Tisch klebt nach falschem ölen mit Holzöl

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Kazu_GER

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Hallo,

meine Freundin hat eine Tischplatte (massive Buche) mit BEHANDLA Holzöl behandlet ohne vorher das Ganze zu schmirgeln. Sie hat ungefähr drei Mal auf einer Seite drüber gestrichen und jetzt klebt das Ganze natürlich. Das ist nun 4-5 Tage getrocknet. Gibt es die Möglichkeit das noch zu retten oder sollte ich das Öl entfernen, schmirgeln und dann ölen? Kann ich das Öl auch ohne irgendeinen Entferner z.B. Orangenschalenöl wegschmirgeln oder wie würdet ihr da vorgehen?

Danke schonmal für eure Tipps :)
 

Schnulli

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Bevor du da schleifen kannst muss das überschüssige Öl zuerst runter. Das geht am besten mit einem dafür geeigneten Reiniger. Das Orangenöl geht schon in die richtige Richtung, die Hersteller der "guten Holzöle" bieten üblicherweise auch passende Reiniger im Internet an.
Zur Frage des Schleifens: Wie ist die Oberfläche denn überhaupt beschaffen, bevor da Öl drauf kam?
 

Kazu_GER

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"Wie ist die Oberfläche denn überhaupt beschaffen, bevor da Öl drauf kam?" Puuuh ich weiß nicht wie ich das beantworten kann. GERTON heißt das Produkt bei IKEA, hilft dir das weiter? Kann leider keinen Link hier posten weil ich zu neu bin. Aber danke dir für deine schnelle Antwort.
 

Schnulli

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Ikea sagt, Gerton wäre bereits vorgeölt. Somit muss allenfalls etwas dünn nachgeölt werden, keinesfalls dick mehrmals auftragen und trocknen lassen. Immer nur dünn soviel Öl wie einziehen kann, den Überstand abwischen. Wenn eine geölte Oberfläche klebt dann ist viel zu viel Öl da drauf gekommen. bzw. wurde nicht abgewischt.
Wie habt ihr das Öl aufgetragen/angewendet?
 

Kazu_GER

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Ich war leider nicht dabei, meine Freundin hat sich nur beschwert warum das nicht geklappt hat :D
Aber so wie sie mir das erzählt hat, hat sie den Pinsel in das BEHANDLA Öl gehalten, umgerührt und dann gleichmäßig drüber gestrichen aber nichts abgewischt.
 
pinne

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Kazu_GER

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frische luft ist bedingt bei einer wohnung in der innenstadt wo meine freundin keinen balkon hat. Allerdings ist die holzplatte gerade in dem arbeitszimmer mit großem Fenster. Das kann man einfach auflassen wenn das zimmer eh nicht benutzt wird oder?
 

Roland.P

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Wenn die Oberflächengüte (Glätte, Rauhigkeit) OK ist, dann gibt es auch nichts zu schleifen. Dabei ist zu bedenken, dass geölte Holzoberflächen nicht die Oberflächenglätte lackierter Oberflächen erreichen können. Wenn sich die Holzoberfläche ein paar Tage lang nur unangenehm klebrig anfühlt, dann ist das eigentlich normal. Es dauert eben seine Zeit bis das Holz das Öl aufgenommen hat. Bei Weichholzarten wie Kiefer oder Fichte geht das schneller als bei Harthölzern wie Buche und Eiche. Du kannst die Ölaufnahme nur durch einmassieren mit sauberen trockenen Lappen beschleunigen – und einfach abwarten. Das kleine Versehen hat aber auch Vorteile. Das Holz ist für längere Zeit gut geschützt und imprägniert. Ohne es zu wissen hat deine Freundin dem Holz eigentlich einen Gefallen getan. Viel Öl hilft nämlich viel und hat außer ein paar Tagen Klebrigkeit überhaupt keine Nachteile.

Viele Grüße
Roland
 
Neige

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@Roland.P
Sorry, aber Teile deines Post will ich so nicht stehen lassen.

