Treppenproblem

Dieses Thema im Forum "Treppen" wurde erstellt von flake2210, 26.03.2011.

  1. #1 flake2210, 26.03.2011
    flake2210

    flake2210 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    beim Stöbern durch das Internet bin ich auf diese Seite gestossen und hoffe, dass mir jemand ggf. weiterhelfen kann.

    Wir haben uns letztes Jahr ein 2 Familienhaus gekauft, dass wir nun zusammen mit meinen Eltern bewohnen. Die Vorbesitzer hatten eine Vorliege für "hübsche" Teppiche und orange farbene Wände. Als hätte die orange Strukturtapete an den Wänden nicht ausgereicht, wurde die 2 Treppenaufgänge ebenfalls mit einem terrakottafarbenen Teppich verklebt und auch die Seiten (bitte entschuldigt, dass ich nicht weiß, wie das alles in der Fachsprache heisst, ich bin eine absolute Laie) wurden in einem Lachston gestrichen. Hier wäre ja nicht das Problem das Holz abzuschleifen und neu anzustreichen. Auch mit ein bisschen Arbeit würde sicher der Teppich von der Treppe gelöst werden können.

    Das eigentliche Problem besteht darin, dass wir vermuten (ich habe schonmal an einer losen Stelle einen kurzen Blicke erhaschen können), dass sich unter dem Teppich lediglich eine zusammengenagelte alte Treppe befindet, die man nicht unbedingt abschleifen und neu lasieren o.ä. kann. Habt ihr hier eine Idee? Wir haben uns zwar schon mal eine Meinung eingeholt (Parkett oder Laminat auf die Treppe verlegen lassen), aber diese Idee würde uns mindestens etwa 7000 Euro für beide Treppen kosten und das ist uns wirklich zu teuer. (Ihr kennt das ja, gerade gekauft, da hat man eher weniger Geld).

    Wir würden das ja gerne als nächstes Herbst/Winterprojekt in Angriff nehmen, aber wie???

    Kann man solche Treppen ggf. irgendwie verspachteln, wie so eine Art Strukturputz? Ich habe neulich mal gesehen, dass jemand seine Treppe mit einer Art Spachtel versehen hat, sah alles recht unregelmäßig, aber wirklich klasse aus. Ist natürlich die Frage, was war das für ein Unterbau.

    Ihr merkt, ich habe nicht viel Ahnung und dachte, ihr könntet mir ein bisschen was davon verpassen.

    Vielen Dank im Voraus.

    flake2110
     
  2. AdMan

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  3. #2 MacFrog, 26.03.2011
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    Hi , deine TreppenSTUFEN kann man entweder wieder schön abschleifen , spachteln und Lackieren , oder wenn es wirlich nur so zusammengenageltes Palettenholz (...) ist , mit neuen Stufen "Belegen" , da gibt es extra so Holzstufen für , die auf die alte Treppe geklebt werden. Das Treppenhaus selber kann man natürlich auch mit Strukturputz versehen,aber bitte nicht zu grobes Muster wählen da sich dort gern Staub absetzt oder man sich dort auch mal die Hände aufschlagen kann wenn die Wand unsanft getroffen wird!
     
  4. #3 DerFräser, 27.03.2011
    DerFräser

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    Treppenstuffen kann man relativ (kommt natürlich auf die Fertigkeiten an) einfach neu machen...

    Leimholz, Laminat... besorgen und anbringen... du machst ein Muster mit Kartin von jeder Stufe und zeichnest dann auf das Leimholz.... befestigst es und fertig....

    Alle Klarheiten beseitigt?
     
  5. #4 joerg109, 06.05.2011
    Zuletzt bearbeitet: 06.05.2011
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    Treppensanierung

