Roter Sandstein

Diskutiere Roter Sandstein im Estrich, Mauer und Putz Forum im Bereich Der Innenausbau; Wie bessert man zB. eine ausgetretene Treppe aus? Wie kann man Löcher sanieren die sich in der Wand bilden, weil der Sandstein wegbröselt? Dazu an...

  1. #1 HWF4CHRIS, 12.05.2020
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    1. Wie bessert man zB. eine ausgetretene Treppe aus?
    2. Wie kann man Löcher sanieren die sich in der Wand bilden, weil der Sandstein wegbröselt?
      Dazu an einigen Stellen Sandsteinschichten die wie alter Putz abplatzen, da sich Hohlräume darunter gebildet haben.
    3. Kann man zB. auch die Mauerritze sanieren?

    Also erstmal 3 Themen, die sich nicht mit Zementgemischen gut lösen laßen.
     
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  3. #2 HWF4CHRIS, 13.05.2020
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    Habe jetzt im Internet folgende Empfehlung gefunden
    • weicher Luftkalkmörtel, eventuell mit Zuschlag von Holzkohle
    • Kalkhydratmörtel, eventuell mit Steinmehl verfeinert (Calciumhydroxid (Ca(OH)2, Kalkhydrat, Löschkalk)
    • Trasskalkmörtel, der auf die benötigten Eigenschaften abgestimmt ist
    die Reihenfolge entspricht hier der Eignung – weicher Luftkalkmörtel ist für Natursteine, zu denen auch Sandstein gehört, am besten geeignet.

    Was ist mit Sumpfkalk? (Suspension) von Calciumoxid (CaO, Branntkalk, ungelöschter Kalk, Kalkerde, Ätzkalk oder Freikalk)

    Wie bekommt der Mörtel den Farbton der Steine?
     
  4. Future

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    Ich glaube, das sind recht viele Fragen für einen Beitrag, Kommt ja immer drauf an, was du in der Situation genau erreichen willst. Löcher füllen, die später sowieso überputzt werden, Unverputzten Sandstein farblich passend auffüllen, Treppenstufen sind dann wieder eine ganz andere Baustelle, da die ja besonderen Belastungen ausgestezt sind.

    Putz/Mörtel im farbton anzupassen ist mit flüssigen oder pulverförmigen Farbpigmenten eigentlich kein Problem. Aber das wird natürlich eher ein einheitlicher Farbton, ob man damit Naturstein zu deiner Zufriedenheit imitieren kann musst du selber ausprobieren.
     
  5. #4 HWF4CHRIS, 13.05.2020
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    Die Treppe hat sehr ausgetretene Stufen.
    Löcher/Vertiefungen in den Wänden? Da soll der Sandstein offen bleiben, ich möchte eher das Geriesel stoppen und ggf. etwas auffüllen.
     
  6. Future

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    Mach lieber einzelne Threads für Treppe und Wände auf, pack Fotos dazu, sonst wird das ein ziemliches Durcheinander.
     
  7. #6 HWF4CHRIS, 13.05.2020
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13.05.2020
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  8. #7 HWF4CHRIS, 13.05.2020
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  9. Future

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    Naja, die Mauer sieht ja schon ziemlcih mitgenommen aus und zumindest teilweise wurde da ja wohl auch mit Zementmörtel repariert. Wenn die Optik erhalten bleiben soll, dann den Zementmörtel abklopfen, Dann mit einem der drei von dir genannten Mörtel verfugen. Verkehrt sind die alle nicht.
    Oder halt einfach alles komplett verputzen, wnen dir die Optik nicht wichtig ist. Vielleicht mit einem Silikatputz.
     
  10. #9 HWF4CHRIS, 14.05.2020
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    Dieser Zementmörtel war nicht die beste Wahl, den werde ich runternehmen.
    Die Optik? Naja, mir gefällt der rote Main Sandstein. Ich würde nur gerne dem Zerbröseln entgegen wirken.
    Natürlich muß dann verfugt werden.
    mimage004.jpg mimage001.jpg

    Innen ist alles weiß. Das läßt sich aber ganz gut mit einer Bürste runterschrubben. Am Ende schützt die Patina sogar den Stein und es sollte drauf bleiben.

    Kali-Wasserglas ist bei Sandstein wohl eher kontraproduktiv, weil das die Poren dicht macht.

    Vielleicht ein reicht ein transparenter Anstrich auf Silikatbasis, oder eine Steingrundierung auf Kalkbasis.
     
