Rauher unebener Boden - vor ausgleichen spachteln? Max. Höhe der Ausgleichsmasse?

Diskutiere Rauher unebener Boden - vor ausgleichen spachteln? Max. Höhe der Ausgleichsmasse? im Bodenbeläge Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo, ich habe mit Mühe einen uralten PVC-Belag samt Kleber und noch einer Uraltschicht irgendwas von einem Betonboden entfernt. Dies hat Spuren...

  1. OldMan

    OldMan Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich habe mit Mühe einen uralten PVC-Belag samt Kleber und noch einer Uraltschicht irgendwas
    von einem Betonboden entfernt.
    Dies hat Spuren hinterlassen in Form von größeren Löchern 10-15mm.

    Nun stelle ich mir folgende Fragen:

    Ist es sinnvoll vor der eigentlichen Ausgleichsmasse die gröbsten Unebenheiten mit einer
    standfesten Bodenspachtelmasse zu verfüllen und ggf. abfallende Raucmecken vorzuspachteln?

    Und dann noch eine Frage auf die ich in den verschiedensten Anleitungen und Videos keine Antwort
    gefunden habe. Vielleicht weil die Frage auch blöd ist?

    Wie kann ich, wenn ich am höchsten Punkt nicht über die Mindestschichtstärke höher werden möchte,
    sicherstellen bzw. kontrollieren das das so ist?

    Hintergrund ist einfach das ich eine max. Bodenhöhe nicht überschreiten möchte.
    Also höchster Punkt + Mindestschichtstärke.

    Gibt es da sinnvolle Möglichkeiten?

    Achtung, eigene doofe Ideen:

    Teilgewindeschrauben an den höchsten und niedrigsten Punkten so in den Boden einlassen das das Ende
    des Gewindes die max. Höhe der Ausgleichmasse ist?

    Vorher mit Laser kontrollieren.

    Wie macht sowas der Fachmann?

    Danke
     
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  3. #2 asconav6, 12.10.2019
    asconav6

    asconav6 Erfahrener Benutzer

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    Ich persönlich würde da selbstnivilierende Bodenausgleichsmasse reinkippen. Diese dann auch noch mit verteilen und dann sollte alles gut sein.
     
  4. Future

    Future Erfahrener Benutzer

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    Erstmal wäre die Frage was da als neuer Bodenbelag drauf kommt. Für Fiesen will man natürlich gerne einen perfekt glatten Boden ahben, bei Laminat mit Trittschall sind +/-2mm ja kein Problem.

    Und dann noch ob es sich nur um die Löcher im Boden handelt oder ob der Boden auch sonst schief/wellig ist.
    Die Löcher kann amn einfach mit einer guten Füllmasse zuspachteln und fertig.
    Bei kleinsten Unebenheiten kann man gut selbstnivellierende Masse nehmen, die fangen bei Mindestschichtdicken von 1mm an und ermöglichen trotzdem hohe Maximaldicken.

    Wenn man auch an der höchsten Stelle noch genug Platz hat um da mindestens 6mm drauf zu packen kann man übrigens auch am Boden mit Putzschienen arbeiten. Die Putzschienen mit passendem Mörtel/Kleber, langer Wasserwaage und etwas Geduld ausrichten und aushärten lassen. Dann die Bodenausgleichsmasse über die Schienen abziehen. Die Schienen kann man problemlos drin lassen, aber wenn einen das stört kann man sie auch noch rausnehmen wenn die Bodenausgleichsmasse grade so begehbar ist aber noch etwas flexibel. Dann muss man die entstandenen Fehlstellen nachher noch auffüllen. Ist keine besonders schnelle Methode, aber so kriegt man auch ohne Übung einen perfekt ebenen Boden hin
    Ich hab das bei mir im Keller schonmal an einer Stelle gemacht an der ich ein Gefälle brauchte udn das hat ganz prima geklappt.
     
  5. OldMan

    OldMan Neuer Benutzer

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    Hallo

    @asconav6
    Habe ich ja auch vor.
    Und wie stelle ich deiner Meinung nach sicher das ich die von mir avisierte max. Höhe nicht überschreite?
    Mit einem Stahllineal oder markierten Nagel am höchsten Punkt die aufgebrachte Schichtdicke messen?
    Markierungen an den Randdämmstreifen?

    @Future
    Der Boden selbst ist wellig.
    Ja, die größeren Löcher werde ich vorab mit einer standfesten Bodenspachtel bzw. einem Betonreparaturmörtel füllen.
    Aber das mit den Putzschienen hört sich ja arg aufwendig und kompliziert an.

    Da frage ich mich wie es die Spezis schaffen Raumübergreifend inkl. Dehnungsfugen eine Ausgleichsmasse aufzubringen
    welche dann in allen Räumen die gleiche Höhe hat.
     
