Pflege von Kiefertisch gelaugt geölt...

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homegirl

wir haben einen neuen Wohnzimmertisch kiefer gelaugt/geölt via Internet gekauft. Dabei war ein Öl, aber keine Pflegehinweise.
Soll ich jetzt schon vor der ersten Benutzung mit dem Öl arbeiten und wie? Mit weichem Tuch auftrgen oder mit Pinsel ? Auf was muss man achten ? Kann man solche Tische auch feucht abwischen? Wie oft sollte man mit dem Öl drüber gehen. Kurz und gut ich habe Null Ahnung (seither immer lackierte Tische) und bitte um Unterricht!
 
harekrishnaharerama

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Möbelpflege

Hallo :)

Geölte Holzmöbel kann man feucht abwischen, vertragen aber - wie alle Holzmöbel - kein stehendes Wasser.
Gewachste Möbel nur mit Politur bearbeiten und immer Untersetzer verwenden.

Ölen - meist mit einer Leinölfirnis oder einem Hartöl - tut man sie alle paar Jahre, oder wenn sie stark gelitten haben - zum Beispiel in der Sonne stehen und austrocknen.
Dabei nimmt man ein nicht fusselndes Baumwolltuch - sogenannter Tuchballen. Tränkt diesen mit Öl und verteilt es gleichmässig auf dem Möbel. Wenn das Öl eingezogen ist, kann man noch weitere Male nachölen, bis das Holz kein Öl mehr aufnimmt und wischt dann mit dem letzten Gang die letzten Ölflecken weg.

Wenn die Oberfläche des Möbelstückes stark gebraucht wird - wie bei einer ARbeitsplatte - dann schleift man vor dem Ölen die Platte. Je nach Schrammentiefe muß man vorher auch noch mit einem (Wachs-)Spachtel arbeiten und/oder entsprechend tief abschleifen.

Dabei nimmt man meist die Körnungen 80, 160 und dann 240 als letztes. Vor dem letzten Schleifgang kann man schonmal vorölen, dann sieht man auch die zu bearbeitenden Flächen besser, auch vorher unsichtbare Schrammen können plötzlich sichtbar werden. Dann sollte man den Schleifvorgang dementsprechend wiederholen bis sich nach der Ölung ein gleichmässiges Bild zeitigt.

Schleifen kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen ;)
 
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pinne

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homegirl, jetzt ist der Tisch noch neu und sollte werkseitig geölt sein.
Wenn Ihr etwas ' Oberfläche ' haben wollt nehmt (s.o.)etwas von dem mitgelieferten Öl und verteilt einen dünnen Film auf die Waagerechte und die Kanten.
Am nächsten Tag nehmt Ihr dann mit einem fusselfreien Stoffballen den Überschuß ab.
Das geschieht nicht kreuz und quer, sondern in der Richtung des Holzwuchses (Maserung),
dann noch einige Male in der Richtung polieren mit frischem Tuch. Bis der Speckglanz da ist.
 
harekrishnaharerama

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Bei Hartholz geht polieren, bei weicherem Holz - wie Fichte, Tanne und Kiefer - darf man nicht zuviel erwarten - schruppt Euch nicht tot! Hier nehme ich dazu eine Bürste bzw. einen Bürstenaufsatz.

Mit der Maserung zu arbeiten ist ein guter Rat, so kommt man besser in die kleinen Vertiefungen des Holzes. Leider bei den Augen (Astlöchern), in Ecken und Winkeln schwer anwendbar. Die Bürste liefert mit ihren langen Borsten auch hier gute Ergebnisse.
 
o0Julia0o

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Womit ist denn "Kiefer gelaugt geölt", geölt und gelaugt? Und welches Öl ist am geeignetesten? Sollte man sich Bio-Leinöl holen, damit man sich nicht großflächig(das dampft ja auch wieder aus) keine Pestizide ins Haus holt?
 
harekrishnaharerama

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Gelaugt wird mit Natronlauge oder Kaliumlauge, zurück bleiben Salze, die man sogar Teilweise auf Gebäck wieder findet (Laugengebäck)

Geölt wird mit "Hartöl" einer Mischung aus Leinölfirnis und Standöl (abgestandene alte Leinölfirnis) und leider auch mit Erdölprodukten versetzt. Die Trockner und Erdölanteile werden teilweise beanstandet. Gibt da gerade einen neuen Bericht in der aktuellen Ökotest ;)
 
o0Julia0o

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oh supi, die liegt bei uns in der Bücherei immer aus. Um welche Ausgabe handelt es sich genau?
 
harekrishnaharerama

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Schlechter Film - Holzöle
103590-s.jpg

Holzöle gelten bei vielen als die natürlichere, ökologischere Variante zu lackierten Holzoberflächen. Was viele Heimwerker nicht wissen: Es ist nicht alles Öl was glänzt. Viele Produkte enthalten nicht nur pflanzliche Öle, sondern auch Erdöl, Lösemittel und problematische Trockenmittel. Und manchmal auch krebsverdächtige Substanzen.