  11. #10 HWF4CHRIS, 14.05.2020
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    Ich bilde mir - ohne wirklich etwas vom Thema zu wissen - ein, daß erstmal das Salz raus muß und dann eine Art Schutzüberzug, Anstrich, Tränken in Form einer Säure, Lauge oder was immer auf den Stein muß, der hygroskopische Eigenschaften erhält, den Stein also schützt, aber eben atmen läßt.
     
  12. #11 HWF4CHRIS, 14.05.2020
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    Fa. Remmers (Hersteller von Bautenschutzprodukten) hat auf mail-Anfrage Entsalzung, dann Behandlung mit Kieselsäureesther und anschließend Reparaturmörtel empfohlen.

    Steinfestiger, Steinfestiger, Mörtel

    Wenn der Sandsteinsockel von unten feucht bleibt und es deshalb zu Zersetzungen kommt, würde ich dem gerne entgegenwirken.
    Ich denke jedoch das ist nicht ganz einfach, und entscheide mich eher mit einer feuchten Wand zu leben.

    Dann darf aber keine Hydrophobie mit Wasserglas oder anderen Silikaten herbeigeführt werden.

    Eine Vorbehandlung mit Kalkmilch - reicht das aus? Und dann einen Kalkputz, oder den Stein offen laßen und nur die Fugen behandeln?

    Wie gesagt, ich möchte den weiteren Verfall stoppen. Ob mit oder ohne Putz ist dabei zweitrangig. Wenn ein Putz der Sache förderlich ist, ok.

    Dann käme der zweite Schritt im Innenbereich, vielleicht nur für einen einzigen Raum:

    Ich kann mir im Innenbereich ebensogut vorstellen, einen Raum in Trockenbauweise mit guter Hinterlüftung (ob das überhaupt so machbar ist, daß es keine nasse Wand hinter den Gipskartonplatten, Faserholzplatten, o.ä. gibt, weiß ich natürlich nicht), falls es darum geht Schmutz abzuhalten, auszugestalten.

    Oder eben mit Kalkputz
     
  13. pinne

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    trocken abbürsten und einmal mit kalkmilch vereinheitilen - das reicht .
     
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  14. #13 HWF4CHRIS, 14.05.2020
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    Klingt gut und einfach. Jetzt versuche ich mal ungelöschten Kalk (CaO) zu besorgen, damit ich Kalkmilch ansetzen kann.

    Es gibt (oder gab) wohl einige Kalkmilchprodukte zum Steinschutz die mit Waid versetzt waren
    Zu Beginn der 80er Jahre entdeckte der Neudietendorfer Malermeister Wolfgang Feige die traditionsreiche Pflanze neu.

    Angeregt durch den Waidbauern im Stadtwappen seiner Heimatstadt begann er die Geschichte des Waids zu erforschen und nach Alternativen für eine Nutzung in unserer Zeit zu suchen. Im Ergebnis dieser Untersuchungen konnten mehr als 20 Produkte entwickelt werden, wobei die traditionelle Indigo-Blaufärbung von Textilien jedoch eine untergeordnete Rolle spielte.

    Die Thüringer Waidverarbeitungs-GmbH nutzte vor allem die pilz- und insektenhemmenden Inhaltsstoffe des Waidsaftes für die Herstellung von Anstrich-, Lasur- und Fassadenfarben, die im baulichen Bereich Verwendung finden. Das Hans-Knöll-Institut für Naturstoff-Forschung Jena e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Waidforschungs-GmbH Neudietendorf das Verfahren zur Waidverarbeitung wissenschaftlich untersucht und optimiert. Landwirte in der Umgebung von Neudietendorf bauten die Pflanze an. Ein modernes, von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft entwickeltes Anbauverfahren sowie die Bereitstellung von züchterisch verbesserten Waidherkünften garantierten eine effiziente und umweltgerechte Produktion.


    Die Einsatzgebiete waren vielfältig, wie die Produktpalette aufzeigt:
    • Waid-Steinkonservierung
    • [...]
    Leider ist die Thüringer Waidverarbeitungs-GmbH inzwischen insolvent.

    Im Jahr 2001 erwarb die Bita GmbH alle kommerziellen Verwertungsrechte der Thüringer Waidverarbeitungs GmbH.

    Diese sind danach als Europäische Patente angemeldet worden. In einem 2jährigen Forschungsprogramm wurde das Herstellungsverfahren optimiert. Die alten Verfahrensprobleme rund um den stark unangenehmen Geruch wurden gelöst. Es gelang ein Verfahren für eine reproduzierbare und fast angenehm riechende Rohstoffgrundlage zu entwickeln.

