Spalt zwischen Türzarge und Betondecke

Diskutiere Spalt zwischen Türzarge und Betondecke im Zimmertüren Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo zusammen Ich wohne seit ca. 2 Monaten in einem Haus, welches vor gut 5 Jahren gebaut worden ist. Vorher waren Mieter hier drin, welche...

danielwipf

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Hallo zusammen

Ich wohne seit ca. 2 Monaten in einem Haus, welches vor gut 5 Jahren gebaut worden ist. Vorher waren Mieter hier drin, welche anscheinend nicht sehr genau hingeschaut haben.
Mit der Arbeit im Homeoffice und einem Kleinkind zuhause habe ich mich etwas mit dem Thema Akkustik auseinandergesetzt. Hierbei ist mir aufgefallen, dass die Türen sehr schlecht abdichten bzw. man hinter der Tür jedes Gespräch mitkriegt, was ausserhalb stattfindet.

Bei genauer Analyse stellte ich fest, dass zwischen der Zargenoberkante und der Betondecke (die Türzarge ist Raumhoch) ein ca. 1.5-2cm Spalt klafft und man ohne Probleme mit einem geeigneten Gegenstand nach drausen gelangt. Die Türen sind sonst top auch auch extra schalltechnisch mit einem Planeten im Fussbereich versehen. Bringt jedoch alles nix, wenn oberhalb ein Spalt ist.
Zudem musste ich feststellen, dass die Zarge oben nicht ausgemörtelt ist und sehr hohl tönt.

Tür1_2k.jpg


Tür1_3k.jpg


Gerne möchte ich diesen Missstand beheben, weiss jedoch nicht was die beste Lösung ist. Richtig gemacht müsste man die Zarge wohl mit Mörtel füllen und anschliessend eine Fuge mit Acryl ziehen. Ohne Befüllung der Zarge habe ich so meine Zweifel, ob die Fuge überhaupt hält. Allerdings ist ein Befüllen der Zarge durch ein 1.5cm breiten Spalt sehr mühsam. Mir schebt noch vor, dass man die Zarge auch mit 2 Komponentenschaum füllen könnte. Da habe ich ehrlichgesagt etwas Angst vor dem Druck, so dass es mir die Zarge verbieten könnte.

Ein erster Versuch mit Quellband scheiterte, da dieses nicht wirklich Schallisolierend

Habt ihr noch eine gute Idee?

Danke euch
Dani
 
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Sandmännchen

Sandmännchen

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Wenn Schaum dann am besten aussteifen mindestens aber die Tür schliessen.

Vielleicht kann man mit Holzleisten arbeiten diese weiss streichen und danach einkleben.
 

sep

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Hallo,
mit dem Schaum geht das schon, muss man aber mit etwas Gefühl machen, sodass der Platz hat sich auszudehnen soll hießen nicht zu viel reingeben, man könnte aber auch Glaswolle einbringen und zum Schluss oben eine von der Kantenlänge passende kleine Kunststoffwinkelleiste auf dem Rahmen kleben, den Rest was an der Decke noch als kleiner Riss bleibt, mit Acryl ausspritzen.

Gruß,
 

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Holzwurm50189

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Die fachmännische Lösung: Zarge ausbauen. Aus Styrodur in Steinstärke einen "Sturz" unter die Decke kleben. Kanten verputzen und pinseln. Zarge wieder einbauen
 

MrHans

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siehe Holzwurm.
Oder ausschäumen 1K. zwingend auf durchbiegen durch Ausdehneung Schaum (viel Kraft) achten und abstützen und / oder kleine Schritte (Kraft minimieren = kleine Fläche) ausschäumen. siehe Zargen einbau.
 
Sandmännchen

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Die komplette Zarge würde ich, nicht entfernen.

Falzbekleidungsseite mit Krepp abkleben,
Zierbekleidungsseite abnehmen
wahlweise Styrodur durchdrücken (für Spachtelmasse Platz lassen)
und oder ausschäumen (nach erhärten Überschuss abschneiden)
Tür bis zum Erhärten geschlossen halten
Nut der Zierseite abdecken oder ausstopfen
Decken-Fuge auf beiden Seiten mit Fugenkelle spachteln/schleifen/streichen
Zierbekleidungsseite wieder anbauen
Klebeband entfernen
 

Holzwurm50189

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Und was machste wenn der Schaum auf der anderen Seite raussuppt ?
 
Sandmännchen

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Ach richtig, der Boden ist natürlich vorher abzudecken!;)

Und für die FT-DIY's heisst es dann aus Fehlern lernen. 😁
 

BeAllThumbs

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Das sieht mir nach einer Stahlzarge aus. Da wird man keine Zierbekleidung abnehmen können.
 

