Solarthermie, lohnt sich oder nicht?

Diskutiere Solarthermie, lohnt sich oder nicht? im Heizung und Klima Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo Leute, Wir spielen mit folgendem Gedanken: Pelletkessel+ Solarthermie+ Pufferspeicher zur Heizungsunterstützung 1000l mit...

Uli 123

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Hallo Leute,

Wir spielen mit folgendem Gedanken:
Pelletkessel+ Solarthermie+ Pufferspeicher zur Heizungsunterstützung 1000l mit Brauchwassererwärmung

Die Förderung liegt bei 30%, ich rechne da erst nach 15 Jahren mit einer Amortisation. Würdet Ihr eher auf Gas gehen, mit oder ohne Solarthermie? Hörte auch, dass Gasthermen heutzutage nach 15 Jahren hin sind, ist das so?

Das Haus hat da. 190m2 NWFL, Klinkermauerwerk und hatte bei den Vorbesitzern einen Jahresgasverbrauch von 15500kwh, ohne Brauchwasser und würde wahrscheinlich nur teilweise geheizt.

Bitte teilt mal Eure Erfahrungen.
 

Future

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Hörte auch, dass Gasthermen heutzutage nach 15 Jahren hin sind, ist das so?

Etagenheizungemn, also die kleineren Modelle hab ich kürzlich einige aussortiert, die knapp 20 Jahre alt waren udn so langsam nicht reparable Macken bekamen. Aber bei einer "großen" Brennwertheizung würde ich schon mit merklich über 20 Jahren rechnen.

Solarthermie lohnt sich dann, wenn man das warme Wasser auch im Sommer brauchen kann. Klar, warm duschen macht man auch im Sommer und WaMa und SpülMa kann man evtl. auch ans Warmwasser anschliessen, aber das war es dann eigentlich schon

Ich hab eine eher kleine Solarthermieanlage von rund 4m² auf dem Dach und die heizt im Sommer den 1000l-Kessel so schnell auf, dass ich das warme Wasser garnicht verbrauchen kann. Hab den Pool dran angeschlossen, aber auch der ist nach 2-3 Tagen so warm, dass man nicht mehr nachheizen will. Heisst aus meiner Sicht - die finanzielle Ersparnix ist nicht wirklich üppig, aber es gibt ein gutes Öko-Gefühl ...
 
pinne

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Lohnen ? Ja wenn da permanent mindestens 8- 10 Personen leben und wirtschaften , mit Waschmaschinen , Duschen , permanete Raumtemperatur um 24°.
Beziehungsweise man teilt Vorteile und Nöte mit den Nachbarn , dann rentiert sich das . Exakte berechnungen macht der neutrale Profi - nicht der das Ding verkaufen und montieren will
 

Uli 123

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Würde man an einem Pelletkessel zwangsläufig einen Pufferspeicher für die Heizung verwenden, oder geht man dann auf 300l nur für Brauchwasser?
 
Spaxoderwas

Spaxoderwas

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@pinne : man könnte im Sommer die Nachbarin zum Duschen einladen, ich meine, genug warmes Wasser wäre da..........

mich würde mal interessieren, wo der Vorteil einer Pelletheizung zu finden ist, man macht sich doch wieder abhängig von einzelnen Lieferanten.
Gruß
 

Uli 123

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Die Abhängigkeit ist nicht anders als bei Gas, man kann sich einen Lieferanten aussuchen. Es gibt einerseits den Punkt CO2 neutral, bis auf die Lieferung, was in Zukunft unter Umständen auch besteuert wird, außerdem ist man nicht abhängig von der internationalen Preisentwicklung Öl/ Gas, was sicherlich in naher Zukunft eine große Rolle spielen wird- die Preise sind gerade im Keller, die amerikanische Fracking Wirtschaft geht gerade den Bach runter, genauso Offshoreförderung und Arktisgeschichten, weil zu teuer. In 1,2,3 Jahren kommt der Preishammer. Da sind Pellets, weil eher regional und derzeit auch um 5ct/kwh eine gute Alternative. Ich muss langfristig billig Heizen, weil groß und Altbau, das sehe ich bei Öl und Gas nicht.
 

Uli 123

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Außerdem hab ich Platz, ich kann locker 6-7t Pellets einlagern und dann kaufen, wenns am billigsten ist.
 

bendo

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...Wir spielen mit folgendem Gedanken:
Pelletkessel+ Solarthermie+ Pufferspeicher zur Heizungsunterstützung 1000l mit Brauchwassererwärmung [...] Würdet Ihr eher auf Gas gehen, mit oder ohne Solarthermie?...

Hallo,
das sind für mich zu trennende Fragestellungen. In einem ersten Schritt würde ich klären ob die Zentralheizung eine Gasheizung (z.B. Gas-Hybrid) oder Pelletheizung werden soll. Die Vor- und Nachteile, Kosten etc. werden im Netz rauf und runter diskutiert (oft ohne eindeutiges Ergebnis :p) oder auch hier bereits...

An zweiter Stelle würde ich klären ob zusätzlich die Einbindung einer STA gewollt ist.
Meine Erfahrung ist (7m² Flachkollektoren): Finanzielle Amortisation, eher nein: Neben der Anschaffung kommen auch Betriebskosten, Kosten zu Wartung und (bei mir) v.a. Kosten zur Störungsbeseitung hinzu. Aber mit einer STA hat man auch ein tolles Spielzeug installiert, anhand dessen man hydraulische Verfahrenstechnik und ggf. Phasenübergänge in einem Wasserkreislauf praxisnah erleben kann ;) Ganz nebenbei: Die neue Gastherme ist erst dann Förderfähig (30%), wenn erneuerbare Energien (z.B. STA) mitgenutzt werden! Siehe hier: https://www.bafa.de/DE/Energie/Heiz...blick/foerderprogramm_im_ueberblick_node.html und hier: https://www.bafa.de/SharedDocs/Down...ebersicht_2020.pdf?__blob=publicationFile&v=4

Eine Pelletheizung würde perse mit 35% gefördert...

