PV-Anlage und Wallbox

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Diskutiere PV-Anlage und Wallbox im Elektroinstallation und Elektrotechnik Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo zusammen. Wir haben für unser E-Auto eine Wallbox vom Elektroinstallateur anbringen lassen. Er monierte dazu einen neuen Stromzähler, im...

Papa Puckelmann

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Hallo zusammen.

Wir haben für unser E-Auto eine Wallbox vom Elektroinstallateur anbringen lassen. Er monierte dazu einen neuen Stromzähler, im Bild links.

Kurz darauf stellte eine andere Firma die PV-Anlage inkl. 10 kW Speicher fertig und installierte hier den Zähler im Bild rechts.

Nun haben wir gestern (bei Sonnenschein und komplett gefülltem Speicher) das Auto geladen und die Zählerstände vergleichen.

- Zählerstand vor Ladevorgang (bei vollem 10kW-Speicher):
- 199kWh auf linkem Zähler
- 7kWh auf dem Zweirichtungs-Zähler

-Zählerstand nach dem Ladevorgang (bei weiterhin vollem 10kW-Speicher):
- 242kWh auf linkem Zähler
- 7kWh auf dem Zweirichtungs-Zähler

Nutzen wir für die Wallbox den PV-Strom gar nicht? Ist hier etwas fehlgeschaltet? Und welchen Zählerstand müssen wir dem Netzbetreiber bzw. Stromanbieter übermitteln?

Die hinzugekommenen 43kW werden ziemlich genau der getränkte Strom gewesen sein.

IMG-20220712-WA0013.jpeg


Vielen Dank schon mal!
 
Stefanseiner

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um zwei Stromtarife an einem Hausanschluss zu nutzen und gleichzeitig mit beiden Zählern vom eigenen PV-Strom profitieren zu können braucht es eine sog. Kaskadenschaltung der beiden Zähler.
Wurde gerade im Thread nebenan besprochen s. hier Luft Wärmepumpe und Ölheizung
Da geht's zwar um "Wärmepumpenstromtarif + Normaltarif" aber das Prinzip ist dasselbe und austauschbar durch "E-Autostromtarif + Normaltarif"
Im Posting 87 habe ich auch Dokumente angehängt
 
#
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jaybee

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"Unbekannt verzogen" :)
und ansonsten noch jemand anderen hinzuziehen.
Wenn der der es gemacht hat noch 2 Wochen weg ist, wär das doch eine Möglichkeit schonmal einen anderen Fachbetrieb drüberschaun zu lassen.
"Können sie vorbeikommen und schaun, ob eine Zählerzusammenlegung möglich ist und was mich das dann kostet?"...
Meinst du das wegen der Starkstromanschlüsse?
Ich meine das, weil ein 3x2,5 Kabel eigentlich "Popel" ist und ich nicht sehe, weshalb das eine komplett eigene Anlage braucht.
 
Stefanseiner

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hmm? Der TE schrieb was von 30 Cent / kWh, bei mir sind's mit Wärmepumpentarif (gleicher Preis wie E-Autotarif) 21,0 Cent / kWh, Tarif vor zwei Monaten abgeschlossen.

Also wenn Du 70 Cent zahlst dann hast Du Dich über's Ohr hauen lassen.
 

Papa Puckelmann

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um zwei Stromtarife an einem Hausanschluss zu nutzen und gleichzeitig mit beiden Zählern vom eigenen PV-Strom profitieren zu können braucht es eine sog. Kaskadenschaltung der beiden Zähler.
Wurde gerade im Thread nebenan besprochen s. hier Luft Wärmepumpe und Ölheizung
Da geht's zwar um "Wärmepumpenstromtarif + Normaltarif" aber das Prinzip ist dasselbe und austauschbar durch "E-Autostromtarif + Normaltarif"
Im Posting 87 habe ich auch Dokumente angehängt

Du meinst den, der 70ct die kWh kostet? :)

Kaskadenschaltung; vielen Dank, das werde ich dann direkt so an meinen Elektriker weitergeben, wenn er zurück aus dem Urlaub ist. Und vielen Dank auch für diese ausführliche Beantwortung und Anleitung.

Also wir zahlen für unseren Strom fürs E-Auto keinen gesonderten Tarif. 30,45ct/kWh, wie auch für unseren zugekauften Haushaltsstrom. Wir beziehen schon seit Jahren Strom aus 100% erneuerbaren Energien über die Bürgerwerke und liegen da mit unserem Tarif glaube ich gerade ganz gut?!
 