Schnulli

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Hatten wir vor ca. 30 Jahren auch schonmal, der Architekt fand das super,
Ja, war mal so ne kurze Art Déco-Zeit mit Sichtbetontrend. Grausam… aber mit wenig Innenausbau verbunden:D

Und während ihr noch rätselt und diskutiert hab ich das schon mit 2K-Zargenschaum zu gemacht und dann ne Acrylnaht drüber gezogen…. 10 Minuten Arbeit, eine bierlänge Pause dazwischen. 😁

Schallschutztechnisch aber auch nur mäßig, vor allem falls an der Zarge umlaufend auch an Dichtmaterial gespart wurde.
 

xeno

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Oder ausschäumen 1K. zwingend auf durchbiegen durch Ausdehneung Schaum (viel Kraft) achten und abstützen und / oder kleine Schritte (Kraft minimieren = kleine Fläche) ausschäumen. siehe Zargen einbau.
Genau deswegen nimmt man dafür besser 2-K Schaum, der drückt nicht/wenig.
Alle Bereiche vorher mit Krepp abkleben und Boden Schützen, der Schaum macht fiese Flecken.
Müllsack bereitlegen, um die Reste aus der Dose dort rein zu sprühen, ansonsten kann die Dose platzen.
Am besten erst alle Zargen vorbereiten und dann schnell nacheinander mit einer Dose machen.
 

danielwipf

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Wow, hier ist einiges zusammengekommen. Vielen Dank euch!
Das bestätigt meinen Verdacht, dass Schaum irgendwie doch die beste Lösung ist (ausser natürlich alles ausbauen, ordentlich machen und wieder einbauen). Das habe ich befürchtet.
Entweder lerne ich nun den Umgang mit Schaum...oder aber lasse es durch nen Fachmann machen. Ich bin auf jeden Fall mit dem zuständigen Unternehmer, der die Sch#### gebaut hat in Kontakt und versuche die Karte auf "versteckter Mängel" oder aber nicht ausgeführte Arbeiten zu setzen. Erfolgsaussichten mache ich mir jedoch keine. Der Bau ist ja erst 5 Jahre her...und im ersten Gespräch war er ein wenig ratlos, wieso das nicht gemacht wurde. Ehrlicherweise müsste man aber auch den damaligen Bauleiter, der die Bauabnahme gemacht hat, herbeizitieren. Aber DAS ist ne andere Geschichte. Mir ist auch ein Rätsel, wieso die Mieter, die vor uns drin waren, nichts gesagt haben.

Jaaa, dass mit der Decke ist so ne Sache. Zum einen könnte man sagen, dass es so günstiger war. Ist ja nicht mal Sichtbeton sondern hunzgewöhnlicher Konstruktionsbeton, betoniert auf Schaltafeln. Teilweise sieht man noch Kiesnester bzw. die einte oder andere Markierung, welche auf der Platte gemacht wurde, ist auch sichtbar. Und genau hier kommt jetzt das Designelement hinzu. Es sollte etwas "natürliches" sein, welches auch zeigt, was da verbaut ist. Die Geister streiten sich nun über die Decke. Anfängliche war ich kritisch (obwohl ich ursprünglich mal Bauingenieur studiert habe...), meine Frau fand das toll. Mittlerweile muss ich sagen, dass ich auch Gefallen gefunden habe. Eine weisse Gips- oder Stuckdecke finde ich mittlerweile einfach nur langweilig. Will man mal was an die Decke hängen, weiss man woran man ist. Ordentlicher Schlagbohrer (vorher am besten kurz das Eisensuchgerät ranhalten) und nen Dübel. Basta. Keine Gipsabplatzungen, kein Gebastel. Einfach und Rustikal.
Leider wirkt sich die glatte Decke im Zusammenspiel mit den Wänden (da ist ein Teil auch in Beton gehalten, jedoch leicht weiss lasiert) und dem Mineralboden nicht gerade positiv auf die Akkustik aus. Aber das ist ne andere Geschichte, an der ich dran bin (Stichwort: "Basotect").

Vielen Dank auf jeden Fall mal fürs erste. Ich schaue mal, was die Gespräche mit dem Türbauer ergeben und werde dann entsprechend handeln. Auf jeden Fall würde ich, wenn ich was schäumen würde, Türe schliessen, nen Kantholz in die Zarge und eine Rüststütze drunterstellen.
 

xeno

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Das sind doch Stahlzargen, oder? Da wird sich mit 2K-Schaum auch ohne Abstützen nichts verbiegen. Nichtmal bei einer Holzzarge würde ich mir da im oberen Bereich Sorgen machen.
Es geht nur um ein bisschen (!) Schaum, um das Loch abzudichten. Wenn du es gut dosierst und nur mittig eine kleine Wurst sprühst, kommt nichtmal an den Raumseiten groß etwas heraus. Es sollte natürlich schon so viel sein, dass es danach keine Lücken mehr gibt.
 
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