semi-off-topic: Stromrechnung anfechten

Dieses Thema im Forum "Elektroinstallation und Elektrotechnik" wurde erstellt von zwei linke Hände, 07.12.2013.

  1. #1 zwei linke Hände, 07.12.2013
    zwei linke Hände

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    Das geht zwar in Richtung Verbraucherschutz, aber ich frag doch mal.

    Wir haben unsere Jahresabrechnung bekommen und sind fast in Ohnmacht gefallen, die Stadtwerke wollen über 600 Euro Nachzahlung haben. Im Vergleich zum Vorjahr soll der Verbrauch um fast 1900 kWh höher sein.

    Das entbehrt jeder Grundlage. Wir haben keine neuen Verbraucher angeschafft und unser Nutzerverhalten hat sich auch nicht geändert.

    Habt ihr Erfahrung beim Anfechten der Stromrechnung?

    Aus Schaden lernt man, wir haben bisher nie selbst Buch geführt über die Zählerstände, das wird ab morgen Mittag eingeführt.......

    Für mich kommt eigentlich nur ein Messfehler oder techn. Defekt in Betracht. Der Zähler ist vor knapp 2 Jahren erneuert worden, letztes Jahr war eigentlich noch alles im grünen Bereich.

    1900 kWh mehr ist ein Witz, das ist ja fast wie ein zusätzlicher ein-Personen-Haushalt. Im Keller hat sich aber keiner eingenistet :rolleyes:
     
  2. AdMan

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  3. #2 Schnulli, 07.12.2013
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    Hallo,

    Meine Vermutung (aus eigener Erfahrung und ähnlichem Ergebnis wie bei dir):
    Wurde der Vorjahrsverbrauch geschätzt oder abgelesen? Wenn geschätzt wurde lag die Schätzung wohl deutlich daneben, der Fehler summiert sich nun über zwei Jahre zur tatsächlichen Ablesung?

    Gruß
    Thomas
     
  4. #3 zwei linke Hände, 08.12.2013
    zwei linke Hände

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    Interessanter Aspekt.

    Es ist so, die Werte werden wohl so mal erfasst.

    Wir haben hier 2 Erfassungswege: "maschinell/Schätzung" und "Ablesung/Ablesung durch Kunde".

    Wobei bei "maschinell/Schätzung" nicht differenziert wird, was ist nun maschinell, was ist Schätzung. D.h. wie oft wirklich nur geschätzt wird, ist nicht ersichtlich.

    Was heißt eigentlich "maschinelle Ablesung"? Wie kann man einen analogen Stromzähler maschinell ablesen?

    Wie auch immer, der unterstellte Verbrauch von 4900 kWh ist vollkommen unplausibel, das sind über 1000 kWh mehr als sonst. Ohne Änderung der Verbraucher oder der Gewohnheiten.

    Ein gutes hat die Sache aber, das Bewusstsein fürs Energie sparen ist etwas gewachsen, ich werde nicht mehr so viele Geräte im Standby belassen, das ist nur Bequemlichkeit, da werde ich mehr drauf achten.

    Mal sehen, was die Tage die Stadtwerke dazu sagen werden..... Ich werde denn vielleicht den Vorschlag machen, dass ich nur den Durchschnitt der letzten Jahre bezahlen werde.

    Und in Zukunft werde ich jeden Monat in den Keller gehen und die Zählerstände selbst protokollieren.
     
  5. #4 Schnulli, 08.12.2013
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    Geschätzt wird normalerweise, wenn nach einem Jahr der Verbrauch nicht abgelesen wurde oder nicht mitgeteilt wurde. Diese Schätzung liegt aber auch gerne mal daneben. Wurde nun der Zähler installiert aber nach einem Jahr nicht abgelesen so unterstellt der Stromversorger einen gewissen Verbrauch zur Erstellung der Endabrechnung. Und dieser geschätzte Verbrauch wird auch herangezogen für die Abschlagsberechnung für das nächste Jahr. Ruckzuck hast du da nun über den Zeitraum von 2 Jahren einen mitunter ordentlichen Fehler drin, wenn nun mal tatsächlich abgelesen wird. Insofern muß sich dein direkter "Mehrverbrauch" nicht auf das letzte Rechnungsjahr beziehen sondern gleicht die
    Schätzfehler über den gesamten Zeitraum zur letzten tatsächlichen Ablesung aus.
    Zur maschinellen Ablesung: ich denke mal, damit wird die Funkübertragung der Zählerstände gemeint sein. Zumindest habe ich mal gehört, dass es sowas gibt.

    Gruß
    Thomas
     
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