Wenn die Oberflächengüte (Glätte, Rauhigkeit) OK ist, dann gibt es auch nichts zu schleifen
Zur Information, das IKEA BEHANDLA ist ein wasserbasierendes Öl was bedeutet, dass durch den hohen Wasseranteil die Oberfläche sehr rauh wird und desshalb zwischengeschliffen werden sollte um eben eine Tischplatte glatt zu bekommen.

Wenn sich die Holzoberfläche ein paar Tage lang nur unangenehm klebrig anfühlt, dann ist das eigentlich normal.
Ganz und gar nicht, das bedeutet eher, dass zuviel Öl aufgetragen wurde und Überschuß nicht abgetagen worden ist. Ideal wäre gewesen das Öl satt aufzutragen, nach 15min. überschüssiges Öl abnehmen (soll heißen, es sollte kein weißes Öl mehr auf der Oberfläche stehen) und mind. 24h trocknen lassen, schleifen. Dann diesen Vorgang wiederholen. Man bekommt auf diese Weise eine recht glatte, wenngleich nicht zu vergleichen mit einer Oberfläche die mit "echten" Ölen behandelt wurde hin.
Das kleine Versehen hat aber auch Vorteile. Das Holz ist für längere Zeit gut geschützt und imprägniert. Ohne es zu wissen hat deine Freundin dem Holz eigentlich einen Gefallen getan. Viel Öl hilft nämlich viel und hat außer ein paar Tagen Klebrigkeit überhaupt keine Nachteile.
Dies Bemerkung ist allerdings der Oberhammer und sollte vom TE zwingend ignoriert werden! Klebrig bleibt klebrig.

Ich kann also nur empfehlen
abziehen mit scharfem Werkzeug
und alles von Vorne.

1. Öl mit Ziehklinge abziehen (schleifen nützt nichts, da alles nur verschmiert)
2. Öl satt auftragen, nach ca. 15min überschüssiges Öl abnehmen, 24h trocknen lassen
3. mit feinem Schleifpapier glätten (das ist notwendig, weil der Wasseranteil die Fasern des Holz aufstellt.

Punkt 2 und 3 einmal Mal wiederholen. Nach dem 3. Ölauftrag nicht mehr schleifen. Dann sollte die Oberfläche recht ansehnlich sein.
 

Roland.P

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Ich stehe zu meinem Geschriebenen und habe nicht die Absicht uralte Grundsatzdiskussionen neu zu erörtern. Der Themenstarter möge sich nötigenfalls umfassender informieren und bitte ein eigenes Urteil bilden.
 

Schnulli

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Ich glaube, es geht nicht um Grundsatzsdiskussionen, zumal wir eine solche hier noch nicht hatten.
Bei allen Ölen, die ich bisher verwendet habe (OK, es sind nur 3 oder 4, aber immerhin....) ist meine Erfahrung, dass die dicke Ölschicht niemals vollständig durchhärtet. Spätestens, wenn man was schweres auf den Tisch stellt dann hat man die Abdrücke darin. Auch fühlt es sich immer etwas stumpf an, nicht wirklich eine tolles haptisches Erlebnis.
Und was sind deine Erfahrungswerte? Und mit welchem Öl? Das würde ich gerne mal nachvollziehen
 

Roland.P

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Das Thema wird überall kontrovers diskutiert. Erfahrung habe ich mit eigenen Möbeln sowohl mit Weichholz als auch in geringerem Umfang mit Hartholz . Allgemein anerkannt ist, dass Holzöl nicht wie Lack oberflächlich härtet sondern vom Holz aufgenommen wird, unter Umständen so weit bis es gesättigt ist. Wenn du nach der Art der Öle fragst, dann kommen wir in den Bereich des Glaubens und der Hoffnung. Jeder Bäcker lobt bekanntlich seine eigenen Brötchen. Einige habe ich je nach Verfügbarkeit ausprobiert aber keine signifikanten Unterschiede bemerkt. Gefühlsmäßig bevorzuge ich Leinölbasierende Produkte.
 