    Als Ausgangsprodukt für die unterschiedlichsten Bautenschutzprodukte wie Waid-Hygrabil ein organisch-mineralisches Hydrobierungsmittel oder Wastim Steinschutz, ein Steinverfestigungsmittel, die über Gutachten durch Materialprüfungsämter bzw. Wirksamkeitsnachweise verfügen, steht der Waidextrakt mit seinen Wirkstoffen.

    Gibt aber nicht wirklich Sinn, denn anti[...] ist Kalk doch allemal
     
  15. #14 HWF4CHRIS, 14.05.2020
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    Das größte Problem scheint mir gerade überhaupt erstmal an ungelöschten Kalk (Brandkalk, CaO) zu kommen.
    Es gibt kaum noch Anbieter und die Baustoffhändler tun sich schwer es für mich zu bestellen.

    Mir gefällt die Sumpfkalk Technik und halte die für das Haus mit seiner bestehenden Bausubstanz auch für eine angemessene Methode.

    Schauen wir mal, ob sich einer der Händler erbarmt und einen Zentner des an sich spottbilligen Weißfeinkalk für mich auftreibt.

    Ich denke so ein Sumpfkalk hat für mich nur Vorteile und läßt sich über Jahre lagern. Wenn ich es richtig verstanden habe, wird der Sumpfkalk dabei über die Zeit sogar besser, statt schlechter.

    Ich denke ich stehe erst am Anfang einer Reise, was die Haussanierung angeht. Es gibt noch viel zu lernen und hoffentlich begeh ich dabei nicht allzuviele und vor allem schwerwiegende Fehler.
     
  16. #15 HWF4CHRIS, 19.05.2020
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    Irgendwie scheint das alles larifari zu sein trockenes Kalkhydrat tut scheinbar genauso gut wie Sumpfkalk / Kalkbrei und ist leichter zu beschaffen. Sumpfkalk läßt sich vermutlich besser lagern, wenn man weiß wie. Aber:

    Brandkalk (also ungelöschter Kalk) ist hier vor Ort kaum greifbar und wenn doch als CL80 von Otterbein. Die CL90 Weissfeinkalk Produkte von diesen Firmen, will hier vor Ort niemand beschaffen können, oder wenn doch nur palettenweise:

    https://www.graefix.de/kalke-bodens...-und-umwelt/graefix-21-weissfeinkalk-cl-90-q/
    https://www.dyckerhoff.com/documents/209745/254318/Dyckerhoff+Sackzemente.pdf/ (Dyckerhoff WEISSFEIN Weißfeinkalk CL 90 Q )
    https://www.maerker-gruppe.net/fileadmin/datenblaetter/TDB/Kalk/de/2017/Maerker_TDB_WFK_de_17.pdf
    https://spenner-zement.de/produkte/kalk/weisskalk-cl-90-q-r5-p1/

    So wird das nichts mit dem selbst angesetzten Sumpfkalk!
    photo5339073996437696114.jpg
    und jemand der sich sehr intensiv mit Luftkalkmörtel auf wissenschaftlichem Niveau beschäftigt hat
    Also, denken wir mal einen Schritt weiter:
    Jetzt muß doch erst mal der komplette Zementdriss raus, nehme ich an. Ist doch richtig, oder?
    Aber mit welcher Kalkmörtelmischung verfugen?

    Wie heißt der Sand? Welche Körnung? Eventuell 2 verschiedene Sorten für die Fugen?

    Muß ich da langsam verfüllen und einen Tag warten, oder gleich bis zum Stein außen vollmachen?

    Kalkmilch einen Tag vorher oder eine Stunde vorher in die Fugen spritzen oder wie in die Fuge bringen?

     
  17. #16 Niedersachse, 24.05.2020
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    HWF4CHRIS, bei dieser Mauer gilt – wie von Pinne schon angerissen – die Devise »weniger ist mehr«. Sandstein ist relativ weich; da schaden Zement und Silikat nur.

    Weißfeinkalk ist z. B. bei Dahlhoff erhältlich, der 25-kg-Sack Dyckerhoff Weißfein CL 90 Q kostet zur Zeit 18,50 Euro frei Haus. Abgelöscht wird er in 75 Litern Wasser. Kann man machen, muß man aber nicht – auch Weißkalkhydrat CL 90 S ist absolut geeignet. Letzteres gibt es, zumindest hier in der Gegend, in jedem Baumarkt und bei jedem Baustoffhändler, der Preis liegt bei ca. 7 Euro pro 25-kg-Sack. Ich würd‘s bei letzterem kaufen, in manchen Baumärkten liegen die Säcke ewig herum und sind schon teilweise karbonatisiert.

