Sommer Sparfunktion

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eli

eli

Moderator
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Tja, mich wundert es ehrlich gesagt immer wieder. Es gibt die MRL, die VDE, Produktsicherheitsgesetz usw und trotzdem fallen immer wieder ganze sparten raus bzw die Hersteller machen es einfach

Hier ist normal klar geregelt das alles was zum sicheren Betrieb, Wartung u Instandhaltung, Inbetriebnahme u Montage ggf dabei sein muss an Unterlagen in jeweiliger Landessprache bzw verständlich mit z.B Bildern
Ansonsten ist es u.u nicht verkaufsfähig


Das der normale Handwerker hier langsam zum Handlanger wird bei all der Technik lässt sich kaum vermeiden in vielen Betrieben wenn sie sich nicht nur auf 1Hersteller reduzieren.

Ich liebe es immer wieder wenn mal eine alte Maschine ausfällt, da darf man noch selbst Handwerker sein
 

swara

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@Elektrofuzzi
Ich denke, das Problem liegt nicht, oder nur teilweise beim Monteur. Er weiß es einfach nicht besser. Die Steuerungen sind komplex und können unheimlich viel, nur wenig davon wird im Einfamilienhaus gebraucht. Der Rest ist Ballast.
leider passt das selten zur Rechnung. Dort wird natürlich die volle Qualifikation bezahlt.
 

nurandy

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Das wurde nicht falsch verstanden. Dem Handwerker wird der Auftrag erteilt eine neue Anlage zu installieren. Im Idealfall hat sich der Kunde informiert welche Art Anlage er will oder was möglich ist. Daraus wird ein Konzept erarbeitet, ein Angebot erstellt und dieses wird bestätigt.
Daraufhin erfolgt die Montage. Der Firma obliegt es im Anschluss die Anlage voll betriebsbereit zu hinterlassen, eine Einweisung über die Funktionen und eventuelle Sicherheitseinrichtungen zu vollziehen und dann eine Rechnung zu stellen
Das bedeutet, dass eine von uns installierte Heizungsanlage dazu fähig sein muss alle Betriebssituationen die im Haus entstehen können zu bewältigen. Es ist nicht unsere Aufgabe dem Kunden alles genauso einzustellen wie er das braucht und das ist auch kaum möglich, denn das wird erst beim Betrieb der Anlage klar.
Und hier kommt die Eigenverantwortung ins Spiel mit der man zB Heizzeiten, Temperaturanforderungen und eventuelle Energiesparmassnahmen so an seine Bedürfnisse anpasst wie es notwendig ist.
Deswegen gibt es eine Montageanleitung für den Monteur und eine Bedienungsanleitung für den Kunden mit der er sich beschäftigen muss.
Selbstverständlich kann, zumindest in meiner Firma, nachgefragt werden wenn etwas partout nicht klappen will und selbstverständlich steht man hier mit Rat und Tat dem Kunden zur Seite. Trotzdem entbindet das den Kunden nicht davon sich mit der neuen und teuren Anlage auch zu beschäftigen.
Wer ein neues Auto kauft kann auch nicht jedesmal zum Händler fahren damit der ihm die Klimaanlage einstellt.
 
Maggy

Maggy

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So schließe ich unsere Heizung ab heute in mein Nachtgebet ein, dass diese mich überlebt.

Sollte es nicht so sein werde ich mich an dieses Gespräch hier erinnern, so hoffe ich.

Wobei es sich schon etwas anders anhört, als im ersten Beitrag @nurandy
 

nurandy

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Es geht auch nicht darum herauszustellen, dass jeder Handwerker von einer gewissen Informationspflicht zu entbinden ist, genausowenig wie jeder Kunde ohne jegliches Interesse an die Sache herangeht um dann den Handwerker zu diskreditieren wenn etwas nicht so läuft wie man will.
Die Wahrheit liegt wohl wieder in der Mitte.
Ich treffe in der Tat an die hundert Hausbesitzer im Jahr und meistens liegt es nicht daran, dass die Anlagen zu kompliziert sind sondern einfach daran, dass sich die Leute damit nicht beschäftigen wollen.
Das neue Auto oder der neue Riesenfernseher sind natürlich interessanter und damit beschäftigt man sich gerne. Da werden Anleitungen gelesen, gegoogelt und Erfahrungen ausgetauscht bis man das tolle neue Ding versteht und das beste rausholt.
Heinzungsanlagen sind eine Notwendigkeit und da hat kaum jemand Lust drauf. Und wenn dann etwas nicht geht will man gar nicht ergründen warum. Wie gesagt sind das keine dogmatischen Phrasen, ich erlebe das andauernd.
Von daher muss man die Montage und die Bedienung trennen. Es ist komplizierter geworden als es früher war, auf jeden Fall, aber es ist auch keine Raketentechnik. Ein Mindestmass an Interesse und Verständniss sind unumgänglich. Ausserdem muss man nicht alle Einstellungen sofort erledigen, man liest die Anleitung und versteht nach und nach worum es geht.
Sollte man mit bestimmten Dingen nicht klarkommen kann man nachfragen das ist logischerweise kein Problem.
Ich persönlich versuche nach dem Motto zu arbeiten, bis jetzt ist noch kein Haus kalt geblieben. Und bisher hat das funktioniert auch wenn es schon mal quälend sein konnte.
 