Papa Puckelmann

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"Unbekannt verzogen" :)

Wenn der der es gemacht hat noch 2 Wochen weg ist, wär das doch eine Möglichkeit schonmal einen anderen Fachbetrieb drüberschaun zu lassen.
"Können sie vorbeikommen und schaun, ob eine Zählerzusammenlegung möglich ist und was mich das dann kostet?"...

Ich meine das, weil ein 3x2,5 Kabel eigentlich "Popel" ist und ich nicht sehe, weshalb das eine komplett eigene Anlage braucht.

Nein, natürlich nicht. Er ist ja auch "nur" ein Angestellter und ich kenne die Räumlichkeiten der Firma wenns doch hart auf hart käme ;-)

Wir möchten auf jeden Fall unseren Betrieb darauf sehen lassen. Sie hatten ja bei der Installation keine Ahnung von der danach aufgebauten PV-Anlage. Und für den zusätzlichen Zähler gibt es eine Erklärung. Ich werde sie gerne teilen, falls Interesse besteht, sobald ich die Rückmeldung habe.
 

Papa Puckelmann

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So, mittlerweile habe ich Rückmeldung vom Elektrik-Betrieb und auch dem Netzbetreiber.

Hinweis zu Objekten mit elektrischer Warmwasseraufbereitung (z.D. Durchlauferhitzer, elektr. Boiler)
Es ist zu beachten, dass an den Haushaltszählern mit angeschlossener elektrischer Warmwasserversorgung (ohne Laststeuerung, Lastabschaltung) keine E-Ladepunkte größer 3,60 kW (kVA) angeschlossen werden können.
Da unsere Wallbox 11kW lädt, geht es nicht so einfach.

In diesem Fall ist für den/die E-Ladepunkt(e) ein zusätzlicher Zähler, eine Wandlermessung im Hausanschlussraum oder eine dynamische Last- und Symmetriesteuerung vorzusehen.

Möglichkeit A, dynamische Laststeuerung:
Entsprechende Nachweise sind unbedingt beim Netzbetreiber einzureichen!
Grundsätzlich ist es z.B. möglich, über eine dynamische Laststeuerung ein Wallbox auch an einer bestehenden Haushaltszähler mit angeschlossenem Wohneinheit inkl. Durchlauferhitzer zu betreiben.
Über die dynamische Laststeuerung wird sichergestellt, dass eine Überlastung der Kundenanlage inkl. Zähler ausgeschlossen wird. Beim Betrieb des Durchlauferhitzers wird durch die dynamische Laststeuerung der Leistungsbedarf der Wallbox temporär reduziert.

Möglichkeit B, Wandlerschrank:
Wenn alles zusammen über einen Zähler (Haushaltstrom inkl. 2x Durchlauerhitzer, PV-Anlage und Wallboxen) genutzt werden soll, wird eine neue Wandlermessung, welche für die Summenstrombelastung entsprechend ausgelegt ist, benötigt.
Dies ist, über die vorhanden direktmessenden Zähler, ohne eine entsprechenden Laststeuerung zur Summen-Strombegrenzung, leider nicht möglich.

Laut Elektrikbetrieb wäre
Möglichkeit A bei 5.500€ reiner Materialwert ohne Einbau
Möglichkeit B bei 6.500€ reiner Materialwert ohne Einbau + Platzproblem...


Für uns wird sich darum keine Möglichkeit ergeben, den PV-Strom für die Wallbox zu nutzen. Sehr schade. Aber damit müssen wir uns dann wohl abfinden.

Vielen Dank nochmal allen für Ihre Hilfe! Vllt mag ja noch jemand etwas zu meinen eingeholten Infos sagen?!
 
Stefanseiner

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seltsame Aussage 🤔
Ich stolpere hier über zwei Punkte.
1. die Angabe der Ladepunktleistung mit 3,6kW klingt für mich recht willkürlich, denn wenn 1x 3,6kW auf einer Phase klappt, und nicht genauer beziffert wird auf welcher Phase das zu passieren hat dann kann man vermutlich davon ausgehen, dass alle drei Phasen des Hausanschlusses dafür geeignet sind, diese 3,6kW zu liefern.
Und eine 11kW Wallbox stellt ja keine 11kW auf einer einzelnen Phase zur Verfügung sondern 3x 3,6kW
Von daher würde ich nochmal explizit nachfragen, ob eine 3-phasige 11kW Wallbox nun erlaubt ist oder nicht*

