Starke Geräuschdämmung ohne Umbau?

Diskutiere Starke Geräuschdämmung ohne Umbau? im Isolierung und Dämmung Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo, ich bin in eine 1-Zimmerwohnung eingezogen. Der Mietvertrag hat eine Mindestlaufzeit von 3 Jahren, solange wird nun auch meine Ausbildung...

  1. Rehg

    Rehg Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich bin in eine 1-Zimmerwohnung eingezogen. Der Mietvertrag hat eine Mindestlaufzeit von 3 Jahren, solange wird nun auch meine Ausbildung andauern. Der Grund für diese Frist ist es, dass das Gebäude schon alt ist und in Vergangenheit oft Leute wegen gegenseitigen Ruhestörungen ausgezogen sind. In München hätte ich aber sowieso nichts anderes gefunden. Ich hoffe nun, dass ich irgendwie etwas bei der Geräuschdämmung selbst machen kann, ohne den Boden und die Decke austauschen zu müssen, denn das dürfte ich nicht und durch meine Ausbildung habe ich auch keine finanziellen Mittel dazu. Dass ich die Geräusche anders nicht ganz verschwinden lassen kann, ist mir bewusst. Das Problem ist aber, dass selbst wenn man bei normaler Lautstärke redet, man durch die Böden hindurch jedes Wort hört, obwohl es nicht hallt. Das hat nichts mit Privatsphäre zu tun.

    Die Wohnungen neben mir sind nicht das Hauptproblem, sondern über und unter mir. Das Zimmer ist ca. 5x5 Meter groß. Es gibt einen Durchgang zur Küche und einen zum Wohnungsflur, leider beide ohne Türen. Mein Gedanke ist, dass ich Platten aus Styropor, Gummi, Kork oder ähnlichem auf das Laminat lege und darauf einen Hochflorteppichboden. An die Decke wollte ich Styroporplatten kleben oder Schalllärmdämmung. Die gibt es auch in weiß. Das sieht zwar trotzdem nicht so schön aus, aber das ist eher unwichtig.

    Im Wohnungsflur kann ich aufgrund der Tür zum Hausflur erst gar keinen Boden legen und da zu dem Raum hin keine Tür vorhanden ist, würde die gleiche Lautstärke vielleicht trotzdem zu mein Zimmer gelangen und umgekehrt. Denkt ihr, dass würde überhaupt etwas nützen? Welche Materialien sollte ich genau nutzen oder zu was ratet ihr mir? Bezüglich den Gesamtkosten bin ich mir noch unsicher. Das hängt wohl von der Effektivität ab und die lässt wahrscheinlich eher schwer voraussagen. Falls noch Informationen fehlen, kann ich sie ergänzen. Danke für jede Hilfe.

    Gruß Rehg
     
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  3. #2 Schnulli, 10.10.2019
    Schnulli

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    Moderator

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    Ob die ganzen Maßnahmen wirklich etwas bringen? Wenn es wirklich so hellhörig ist, dass selbst normale Gespräche gehört werden, dann glaube ich nicht, dass da effektiv mal eben so nebenbei etwas Schall gedämmt werden kann.
    Aber das hier
    muss der Vermieter genehmigen. Sowas ist ja später nicht mal eben rückstandfrei zurück zu bauen.
     
  4. Rehg

    Rehg Neuer Benutzer

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    Das ist im Grunde meine Frage an euch.

    Danke für den Hinweis. Ich werde anfragen sobald feststeht, was ich überhaupt genau dagegen machen möchte. Die Entfernung ist für mich das geringste Problem, oder der Nachmieter würde es so übernehmen wollen, vorausgesetzt es würde seinen Zweck erfüllen.
     
  5. sep

    sep Erfahrener Benutzer

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    Hallo,
    Styropor bringt dir nichts an Schalldämmung, ist eher führ Wärmedämmung gemacht.

    sep
     
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  6. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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    bringt gar nichts , die schwingen ja mit ! das wäre maximal für Optik oder Wärmedämmung .
     
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  7. Rehg

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    Und die Schalldämmungspyramiden - Reduzieren die die Lautstärke? Oder gibt es etwas Besseres? Ich kann wahrscheinlich nur ein etwas an die Decke kleben.
     
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    Das bringt alles nichts. Der Schall muß immer vereinfacht gesagt von dem aus verhindert werden, von dem er ausgeht.
     
  9. #8 Schnulli, 10.10.2019
    Schnulli

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    Die absorbieren den von dir abgegeben Luftschall und dämpfen diesen. Dein Obermieter hat ein klein wenig was davon und du selbst hast in deiner Wohnung weniger "Echo-Effekt" - genauso wie alles andere was du irgendwo hinlegst oder anklebst. Mehr passiert aber auch nicht.
    Kurz gesagt: lebe nun 3 Jahre mit den Geräuschen und gewöhne dich dran.
     
  10. Rehg

    Rehg Neuer Benutzer

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    Schade das ich genau in dem Forum solch ein Fazit erhalte, wo ich eigentlich fachlich hilfreichen Rat erhofft hatte. Aber du schreibst ja, dass die über mir etwas davon hätten. Hören die dann nicht mehr, was ich sage, oder welches Material wäre dafür notwendig?
     