    Zur Wand: Das Zementzeug entfernen und die Wand trocken abbürsten. Die Fugen prüfen – wenn sie bröseln, auskratzen, ausbürsten/-saugen, vornässen, Kalkmilch dünn einbringen und mit erdfeuchtem Mörtel verfüllen. Hierzu Mauersand 0 - 2 mm und Weißkalkhydrat im Verhältnis 3:1 oder bei Sumpfkalk 4:1 gründlich mit Wasser mischen (5 - 10 Minuten mit dem Rührwerk). Mörtel fest einpressen.

    Den Sand gibt‘s beim örtlichen Baustoffhändler/Kieswerk, die Preise sind regional unterschiedlich. Hier bezahle ich für einen 90-l-Kübel voll 3 Euro oder knapp 20 Euro pro Tonne.

    Innen auf keinen Fall Gipskarton verwenden, wenn du eine einheitlich glatte Wand haben möchtest, nimm Kalkputz, Mischung wie oben, nur in breiiger Konsistenz – verwendeter Sand 0 - 4 mm, Putzdicke mindestens 10 mm. Anwerfen, abziehen, anziehen lassen und abreiben oder eine Feinputzschicht aufziehen und diese filzen. Geeigneter Sand 0 - 0,3 mm. Da die Oberputzschicht ziemlich dünn und solch feiner Sand nicht bei jedem Baustoffhändler zu bekommen ist, kann man auch auf Sackware von Obi zurückgreifen.

    Im Anschluss die Wand mit mehreren dünnen Schickten Kalkmilch, freskal mit der Bürste aufgebracht, streichen.

    Die eigentliche Frage jedoch lautet jedoch: Warum ist die Wand feucht? Dem gilt es auf den Grund zu gehen und die Ursache durch geeignete Maßnahmen abzustellen.
     
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  18. #17 HWF4CHRIS, 24.05.2020
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    Oetelshofen, Schaefer Kalk und viele andere Kalkwerke beliefern nur palettenweise und meist sehr regional beschränkt. Versand war bisher noch keine Option, weil ich mir nicht vorstellen konnte daß Material in dieser Gewichtsklasse verschickt wird. Danke für den Tip mit Dyckerhoff. Hier schlägt sich dann das Gewicht in einem relativ hohen Preis nieder. In meiner Reichweite habe ich Gräfix 21 · Weißfeinkalk CL 90-Q (R4, P1) zu 6€ als 25kg Sackware nach fast zweiwöchiger Suche finden können.

    Vielleicht mache ich es mir zu schwer und kann auf den Ansatz das perfekte Material zu finden verzichten, da ich ohnehin keinerlei Erfahrung habe und es vermutlich nicht optimal hinkriege. Selbst das Beste Material ist falsch angewendet nichts wert und es wäre schade einen riesigen Aufwand zu betreiben, um letztendlich durch Fehlanwendung alles wieder zu versauen.

    Den gräfix 21 werde ich als Sumpfkalk in meiner 200L Regenwassertonne ansetzen, indem ich den Kalkpulver in's Wasser einrieseln laße. Ich denke dann brauche ich mir auf lange Zeit oder bis alles aufgebraucht ist, keine Sorge um Carbonisierung zu machen und habe immer etwas Grundstoff für Mischungen parat.

    Kalkmilch zum Anstrich, also auf Kalkputz, soll wohl bei Zugabe von Leinölfirnis (bis 1 %) im unverdünnten Kalk, zu einer Verseifung führen und mit dieser Kalklasur wird der Kalkanstrich geringfügig dichter.

    Aber zunächst will ich mich den Fugen widmen und nach und nach den alten Mörtel ersetzen.

    Zum Fugenmörtel:
    Ich habe von den Eigenschaften eines Heisskalkmörtels her den Eindruck, daß der einen guten Fugenmörtel für den Sandstein abgibt. Aber auch hier weiß ich nicht, wie angesetzt wird. Im Prinzip gibt es eine Lage CaO und darüber entsprechend Lagen feuchten oder sogar nassen Sandes. Wie lange man die Schichten einfach ruhen läßt, bevor gemischt wird oder Mischverhältnis ist mir unklar und auch ob beim mischen dann noch Wasser zugegeben wird. Der Mörtel wird noch heiß verarbeitet. Ein interessantes Thema. Da ich abschnittsweise verfugen werde, kann ich das Verfahren, sobald es klarer ist, sicher auch versuchsweise anwenden.

