Schutzleiter "nachrüsten"

Diskutiere Schutzleiter "nachrüsten" im Elektroinstallation und Elektrotechnik Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo, Wir ziehen demnächst in ein älteres Haus und machen uns so unsere Gedanken über die vorhandene Elektrik. Es herrscht eine klassische...

  1. Bc84

    Bc84 Neuer Benutzer

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    Hallo,
    Wir ziehen demnächst in ein älteres Haus und machen uns so unsere Gedanken über die vorhandene Elektrik.
    Es herrscht eine klassische Nullung. Steckdosen und Schalter werden ausgetauscht und in sämtlichen Verteilerdosen die Schraubklemmen gecheckt. Nun haben wir die Idee zugetragen bekommen, wir sollten über einen Schutzleiter nachdenken. Mir ist dessen Funktion und Wichtigkeit bewusst, jedoch ist ein Austausch aller Leitungen momentan nicht möglich - jedoch könnte man jede Steckdose mit einem zusätzlich unterputz gelegten Schutzleiter absichern, da zum Glück Küche und Badezimmer tatsächlich über 3 adrige Leitungen verfügen, also wirklich ein gelb grünes Kabel.
    Die Idee ist nun, jede Dose eines Zimmers zu erden, so dass man im Endeffekt all diese Schutzleiter in Küche oder Bad anschließen könnte.

    Mir ist bewusst dass dies nicht nach Norm ist und sonweiter, aber es würde zumindest die Sicherheit erhöhen, oder?
     
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  3. sep

    sep Erfahrener Benutzer

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    Hallo!
    " jedoch könnte man jede Steckdose mit einem zusätzlich unterputz gelegten Schutzleiter absichern"

    Ja wenn dann schon eine Schutzleiter unter Putz gelegt werden soll dann kann man doch gleich einen NYM Kabel verlegen, oder habt ihr vor den Schutzleiter nur mit der Grün/gelben Ummantelung in Putz zu legen was nicht erlaubt wäre oder ist Leerrohr vorhanden das man den Schutzleiter noch einziehen könnte........

    sep
     
  4. Bc84

    Bc84 Neuer Benutzer

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    Hallo,
    Leerrohre sind zum teil vorhanden, zum teil würde halt unterputz gelegt. Das Problem ist auch, dass die alte Verkabelung keinem System folgt, alles neu legen wäre um einiges aufwändiger als nur eine Leistung zu legen. Natürlich wäre eine komplette Sanierung toll, aber das ist leider nicht machbar im Moment. Ich möchte halt gerne die Sicherheit erhöhen im Rahmen dessen was ich vom Eigentümer aus darf. Keine Sorge, es wird schon ein Ummanteltes Kabel gelegt.
     
  5. #4 eli, 10.11.2014
    Zuletzt bearbeitet: 10.11.2014
    eli

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    seh ich auch so
    ein NYM 1G1,5 hat ca 6mm, ein 3G1,5mm² ca 9mm Durchmesser. Dat mach den braten net fett

    Das ganze sollte man sich gut überlegen, ein Verbot für das nach verlegen gibt es jedoch nicht

    Jedoch
    - wird in der VDE 0100-540 gefordert das der Schutzleiter in unmittelbarer nähe zu den Aktiven Leitern verlegt wird
    - wird durch die Änderung der Netzform von TNC auf TNS eine anpassung auf die VDE 0100-410 fällig, sprich generelle FI Pflicht für alle Steckdosen
    - kann es passieren das die Abschaltbedingungen der Sicherungen nicht mehr eingehalten werden können falls doch auf die FI Pflicht verzichtet wird da die Leitungslängen ( L+N vs PE ) ja nicht gleich sein können
    - aus Brandschutz u EMV sicht nicht wirklich was gewinnt

    Sicherlich hat man dann den Gewinn eines Schutzleiters, aber es bleiben auch viele Risiken bestehen den solch unterfangen Sicht nicht ohne Grund selten.
    Wenn man nun einen der Schutzleiter mal anbohrt merkt man es net. Ist er in einer Leitung zusammen mit N und L rummst es i.d.r denn die meisten treffen immer gut ;)
    Auch wenn mal an den Klemmen gearbeitet wird, warum auch immer wird hier ein fehlender Schutzleiter selten bemerkt weil keiner danach alle Räume durchläuft da man davon ausgehen wird das man im richtigen Raum ist

    Den Wunsch kann man verstehen, aber ich kann wie sep auch nur zu einem anderen Weg raten.

    ansonsten verweise ich gern noch auf den §13 der NAV ( siehe meine SIG ) und enwg §49

    Mfg
     
  6. sep

    sep Erfahrener Benutzer

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    Sobald ihr etwas an eure Anlage verändert verliert ihr den Bestandschutz soll heißen es muss alles auf den jetzigen VDE Standard gemacht werden, z.B.
    „Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen“ (RCD) warte mal ab wenn der eli sich Meldet, der kann dir mehr dazu sagen aber an einem Fachmann wirst Du nicht vorbei kommen, dein Vermieter ist aber in der Pflicht sollte das ganze nicht mehr in Ordnung sein, im Bad ist RCD schon länger Pflicht.