2. selbst wenn ohne größere Umbaumaßnahmen nur 3,6kW Ladeleistung möglich sind sehe ich nicht, wieso man nicht mit PV-Strom das E-Auto laden können sollte.
Die üblichen mobilen Ladegeräte aka "Ladeziegel" liefern 10A = 2,3kW und das ist für die allermeisten Anwendungsfälle völlig ausreichend, wenn man zu Hause laden kann und nicht täglich 200km oder mehr spazieren fährt.
2,3kWh / h * 14 Stunden Standzeit = rund 32kWh die man so täglich unter der Woche laden kann.
Ich fahre seit zwei Jahren elektrisch, zwischen 50km und 80km am Tag, lade etwa alle drei Tage in der Garage nach und zwar mit auf 1,8kW reduzierter Ladeleistung. Klappt perfekt. Zwei Mal hab ich in den vergangenen 12 Monaten die volle Leistung der Wallbox ausnutzen müssen, wegen Fehlplanung meinerseits.


*und ganz zur Not könnte man auch die Genehmigungspflicht umschiffen, indem man keine feste Wallbox installiert sondern einfach eine normale CEE 16A Dose und dort dann einen mobilen 11kW Lader. So hab ich das gemacht für unser zweites E-Auto, das im September nun endlich kommt.
11kW_Typ2_mobiles_Ladeger%C3%A4t_Wallbox_Ladestation_f%C3%BCr_Schuko_CEE_16A_Rot__Blau_05.jpg


Der wird 99% der Zeit fest eingesteckt sein und das Auto der Frau laden, und wenn es dann mal auf Urlaubstour geht kommt der in den Frunk mitsamt den diversen Adaptern, sodass man überall einstecken kann wo es Strom in irgend einer Form gibt.
Keine Notwendigkeit für eine Wallbox und zudem flexibler für unterwegs. Einstellbar in der Leistung übrigens auch, nur eben nicht dynamisch per PV-Überschusseinspeisung.
Wen es interessiert hier ein Erfahrungsbericht von mir zu dem Teil -> 11kW mobiler Wallbox Ladeadapter für Schuko & CEE 16 Rot + Blau
 
Stefanseiner

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Die Beispielrechnung oben ergibt 200km Reichweite die man pro Tag nachladen kann. Wer weniger fährt braucht auch seltener laden und kommt trotzdem hin.

Es ist utopisch sich zum Ziel zu setzen, das Auto ausschließlich mit PV zu laden. Und dann noch preiswert ohne Zusatzinvestitionen. Und dann noch so, dass das Netz nicht überlastet wird. Und ohne vernünftig großen (= um 50kWh) Batteriespeicher. Und das Ganze noch aus deutscher Produktion.
Irgendwo muss man eben Abstriche = Kompromisse machen, haben aber mittlerweile viele verlernt.
 
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ich denke, der Ansatz war auch nicht das Auto ausschließlich mit PV-Strom zu beladen
Für uns wird sich darum keine Möglichkeit ergeben, den PV-Strom für die Wallbox zu nutzen. Sehr schade. Aber damit müssen wir uns dann wohl abfinden.

oder auf was willst Du hinaus? Lieber komplett sein lassen weil 100% nicht geht?
 

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seltsame Aussage 🤔
Ich stolpere hier über zwei Punkte.
1. die Angabe der Ladepunktleistung mit 3,6kW klingt für mich recht willkürlich, denn wenn 1x 3,6kW auf einer Phase klappt, und nicht genauer beziffert wird auf welcher Phase das zu passieren hat dann kann man vermutlich davon ausgehen, dass alle drei Phasen des Hausanschlusses dafür geeignet sind, diese 3,6kW zu liefern.
Und eine 11kW Wallbox stellt ja keine 11kW auf einer einzelnen Phase zur Verfügung sondern 3x 3,6kW
Von daher würde ich nochmal explizit nachfragen, ob eine 3-phasige 11kW Wallbox nun erlaubt ist oder nicht*