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Schnulli

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Was auch immer diskutiert wird.... bei mir im Keller stehen gerade Holzreste aus Kernbuche und Fichte. Jeweils mit 240er Schleifpapier geschliffen und mit einem einfachen Öl auf Leinölbasis und ein etwas teureren mit verschieden natürlichen Ölen. Alles schön satt mehrfach aufgetragen, der Film steht nun satt auf dem Holz. Ich berichte am Wochenende nochmal ;):D
 
Neige

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dass Holzöl nicht wie Lack oberflächlich härtet
Lack steht ja auch nicht zu Depatte.
Nur eines muß klar sein Holz ölen bedarf Übung, Erfahrung und eine Menge Geduld. Nur bin ich überzeugt, dass mein Vorschlag zur Vorgehensweise sicher gelingt. Damit bin ich raus hier, bevor ich Pickel bekomme. :D
 

Schnulli

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Nur bin ich überzeugt, dass mein Vorschlag zur Vorgehensweise sicher gelingt.

Ich im übrigen auch. ;) Alles Andere bezüglich Ölen von Holzoberflächen wäre auch definitiv nicht sachgemäß und verhilft zu keinem zufriedenstellenden Endergebnis.
 

Roland.P

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Die letzten Beiträge machen deutlich, wie sehr man sich über dieses Thema ereifern kann.
 

Schnulli

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Nein, das hat mit Ereifern nichts zu tun. Ich finde es nur nicht zielführend, nicht sachgemäße Ratschläge zu erteilen. Wenn, dann sollte man es auch "versuchen" (wir sind ja im Heimwerkerforum ;)) richtig zu machen. Eine klebende Holzoberfläche bedingt durch zu dicken Ölauftrag wird nunmal nicht besser durch weiteres Warten. Weder optisch noch haptisch und auch was die Belastbarkeit der Beschichtung betrifft. Warum sollte man soetwas also versuchen, schönzureden? Und das hier
Allgemein anerkannt ist, dass Holzöl nicht wie Lack oberflächlich härtet sondern vom Holz aufgenommen wird, unter Umständen so weit bis es gesättigt ist.
ist nicht "allgemein anerkannt" sondern ein Fakt und genau das, was ein Holzöl machen soll. Nämlich einziehen und dort "im Inneren" das Holz härten und schützen. Im Gegensatz dazu ist dein erwähnter Lack eine Oberflächenbeschichtung, von der (um es mit deinen Worten zu sagen) allgemein anerkannt ist, dass diese auf der Holzoberfläche hart wird.
 
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Roland.P

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Und das hier ist nicht "allgemein anerkannt" sondern ein Fakt und genau das, was ein Holzöl machen soll. Nämlich einziehen und dort "im Inneren" das Holz härten und schützen.
Danke für die Bestätigung. Nichts anderes habe ich mit anderen Worten gesagt.
 

Schnulli

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Nein, das ist leider nicht richtig. Gern darfst du dir die Worte so drehen wie du magst aber wenn du deinen o.g. Beitrag #9 nochmal lesen möchtest, es steht ja alles da.
Viel hilft in dem Fall eben nicht viel denn das Öl auf der Oberfläche, das nicht mehr einziehen kann, weil das Holz darunter gesättigt ist, härtet nie vollständig aus. Das ist "allgemein anerkannt" ;) und dafür ist das Öl ja auch überhaupt nicht gemacht. Natürlich kann ich mein Dach auch mit Wasserrohren anstatt mit Dachziegeln verkleiden. Aber auch hier sollte "allgemein anerkannt sein", dass das nicht zielführend seien könnte. Warum soll man also einen Holzschutz, der eindringen muss, um die Schutzwirkung zu entfalten, so weit auftragen, dass oberflächlich auch noch ein Rückstand bleibt? Das Öl ist dafür einfach nicht gemacht. So wie Rohre nicht anstelle von Ziegeln aufs Dach gehören.
Und Neige hat ja den Rest von dir schon kommentiert, wrum sollte ich dies also nun nochmal tun. Also lassen wir das. Das Thema ist nun auch erledigt. Ich schicke dir als Beweis auch gern in einer Woche eine Probe der klebrigen Holzoberfläche aus meiner Werkstatt. Gerne auch erst in 2 oder 4 Wochen wenn du meinst, es würde besser. ;)
 
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