    Wir haben vor 2 Jahren ebenfalls ein 2,5-geschossiges Haus gekauft und saniert. heftig saniert. Die Steintreppe aus den 50iger Jahren war ziemlich in Mitleidenschaft gezogen und ohnehin keine Schönheit. Wir haben uns deshalb Angebote zur Sanierung eingeholt: Die Steintreppe sollte mit Tritt- und Setzstufen aus Holz mit Trittschalldämmung belegt werden, eine Randleiste (entkoppelt) angebracht werden, ebenfalls aus Holz, und schließlich noch ein Handlauf aus Holz. 47 Stufen, vom Keller bis ins Dachgeschoss. Die Angebote lagen so bei 15.000 - 25.000 Euro, je nach Leistung und Qualität.
    Da unser Budget deutlich geringer war und wir nicht beliebig auf Qualität verzichten wollten, entschloß ich mich zu 100% Eigenleistung für dieses Projekt.
    Es war sehr aufwändig, soviel vorab. Jede der 47 Stufen mußte separat vermessen und hergestellt werden. Alles in allem habe ich ca. 160 Stunden mit der Sanierung zugebracht, also deutlich über 3 Stunden pro Stufe. Die Gesamtkosten, einschl. allem Holz, dem Treppenkleber, den Handläufen und den Fußleisten, lag bei 5.100 Euro, also etwas über 100 Euro pro Stufe. Nicht enthalten sind die Beläge für die Podeste. Die wurden mit Antikmarmor auf Trittschalldämmung gefliest.

    Was wir dafür erhalten haben:
    - Trittstufen aus 28mm Eiche Leimholz, durchgehende Stäbe, Sortierung B, also mit relativ großen Ästen (finde ich sehr viel schöner als die feine A-Sortierung)
    - Setzstufen und die 50mm hohe vordere Blende der Setzstufen aus 18mm Eiche Leimholz, identische Qualität
    - Das Holz wurde mit Hartwachsöl eingelassen
    - Klebung der Trittstufen mit einem speziellen 2-komponentigen PU-Treppenkleber, Klebestärke 5mm zur Trittschalldämmung
    - Klebung der Setzstufen mit einkomponentigem PU-Kleber
    - Fertige 52mm Handläufe mit Halterungen aus Eiche. Zur Befestigung der Handläufe haben wir durchgehend 40x120 Lärche Kanthölzer ins Treppenhaus gestellt und an den Treppenwangen befestigt

    Wir haben 28mm Eiche für die Trittstufen verwendet, weil wir 33mm Aufbauhöhe bei der Erneuerung der Bodenbeläge bereits einkalkuliert hatten. Grundsätzlich würde natürlich auch 18mm ausreichen, wobei der preisliche Unterschied nicht so gewaltig ist. Die reinen Holzkosten lagen bei rund 60 Euro pro Stufe. Wir haben die Eiche Leimholzplatten direkt von einem Hersteller in den Niederlanden bezogen. deutlich günstiger und gute Qualität. Sehr gut sogar.

    Da ich in Sachen Schreinerarbeiten nicht sehr gut ausgerüstet war und wenig Erfahrung hatte, mußte ich mich erst mit Maschinen eindecken: Eine gute Kreissäge (400 Euro mindestens. Für eine 100x60x2,8cm Eicheplatte braucht man schon einen ordentlichen Sägetisch und einen guten Anschlag), eine Fräse für Lamellos, ein Bandschleifer. Die anderen Sachen (normaler Schwingschleifer, Fräse etc.) hatte ich schon.

    Nun geht es darum, jede einzelne 28mm Trittstufe wie gemessen zurecht zu sägen, dann vorne mit jeweils 3 Lamellos die 50mm hohe 18mm starke Vorderkante anleimen, mit Bandschleifer grob schleifen, mit Rutscher fein schleifen, Vorderkante mit einem Fräser r=3mm runden und fertig.

    Die Trittstufen dürfen nicht mit Mauerwerk, Setzstufen etc. in Berührung kommen, wg. Trittschall.

    Dann noch Setzstufen zusägen und schleifen, alles kleben. Dann die Randleisten (ich habe ebenfalls massive Eicheleisten verwendet. 10mm stark, 58mm hoch. Wiederum darauf achten, dass 2 oder 3 mm Fuge zur Trittstufe bleiben. Diese Fugen hab ich dann mit einer dafür erfundenen Fugenmasse im Farbton Eiche versiegelt. Dann ölen. Fertig. Sieht sehr professionell aus, muß ich sagen. Vor allem hat man nicht diesen schrecklichen Laminat-Sound, wenn man darauf geht.
     
  6. #5 Reiseleiter, 06.05.2011
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    Das klingt sehr gut. Könntest Du bitte mal ein Foto Deiner Treppe einstellen?
     
  7. #6 Schnulli, 06.05.2011
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    Hallo,

    ja, würde mich auch interessieren, da ich ähnliches vor habe. Allerdings dachte ich daran, mit Fertigparkett zu arbeiten. Da kann ich aber nicht mit der hier genannten Version der Trittkante arbeiten sondern werde wohl eine Metallschiene verwenden müssen.