  6. Future

    Future Erfahrener Benutzer

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    Das ist halt die Übung. Als ich das erste Mal selbstnivellierende Bodenausgleichsmasse in einem Kellerraum gegossen habe war das auch eher ein mittelmäßiges Ergebnis. Beim zweiten Raum schon besser und nach allen 5 Kellerräumen war ich dann soweit, dass ich mir das auch in Wohnräumen zutrauen würde.
    Erstes Problem ist natürlich, dass selbstnivellierende Masse nicht wirklich selbstnivellierend ist. Man kann sie also nicht in die eine Ecke schütten und von da breitet sie sich dann in der Waage aus. Leider bleibt die an der Stele auf eine "Haufen" und man muss selber dafür sorgen, dass die schon ziemlich genau in der Waage ist.
    Zweites Probem ist, dann man auch das richtige Werkzeug braucht. Man merkt meist erst beim Arbeiten, dass man jetzt vielleicht doch Naqgelschuhe braucht um da nochmal drüber zu laufen oder eine breiter Nagelwalze mit mehr Spitzen oder dass die Gummilippe von dem Abzieher zu haret Kanten hat und immer Rillen erzeugt. Oder die Raumtemperatur ist falsch und man hätte deswegen die Wasserzugabe anders wählen sollen.
    Ist also nicht so einfach, wie man das in Youtube-Lehrviedos sieht. Man muss sich von der Idee verabschieden, dass man das als Ungeübter mal eben alleine in einem Stündchen fertig hat.

    Alternative zu den Putzschienen im Boden sind Führungsschienen an den Wänden. Die müssen dann halt in der Waage sein und dann zieht man über die ab. Wird natürlich um so schwieriger, je krummer und verwinkelter der Raum ist. Dann kann man den Raum vielleiht besser in 2-3 Teile aufteilen, die man jeweils an einem Tag giesst und aushärten lässt.
     
  7. #6 Spaxoderwas, 14.10.2019
    Spaxoderwas

    Spaxoderwas Neuer Benutzer

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    Moin,
    der Fliesenleger meines Vertrauens, klebt kleine Stücke Wediplatte , so 5 mal 5 cm, an verschiedenen Stellen mit Fliesenkleber auf den alten Boden so im halben Meter Abstand auf fertiger Höhe. Darauf zieht er die Ausgleichsmasse ab. Die Stücke verbleiben im Boden und werden übergefliest.

    Gruß
     
  8. xeno

    xeno Erfahrener Benutzer

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    @Future
    Hättest du mir das nicht sagen können, bevor ich meinen Badezimmerboden verschlimmbessernivelliert habe? :D
    Meine Erfahrungen damit sind exakt wie von dir beschrieben und die Tipps hier sehr hilfreich, falls ich das doch irgendwann nochmal machen muss...
     
  9. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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    Dann nocheinmal : für die selbstnivellierende Ausgleichmasse braucht man : Rührbottich , Maßeimer für das Wasser, Langsames kräftiges Rührgerät , Flächenrakel mit gekröpftem Halter für Teleskopstange , 10er Zahnkelle , Nagelsohlen , geschäumtes Tape an den Wänden .
    Das ganze mindest zu zweit , während der eine die Masse verteilt - rührt der andere die nächste Mischung ausgiebig durch .
    Mindestens 10 mm in der Fläche [ testen mit der o.a. Zahnkelle] - sonst verteilt sich nichts ,
    Zu zweit kann man dann noch mit einem 200er Alurichtscheit die ganze Fläche abziehen , keine Wasserstellen stehen lassen !!
     
  10. xeno

    xeno Erfahrener Benutzer

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    Nett gemeint, aber deine Tipps hätten mir wieder nichts geholfen, weil sich die Masse großflächig eben nicht selbst verteilt und worüber soll man das Richtscheit abziehen?
    Man kann die Schichtdicke beim Verteilen einfach null einschätzen und braucht Referenzpunkte in der ganzen Fläche verteilt. Also entweder Schnellputzleisten oder z.B. die genannten Wedi-Stückchen in passender Höhe auf den Boden geklebt, finde ich eine super Idee.
    Markierungen oder besser Leisten am Rand sind auch sinnvoll. "Selbstnivellierend" ist nur die Oberfläche, die automatisch glatt wird.

    Das gilt natürlich speziell für einen Heimwerker der das zum ersten Mal (und evtl. auch noch alleine) macht und nicht für einen Profi, der das auch ohne diese Hilfsmittel irgendwie schafft. Und es sind nur meine persönlichen Erfahrungen, die hier aber von anderen bestätigt wurden.

    Natürlich hatte ich die Masse bestmöglich verteilt und es sah sehr gleichmäßig und eben aus. Bis es hart war und ich ein Richtscheit drauf gelegt habe... :rolleyes:
     
  11. OldMan

    OldMan Neuer Benutzer

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    Hallo,

    danke für diese informativen Erfahrungswerte.

