Schornstein "schwitzt"

Diskutiere Schornstein "schwitzt" im Heizung und Klima Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo zusammen, bräuchte mal wieder gute Ratschläge von Euch:o Hab folgendes Problem: Gastherme an einfachem gemauerten Schornstein...

Eve

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Hallo zusammen, bräuchte mal wieder gute Ratschläge von Euch:eek:
Hab folgendes Problem: Gastherme an einfachem gemauerten Schornstein angeschlossen, kamin führt durch Kaltdachboden raus. letztes Jahr tropfte es plötzlich von der Decke. Bei Kontrolle war der Schornstein auf dem Dachboden naß. Haben ihm eine Schutzabdeckung verpaßt. Daraufhin war der Spuk vorbei. War aber leider Trugschluß!! Jetzt, da es wieder richtig kalt geworden ist, fing diese Schweinerei wieder von vorne an. Die Brühe läuft auf dem Dachboden am Kamin runter, durch die Decke.Offensichtlich fängt der Kamin an zu schwitzen, wenn es auf dem Dachboden richtig kalt wird. Letztes Jahr war nämlich die Außentemp. gestiegen, darum der Spuk vorbei:(
Was kann man dagegen unternehmen? Dicke Rockwool- Isolierung? Was meint Ihr?
Lieben Gruß aus Lauenburg Eve
 
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MacFrog

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Was habt ihr für eine Gasheizung? Brennwerttechnik?? Wenn nicht , schau mal ob bei dem letzten Wartungszettel oder vom Schornsteinfeger steht welche abgastemperatur er hat , kann sein das sie zu niedrig ist , dann kondensiert das ganze und versottet
 
howie67

howie67

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Hat die gastherme kein eigenes abgasrohr was in dem Schornstein nach oben geht?
Ist aber dann was älteres...
Was da noch helfen kann ist den Schornstein oben auf dem Dachboden so dick wie möglich mit Dämmung zu ummanteln.
Da der schornstein dort oben zu kalt ist, kondensiert da natürlich das Wasser aus den abgasen und schlägt sich an der Wand (Schornstein) nieder. Das wäre erst mal was als sofort maßnahme. Wenns wärmer wird wäre darüber nachzudenken den Schornstein zu sanieren mittels passendem innenrohr (Heizungsfuzzi und/ oder Schorni fragen)
 

andy_u

Schon eine Lösung?

Wir haben dasselbe Problem. Allerdings mit einem Holzkaminofen.

Das Holz wurde durch den Schornsteinfeger geprüft. Offensichtlich ist der Kamin oberhalb des Dachboden wirklich zu kalt. Wir hatten das vorher nicht. Der Kamin kann sich durch Dauerfrost Temperaturen von um die -15 bis -20 Grad nicht wieder aufwärmen. In den letzten Wintern gab es nicht solch lange Dauerfrost-Perioden, erst recht nicht in diesem Temperaturbereich. Außerdem ist relativ viel Schnee gefallen, was über den Dach noch zu eine zusätzlichen Dämmung geführt, so dass die Temperaturen auf dem ungedämmten Dachboden nicht so tief gesunken sind.

Unser Kaminkehrer meinte Kamin ersteinmal provisorisch Dämmen und im Sommer dann sanieren und anschließend eine dauerhafte Dämmung und Imprägnierung vornehmen.

Also was habt Ihr bisher unternommen?
 

Eve

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Hallo erstmal:eek:
wir haben uns 120iger Rockwool( Rolle) und Dampfsperrfolie geholt. Erst haben wir Rockwool dicht anliegend um den Schornstein gewickelt und mit Bändern fixiert. Als Abschluß wurde die Dampfsperrfolie auf die Dämmung gelegt und ebenfalls fixiert. Seither ist Ruhe - die ekligen Flecke haben sich nicht weiter ausgebreitet und sind abgetrocknet. Werde wohl den ganzen Putz am Schornstein in meiner Küche nochmal abklopfen und neu hochziehen müssen, diese braunen Verfärbungen sind leider SEHR durchdringend:mad:! Der Schornstein auf dem Dachboden dürfte wohl schon länger schwitzen bei entsprechenden Temperaturen!Der Mörtel in den Fugen ist total bröselig und braun verfärbt. Der gesamte Schornstein im Dachbodenbereich müßte meiner Meinung nach erneuert werden - aber WIE und wann:confused: Im Frühjahr müssen wir erst mal die Hausdämmung fertigstellen, noch ne Terrassentür in der Küche, sowie je ein Fenster im Bad und im Flur einbauen im Tausch gegen Glasbausteine, dann Verputzen und streichen. Der Garten ist auch in einem grauenhaften Zustand:( (Haben das Haus erst seit Jan. 2011)
Aber immer eins nach dem anderen! Gell!!:D
Lieben Gruß Eve
 

andy_u

Das kommt häufiger vor als man denkt

Habe mich gestern nochmal mit dem Kaminkehrer unterhalten. Der meinte diese Schwitzphänomen hatte er in den letzten Wochen während dieser Witterung sehr häufig. Merkwürdigerweise viel öfter in Neubauten als in alten Gemäuern.