Gruß, bendo
 

swara

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außerdem ist man nicht abhängig von der internationalen Preisentwicklung Öl/ Gas,
naja, auch Pellets müssen nicht zwangsläufig zu Gestehungskosten verkauft werden, sondern die Preise können sich dem Rest des Marktes anpassen.
 

Uli 123

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Natürlich darf da auch verdient werden, aber halt ohne Ölpreisbindung, die ich noch verstanden habe, führt sie doch gefühlt dazu, dass die Preise eher nach oben, als nach unten korrigiert werden
 

xeno

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Meine persönliche Meinung:
ST lohnt sich so gut wie nie und man zahlt langfristig eher drauf.
Das Risiko, dass die Kosten für Pellets steigen, schätze ich viel größer ein, als bei Gas und man macht sich dann eben von diesem speziellen "Nischen"produkt abhängig.
An eine gute Ökobilanz von Pellets glaube ich nicht wirklich.

Ich würde immer auf Gas gehen, wenn das verfügbar ist und es um Preis/Leistung/Wartungskosten/Lebensdauer/Komfort/Langzeiterfahrung geht. An irgendwelchen sinnlosen Förderungen würde ich mich auf keinen Fall orientieren bei meiner Wahl.

Wenn du eine Alternative suchst und Platz hast, würde ich eher auf eine richtige Holz-Zentralheizung gehen, also bei der man Scheite verbrennen kann. Da gibt es ganz coole (moderne) Modelle.
 
Spaxoderwas

Spaxoderwas

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Hallo,
was ich noch mal interessant fände, allerdings nur bei Neubauten, wäre eine große PV Anlage, so 10 kW Peak, mit guter Süd/Südwest Ausrichtung und einer energycloud, wie sie von einigen EVU angeboten wird. Das dann kombinieren mit ner Wärmepumpe. Sowas müsste man mal rechnen. Aber wie gesagt, wird nur im Neubau funktionieren.
Gruß
 

xeno

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Ich kannte das nicht und habe mich jetzt etwas eingelesen. Aber verstehen tu ich es immer noch nicht. Wo ist der Haken an der Sache für die Kunden? Abgesehen von dem ganzen steuerlichen Alptraum...

Technisch ist das ja gar nicht so möglich, wie es "verkauft" wird. Also das ist ja einfach nur eine Überschusseinspeisung und der bezogene Strom wird etwas günstiger an die Kunden verkauft. Also alles wieder nur auf dem Papier schöngerechnet. Aber was haben die Firmen davon?
Das Problem an der "Cloud" ist ja schonmal grundsätzlich, dass alle Kunden zur gleichen Zeit zu viel Strom produzieren und auch zur gleichen Zeit zu wenig. Und dass der Strom eben nirgendwo wirklich gespeichert wird, außer bei den Kunden im eigenen Speicher.

Sehr merkwürdiges System... o_O
 
Sulzknie

Sulzknie

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Diese Guthaben mit der Cloud wird unterschiedlich gehandhabt.
Bei der EWE gibt es am Jahresende keine Vergütung wenn die Cloud nicht aufgebraucht wird.
Im Gegensatz zu C und S Energiesysteme, hier verfällt das Guthaben nicht.
Für den „ Verein“ rüste ich die Zähleranlagen zwecks PV Einspeisung auf oder um.(Aber nur in einem kleinen nördlichen Teil rund um Oldenburg)
Daher ist dann immer ein Speicher mit im Vertrag.
 
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Uli 123

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Ich setze da jetzt auf eine einfache Plug-in Lösung, 740Wp, nur für den Eigenverbrauch
 

Uli 123

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Wenn du eine Alternative suchst und Platz hast, würde ich eher auf eine richtige Holz-Zentralheizung gehen, also bei der man Scheite verbrennen kann. Da gibt es ganz coole (moderne) Modelle.

Mit Holzheizung meinst Du Scheitholzkessel? Da ist der Brennstoff noch fast 1ct/kwh billiger, aber dafür muss man die Scheite lagern und täglich manuell einfüllen, oder gibt's da was besseres? Jedes Jahr 4t Holz mindestens zweimal anzupacken, klingt nach Fitness
 

xeno

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Sani_1980

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Hallo Leute,
Würdet Ihr eher auf Gas gehen, mit oder ohne Solarthermie? Hörte auch, dass Gasthermen heutzutage nach 15 Jahren hin sind, ist das so?

Aktuell bekommst du bis zu 45% Förderung beim Einsatz von regenativen Heizsystemen. Wenn ich die Entscheidung gehabt hätte, ob Pellets oder Gas, dann ganz klar GAS.

Die Förderung wird nicht so hoch sein (wenn überhaupt vorhanden), aber du sparst die das Lager für die Pellets. Ob sich Pellets oder sonstiges in der Zukunft rechnen, dass ist leider immer eine Momentaufnahme. Mein neuer Fröhling wird sich sicher auch nicht rechnen, aber Gas hatte ich leider nicht zur Auswahl...
 
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