    In der Zwischenzeit versuche ich es mit der Mischung wie von Dir vorgeschlagen: 4 Teile (richtig?) Bausand 0-2 mit 1 Teil Sumpfkalk oder 1 Teil CaOH2, also Kalkhydrat, mit 3 Teilen Bausand 0-2 - also nicht umgekehrt.
    Gibt man besser den Sand in den Kalk oder andersrum - oder ist das egal? Wasser kommt am Ende dazu, solange bis die Konsistenz (erdfeucht für Fugen, richtig?) ereicht ist.

    Den gröberen Sand 0-4 nimmt man für Unterputz, wenn ich richtig verstanden habe. Für den Feinputz, dann ausschließlich feinen Quarzand bis ca. 0,3mm <- dieser hier geht bis 0,4mm, wird aber ähnlich wie beim Kalk der einzige Quarzsand in meiner Reichweite sein. Ist der ok von der Sieblinie her?

    Zur Vorbehandlung:
    Wie stellt man denn Kalkmilch her? Ich nehme an Sumpfkalk ist eine gute Basis und muß vermutlich nur noch mit Wasser verstreckt werden. In welchem Verhältnis? Wie Joghurt/normale Farbe, oder dünnflüssig, wie Wasser? Auftrag dann mit einem Leimpinsel wie beim tapezieren? Mit einem Wasserzerstäuber in die Fugen einspritzen?

    Kann ich später den Stein außen mit dünnen Lagen Kalkmilch verbessern oder wird der Sockel dann weiß?
    Läßt sich Kalkmilch zum Beispiel mit Steinpulver einfärben um eine farbliche Angleichung an den Sandstein hinzukriegen. Wie trägt man auf?
    Aufsprühen, trocknen laßen und nächste Lage? Oder freskal, sprich naß in naß, wie beim Putz?

    Für mich alles noch pure Theorie. Man möge mir die vielen Fragen verzeihen.
     
  19. #18 Niedersachse, 25.05.2020
    Niedersachse

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    Bitte, gern geschehen. Der Gräfix ist in Ordnung und sollte sich, wenn überhaupt, nur marginal in der Farbe vom Dyckerhoff unterscheiden. Völlig unerheblich in der Praxis.

    Ein wenig scheint es mir so – und das ist nicht böse gemeint; gerade als Einsteiger möchte man alles richtig machen, liest viel, überlegt; macht sich aber oft selbst verrückt. In der Tat ist die richtige Anwendung zum überwiegenden Teil ausschlaggebend – aber keine Sorge, allzu schwer ist das bei deinem Vorhaben nicht. Ob nun Benediktinermönche Deinen Kalk um Mitternacht mit tausendjähriger Mooreiche gebrannt oder Tempelritter bei Vollmond Deine Kellen handgeschmiedet und in Sarazenenblut gehärtet haben, ist nicht entscheidend, vielmehr die gründliche Mischung des Mörtels, das Anwerfen und die feste Verpressung der Fugen.

    Solange der Sumpfkalkputz von einer Schicht Wasser bedeckt ist, hält er sich ewig und wird sogar mit der Zeit immer besser; auch ich habe immer zwei Tonnen im Keller. Zum Löschen: Bitte nicht rieseln lassen. Der Kalk nimmt das beim Brennvorgang entzogene Wasser wieder auf, das geschieht in einer exothermen Reaktion – es entsteht Hitze, das Wasser fängt an zu kochen und zu dampfen, hierbei ist das richtige Verhältnis von Wasser zu Kalk wichtig (steht auf dem Sack, beim Dyckerhoff drei Liter Wasser auf ein Kilo Kalk). Also Wasser einfüllen, Kalk zügig einfüllen und rühren, bis keine Klumpen mehr vorhanden sind. Läßt du es nur rieseln, entsteht die nötige Hitze nicht und der Kalk »ertrinkt«.

    Da ich nicht weiß, ob so eine Regentonne die Hitze verträgt, habe ich es beim letzten Mal so gemacht: 15 Liter Wasser in die Tonne und fünf Kilo Kalk eingerührt. Dann habe ich einen Standard-20-Liter-Baueimer in einen leeren Mörtelkübel gestellt (falls es spritzt), den Eimer mit 12 Litern Wasser befüllt und vier Kilo Kalk hinzugetan. Wieder rühren, bis keine Klumpen vorhanden sind, dann zügig in die Tonne umfüllen usw., bis der Sack leer ist.

