Stellen im Massivholzboden (Dielen) die wippen/ nachgeben

Dieses Thema im Forum "Bodenbeläge" wurde erstellt von Takki, 05.04.2016.

  1. Takki

    Takki Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    wir haben in unserem neubau vor circa 12 Jahren den gesamten Boden als Massivholzdielen ( Douglasie) mit entsprechender Balkenunterkonstruktion ohne Estrich aufgebaut. Die Aufbauhöhe (also der Abstand zwischen Dielenunterseite und Bodenplatte) beträgt circa 15cm, zwischen den Lagehölzern / Balken wurden Dämm-Matten eingebracht. Das gesamte Erdgeschoß und das Obergeschoß (ohne Bäder) ist dementsprechend gebaut.
    Jetzt stellen wir nach und nach fest, dass einige Stellen weich sind, bzw. beim herüberlaufen nachgeben. Das fühlt sich nicht gut an und ich möchte dies irgendwie beheben. Wenn ich mir die kritischste Stelle näher ansehe, merke ich bei manuellem Eindrücken der Diele das an der entsprechenden Stelle die Nut und/oder die Feder gebrochen sein muss. Die Diele kann auf einer Länge von circa 5cm um 2-3mm nach unten gedrückt werden.

    Welche Möglichkeiten gibt es die Diele wieder zu stabilisieren ohne den gesamten Boden aufnehmen zu müssen?

    Ich hatte zunächst daran gedacht ein kleines Loch in die Diele zu bohren und den Hohlraum unter der Diele mit PU Schaum zu füllen, habe aber gelesen das dies nicht empfehlenswert ist, da keine dauerhafte Lösung.

    Welche anderen Möglichkeiten gibt es?

    Bin für jede Anregung dankbar,

    Gruß
    Takki
     
  2. AdMan

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  3. #2 harekrishnaharerama, 06.04.2016
    harekrishnaharerama

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    Hallo und Willkommen im Forum :)

    Wurden die Dielen untereinander geleimt? Das würde die Nut/Feder entlasten und den Druck/Zug besser verteilen. Ferner könnte man die typischen Laufwege noch verstärken.

    Nachträglich ist da schwer was möglich, man muß auf jeden Fall an die Konstruktion wieder ran
     
  4. Takki

    Takki Neuer Benutzer

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    Hallo,

    nein, die Dielen wurden nicht verleimt sondern in Nut und Feder verschraubt. Ich hatte mit auch schon überlegt einfach an der entsprechenden Stelle etwas Leim zwischen Nut und Feder zu bringen. Ich glaube jedoch nicht das dies dauerhaft stabil sein wird.

    Eine andere Überlegung von mir ist ein Loch in die Diele zu bohren und eine Art ich sag mal "Stützdübel" einzubringen der die Diele dann an der Stelle nach unten gegen die Bodenplatte drückt, nur leider weiß ich nicht wie......vielleicht geht irgendwie etwas mit diesen klappbaren Hohlraumdübeln in Verbindung mit einer Gewindestange?

    Gruß
    Takki
     
  5. #4 Schnulli, 06.04.2016
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    Wie dick sind die Dielen und wie groß ist der Abstand der Auflagebalken untereinander? Nicht, dass du dir nun Gedanken machst, wie du es beheben kannst, nur damit etwas später das Problem an anderen Stellen auch auftritt.
     
  6. Takki

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    Das sind 21mm Dielen, Abstand der Auflagebalken zwischen 40 und 50cm, entsprechend der Breite der Dämm-Matten,glaube ich.
     
  7. #6 harekrishnaharerama, 08.04.2016
    harekrishnaharerama

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    Holz kann halt auch nach einer Zeit "ermüden" durch Belastung und auch durch Sonneneinstrahlung. UV-Licht zerstört das Lignin - den Stoff der das Holz hart macht
     
  8. Takki

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    Hallo harekrishnaharerama,

    ja, Sonnenlicht kann sicherlich die Ursache für mein Problem sein. Die Stelle an der das Problem auftritt liegt direkt am Süd-Fenster, bodentief. Da ist also im Sommer jede Menge Licht.
    Allerdings hilft mir das jetzt auch nicht weiter um das Problem mit möglichst geringem Aufwand zu lösen. Hat vielleicht noch jemand eine Idee bezüglich meiner Überlegung der Abstützung von unten durch ein Bohrloch?