2. selbst wenn ohne größere Umbaumaßnahmen nur 3,6kW Ladeleistung möglich sind sehe ich nicht, wieso man nicht mit PV-Strom das E-Auto laden können sollte.
Die üblichen mobilen Ladegeräte aka "Ladeziegel" liefern 10A = 2,3kW und das ist für die allermeisten Anwendungsfälle völlig ausreichend, wenn man zu Hause laden kann und nicht täglich 200km oder mehr spazieren fährt.
2,3kWh / h * 14 Stunden Standzeit = rund 32kWh die man so täglich unter der Woche laden kann.
Ich fahre seit zwei Jahren elektrisch, zwischen 50km und 80km am Tag, lade etwa alle drei Tage in der Garage nach und zwar mit auf 1,8kW reduzierter Ladeleistung. Klappt perfekt. Zwei Mal hab ich in den vergangenen 12 Monaten die volle Leistung der Wallbox ausnutzen müssen, wegen Fehlplanung meinerseits.
Vielen Dank für deine Einschätzung. Ich werde das jetzt nochmal so an Elektriker und Netzbetreiber formulieren und bin auf die Antwort gespannt.

Der wird 99% der Zeit fest eingesteckt sein und das Auto der Frau laden, und wenn es dann mal auf Urlaubstour geht kommt der in den Frunk mitsamt den diversen Adaptern, sodass man überall einstecken kann wo es Strom in irgend einer Form gibt.
Keine Notwendigkeit für eine Wallbox und zudem flexibler für unterwegs. Einstellbar in der Leistung übrigens auch, nur eben nicht dynamisch per PV-Überschusseinspeisung.
Wen es interessiert hier ein Erfahrungsbericht von mir zu dem Teil -> 11kW mobiler Wallbox Ladeadapter für Schuko & CEE 16 Rot + Blau
Nunja, die Wallbox haben wir ja mittlerweile schon installiert. Grundsätzlich klingt das nach einer super Alternative. Allerdings haben wir ja nun schon ein Heidengeld für die Wallbox gezahlt und werden diese nicht mehr deinstallieren lassen (können). Natürlich wollen die Leute eben auch verkaufen. Und wenn wir den Auftrag geben, bitte baut ne Wallbox ein, dann bauen sie ne Wallbox ein. Und die Idee mit der PV-Anlage kam wie gesagt erst im Nachgang.

Die Beispielrechnung oben ergibt 200km Reichweite die man pro Tag nachladen kann. Wer weniger fährt braucht auch seltener laden und kommt trotzdem hin.

Es ist utopisch sich zum Ziel zu setzen, das Auto ausschließlich mit PV zu laden. Und dann noch preiswert ohne Zusatzinvestitionen. Und dann noch so, dass das Netz nicht überlastet wird. Und ohne vernünftig großen (= um 50kWh) Batteriespeicher. Und das Ganze noch aus deutscher Produktion.
Irgendwo muss man eben Abstriche = Kompromisse machen, haben aber mittlerweile viele verlernt.
Wir hatten gar nie vorgehabt, ohne Investition und Zukauf das Auto ausschließlich mit PV-Strom laden zu können. Allerdings war das natürlich eine sinnige Überlegung, als wir andachten, eine PV-Anlage installieren zu lassen, nach der Anschaffung von E-Auto und Wallbox. Wir haben für alles insgesamt wirklich sehr viel Geld in die Hand genommen.

ich denke, der Ansatz war auch nicht das Auto ausschließlich mit PV-Strom zu beladen


oder auf was willst Du hinaus? Lieber komplett sein lassen weil 100% nicht geht?
Nein, es war natürlich nie unser gesetztes Ziel, das Auto ausschließlich durch selbsterzeugten Strom zu speisen, das hatte ich doch auch nirgends geschrieben. Aber sowohl Elektriker als auch Netzbetreiber haben uns versichert, dass eine grundsätzliche Nutzung des PV-Stroms für die Wallbox nur durch eine erneute Investition von vielen Tausend Euro möglich sei. Da muss ich mich als Laie ja erst mal drauf verlassen.
 
Stefanseiner

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Nein, es war natürlich nie unser gesetztes Ziel, das Auto ausschließlich durch selbsterzeugten Strom zu speisen, das hatte ich doch auch nirgends geschrieben.
dachte ich mir auch, daher war mein letzter Antwortpost auch nicht an Dich gerichtet sondern an Dirk.

So, jetzt aber erklär mal bitte nochmal genauer die Installationsreihenfolge bzw. den Genehmigungsstand.
Du schreibst, dass die WB zuerst kam und bereits installiert wurde? Und die PV danach? Oder ist die noch nicht installiert?

Falls dem so ist hätte der Elektriker vor der Installation der WB die Anschlusssituation beim Netzbetreiber prüfen müssen. Wenn die sich im Nachgang nun quer stellen hat das der Elektriker verbockt, dann soll er seinen Krempel wieder abbauen und mitnehmen.
 

