Querriss im Mauerwerk - Untergrund (Tonboden) arbeitet

Diskutiere Querriss im Mauerwerk - Untergrund (Tonboden) arbeitet im Estrich, Mauer und Putz Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo, ich habe hier ein Problem, das einem Häuslebesitzer in Panik versetzen kann - wenn es ein Haus in Deutschland wäre. Ist aber ein kleines...

  1. digait

    digait Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich habe hier ein Problem, das einem Häuslebesitzer in Panik versetzen kann - wenn es ein Haus in Deutschland wäre. Ist aber ein kleines Ferienhaus in Italien, und hier sind die Kommentare dazu: "Wenn sonst weiter nichts ist ..."

    Es geht vom Fenstersturz ein Querriss zur Ecke, der dann auf der anderen Seite schräg bis zum Boden führt.
    Der Riss öffnet sich im Laufe des Sommers (bis auf 1 cm) und schließt sich im Laufe des Winters (bis auf 1-2 mm), wenn der Regen einsetzt und im Erdboden in die Tiefe dringt. Der Untergrund ist Tonboden, der je nach Feuchtigkeit stark schrumpft oder quillt.

    Da ich als Neuling hier noch keinen Link posten darf, habe ich Leerzeichen eingefügt.
    Bitte die Leerzeichen entfernen, damit der Link funktioniert.


    http:// abload.de/image.php?img=mauer_auen4oo0n.jpg
    http:// abload.de/image.php?img=mauer_innenf4o58.jpg

    Das Problem ist leider erst mit dem späteren Anbau aufgetreten. Das Haus hat ein Fundament von mind. 100 cm. Es wurde damals mal geprüft; es wurde sehr solide ausgeführt; man hatte nicht an Zement gespart. Die Mauer ist doppelwandiger massiver Tonziegel, vor ein paar Jahren mit 8 cm Vollwärmeschutz verkleidet.

    Der kleine Anbau hat nur ein Fundament von 60 cm (unzureichende Vorgabe vom Architekt). Dieses Fundament wurde mit dem Fundament des Hauses durch Eisenanker verbunden. Damit sollte verhindert werden, dass sich der Anbau auf dem instabile Tonboden vom Haus wegbewegt. (Es liegt ein sehr geringes Gefälle vor.)

    Beim Bau des Anbaus war der Untergrund sehr feucht. In einem späteren, sehr trockenen Sommer trocknete der Boden so weit aus, dass das Fundament anfing abzusacken, es neigte sich vom Haus weg, sowie entlang der Längsseite des Hauses aus der Flucht heraus. Durch die Verankerung mit dem Fundament des Hauses, ist dieses dann (mit sehr großer Wahrscheinlichkeit) an zwei Stellen gebrochen, und sackte nun auch (geringfügig) ab. Als Folge ist das Mauerwerk wie beschrieben quer gerissen.

    *-----------

    Eine grundlegende Behebung des Schadens kommt (zunächst) nicht in Frage. (Abgesehen davon, dass ich da sicher in den fünfstelligen Bereich komme, dürfte das sowieso ein sehr schwieriges Problem sein.) Um zu Verhindern, dass der Schaden größer wird, "halte ich das Schrumpfen des Bodens im Sommer in Grenzen", indem ich - ja, hier in Italien wird man erfinderisch und lebt mit provisorischen Dauerlösungen - mehr oder minder regelmäßig mit einem Gartenschlauch stark tröpfelnd rund um den betroffenen Bereich Wasser in das Erdreich sickern lasse. Nach ca. einer Woche ist es dann so tief eingedrungen, dass das Fundament reagiert und nicht mehr weiter sackt. MIt so ein paar tausend Litern wässere ich also jedes Jahr das Haus. Der Riss wird dann maximal knapp nur 1 cm groß.

    Hier suche ich noch nach einer Lösung für eine automatische Bewässerung, gesteuert durch einen Feuchtigkeitssensor, den ich tief im Erdreich (auf 1 m oder mehr) vergrabe. Hat da jemand eine Idee?

    Im Moment ist aber ein anderes Problem wichtiger: Die Abdichtung des Risses von außen.
    Durch den Riss auch durch den Vollwärmeschutz dringt mir nun dort Wasser ein und der Putz fällt ab. Um hier abzudichten mit etwas, was die Bewegung des Spaltes mitmacht, ist mir bisher nur folgendes eingefallen:

    Was haltet ihr von den Spezial-Dichtbändern für die Bad-/Duschabdichtung, z.B. PCI Pecitape 120 oder Sopro Dichtband?

    Elastastisch genug dürften die sein, ersteres habe eine Reißdehnung von 200%, beim anderen, etwas günstigeren, steht es nicht dabei. Ottoflex gibt es auch noch mit 140%.

    Wie würde man dann vorgehen? Putz soweit wegklopfen, dass die Armierung offen liegt. Und dann, ja womit, z.B. mit PCI Lastogum das Band mit der Armierung verkleben?

    Und wann mit der Arbeit beginnen? Im Frühjahr, wenn der Riss sich so gut wie geschlossen hat? Oder eher, wenn der Riss halb zu ist? Dann würde das Band sich nicht ganz so stark dehnen, aber wenn der Riss weiter zu geht, leichte Falten werfen.

    So, und dann habe ich wunderhübsche blaue (oder graue) Streifen in der Fassade. (Ein solches Band in weiß habe ich nicht gefunden.) Ich könnte nun das gesamte Haus in diesem Farbton neu streichen? ;-) Oder, gibt es eine elastische (!) Farbe (im Farbton des Hauses), die auf dem Band haftet und nicht abblättert, wenn der Riss und damit das Band arbeitet?

    Danke für Rat!
     
  2. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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  3. digait

    digait Neuer Benutzer

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    Solche Anker kenne ich auch, aber ich meine, hier hilft das nicht weiter. Zumindest nicht, solange sich der Untergrund
    ständig je nach Feuchtigkeit hebt und senkt. Denn es ist ja ein völlig intaktes Fundament und Mauerwerk gerissen.
    Wenn ich mit einem Anker diesen Riss fixiere, dann wird es wohl an einer anderen Stelle einen Riss in der Wand geben.

    Was ich nicht verstehe: Was meinst Du mit "Anker von Außenwand zu Außenwand"? Von der Wand des Hauses
    zu dem des Anbaus den Anker quer rüber setzen? - Als der Anbau geplant wurde, war die Weisung vom Architekten
    an die Maurer, dass nur die Fundamente, aber auf gar keinen Fall die Mauerwerke zu verbinden seien. Denn wenn der
    Anbau sich (von Haus weg) neigen sollte (was ja jetzt regelmäßig geschieht), könnte er dann die Mauer des Hauses
    mitnehmen.
     
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