Spaxoderwas

Spaxoderwas

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Moin,
zunächst mal vielen Dank für die Diskussion.
Mir ging es um zwei Dinge:
ein älterer Kunde bekommt ein Produkt, was tadellos eingebaut wird, er aber mangels Einweisung nicht bedienen kann.
Zweitens:
die Hersteller verbauen Universalsteuerungen, geeignet für diverse Anwendungen. Diese Steuerungen können sehr viel, gaukeln aber eine Präzision vor, die kaum jemand braucht und die in Wirklichkeit aufgrund der Unterschiedlichkeit der Heizungsanlagen auch gar nicht da ist, respektive ein normaler Anwender kaum in der Lage ist, sie herzustellen.
Ich bleibe dabei, wird jemanden im Dezember bei minus fünf Grad Außentemperatur im Raumbediengerät der Begriff „ Sommersparfunktion“ angezeigt, darf er sich darüber zumindest wundern.
@nurandy @Rallo
Einspruch, dem ist sehr wohl etwas hinzuzufügen, ihr vertretet sehr kompetent die Sicht der Errichter dieser Anlagen, das geht mir in meinem Bereich genauso.
Ich habe sehr viele ältere Kunden, viele benutzen kein Internet und kein Smartphone, die wollen einfach eine warme Wohnung und warmes Wasser. Dafür haben sie die Heizung gekauft und bezahlt.
Und am Ende sollte der Kunde zufrieden sein, auch wenn es nicht immer einfach ist. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Sich mit der Bedienung eines Autos oder eines Fernsehers vertraut zu machen, ist m.E. schon etwas anderes, benutzt man schließlich täglich, die Einstellung einer Heizung wird idR. einmal gemacht und wenn man da im nächsten Winter mal was verändern möchte, als Jemand, der nicht täglich damit umgeht, muss man sich das wieder herleiten. Und dann ist eine einfache Bedienung besser, als eine komplizierte.
Nochmal, ich betreibe ausdrücklich keine Handwerker oder Produktschelte, allerdings mache ich unter anderem technischen Support in einer großen Seniorenwohnanlage. Und ich sehe beinahe täglich, mit welchen Schwierigkeiten die älteren Herrschaften zu kämpfen haben, über die wir so hinweggehen und die unseren Kindern maximal ein Lächeln abfordern.
Der ältere Herr aus meinem Eingangs Threat ist übrigens relativ fit mit seinem Tablet und macht sogar Homebanking.
Trotzdem vielen Dank für die Anregungen.
P.S. die Vorgehensweise, Monteur baut die Heizung ein, Kundendienstmonteur macht die Einweisung, war der Firma in der Form nicht bekannt, Zitat „das macht der Monteur alles mit“
 
Rallo

Rallo

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Nachdem wir eine neue Heizungsanlage installiert haben, machen wir die Grundeinrichtung mit dem Kunden zusammen. Dabei wird natürlich erklärt, wie man was einstellt. Sollte der Kunde anschließens "Feintuning" vornehmen wollen, soll er dazu in der Lage sein, zumindest mit Zurhilfenahme der für ihn bestimmten Unterlagen. Klappt das nicht, geben wir selbstverständlich Nachhilfe, entweder telefonisch, oder, wenn das nicht hinhaut, auch persönlich vor Ort.
Aber es ist, wie Andy schrieb: Die wenigsten Betreiber interessieren sich dafür. Die Heizung muß alles das machen, was sie sich vorstellen, und zwar ohne eigenes Eingreifen. Tut sie das nicht, hat wohl der Installateur irgendwas nicht richtig eingerichtet...
Kleines Beispiel:
Mieterin (Mitte / Ende 40) bekommt neue Gas - Kombitherme, die Alte hatte kein Raumthermostat, die Neue hat einen Funk - Raumthermostat. Raumthermostat der Kundin erklärt und alle Einstellungen vorgenommen. Kundin bestätigte, alles verstanden zu haben. Dann habe ich die Werkseinstellungen zurückgeholt, und die Kundin durfte ihre Einstellungen in meinem Dabeisein selbst vornehmen, hat sie auch mit Bravour geschafft. Nach einem Jahr war ich zur Wartung der Therme bei ihr und wollte anschließend die Einstellungen des Raumthermostats überprüfen (Andy kennt das - manche RT´s "vergessen Uhrzeit und Datum, wenn das Heizgerät eine zeitlang ausgeschaltet war). Nun mußte die Mieterin auf die Suche gehen und fand den Raumthermostaten schließlich im Flurschrank.
Auf meine Frage nach dem Warum bekam ich zu hören, dass sie dieses Schei.ding nicht benutzt, denn seit sie es hat, wäre ihr Gasverbrauch fast doppelt so hoch wie vorher. Die Kontrolle der Einstellungen ergab: falsches Datum, falsche Uhrzeit, falsche Wunschtemperaturen, falsche Heizzeiten. Da sie mir nicht glaubte, dass der höhere Verbrauch mit diesen falschen Einstellungen zu tun hat, habe ich das Teil deaktiviert und die Batterien entfernt, sie regelt jetzt nur noch über die Vorlauftemperatur an der Therme. Spätere Anfragen nach dem Verbrauch bleiben übrigens unbeantwortet😁
Tja, wenn sich die Leute dermassen gegen moderne Technik wehren, kann ich auch nicht helfen.
 
Spaxoderwas

Spaxoderwas

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Neuigkeiten. Es gab einen Besuch eines Servicetechnikers der Errichterfirma. Sehr kompetent und bemüht. Allerdings hatte auch er große Schwierigkeiten mit dem Raumbediengerät, was ihn letztlich veranlasste, bei Viessmann anzurufen.
Es stellte sich heraus, das die Steuerung aus dieser Serie einen Softwarefehler aufweist. Das Raumbediengerät kann mit einem externen Sensor ausgerüstet werden. Muss aber nicht. Allerdings sucht dann diese Steuerungen nach dem Sensor. Ein Update ist erforderlich. Es wurde ein Ticket erstellt und der Werkskundendienst wird das Problem bearbeiten. Schaun wir mal.
 
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