Sanierung & Fußbodenaufbau Holzbalkendecke

Diskutiere Sanierung & Fußbodenaufbau Holzbalkendecke im Bodenbeläge Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo zusammen, kurz zur Ausgangssituation. Geplant ist die Sanierung des kompletten 1. OG (ca. 110m²) einer alten Stadtvilla, Baujahr 1902....

  1. pika

    pika Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    kurz zur Ausgangssituation. Geplant ist die Sanierung des kompletten 1. OG (ca. 110m²) einer alten Stadtvilla, Baujahr 1902.
    "Problem" bei dem Haus ist, dass tragende Wände (auch im EG) bei 3,40m Raumhöhe nur 12cm dick sind und wir somit laut Statiker nur maximal 50kg/m² aufbauen dürfen. Es handelt sich um Holzbalkendecken und das Ziel ist es, einen in der gesamten Etage ebenen Boden inkl. Verlegung einer Fußbodenheizung zu haben. Die Aufbauhöhe spielt keine Rolle, da ist genügend vorhanden. Der Abstand der Balken variiert zwischen 65cm und 75cm, einzelne Abstände auch mal 89cm (1-2 Stück).

    Aktuell sieht der Fußbodenaufbau wie folgt aus (von oben nach unten):
    - Dielung 30mm
    - Balken mit Schüttung (Bauschutt?!?) dazwischen
    - Lattung
    - Deckenputz (im EG dann)
    Hier ein paar Fotos

    upload_2017-9-10_22-0-15.jpeg upload_2017-9-10_22-0-39.jpeg
    upload_2017-9-10_22-19-21.jpeg upload_2017-9-10_22-1-1.jpeg


    Da die Dielung sehr uneben ist und zur Raummitte gut 3cm absackt habe ich folgenden Aufbau geplant:

    - alte Dielung entfernen
    - Deckenbalken durch seitliche Verlattung ausgleichen
    - 30mm OSB4 TOP von Egger verlegen
    - anschließend den vom Heizungshersteller empfohlenen Aufbau aufbauen (beginnend bei Punkt 7) wobei kein Laminat/Parkett sondern Klickvinyl verlegt werden soll.
    upload_2017-9-10_22-8-36.jpeg
    Den Randdämmstreifen würde ich natürlich größer wählen und auch gleich bei den OSB Platten anwenden um die Schwingungen nicht auf die Wande zu übertragen. Gewichtstechnisch sollten die OSB Platten ca. so schwer sein wie die Dielung und der Fußbodenaufbau wie in der Grafik wiegt ca. 15kg/m². Somit sollten die 50kg/m² locker eingehalten werden.

    Da ich absolut kein Fachmann (IT'ler :)) bin nun meine Fragen zu dem ganzen Projekt:

    1. Passt der Aufbau im groben so?
    2. Mit "was" fütter ich die Balken am besten an?
    3. Sollten die OSB Platten schwimmen verlegt oder lieber mit den Balken verschraubt (SPAX Verlegeschraube) werden?
    4. Macht es einen Unterschied ob ich 1x 30mm OSB oder 1x 18mm + 1x 12mm im Versatz 90° gedreht verlege?
    5. Muss ich damit sich der neue Boden nicht durchbiegt eventuell mehr als 30mm OSB aufbauen?
    6. Kommt zwischen die OSB Platten und die Balken eine "Trittschalldämmung"?
    7. Das Schwingen der Decken kann man glaub nur mit Masse reduzieren. Gibt es was sinnvolleres als den "Bauschutt" der zwischen den Balken liegt und aufgrund der Gewichtsproblematik nicht zu schwer ist? Ansonsten würde ich den drin lassen.
    8. Wie verhindert man das nicht auch der neue Aufbau mit der Zeit absackt und es dann Probleme mit der Heizung geben kann?
    9. Gibt es einen Aufbau mit welchem sogar Fliesen im Bad gewichtstechnisch möglich wären? Ich habe nur herausgefunden das zwecks Rissvermeidung eine Schlüter Ditra Matte notwendig wäre?!?

    Falls ich noch essentiell notwendige Infos vergessen habe bitte einfach Bescheid geben. Ansonsten schonmal vorab vielen Dank für eure Unterstützung.

    Viele Grüße

    Robert
     
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  3. #2 123harry, 11.09.2017
    123harry

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    Da hast du dir ja was Vorgenommen.Anderer Vorschlag
    Dielen drin lassen,nur Ausbessern und Nachschrauben.
    Risselschutz auf die Dielen verlegen,kann Ölpapier,Karton sein oä.
    Schüttung von zB.Fermacell in Waage abziehen,darauf Fußbodenheizung(Die Formen aus Styropur zum Einlegen der Rohre.
    Darauf Dämmplatten 2cm Dick.
    Fermacell-Platten oä.Verlegen,Verleimen und Verschrauben.
    Darauf kannst du Fliesen,bei Bearbeitung der Platten mit zB.Flüssigen Gummi
     
  4. pika

    pika Neuer Benutzer

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    Hallo Harry,

    danke für den Vorschlag. Die Dielen drin zu lassen und somit weniger Aufwand zu betreiben wäre auch mir am liebsten, allerdings komme ich da mit dem angesprochenen maximal 50kg/m² Zusatzgewicht nicht hin.
    Wenn ich mich nicht irre wiegt eine Ausgleichsschüttung ungefähr 10kg/m² pro cm der ausgeglichen werden soll. Somit wäre ich bei den 3cm schon bei 30kg und habe gerade mal einen ebenen Boden ohne jeglichen weiteren Aufbau.
    Desweiten kann ich mir vorstellen, dass wenn ich jetzt auf die abgesackten Dielen weitere maximal 50kg/m² aufbaue der Boden noch weiter absackt. Die OSB Platten in einer gewissen Stäre sollten sich doch da weniger biegen oder liege ich da falsch? Anforderung an den Untergrund für die Fußbodenheizung bzw. Bodenbelag sind ja maximal 3mm Unebenheit auf 1m Länge. Somit denke ich, ich komme um einen kompletten Neuaufbau nicht drumrum...