    Ganz wichtig: Es entsteht Hitze und es kann spritzen. So ein heißer Kalkspritzer bringt Dich nicht um, ist aber äußerst unangenehm auf der Haut und kann im Auge zur Erblindung führen. Daher sind festes Schuhwerk, lange Kleidung, Handschuhe, Schutzbrille und Mundschutz obligatorisch. Wenn möglich, solltest Du auch im Freien löschen.

    Das stimmt, durch den alkalischen Kalk wird das Leinöl verseift – indes habe ich in vielen Jahren noch keinen nennenswerten Vorteil einer Ölzugabe feststellen können und zudem halte ich auch bei einer feuchten Wand die Einbringung organischer Substanzen in ein mineralisches System für contraproduktiv.

    Das ist schnell erklärt: Mindestens zwei Schichten Sandes, dazwischen eine Lage ungelöschten Kalkes, Verhältnis 7:1 bis 9:1. Dann die 2,5-fache Menge Wassers (im Verhältnis zum Kalk) auf die oberste Sandschicht geben, Reaktion einige Minuten abwarten, nun die benötigte Menge abstechen, vermischen, mit Wasser auf die gewünschte Konsistenz bringen und sofort (heiß) verarbeiten. Der Mörtel soll höhere Anfangs- und Endfestigkeiten erreichen und auch leicht hydraulisch wirken, was früher beim Bau großer Anlagen (Burgen, Kathedralen etc.) durchaus Vorteile brachte. Auf der anderen Seite birgt so etwas auch viele potentielle Fehlerquellen, zudem neigt der Mörtel zur Expansion – mit etwas Pech wird dadurch das Mauerwerk geschädigt. Summa summarum würde ich darauf verzichten, schließlich willst du ja keine zentnerschweren Granitbrocken für eine Wehranlage vermauern, sondern kleine Mauersteine eines Wohnhauses.

    Ja, genau richtig. Als Ergänzung: Gemeint sind Raum- nicht Gewichtsteile, also z. B. eine Kelle Sumpfkalk auf vier Kellen Sand.

    Da scheiden sich die Geister, ich habe festgestellt, dass es egal ist, solange gut durchmischt wird. Ruhig zwischendurch das Rührwerk absetzen und mit der Kelle Boden und Wand des Mörteleimers abkratzen, während der Fugen- oder Putzarbeiten auch hin und wieder nachrühren. Bei Sumpfkalk würde ich das Wasser immer zuletzt zugeben, oft ist die erforderliche Konsistenz (erdfeucht für Fugen) bereits ohne Wasserzugabe erreicht.

    Es gilt die Dreikornregel, daß die Dicke einer Putzschicht maximal das Dreifache des Größtkorns erreichen sollte, bei Sand 0 – 4 wären das 12 mm. Wenn es 13 oder 14 sind, wird Dir der Putz auch nicht gleich von der Wand fallen, man sollte sich aber daran orientieren.

    Der Bauhaus-Sand geht auch, keine Frage. Ich empfahl nur den von Obi, weil ich ihn kenne und seit Jahren benutze. Damals war es der feinste in der Gegend erhältliche Sand und Obi gut erreichbar.

    Der Oberputz ist auch kein Muß – wenn Dir die Struktur des gröberen Putzes nach dem Abreiben gefällt, kannst du ihn weglassen – er dient nur zur Glättung.

    Sumpfkalk hat in etwa die Konsistenz von Joghurt – die von Kalkmilch sollte sich an der von Magermilch orientieren, einfach Sumpfkalk mit Wasser verdünnen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Aufgetragen wird die Milch auf den Putz mit einer Bürste wie dieser https://www.kalk-laden.de/epages/61629937.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61629937/Products/FS120 Das ist nur ein Beispiel, der Flächenstreicher aus dem Baumarkt funktioniert genauso gut, solange er relativ feine und dichte Borsten hat – Kunststoff ist hier ausnahmsweise kein Nachteil. Gestrichen wird der Kalk auf den noch feuchten Putz (am Tag nach dem verputzen) in liegenden Achten und dünn. Am nächsten Tage wiederholen, bis die gewünschte Abdeckung erreicht ist. Kalkmilch nie mit Rolle oder Sprühgerät verarbeiten, das geht schief. In die vorgenäßten Fugen kann man die Kalkmilch mit irgendeinem passenden Pinsel einbringen, hier kommt es nicht auf Schönheit an.