    Nun wie schon gesagt eli
     
  7. #6 Schnulli, 11.11.2014
    Zuletzt bearbeitet: 11.11.2014
    Schnulli

    Schnulli
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    Hallo,

    wie eli auch schon sagte, "Bestandsschutz" steht in keiner Norm und Normen sind kein Gesetz.... (was natürlich Gerichte im Falle eines Schadens anders beurteilen und eine Norm als "Stand der Technik" heranziehen werden ;) Der von eli erwähnte §49 EnWG beschreibt das ganz gut)

    Gruß
    Thomas
     
  8. Lore

    Lore Neuer Benutzer

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    Hallo Bc 84,

    bitte aufpassen bei Nachrüstungen, dass die auch den Vorschriften entsprechen. Da hast bei dem Haus ja sicherlich eine "Gebäudeschutz"-Verischerung und ich weiß aus leidvoller eigener Erfahrung dass die sich bei einem Schaden immer "drehen" (sprich sie versuchen alles nur Erdenkliche um nicht zahlen zu müssen). Wenn Du also die "Erdung" direkt unter Putz verlegst und Gott bewahre einen eventuellen Kabelbrand und damit einen Schaden hast, zahlt die Versicherung bestimmt nicht und Du bleibst auf den Kosten sitzen. Ich würde unbedingt einen Elektriker Deines Vertrauens zu rate ziehen und falls es finanziell jetzt nicht geht das Ganze verschieben aber dann ordentlich machen (in Leerverrohrung neue Leitungen ziehen).

    Ich wünsche gutes Gelingen
    Lore
     
  9. sep

    sep Erfahrener Benutzer

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    Hallo!
    Der Fragesteller schreibt=

    " Ich möchte halt gerne die Sicherheit erhöhen im Rahmen dessen was ich vom Eigentümer aus darf."

    sep
     
  10. Lore

    Lore Neuer Benutzer

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    Hallo sep,

    ist mir schon klar, aber wie gesagt, nur weil es der Eigentümer erlaubt ist die Vesicherung noch lange nicht damit einverstanden.

    Wie sieht es eigentlich im SIcherungskasten aus. Kann man da nicht einen "Gesamtschutz" anbringen? Wir haben das über das Dach gemacht und das ganze Haus ist so geerdet. Wir hatten nämlich beim Einzug in das Haus anfangs sehr viele Blitzschäden, nach der "Erdung" keinen einzigen mehr. Nachteil, die Kosten sind relativ hoch, Vorteil, Du bis wirklich perfekt geschützt.

    Gruß
    Lore
     
  11. #10 eli, 11.11.2014
    Zuletzt bearbeitet: 11.11.2014
    eli

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    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

    Blitzschutz ist eine völlig andere Baustelle und ändert nichts an den "schwächen" eines TNC Netzes welches letztlich dieses Vorhaben verbessern soll

    da z.t noch Bergmann, peschelrohre o.ä. liegen hat man u.u. schon gewonnen wenn sich eine weitere Ader einziehen lässt.
    Allerdings wie schon gesagt zieht dies Notwendigkeiten nach sich.


    Leider ist es ebenso das viele die Elektrik als "Heimwerker" Bereich ansehen obwohl dies gesetzlich untersagt ist, gut das wenigstens dann die meisten vor der Gasleitung endgültig halt machen

    Selbst ich als Elektriker darf lt Gesetz nicht mal im Eigenheim E-Arbeiten machen, da helfen mir auch alle meine Erfahrung u Titel nicht..

    Mal als Denkanstoß ;)

    Mfg
     
  12. Bc84

    Bc84 Neuer Benutzer

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    Hallo, danke für die zahlreichen Antworten. Der Normenaspekt ist mir bewusst ;)
    Preislich kommt es vor allem drauf an wie sehr man in Eigenlleistung geht. Aber ihr habt recht, der Versicherungsaspekt ist hier entscheidend. Wir belassen es also momentan bei einer Überprüfung und Instandsetzung.
     
  13. swara

    swara Erfahrener Benutzer

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    Der Aufwand für dieses Gebastel ist im Prinzip genauso wie für eine ordentliche Neuverlegung. Bei der Neuverlegung hättest Du aber noch erheblich mehr Möglichkeiten, die Sache auf den heute üblichen Komfort zu bringen (genug Steckdosen, wo sinnvoll auch mal eine Wechselschaltung, usw.).
     
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