    Viele Grüße

    Robert
     
  5. #4 123harry, 11.09.2017
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    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht Vorstellen das die Balken ohne tragende Wand verbaut wurden,Wie ist den die maximale Spannweite der Balken.Gerade um die Zeit wo das Haus gebaut wurde,wurde alles Überdemenzioniert.Die Balken sind bestimmt 20cm X28cm,dann die Fußbodenwechsel werden auch so 8cm,Die Dielen 28mm.
    Das ganze ist Trocken und hat sich gesetzt,deshalb auch die 3cm Durchbiegung.
    Das wäre bestimmt auch einfacher eine 24er Wand zumauern,als tragende Wand,wenn es geht.
    Aber den Fußboden aufnehmen würde ich als letzte Option wählen
     
  6. pika

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    Hallo Harry,

    der Grundriss sieht wie folgt aus:
    upload_2017-9-11_20-26-43.png


    Die problematischen dünnen Wände sind die zwischen Kind1/Kind2 und Bad/Flur sowie zwischen Bad/Küche und Flur.
    Wir vermuten das die Balken durchgehen von der Hauswand bis auf die dicke tragende Wand zwischen Wohnzimmer/Schlafzimmer und Kind1/Flur.
    Die Balken müsste ich nochmal genau ausmessen, ich habe noch keinen komplett freigelegt.
    Das mit verstärken der 12er Wände damit daraus 24er werden hatten wir auch schon als Option. Allerdings bringt es leider nicht viel außer mehr Gewicht, da im EG die Wände genauso dünn sind. Da das EG jedoch komplett renoviert ist besteht dort definitiv keine Möglichkeit die Wände zu verstärken.
    Kurz noch eine Frage der Verständis halber, was ist mit Fußbodenwechsel gemeint?

    Viele Grüße

    Robert
     
  7. #6 123harry, 11.09.2017
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    Die Fußbodenwechsel sind die Hölzer die auf den Balken liegen,das der Fußboden in Balkenrichtung verlegt werden kann.
    Das wurde so gemacht wegen Lichteinfall und wie das Material (also Bretter)vorhanden war.
    Da hast aber in der Mitte eine 24er Wand,die kann als tragende Wand genommen werden..Was gefält deinen Statiker nicht an der Wand
     
  8. pika

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    Hallo Harry,

    ich müsste nochmal das ganze statische Gutachten durlesen aber ich glaube es wurde angenommen das die Balken nicht bis zur 24er Wand durchgehen sonder auf der 12er Wand aufliegen. Wo der Statiker da war, war noch überhaupt nichts freigelegt, weder auf dem Fußboden noch an den Decken.

    Viele Grüße

    Robert
     
  9. #8 123harry, 11.09.2017
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    Die Wandstärken erkennst du am besten an den Türen.Wenn an den Kamin ein Ofen Gestanden hat der locker 1/2 Tonne wiegt wenn er Gesetzt wurden hält die Decke vom Querschnitt der Balken,so wie sie ist mindestens 250 Kg/m².
     
  10. pika

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    Hallo Harry,

    ja die Wandstärker hatten wir ziemlich schnell. Allerding wussten wir noch nicht wie die Balken liegen.
    Das mit den Öfen ist natürlich ein Argument, die waren schon ordentlich schwer.
    Das Thema Statiker ist eigentlich schon durch, wollte jetzt nicht nochmal Geld in die Hand nehmen das er nochmal schauen kommt wo alles freigelegt ist...

    Viele Grüße

    Robert
     
  11. #10 123harry, 11.09.2017
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    Aber du könntest wirklich ein Haufen Zeit und Geld sparen.Wenn die Decke Gesund ist ,sowas bekommst du Heutzutage nicht mehr.An den Ofen sind noch Wechsel in die Balkenlage eigebaut wurden um die Last zu verteilen und den Deckenbalken nicht zu Nah an den Schornstein vorbei einzubauen,8cm Abstand müssen die Balken schon haben vom Schornstein.
    Ich kann dir noch Empfehlen,die Balkenköpfe schräg zum Mauerwerk anzubohren ob die noch Gesund sind.Das haben die Baumeister damals nicht Beachtet oder nicht Gewusst das sich im Mauerwerk Kondenzwasser bildet und den Balkenkopf kaputt machen kann.Nur Stichproben um sicher zu Gehen-
    Viel Erfolg.
     
  12. pika

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    Hallo Harry,

    ich habe in deinem Profil gesehen du bist gelernter Zimmermann aus Dresden. Das Haus steht in Bautzen. :)
    Muss es denn unbedingt ein Statiker sein, müsste nicht auch wenn alles freigelegt ist ein Zimmermann wie Du aufgrund der Balkenlage etc. erkennen können welche Wand tragend ist und welche nicht?

    Viele Grüße

    Robert
     
  13. #12 123harry, 12.09.2017
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    Das lässt sich einrichten.Ich habe das Jahre lang Beruflich gemacht.
    Da müssten wir in den PM weiter machen.
     
Thema: Sanierung & Fußbodenaufbau Holzbalkendecke
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