Schalldämmung von Boden und Decke in einer 80er Jahre Wohnung

Diskutiere Schalldämmung von Boden und Decke in einer 80er Jahre Wohnung im Isolierung und Dämmung Forum im Bereich Der Innenausbau; Moin zusammen, ich habe eine voll verklinkerte Wohnung aus dem jahre 1984 gekauft. Zur Zeit wohne ich noch in einer kernsanierten Wohnung aus dem...

  1. #1 Kristek, 07.11.2018
    Kristek

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    Moin zusammen,

    ich habe eine voll verklinkerte Wohnung aus dem jahre 1984 gekauft.
    Zur Zeit wohne ich noch in einer kernsanierten Wohnung aus dem Jahre 1958, 1. Geschoss und ständig könnte ich mich über meine Nachbar aufregen.
    Da von unten die Kinder sehr viel Lärm machen und manchmal auch von oben (vor allem nachts) Krach kommt, überlege ich, ob es auch in jüngeren Wohnungen wie meiner zu solchen Geräuschproblemen kommen kann. Hätte da jemand Erfahrungswerte?
    Die jüngere Wohnung wird hoffentlich im Januar geräumt, sodass sie komplett saniert werden kann (inkl. Dämmung).
    In meiner aktuellen Wohnung ist es teilweise so laut, dass ich mehrmals bei den Nachbarn vorstellig war und das auch nachts (zum Glück bin ich bald weg).
    Ich weiß wohl, dass man Decken abhängen kann. Jedoch will ich in meiner neuen Wohnung nicht zu viel Raumhöhe verschenken.
    Habt ihr vielleicht probate Ideen, wie man Decken und Böden so dämmen kann, sodass man nicht zu viel Raumhöhe verliert?
     
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  3. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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    Die Dämmung ist am besten ,da wo der Lärm entsteht ! In derartigen verkauften Wohnblock - ETW , sind es in der Regel die Wände die den Schall durchs Haus tragen . Kontrollieren sie mal den Estrichaufbau ! Zur Trittschallreduzierung müßte eine Decke an die Wände montiert werden .
    Eigentümer ,Mieter und Nutzer im Forum , derartiger Wohnräume werden ihnen weitere Ideen geben !?
     
  4. #3 Kristek, 08.11.2018
    Kristek

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    In meiner aktuellen Wohnung hatte ich schon immer das Gefühl, dass der Schall über die Wände abgegeben wird.
    Wenn die Kids am Springen sind, dann ist es unerträglich.
    Ich hoffe, in der neuen Wohnung wird das besser.
    Gibt es Hinweise, bei denen ich erkennen kann, dass die Geräusche der Nachbarn eher kaum zu hören sind?
     
  5. #4 Selbst-ist-der-Mann, 07.12.2018
    Selbst-ist-der-Mann

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    Das kann man im Vorraus nicht erkennen. Die Schallausbreitung liegt zum einen an dem eingesetzten Baustoffen, aber auch von der Bauausführung. So kann man mit einem Trittschallschutz in den über der betreffenden Wohnung liegenden Wohnung der Schall um einige Prozente verringern. Der meist Schall wird aber nicht direkt über die Wände oder Decken und Böden übertragen, sondern über Rohrleitungen, Rohrschächte und Kaminschächte. Besonders wenn in dem Gebäude Etagenwohnungen mit Gasthermen mit offenen Brennräumen eingebaut sind, kann man besonders im Bad den Gesprächen der Nachbarn ohne große Anstrengungen folgen. Auch werden die Abflußleitungen unterschätzt, die erst seit diesem Jahrhundert mit Schallschutz versehen werden müssen. Viele Geräusche werden auch durch Heizanlagen verursacht und im gesamten Gebäude verbreitet, wenn eine Zentralheizung verbaut wurde. Eine ebenso "erfreuliche" Geräuschquelle ist der Spülkasten und der dazu gehörigen Keramik. Wenn diese direkt an Wände und Böden geschraubt wurden, ohne eine schallschluckende Unterlage, dann wird dem gesamten Haus mitgeteilt, wann und wie oft man diese Einrichtung verwendet. Badewannen übertragen den Schall fast perfekt auf die Wände, wenn sie eingemauert sind, oder anderweitig festen Kontakt mit der Wand hat. Eine vernünftige Bauausführung mit Silicon und dem Einsatz von Styroporträgern für die Wanne schont die Nerven der Nachbarn ungemein.
    Das sind nur die wichtigsten Quellen für eine Geräuschbelästigung in einem Mehrfamilienhaus. Du kannst davon ausgehen, daß Du kaum ein Haus findest, in dem alle Geräuschdämmenden Maßnahmen ordentlich ausgeführt wurden. Dazu sind die Möglichkeiten der Geräuschentwicklung und -übertragund zu mannigfaltig. Es bleibt Dir also nichts weiter übrig Dich mit Geräuschen der Nachbarn abzufinden, denn mit Deinen Geräuschen müssen Deine Nachbarn auch auskommen und sie ertragen.
    Die einzige Möglichkeit den Geräuschen und der damit einhergehenden Belästigungen kannst Du nur entgehen, wenn Du Dir ein Eigenheim zulegst. Aber auch da wirst Du sehen, daß Geräusche von den Mitmenschen, die mit Dir leben, Dich erreichen.
    Noch was zu Kindern und Nachbarn. Waren wir nicht alle einmal Kinder und haben unseren Bewegungsdrang ausleben wollen und müssen? Sind wir nicht alle Nachbarn von Jemandem und belasten diesen mit unseren Geräuschen und Gerüchen?
    Wir sollten uns doch allen bewußt werden, daß wir alle nicht ohne Geräusche zu verursachen leben können. Ein wenig mehr Toleranz und gegenseitige Rücksicht wäre allen Bewohnern von Mehrfamilienhäusern angeraten.
     
  6. #5 Kristek, 19.05.2019
    Kristek

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    Danke für die ausführlichen Infos!
    Ich werde zum Glück diese Wohnung bald verlassen können und hoffe, dass es in der neuen Wohnung ruhiger sein wird. So ganz werde ich das Haus aber nie verstehen können. Letzten morgen wollte ich bis neun Uhr durchschlafen und wurde wieder durch die Nachbarn geweckt. Es waren ganz simple Laufgeräusche, die dann dröhnten und von der Decke aufgenommen wurde. Selbst mit Ohropax konnnte ich sie noch hören. Ich vermute, dass durch Isolierung außen die Geräusche und der Schall nicht mehr entweichen können.
    Zuvor lebte ich in einer Wohnung von 1948 im 3. OG. Über uns keiner. Selbst dort hatte man mehr Ruhe und diese Wohnung war auch sehr hellhörig.
     
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