    Du möchtest also die Wand außen streichen? Kalkfarbe bietet natürlich einen gewissen Schutz, ist aber weiß und nach mehrmaligem Auftrag wird man von der Steinfarbe nicht viel sehen können. Auf den Bildern sehen die abgeplatzten Stellen noch nicht kritisch aus – Du kannst, nach Fugensanierung, die Wand entweder so lassen, wie sie ist, oder komplett verputzen. Liegt die Wand denn im Spritzwasserbereich (Schlagregen etc.)?

    Bedingt, bis zu 5 % kalkechte Pigmente sind möglich, mehr kann der Kalk nicht binden. Allerdings wirst du damit – egal mit welcher Farbe – nur Miami-Vice-Pastelltöne erreichen können, bei roten Pigmenten also ein zartes Rosa.

    S. o. mit 12 – 24 Stunden Pause. Und sehr dünn.

    Schon verziehen. Besser vorher, als hinterher zu fragen, wie man die mißglückte Reparatur ausbügelt. Dafür ist das Forum doch da.

    Weißt Du denn, warum die Wand feucht ist? Die Frage ist zentral.
     
  20. #19 HWF4CHRIS, 25.05.2020
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    Wow, gut zu wissen.

    Mhmmm, nicht ganz unwahrscheinlich daß man die leichten Plastiktonnen zum Schmelzen bringen kann.

    Da versorge ich mich noch. Handschuhe, Korbbrille, Feinpartikelmaske, was Kleidung und Schuhe angeht, bin ich hoffentlich gut vorbereitet.

    Zum Teil lese ich Dinge, die wie Alchemie klingen: 1:10 verdünnte Magermilch im Anmachwasser etwa.

    Oder das hier
    Zum Thema HKM zur Verwendung an Sandsteinfugen, habe ich an der Uni bei den Theoretikern nachgefragt:
    2015_WA_Henriette_Hesse-small.jpg
    Ich werde um meine Neugier zu befriedigen, entgegen Deines Rats einen Versuch für das Verfugen an einer kleinen Fläche an der Außenwand machen.

    Vielleicht nehme ich dann so einen Heizkörperpinsel aus Chinaborsten für die Fugen her. Vornäßen mit einem Zerstäuber,Spritzflasche.

    Nein, nicht unbedingt. Es geht mir darum weiteres Absanden zu vermeiden. Ich möchte auch keinen weißen oder rosa Sockel. Eher eine Art offenporiger, transparente Schutzschicht / Panzer. Vielleicht mache ich das dann nur auf der Innenseite, obwohl der Stein da weniger der Wittereung, sondern eher den Ausblühungen ausgesetzt ist.

    Gegenstände aus Holz die im Keller stehen, weisen ähnliche Ausblühungen auf, besonders, wenn die nahe an der Wand in Position waren/sind.

    Ich dachte irgendwann mal an Wasserglas (da gibt es eine Sorte - oder zwei - die für den Außenbereich taugt). Aber mit einer Wasserglasschicht die in den Stein diffundiert und hydrophob wirkt, den Stein letztendlich verschließt wie er ist (inklusive aktivem Feuchtigkeitsbestand und sämtlichen Salzen), würde ich höchstwahrscheinlich den Sandstein töten. Stichwort Frost und gegebenenfalls Zersetzung durch eingeschlossene Salze. Keine Gute Idee.

    Nein, nicht mit Sicherheit. Es ist der Haussockel der ungefähr 2,2546m hoch ist und eine Art Fundament für das darüberliegende Fachwerk bzw. die Ziegelsteinmauern die in den frühen 60ern große Teile des Fachwerks abgelöst haben. Der Sockel hat geschätzt rund einen halben Meter Wandstärke.

    Ich denke durch das Einbringen des Zementestrich ist der ehemalige Rübenkeller im Rahmen dieser Sanierungsarbeiten seinen gestampften Lehmboden losgeworden. Ein klitzekleiner Teil (im Vergleich zur Gesamtfläche) angefüllt mit Sand, ist offen gelassen, um Kartoffeln, Gemüse und Äpfel einzumieten. Über dem "Sandkasten" ist die Wand nicht ganz so von salpeterartigen Ausblühungen versehen, die ohnehin nur auf der Innenseite auftreten.

    Dazu kommt, daß falsch gelüftet wurde: Der Keller wurde im Sommer sperrangelweit aufgerissen und im Winter jedes Ritzlein verstopft. Ich bin dabei das Gegenteil zu tun: Im Sommer mache ich Kellerfenster dicht und die Tür nach außen zu, im Winter laße ich alles offen, damit trockene Luft zirkuliert.