    Danke und einen schönen Sonntag,

    Takki
     
  9. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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    Wenn sie auf fünf Zentimeter drei Millimeter eindrücken können - dann ist da Holz faul. Also Diele austauschen
     
  10. Neige

    Neige Erfahrener Benutzer

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    Eine Frage noch, ist bekannt, wie verschraubt wurde? Wurden die Schrauben in die Nut, oder in die Feder gesetzt? Wenn in Feder, würde dafür sprechen, dass diese gebrochen ist und dadurch jetzt der Boden nachgibt.
    Mein Vorschlag, verschraub die Diele von oben mit der UK. Schraube versenken und mit Parkett-Reparaturset verschließen. Verfault ist da bestimmt nix. ;)


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  11. #10 Takki, 10.04.2016
    Zuletzt bearbeitet: 10.04.2016
    Takki

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    Hallo Neige, vielen Dank für die Antwort.
    Verschraubt wurde damals durch die Feder. Ich vermute ja auch das die Feder an entsprechender Diele gebrochen ist, die defekte Stelle ist allerdings auch am Ende einer Diele und wie es scheint befindet sich die Kopfstoßseite der Dielenbretter nicht auf einem Balken der Unterkonstruktion. Daher an der Stelle das durchwippen. Ich sehe da leider keine Möglichkeit von oben zu verschrauben.
    Ich suche also nach etwas, was ich durch ein Bohrloch durchstecken kann, in der Diele versenken kann (um es später zu versiegeln wie Du schon geschrieben hast) und gegen den Betonboden und die Diele drücken kann damit eine "Auflage" entsteht, quasi eine Art "Teleskop-Gewindestange" ? **

    ** edit: habe gerade ein wenig nach Teleskop und Dübel gegoogelt, die Ergebnisse sind nicht das was ich suche. Dabei bin ich aber auf eine alternative gestoßen: Ich könnte einen Messingdübel mit Innenliegendem M-Gewinde in die Diele versenken und anschließend vorsichtig in den Dübel eine entsprechend lange Gewindestange (mit Imbus-Schraubkopf) einschrauben. Wenn Diese Gewindestange gegen den Boden drückt, dürfte die Diele an der Stelle nicht mehr nachgeben. Gewindestange markieren, wieder heraus schrauben, entsprechend kürzen, wieder einschrauben und den Schraubkopf versiegeln.
    Das müsste doch gehen, oder?

    Gruß
    Takki
     
  12. #11 Mr.Ditschy, 11.04.2016
    Mr.Ditschy

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    Wenn der Dübel im Holz hält, Messing ist auch nicht gerade Isolierend ... sind ja schon einige Stellen, oder?.
    Was ist da denn für eine Isolierung eigentlich drunter .... wie groß ist der Hohlraum von Isolierung zur Diele (eine Querschnittskizze vom Aufbau wäre allgemein hilfreich)?

    Wie wärs sonst noch mit einem Buchen Holz-Rundstab (gibt es in den verschiedensten Durchmessern), den könntest einleimen usw. ...
     
  13. Neige

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    Sorry wenn ich etwas tiefgründiger hinterfrage. Also wenn der Boden in der Feder richtig verschraubt wurde, würde ich nicht vermuten, dass die Feder gebrochen ist. Um Lösungen zu finden, gestatte mir noch einige Fragen.
    Sind die Dielen auch an der Stirnseite mit Nut und Feder versehen.
    In welchem Verband wurden die Dielen gelegt.
    Gibt der Boden an weiteren Stellen nach, wenn ja wo?
    Ich frage deshalb, weil ich den Fehler eher an der UK vermute. Zum zweiten habe ich Zweifel dass das, wie von dir erdacht, nicht zielführend sein könnte, weil es da "nachgeben" der Diele m. E. auch nicht verhindert. Die Dielen sollten auch an den Stößen auf der UK aufliegen und mit dieser verschraubt sein.
    Ob jetzt Bilder weiterhelfen weiß ich nicht, könntest aber mal welche einstellen.


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  14. Takki

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    Hallo zusammen,

    ich habe gestern mit einem Forstner-Bohrer eine Versenkung von circa 20mm gebohrt um dann von dort waagerecht in die benachbarte Diele zu verschrauben. Das hat so weit geklappt aber die Stelle wippt immer noch.
    Danach habe ich in der Versenkung mit circa 10mm komplett durch die Diele gebohrt und mit einer Endoskopkamera den Zwischenraum betrachtet:

    @mr. Ditschy: der Abstand zwischen Unterseite Diele und Betonboden beträgt circa 15cm, der Zwischenraum ist mit Dämmwolle gefüllt. Das mit dem Rundstab könnte ich jetzt mal probieren, das Loch ist ja jetzt in der Diele.

    @Neige: Die Dielen haben umlaufende Nut und Feder also auch an den Stirnseiten. Die Dielen wurden so gelegt das immer mit dem Reststück einer Reihe eine neue Reihe begonnen wurde, somit kann ich schon ausschließen das alle Stirnseiten exakt auf einem Lagerholz liegen, wie sei besser sollten wie ich jetzt gelernt habe.

    Sollte der Test mit dem Rundstab nicht funktionieren würde ich dann doch eine Kombination aus Estrich (um die Dämmung an der Stelle nach unten zu drücken) und 2k Bauschaum probieren.

    Gruß
    Takki
     
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