  11. #10 Handarbeiter, 10.10.2019
    Handarbeiter

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    Was willst du denn noch hören? Fachlich gesehen wurde alles erwähnt.
     
  12. Future

    Future Erfahrener Benutzer

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    Das haben in diesem und ähnlichen Foren schpon viele vor dir gefragt und die Antwort ist leider immer die selbe. Nachträglicher Schallschutz geht eigentlich nur mit großen baulichen Maßnahmen und immer am besten auf der Seite des Schallverursachers.

    Das Zauberwort ist dabei immer die "Entkopplung". Der Schall ist ja schon im Raum über dir, geht von da in die Wände und den Boden und ist dann "da drin" (in Form von Schwingungen). Du müsstest jetzt dafür sorgen, dass der nicht auf deine Seite "rauskommt" und dafür müsstest du z.B. die Decke mit einem Trockenbausystem abhängen, z.B. mit Direktschwingabhängern von Knauf.
    An sich ganz einfach, aber dann kommt der große Haken. Der Schall von oben wird nämlich in den meisten Fällen mindestenes genau so stark über die Wände übertragen. Die Wände des Mieters über dir nehmen den Schall auf und deine Wände geben den an dich ab. Und dann auch noch alle Wände deiner Wohnung zu entkoppeln ist vermutlich teurer als deine Mietkosten für die drei Jahre ...

    So hart es auch ist - kauf dir gute Ohrenstöpsel.
     
  13. #12 Schnulli, 10.10.2019
    Schnulli

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    Zaubern kann hier keiner. Ok, formulieren wir es mal anders und mit Bezug auf den Thementitel: Nein, das geht nicht.
    Ist das nun fachlich hilfreicher als alles zuvor gesagte?
     
  14. helaba

    helaba Neuer Benutzer

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    M.W. beträgt die Maximallaufzeit, wo Deinerseits keine ordentliche Kündigung möglich ist, 24 Monate.

    Zum eigentlichen Problem (welches ich auch schon hatte) gibt es nur 2 Möglichkeiten:

    1. Damit leben

    2. Ausziehen

    Leider.
     
  15. #14 Schnulli, 11.10.2019
    Schnulli

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    Nein, das sind max. 48 Monate und in diesem Zeitraum ist weder für Mieter noch für Vermieter eine ordentliche Kündigung möglich. Es gibt wenige Ausnahmen, wann dennoch eine Kündigung innerhalb dieses Zeitraums möglich ist. Wenn der Azubi z.B. jetzt seine Ausbildung abbricht und an einem von der Wohnung viel zu weit entferntem Ort anfängt oder so. Dann kommt man aus der Nummer noch mal raus. Sonst aber nicht.
     
  16. #15 omega2031, 12.10.2019
    Zuletzt bearbeitet: 12.10.2019
    omega2031

    omega2031 Erfahrener Benutzer

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    Schalldämmplatten sind teuer und du müsstest sie abhängen. Es stünde sich meiner Meinung nach finanziell kaum dafür. Ein rückstandsfreier Rückbau nach den 3 Jahren Miete ist auch ein Problem, wie ja erwähnt wurde.
    Die ganzen Dübel müsstest du ja dann zeitgerecht wieder entfernen und ggfs zuschmieren. Du kannst dir ja ausrechnen, was das in etwa kosten würde.

    https://www.amazon.de/Pyramidenschaumstoff-SELBSTKLEBEND-Akustikschaumstoff-Schalldämmmatten-effektiven/dp/B07Q4B49NZ/ref=olp_product_details?_encoding=UTF8&me=

    An die Decke kleben würde ich die keinesfalls, weil dann der Putz mit abgeht, wenn du sie wieder entfernst nach 3 Jahren. Du könntest theoretisch, falls es der Vermieter erlauben würde, eine Rigipsdecke mit Haltegerüst befestigen und zwischen Decke und Rigips diesen Pyramidenschaumstoff dazwischengeben.

    Ob es sich dafür steht, da ja der Schall auch über die Wände übertragen wird, ist fraglich. Du kommst mit der Deckengeschichte wahrscheinlich auf mindestens 1.000 €, eher mehr. Denn verspachtelt und gestrichen gehört es dann ja auch. Und es muss schön aussehen, das nächste Problem, wenn du kein Fachmann bist.
    Ich würde es mit dem Vermieter einfach abklären, an deiner Stelle.
     
  17. Rehg

    Rehg Neuer Benutzer

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    Danke für eure ganzen Antworten. Ich sehe es jetzt ein, dass ich Pech habe. Ich belasse es erst einmal bei einem weichen Hochflorteppich. Den wollte ich sowieso. Ansonsten Ohrenstöpsel und ein Lärmprotkoll gegen einen der Nachbarn. Außerdem habe ich laut Internet eine Phonophobie, die ich behandeln lassen sollte. Möglicherweise komme ich im Notfall so aus dem Vertrag raus, ansonsten versuche ich es auch mit einer Mietminderung, je nach dem was die nächsten Wochen und Monate passiert.
     
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