    Wieder nach draußen:
    Die Ostseite des Sockels weißt am wenigsten Schäden auf. Süd ist relativ stark, vielleicht sogar am stärksten betroffen und danach die Westseite, die auch Spritzwasser abbekommt. Da wächst ein recht dünner Belag die Mauer hoch, von dem ich nicht weiß, ob mich das interessieren soll. Zur Not werde ich da mal mit Cola drangehen. Pflanzen mögen die Phosphorsäure aus der Limo nicht und der Stein wird's hoffentlich abkönnen. auf der Westseite ist halt weniger Sonne drauf und mehr Schatten von den Nachbarhäusern.
     
  21. #20 Niedersachse, 26.05.2020
    Niedersachse

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    Zumal der Einsatzzweck dieser Tonnen ja ist, mit maximal lauwarmem Regenwasser gefüllt zu sein. Mag sein, daß sie es dennoch aushalten, ich wollte es jedoch nicht riskieren – und so viel Arbeit ist das Löschen auf Raten bei einem Sack ja nicht.

    Sehr gut. Als Kleidung reicht irgendetwas langes. Jeans, Arbeitshose, Hemd, Pullover etc. Ist ja keine kochende Schwefelsäure.

    In der Tat – das grenzt an Alchimie. Man kann zwar das Kasein der Milch durch Kalk aufschließen und enthält einen erstaunlich festen Leim, aber in der homöopathischen Dosierung im Mörtel sollte sich eine – wie auch immer geartete – Wirkung im Glaubensbereich abspielen.

    Essigsaure Tonerde: Habe ich noch nie benutzt und ich kenne auch keinen Maurer, der das je getan hätte. Auf einem geeigneten, gut vorgenäßten Untergrund hält Kalkmörtel jahrzehntelang – und ein ungeeigneter wird durch Aluminiumdiacetat mit Sicherheit nicht tauglich.

    Nur zu – ich wollte Dir nur sagen, daß es Dir aller Voraussicht nach keinen Vorteil bringen wird und ein geringes Risiko besteht, aber interessant ist es natürlich schon. Es würde mich freuen, wenn Du später von Deinen Erfahrungen berichtetest.

    Vielleicht wäre es keine schlechte Idee, den Heißkalkmörtel nicht abzustechen, sondern nur soviel Sand und Kalk zu nehmen, wie man sofort verbrauchen wird – damit hätte man zumindest ein garantiertes Mischungsverhältnis. Und dann vielleicht eine kleine Probemauer bauen.

    So sollte das gehen.

    Das gebräuchlichste ist Kaliwasserglas, das auch die Grundlage von Silikatfarbe bildet. Das eine Problem damit hast Du schon angesprochen, hinzu kommt, daß das Zeug ziemlich hart wird. Das ist auf Betonbrücken kaum ein Problem, ich habe allerdings schon Kalkputze gesehen, die durch Silikatfarben zerstört wurden, es kam zu schollenförmigen Ausbrüchen – und Sandstein ist ebenfalls ein recht weiches Material. Wasserglas würde ich da auf gar keinen Fall aufbringen.

    Ah, jetzt kann ich mir das gut vorstellen, danke! Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass der Keller bewußt so feucht konzipiert wurde – das war gut für das gelagerte Gemüse. Bei einem Haus von 1900 würde ich das annehmen, bei Dir kann es sein, muß es aber nicht. Die falsche Lüftung – zumal über – Jahre und der Estrich können auch die Ursache sein. Bis so etwas wieder ausgetrocknet ist, dauert es natürlich seine Zeit. Gibt es eine Außenabdichtung (Teer/Bitumen) zum Erdreich?

    Dann spielt also Spritzwasser zumindest auch eine gewisse Rolle. Was Du brauchst, wäre eine Schutzschicht, die hydrophob, aber diffusionsoffen und kapillar leitfähig ist. Leider (für den Sandsteinanblick) fällt mir da nur Putzmörtel P II b ein.

    Der Belag besteht vermutlich aus Algen, Moosen und Flechten, die sich auf feuchten Untergründen pudelwohl fühlen. Ob Cola etwas nützt, weiß ich nicht. Ähnliche Verunreinigungen habe ich von Marmorstatuen, einer Kalksteinmauer und einer Terrasse aus Granitplatten mit einer Mischung von Soda, Schmierseife und Wasser herunterbekommen. Dick auftragen, einbürsten, einige Stunden wirken lassen und unter Bürsten abspülen. Vielleicht hilft‘s auch bei Dir – dem Stein schaden wird es nicht.
     
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