    Was ich für meinen Erstversuch mitnehme:

    - Die richtige Vorbereitung ist schon mal die halbe Miete
    sprich alle Vorarbeiten abgeschlossen, Randdämmstreifen mit Folienlasche korrekt gesetzt und befestigt, ggf. Vorspachtelung um an mehreren Punkten sicher fixieren
    Alle benötigten Arbeits- und Hilfsmittel vor Ort, Wasser pro Sack in separaten Eimern fertig abgemessen vor Ort, ansonsten je nach Sackanzahl entsprechend
    Frischwasser inkl. Meßbecher, Eimer mit Wasser zum säubern

    Da ich aktuell nicht davon ausgehe, lasse mich aber jederzeit eines besseren belehren, das man pro Sack einen neuen Anmischeimer benötigt habe ich mir zwei
    dieser Anmischeimer besorgt.

    Ansonsten noch eine allgemeine Frage in die Runde in Bezug auf mögliche Teilflächenarbeit;
    Wenn ein Produkt von 1 bis 10 mm Max. Stärke spezifiziert ist, kann dieses dann mehrlagig, nach Trocknung der Erstlage,
    nur bis zu den max. 10 mm benutzt werden oder kann man jedesmal bis zu 10mm ausnutzen?
    zBsp.
    A - 1te Lage 8mm - 2te Lage 2mm
    oder
    B - 1te Lage 8mm - 2te Lage 8mm

    Ich meine bei irgendeinem Produkt gelesen zu haben das die Gesamtstärke auch mehrlagig nicht überschritten werden darf.
    Weiß aber nicht mehr bei welchem.
     
  12. #11 Holzwurm50189, 16.10.2019
    Holzwurm50189

    Holzwurm50189 Erfahrener Benutzer

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    Die lernen das und haben da Gefühl und Talent für. Ein Parkett- und Bodenleger hat nicht umsonst eine 3jährige Ausbildungszeit
     
    pinne gefällt das.
  13. Future

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    Ich bin der Meinung, dass auf der Packung meistens "Schichtdicke" und nicht "Gesamtdicke" steht. Und Schicht deutet für mich darauf hin, dass man davon auch mehrere aufeinander schichten kann.
    Ich wäre allerdings vorsichtig, was die Haftung zwischen zwei Schichten betrifft. Grade wenn man noch nciht so viel Erfahrung hat bildet sich ja doch mal ein Wasserfilm auf de Masse und der trocknet dann vermutlich als nicht besonders haftfähige Schicht. Dann vielleicht nochmal kurz vor der Aushärtung mit dem Gitter-Rabot rüber.
     
  14. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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    Soll das gescheit werden ? Dann mit mehreren Leuten ein Raum- ein Arbeitsgang. Sonst passiert das nicht mit dem Nivellieren !

    Anmischeimer ? Nehme einen Bottich - dann passen zwei Sack rein ./www.obi.de/baueimer-moertelkuebel/moertelkuebel-45-l/p/1382183
    Mit 600 UpM länger rühren - 9 min - damit es geschmeidig wird .
     
  15. OldMan

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    Ich stimme dir zu.
    Aber tatsächlich gibt es Produkte bei denen laut TM die max. Schichtdicke auch bei zweilagiger Spachtelung
    nicht überschritten werden darf. Zumindest lese ich das so.

    Habs doch noch gefunden
    Brillux 3115(1-10) - 3145(1-10ungef. 10-50gef.) - CA 3059 (1-10) - FX 3109 (3-10)
    Schichtdicken beachten Die angegebene maximale Schichtdicke darf, auch bei zweilagiger Spachtelung, nicht
    überschritten werden.
    bzw.
    Die angegebene maximale Schichtdicke darf, auch bei zweilagiger Spachtelung, nicht überschritten werden.

    Das ist aber auch, so meine ich mich zu erinnern, der einzige Hersteller bei dem dies in den TMs so steht.
    Bei anderen nicht!?

    Zum mehrschichtigem Auftrag laut TM steht in der Regel ähnliches wie:
    Eventuell notwendige Nachspachtelungen sollten unmittelbar nach Begehbarkeit ausgeführt werden.
    Oder
    Die erste Spachtelung X Stunden trocknen lassen plus zwischengrundieren vor erneutem Auftrag
     
  16. OldMan

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    Ich stimme dir trotz fehlender Praxiserfahrung zu.
    Allerdings habe ich mir jetzt ein Markenprodukt rausgesucht was meiner 'Ein-Mann-Baustelle' und fehlender
    Praxiserfahrung/Routine bez. Zeit entgegenkommt.
    - langer Verlaufszeit von ca. 20 Minuten.
    - Der Mörtel ist ca. 40 Minuten verarbeitbar (Topfzeit) und nach ca. 2 – 3 Stunden begehbar.

    PS:
    Deinen OPI Link mußte ich beim zitieren rausnehmen, da ich erst ab 10 Beiträgen ext
     
  17. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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    jeder sack sollte mindestens 8 minuten gleichmäßig langsam gerührt werden - so lange ruht das vorher ausgekippte !
    da sind 21 min schnell verbraucht .
     
  18. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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    Haben sie alles fertig wie gelesen ?
     
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Rauher unebener Boden - vor ausgleichen spachteln? Max. Höhe der Ausgleichsmasse?

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