    Gruß
    Thomas
     
  8. #7 joerg109, 08.05.2011
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  9. #8 joerg109, 08.05.2011
    Zuletzt bearbeitet: 08.05.2011
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    Oberstes Designgebot war bei mir: Die nächsten 30 Jahre muß Ruhe sein.
    Metallschiene würd ich wirklich nur machen, wenns anders gar nicht geht. Und Fertigparkett klingt arg nach Frickelei. Bei 47 Stufen hätte mich das umgebracht.
     
  10. #9 joerg109, 08.05.2011
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  11. #10 joerg109, 08.05.2011
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  12. #11 Reiseleiter, 08.05.2011
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    Respekt. Tolles Haus mit toller Treppe. Bist Du Architekt? Tolle Sache.
     
  13. #12 joerg109, 08.05.2011
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    nein, ich bin nicht Architekt und hab auch sonst beruflich nichts mit Bau zu tun. Aber wenn man aus einem alten Bestandsbau BJ 1958 ein Passivhaus macht, dann sieht das im Ergebnis irgendwie so oder ähnlich aus.
     
  14. #13 Reiseleiter, 08.05.2011
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    So toll Dein Haus sein mag, warum hast Du nicht neu gebaut? Wäre das nicht günstiger gewesen?
     
  15. #14 joerg109, 08.05.2011
    Zuletzt bearbeitet: 08.05.2011
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    Das war die Idee unseres Architekten. Ich würde es nicht nochmal so machen.
    Allerdings wird bzw. wurde die Sanierung eines Bestandsbaus zum Passivhaus sehr gut gefördert durch die KfW. Nicht nur durch gute Zinsen (u.a. 150.000 Euro zu 1,2%), sondern auch durch einen Erlaß von 12,5% der Darlehenssumme. Wenn wir die gesparten Nebenkosten einrechnen (diesen Winter hatten wir 3 Heiztage), dann ist das insgesamt betrachtet wirtschaftlich schon sehr attraktiv.

    Aber, wie gesagt, ich würde es nicht nochmal machen. Das bisschen Altsubstanz, das wir stehen ließen, bindet einen doch ganz schön. Und insbesondere zeigt sich die enorme Überlegenheit der Holzbauweise (wir haben den Neubauteil in Holz realisiert und dadurch den direkten Vergleich zwschen Massiv- und Holzbau) im energieoptimierten Bau. Der konventionelle Massivbau macht viel Arbeit und Dreck und wird überwiegend nur von Handwerkern gemacht, die keine Ahnung vom Passivhausbau haben. Man braucht nerven wie Drahtseile und muß schon auch mal eine Firma einfach wegschicken. So zumindest meine Erfahrung.
     
  16. #15 Reiseleiter, 09.05.2011
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    Nun gut, ich finde das Resultat kann sich durchaus sehen lassen. Schönes Haus mit schöner Treppe.
     
  17. #16 Schnulli, 10.05.2011
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    Ich habe mir jetzt diverse Renoviersysteme angesehen und habe festgestellt, dass man da richtig Geld lassen kann..... Daher werde ich sehr wahrscheinlich auch auf eine Eigenlösung mit 18mm Leimholz zurückgreifen. Das grundsätzliche Prinzip ist klar. Was mich nur noch stört ist, dass die Stufen unter der Trittkante noch einen kleinen Spalt offen sind und man da auf die alte Treppe sieht (sieht man das überhaupt?) Da muss ich mir eventuell auch noch was einfallen lassen.
    Allerdings haben viele Renoviersysteme auch eben diesen Spalt unten drunter. Portas bietet eine Setzstufe an, die oben geschwungen ist und somit die Stufe dort abdeckt. Oder es gibt diverse Aluleisten, die man verwenden könnte. Treppenprofile Das macht das Ganze aber wieder unnötig teuer, da muss man ja schon über 40 Euro pro Stufe nur für Aluprofile ausgeben. Das will ich eigentlich nicht.

    Frage dazu: Hast du die Stufen nur geölt (womit?) oder ist da Lack drauf gekommen (welcher?)?

    Womit hast du die Platten auf die Treppe geklebt?

    Gruß
    Thomas
     
Thema: Treppenproblem
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