Bei uns werden wir den Schornstein im Sommer entfernen.

Wir hatten noch Dämmplatten von der Aussenwandämmung da, die haben wir lose um den Kamin gesetzt und zwei Tage ordentlich gebollert, damit alles trocknet. Danach war Ruhe. Wie gesagt im Sommer wird der Kamin abgeschlagen und der Ofen kommt ins neue Esszimmer, wo wir gleich einen einen neue Edelstahlkaminzug einbauen. Kostet zwar wieder eine Stange Geld, dafür sollte man dann aber Ruhe haben.

Alles Gute bei Euren weiteren Baumaßnahmen.
 

hpb

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Gleiches Problem, Dachdecker will Regenschutz anbringen...?

Hallo,
ich habe Hoffnung, dass es bei mir auch so ähnlich ist wie bei Euch...

Wir hatten nach dem Dauerfrost 2 Tage bis zu 1 Liter im Eimer.... der ganze Schornstein im Dachboden war klitschnass.

Da wir Anfang Dezemebr eine kleine Undichtigkeit im Zinkblech am Schornstein hatten, war die erste Vermutung, dass das nicht korrekt abgedichtet wurde. Also kam der Dachdecker nochmals und prüfte alles. Dann meinte er, das Blech sei in Ordnung, aber der Schornstein ist innen klitschnass (vom Regen...) und das Wasser fliesst nun durch alle Ritzen und da muss eine Regenschutzhaube drauf...

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Regen, der in diese kleine Öffnung fallen kann, einen komplett nassen Schornstein an allen Seiten im Dachboden produzieren kann...

Habe mich dann mit der Heizung und Schornstein befasst. Kommen da evtl. mehrere Dinge zusammen?

1) Der Dachboden ist nicht isoloert und nicht ausgebaut. Schornsteinlänge ungedämmt im DG ca. 3 Meter.

2) dann wurde der Dachboden-Fussboden vor 2 Jahren zusätzlich gedämmt

3) dann der lange Frost ohne viel Schnee = so kalt war es noch nie auf unserem Dachboden

4) vor ca. einem halben Jahr wurde wegen Altersschwäche eine alukaschierte Isolierung am Abgasrohr der Heizung (Heizung bis Schornstein) entfernt. Die Frage beim Heizungsfachmann ob die ab kann, wurde mit "kann ab" beantwortet. Erkenntnis: Da aber unsere Heizung an einem leichtoffenen Kellerfenster steht und immer kalte Luft runterströmt, wurde wohl das Abgasrohr jetzt immer schön (aus)gekühlt. Ich glaube, dass bei einer Abgastemperatur von 120-150 Grad das nun immer max. handwarme Rohr für eine erhebliche "Vorabkühlung" des Abgases gesorgt hat und nun das feuchte Abgas den Weg über EG und kaltem Dachgeschoss nicht mehr geschafft hat und dass alles im Schornstein kondensiert ist.

Ergebnis ein total vollgesogener Schornstein ?
Könnte das so sein?

Dem Dachdecker habe ich dies als Vermutung so geschildert, der meint alles quatsch, man sieht, wie nass das innen vom Regen ist... und will weiter eine Abdeckung als Lösung aufsetzen. Bin jetzt sehr verunsichert, hat ja vorige Woche nicht dolle geschüttet, eher leicht geregnet. Letzte Nacht hat es auch leicht geregnet, aber es sieht alles schon trockener oben aus.

Vorgestern habe ich die Isolierung am Abgasrohr perfekt erneuert. Das ist jetzt alles sehr schön warm und der Schornstein qualmt auch wieder (Wasserdampf kommt oben an) was er vorher nicht mehr tat..... :rolleyes:

spannend... danke für eine Antwort.
Gruss Hans
 

Eve

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Hallo Hans:eek:
sorry daß Antwort jetzt erst kommt:(
bei uns treffen die selben Gegebenheiten zu.
1. Dach nicht gedämmt, nur Teerpappe und darauf die Dachschindeln
2. Kamin steht frei im nicht ausgebauten Dachboden und ist etwa 2-2,20m hoch
3. auch wir haben Mitte vergangenen Jahres den Dach-Fußboden gedämmt und neue Bohlen verlegt, damit er begehbar ist
4. auch hier war es auf dem Dachboden wohl noch nie sooo kalt
als es bei uns "durchgesuppt" hat in der Küche, war unser erster Gedanke auch die fehlende Kaminhaube.
Haben uns 4lange Gewindestangen, die passenden Muttern und ein entsprechend großes verzinktes Blech besorgt. aus dem Blech haben wir eine Haube gemacht. In den Ecken wurden Löcher für die Gewindestangen gebohrt. Die Haube hat noch einen grauen Schutzanstrich bekommen. Oben auf dem Kamin war ein rundumlaufendes Abdeckblech angebracht und seitlich mit Schrauben fixiert. Das haben wir abgenommen, in den Ecken Löcher für die Gewindestangen gebohrt, die "Schutzhaube" darauf befestigt mit den Muttern und die gesamte "Haube " wieder aud dem Schornstein fixiert. Es hörte auf zu "suppen", aber NUR weil das Wetter wärmer wurde!! Das Ganze ging nämlich wieder los, als diese S..kälte kam. Das Wasser lief nur so am Kamin auf dem Dachboden runter. ES HAT NIX MIT KAMINABDECKUNG zu tun!! Es ist Schwitzwasser, was da runter läuft, weil innen die warme Abluft hochsteigt, der Kamin außen aber sehr kalt ist, kondensiert die Abluft.
Seit wir dem Kamin ein warmes Rockwool-Mäntelchen angepaßt haben, ist jetzt wirklich nix mehr runtergelaufen, die eklig-braunen Flecke sind ausgetrocknet und haben sich auch nicht mehr ausgebreitet.
Würde jetzt einfach mal ganz frech behaupten, daß Dein Dachdecker mal eben ne´schnelle Mark machen will :rolleyes:
Das Geld würde ich an Deiner Stelle für was Schönes:cool: oder Leckeres:p ausgeben!!
In diesem Sinne noch einen schönen Abend!
Liebe Grüße Eve
 

hpb

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Hallo,
vielen Dank !!

Ich gehe davon aus, dass es bei mir 2 Dinge sind...

1) das Schwitzproblem exakt wie bei euch
2) ein Defekt innen Fugen

Das Schwitzproblem hat sich gegeben. Aber bei Regen tropfte es - sonst nicht (mehr).
Es waren 2 Firmen da mit insgesamt 4 Besuchen.... Keine Undichtigkeit an Blechen, Ziegeln etc.

Ergo kommt jetzt eine Haube drauf, die ich günstig bekommen habe und dann wird das beobachtet. Hoffe, es hilft.
Das Schwitzen ist nur kurz gewesen und wenn wieder extrem wird, mach ich noch die Dämmung.

Gruss
Hans
 
howie67

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hallo Hans!
Warum willst Du denn den Schornstein oben auf dem Boden nicht dämmen?
Glaub mir, danach wird er trocknen, die Haube hält nur den regen ab und nicht das schwitzwasser.
 

jassum

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Edelstahlkamin einziehen

Also ich bin ein wenig vom Fach. Das Problem mit dem Schwitzen lässt sich am einfachsten mit dem Einzug eines Edelstahl-Kamins
beheben. Wenn der Kamin ohne Versatz ist kann man das auch ohne Probleme selber machen.Es ist die auf Dauer beste Lösung.
(Und auch günstiger als den kompletten Dachstuhl zu dämmen)
 
howie67

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Also ich bin ein wenig vom Fach. Das Problem mit dem Schwitzen lässt sich am einfachsten mit dem Einzug eines Edelstahl-Kamins
beheben. Wenn der Kamin ohne Versatz ist kann man das auch ohne Probleme selber machen.Es ist die auf Dauer beste Lösung.
(Und auch günstiger als den kompletten Dachstuhl zu dämmen)

Wer spricht den hier von kompletten Dachstuhl dämmen? Um das schwitzen des Schornsteins zu verhindern reicht es diesen auf dem ungeheizten Dachboden zu dämmen.
Das wird aber um einiges Günstiger als den Schornstein mittels Edelstahl zu sanieren.
1m² Dämmung kostet 5-8€, etwas Folie dazu und Klebeband... Ich glaube da bekommt er für den komplettpreis (100€?)
gerade mal 1m des Edelstahlkamins...:mad:
 

jassum

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Mag sein, dass wenn du nur den Kamin im Dachgeschoss dämmst, es günstiger ist. Die Versottung findet unter Umständen dann am Kaminkopf statt,
und pflanzt sich nach unten fort. Je nach Abgastemperatur langt evtl. ein isolieren des Kamins. Problem ist aber, du siehst die Versottung nicht mehr
wenn er isoliert ist. Ein Paket für Einfamilienhaus in Edelstahl bekommst du schon für 450 € mit Anschluss, Türchen usw.
 
howie67

howie67

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Gastherme an einfachem gemauerten Schornstein angeschlossen
Was mich gerade wundert, eine Gastherme (Heizung oder WW oder beides?), und die ist ohne ein Rohr am Schornstein angeschlossen wurden?
 
Speisschipp

Speisschipp

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Ich muß Jassum recht geben. Der Kamin ist versottet. Fängt immer oben( kältester Punkt) an und geht nach unten weiter. Da hilft auf Dauer nur ne Kaminsanierung (Querschnitt verringern). Sonst wird das Problem immer wieder auftauchen. Und alle paar Jahre Putz abhauen ist bestimmt auch nicht lecker
 
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Schornstein "schwitzt"

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