Papa Puckelmann

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dachte ich mir auch, daher war mein letzter Antwortpost auch nicht an Dich gerichtet sondern an Dirk.

So, jetzt aber erklär mal bitte nochmal genauer die Installationsreihenfolge bzw. den Genehmigungsstand.
Du schreibst, dass die WB zuerst kam und bereits installiert wurde? Und die PV danach? Oder ist die noch nicht installiert?

Falls dem so ist hätte der Elektriker vor der Installation der WB die Anschlusssituation beim Netzbetreiber prüfen müssen. Wenn die sich im Nachgang nun quer stellen hat das der Elektriker verbockt, dann soll er seinen Krempel wieder abbauen und mitnehmen.
Also, wir hatten schon im vergangenen Jahr den Auftrag für die Wallbox-Installation an den Elektriker vergeben. Das hatte sich alles etwas gezogen, weil zuerst wir krank waren, dann sämtliche Monteure und zusätzlich gab es natürlich auch noch Probleme mit der Verfügbarkeit der ausgesuchten Wallbox.
9 und 10.5. wurde die Wallbox installiert, der neue Zählerschrank wurde eingebaut, es musste gestemmt werden um die Leitungen vom Sicherungskasten in die Garage zur Wallbox zu legen. Die Wallbox hatte allerdings noch keinen Zähler und somit auch keinen Anschluss ans Netz. Der alte Drehstromzähler blieb für den Hausstrom bestehen.
Am 9.6. wurde dann der neue Zähler für die Wallbox vom Netzbetreiber zur Verfügung gestellt und vom Elektrobetrieb installiert. Zu dem Zeitpunkt hatten wir dann schon zwei Zähler, den alten Drehstromzähler für den Hausstrom und den neuen digitalen Einrichtungsmesser für die Wallbox.

Am 14. und 15.6. wurde die PV-Anlage aufs Dach gesetzt. Am 24.6. kam der Elektriker des PV-Unternehmens und hat den Zweirichtungszähler eingebaut und gleichzeitig den alten Drehstromzähler ausgebaut und mitgenommen.

Ich hoffe, das war so verständlich und nicht zu verworren.

Wir hatten bei Vertragsabschluss mit dem Wallbox-Elektriker die PV-Anlage noch überhaupt nicht auf dem Schirm. Das kam erst sehr kurzfristig und die Abwicklung ging dann auch sehr schnell.
 
Stefanseiner

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also so wie ich die Begründung des Netzbetreibers verstehe hat die Ablehnung erstmal rein garnichts mit der PV zu tun sondern die stören sich nur an der Kombination elektrische Warmwasserbereitung (Wärmepumpe?) + Wallbox. Und da sollte der Elektriker vorher beim Netzbetreiber abklären, ob diese genehmigt werden kann bevor er munter drauflos stemmt.
Hätte er das gemacht dann hättet ihr eine andere Entscheidungsgrundlage gehabt.
a) Kosten für die teure WB samt Installation + zus. nochmal die o.g. 5.500€ bis 6.500€ Zusatzkosten
b) auf Wallbox und sämtliche Zusatzkosten verzichten und stattdessen mit dem mobilen Ladegerät auskommen

Für mich ist das mal wieder ein prima Beispiel dafür dass nur, weil "Fachhandwerker" draufsteht und die Rechnung ordentlich hoch ist man nicht automatisch davon ausgehen kann, dass man am Ende bessere Arbeit bekommt als wenn man es selber macht.
 

Papa Puckelmann

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also so wie ich die Begründung des Netzbetreibers verstehe hat die Ablehnung erstmal rein garnichts mit der PV zu tun sondern die stören sich nur an der Kombination elektrische Warmwasserbereitung (Wärmepumpe?) + Wallbox. Und da sollte der Elektriker vorher beim Netzbetreiber abklären, ob diese genehmigt werden kann bevor er munter drauflos stemmt.
Hätte er das gemacht dann hättet ihr eine andere Entscheidungsgrundlage gehabt.
a) Kosten für die teure WB samt Installation + zus. nochmal die o.g. 5.500€ bis 6.500€ Zusatzkosten
b) auf Wallbox und sämtliche Zusatzkosten verzichten und stattdessen mit dem mobilen Ladegerät auskommen

