganzen tollen Tipps ich starte morgen mal das Projekt
     
  14. #13 Schwitti, 30.11.2019
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30.11.2019
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    Heute hab ich fleißig alle Fliesen entfernt und musst feststellen das nach 20cm Buddeln keine Bodenplatte kam sondern nur noch brauner Sand, dass würde doch denke für ein Streifenfundament sprechen oder. Ansonsten habe ich noch ein Rausgefunden und eine Bleistange, hat vlt jemand eine Idee wofür man das gebraucht hat? Eine Ecke war auch noch irgentwie gemauert vlt stand dort mal ein Kachelofen.
    20191130_160353.jpg 20191130_160400.jpg 20191130_160407.jpg 20191130_160420.jpg 20191130_160435.jpg 20191130_160454.jpg

    Eine Frage habe ich noch.. kann ich trotz Streifenfundament das Projekt wie oben beschrieben weiter führen und wie tief muss ich Buddeln ?
     
  15. #14 Future, 30.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 30.11.2019
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    Ich finde es sehr ungewöhnlich wenn da garkeine Bodenplatte oder Trennschicht gegen aufsteigendes Wasser kommt, aber je nach Standort kann so ein Baustil vielleicht tatsächlich Sinn ergeben. Mich persönlich wüprde trotzdem interessieren, was weiter unten noch kommt und ich würde vermutlich schon aus Neugier in der Nähe der Rohre mal etwas tiefer buddeln.

    Wie tief du da jetzt aber für den neuen Bodenaufbau buddeln willst und musst hängt von deinen Ansprüchen ab. Also wieviel cm Dämmung und wieviel Estrich und ob das Haus noch so lange weiterbestehen wird, dass du später vielleicht mal eine Fussbodenheizung einbauen willst. Denk aber drann, dass man für eine neue Bodenplatte den Untergund eigentlich noch verdichten müsste und z.B. eine Splittschicht einbringen müsste oder etwas anders, das sich nicht mit der Zeit weiter verdichten kann.

    Ich würde dir raten dich mal in das Thema Schwedenplatte einzulesen. Das ist eine Minimal-Bodenkonstruktion ohne Keller. Eigentlich natürlich als Bodenplatte bis unter die Aussenmauern gedacht, aber den Aufbau und die Stärke der Materialien kannst du vermutlich auch gut auf dein Projekt übertragen.

    Und wenn du schonmal den Boden offen hast: Der ideale Zeitpunkt um neue Rohre, Leerrohre un Leitungen zu verlegen.

    Das Bleirohr wird vermutlich mal ein (jetzt zugelötetes) Wasserrohr gewesen sein, ich hab aber auch schon gesehen, dass damit früher Gas verlegt wurde. Die dickeren rostigen Rohre sind dann Abwasserrohre.
     
  16. #15 Schwitti, 30.11.2019
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    Ich werd das nächste mal nochmal tiefer buddeln um zu schauen ob wirklich keine Bodenplatte vorhanden ist. Ich muss auch dazu sagen das dass Haus sicher schon 100 Jahre alt ist.

    Das mit der Schwedenplatte finde ich ein sehr guter Ansatz. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe wird der Bodenaufbau folgendermaßen aussehen:

    Eine Art Split zum nivellieren
    Dammplatten
    PE Folie+Randdämmstreifen
    Estrich

    Muss zwischen dem Split und der Dämmung vlt. auch noch eine PE Folie wegen der Feuchtigkeit.
     
  17. Future

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    Der Hartschaum ist ja wasserfest, da muss nix drunter. Und durch den Splitt sollte Feuchtigkeit abfliessen können und der aktuelle Boden scheint ja ziemliche knochentrocken zu sein, sonst hätte in den letzten 100Jahren ja schonmal jemandem was bemerkt.
     
  18. #17 Schwitti, 01.12.2019
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 01.12.2019
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    So heute 20cm ausgehoben und leider habe ich ein paar Stellen gefunden wo ich nicht so richtig weiß wie ich sie vorbereiten kann für das Projekt.
    20191201_170058.jpg
    Das ist denke mal ein Abflussrohr vom oberen Stockwerk was in Betrieb ist. Diese Stelle einfach aussparen und den Randdämmstreifen vor dem Rohr verlegen oder?

    20191201_170025.jpg
    20191201_170033.jpg

    Kann ich dieses alte Rohr rausnehmen und muss man dabei was wichtiges beachten?

    20191201_165959.jpg
    Man erkennt es schlecht aber an dieser Wand ragt der Putz extrem weit nach vorne, also die gemauerte Wand kommt erst viel später. Kann ich dieses "Fach" mit Steinen und Mörtel zu machen, damit ich eine gerade Fläche habe für den Randdämmstreifen?

    20191201_170051.jpg
    Kann man die alten Bleileitungen einfach entfernen oder gibt es dabei Besonderheiten? Muss man diese wieder versiegeln oder so?

    Es tut mir leid das es so viele Fragen sind aber mit meinen 28 Jahren habe ich leider keine Erfahrung mit Altbau. Bitten um Nachsicht.
     
  19. Future

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    Wäre jetzt natürlich aich ne gute Gelegnheit das teilweise zu erneuern, das sieht ja ziemlich mitgenommen aus. Sonst wenigstens den Übergang von dem kleineren gusseisernen Rohr auf das große Tonrohr sorgfältig Säubern udn mit flexiblem Mörtel auffüllen. Danach rundum einpacken, damit es später vom neuen Estrich entkoppelt ist.

    Wichtig ist vermutlich nur, dass das vielleicht noch an das bestehende Abwassersystem angeschlossen ist. Beim Entfenren sollte alsö möglichst kein bauschutt ins Rohr fallen. Und danach natürlich dauerhaft und dicht verschliessen.

    Das wäre ideal - so tief wie möglich freigraben, Fugen auffüllen und mit Zementmörtel dick verputzen.


    Da man auf dem ersten Foto sieht, dass eure Heizungsrohre aus Kupfer sind nehme ich mal an, dass alle anderen Rohre auch mal modernisiert wurden. Du kannst ja vielleicht am Rest der Verrohrung im Haus sehen ob da noch irgendwo anders Bleirohre in Benutzung sind. Wenn du der Meinung bist, dass die Bleirohre nicht mehr in Betrieb sind kannst du sie abschneiden oder halt so verbiegen, dass sie deine weiteren Arbeiten nicht stören.
     
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