Für mich ist das mal wieder ein prima Beispiel dafür dass nur, weil "Fachhandwerker" draufsteht und die Rechnung ordentlich hoch ist man nicht automatisch davon ausgehen kann, dass man am Ende bessere Arbeit bekommt als wenn man es selber macht.
Was meinst du mit Ablehnung des Netzbetreibers? Dass die Wallbox nicht über die PV-Anlage laufen kann? Das scheint in unserer Konstellation einfach nicht bewilligungsfähig zu sein, da wir zwei Durchlauferhitzer im Haus haben.
So wie der Elektriker es uns installiert hat, ging ja alles ohne Probleme beim Netzbetreiber durch. Das war absolut kein Ding.
Die PV-Anlage kam, wie gesagt, erst danach aufs Dach. Als wir damals die Wallbox in Auftrag gegeben haben, war von der PV-Anlage noch überhaupt keine Rede.
Wenn wir von Anfang an dem Elektriker der Wallbox gesagt hätten, dass wir ne PV-Anlage planen, hätte er uns ja nicht den neuen Sicherungskasten so eingebaut, wie wir ihn jetzt haben. Dann hätten wir uns die 2.500€ schon mal gespart und hätten dafür halt noch mehr Geld in die Hand nehmen müssen, aber nicht so viel, wie wir jetzt insgesamt aufbringen würden, wenn wir es durchziehen würden mit dem Wandlerschrank.
Und auf die Wallbox zu verzichten ist natürlich auch für einen Elektrikbetrieb kein lukrativeres Geschäft, wenn wir ne Wallbox in Auftrag geben. Wir hatten ja nie auf dem Plan mit weniger kWh zu laden und ne andere Alternative zu ner Wallbox in Betracht zu ziehen. Da mache ich jetzt dem Betrieb keinen Vorwurf. Wäre nach der Installation der Wallbox alles so geblieben und wir hätten die PV-Anlage nie bekommen, wäre ja auch alles perfekt gewesen so!?

Ja, also der Betrieb ist ein traditionsreiches Familienunternehmen, das weit über die Stadtgrenzen bekannt für seine saubere und ehrliche Arbeit bekannt ist. Und von uns hat natürlich niemand eine Ahnung, dass er sowas selbst machen könnte und vor allem dürfte.
 
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Was meinst du mit Ablehnung des Netzbetreibers? Dass die Wallbox nicht über die PV-Anlage laufen kann? Das scheint in unserer Konstellation einfach nicht bewilligungsfähig zu sein, da wir zwei Durchlauferhitzer im Haus haben.

Du hast weiter oben das hier geschrieben:
So, mittlerweile habe ich Rückmeldung vom Elektrik-Betrieb und auch dem Netzbetreiber.

Hinweis zu Objekten mit elektrischer Warmwasseraufbereitung (z.D. Durchlauferhitzer, elektr. Boiler)
Es ist zu beachten, dass an den Haushaltszählern mit angeschlossener elektrischer Warmwasserversorgung (ohne Laststeuerung, Lastabschaltung) keine E-Ladepunkte größer 3,60 kW (kVA) angeschlossen werden können.
Da unsere Wallbox 11kW lädt, geht es nicht so einfach.

In diesem Fall ist für den/die E-Ladepunkt(e) ein zusätzlicher Zähler, eine Wandlermessung im Hausanschlussraum oder eine dynamische Last- und Symmetriesteuerung vorzusehen.

Da steht nix drin was die PV betrifft sondern nur, dass die Kombination aus Warmwasserbereitung und Wallbox problematisch ist.
Wenn Du da nicht noch einen Passus außen vor gelassen hast dann hat die PV nichts damit zu tun, weder von der Leistung her noch damit, dass man damit das E-Auto laden können soll.

Der Netzbetreiber sorgt sich entweder darum, dass die Gesamt-Anschlussleistung eures Hauses zu niedrig ist oder dass es zu einer Phasenverschiebung kommt, wenn Durchlauferhitzer und eine (einphasige )Wallbox gleichzeitig laufen.
Wobei ich eher auf ersteres tippe, Durchlauferhitzer sind echte Stromfresser. Unser alter in der Mietswohnung hatte 28kW, damit alleine wäre schon unser aktueller Hausanschluss ausgelastet, da könnte kein zweiter dazu und erstrecht nicht noch eine Wallbox.
Ich denke, genau hier liegt das Problem weil eine PV die den Eigenverbrauch kompensiert würde den Hausanschluss ja entlasten und nicht zusätzlich belasten .

Wie gesagt, ruf doch mal beim Netzbetreiber an und lass Dir das erklären, wo genau das Problem liegt.
 
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