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Und man nimmt keine Olivenöl weil es ranzig wird im Holz/ auf dem Holz oder Schimmel eher noch mehr Nahrung gibt? Oder weil es zu grob ist & nicht so gut einzieht wie Wallnussöl oder Leinöl?
 
harekrishnaharerama

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Man nimmt Walnussöl nur auf Flächen, die mit Nahrung in Kontakt kommen - Schneidbretter oder Küchenarbeitsplatten.

Hauptsächlich nimmt man Firnis nicht nur, weil das Öl erstmal ranzig werden muß und anfängt zu riechen, sondern weil der Farbton sich nicht mehr ändert - wenn Dir das egal ist, dann kannst Du auch Ölivenöl oder anderes Pflanzenöl nehmen.

Ferner nimmt man Trockner, um eine Patina auf dem Holz zu erzeugen, die dann glänzend poliert werden kann - mit Öl dauert dieser Prozess eine Weile. Aber auch hier ist das eventuell egal, wenn es sich zB. um ein Schneidbrett handelt oder man auf den Glanz verzichten kann
 
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..also wird Olivenöl/Walnussöl tatsächlich ranzig(im und auf dem Holz), und Leinöl nicht?

Julia :)
 
harekrishnaharerama

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Nein, alle Pflanzenöle "ranzen", das ist der Grund, warum man sie dafür nimmt. Die ungesättigten Fettsäuren reagieren miteinander und bilden ein Polymer. Leinölfirnis ist ein "durchgeranztes" Leinöl - deshalb riecht altes ranziges Pflanzenöl auch nach "Farbe".

Leinöl wird deshalb meistens genommen, weil es die meisten ungesättigten Fettsäuren hat und dadurch das Polymer daraus sehr viele Querverbindungen bildet - also sehr viskos und reißfest wird
 
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danke hareksihna - achso, das ist so ein Vorurteil was durch google kursiert.. "nimm kein Olivenöl, denn es wird ranzig". Damit wäre das auch ausgeräumt. Gibt es irgendwo eine Tabelle mit der Molekühlgröße der verschiedenen Öle. Umso kleiner umso besser zieht es ein. Das wäre doch ein wichtiger Aspekt.

Glanz benötige ich nicht, ich möchte aber die Lebensdauer des Holzes erweitern.

Kann man sagen, Schimmel wird durch einölen des Holzes provoziet, weil er sich davon ernährt? Oder ist das Gegenteil der Fall, weil das Holz nicht mehr so viel Wasser aufnehmen kann & Schimmel im Öl nicht so gut überleben kann?

Julia :)
 
harekrishnaharerama

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Also Öl ist nicht so stark konservierend wie Firnis, aber Du kennst aus der Küche vielleicht in Öl eingelegte Lebensmittel - solange die im Öl liegen, bleiben sie sehr lange essbar, dann wird es halt ranzig, aber für den Inhalt bedeutet das eigentlich noch eine bessere Konservierung ;)
 
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Also geht es allein um Konservierung des Holzes? Und geht es allein um Schimmel? Oder anders gefragt - was genau tut dem Holz so gut an der Öl- bzw. Firniesbehandlung?
 
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Es wird vor den Oberflächenbelastungen geschützt, weil es "härtet" - gibt sogar einen Gewissen Abriebschutz bei Bödenbelägen und es ist besser zu säubern, Fegen, Staubwischen.
Ölbehandlungen können sogar vor dem Eindringen von Wasser schützen.
Das tut Wachs zwar auch, aber dort hinterlässt Wasser Flecken, deshalb Omas Untersetzer bei den Wohnungsmöbeln.

Schimmel braucht Feuchtigkeit. In Feuchträumen ist deshalb von Holz abzuraten, es sei denn, man stört sich nicht daran, daß das Holz irgendwann durch das "Arbeiten" aus den Fugen gerät und klapperig wird. Es muß dann aufgearbeitet bzw. repariert werden ;)
 
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Schimmel braucht Feuchtigkeit. In Feuchträumen ist deshalb von Holz abzuraten, es sei denn, man stört sich nicht daran, daß das Holz irgendwann durch das "Arbeiten" aus den Fugen gerät und klapperig wird. Es muß dann aufgearbeitet bzw. repariert werden ;)

Es geht also nur um den Oberflächenschutz durch Abriebschutz? Ich dachte, dem Holz wird durch das Öl irgendwas zugeführt, damit es langlebiger bleibt. Wir haben im Feuchtraum ein Fenster aus Holz.. da ist etwas Schimmel dran. Jetzt frage ich mich, ob da Öl was hilft.
 
harekrishnaharerama

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Das wird Stockschimmel sein, der ist oberflächlich. Klar kann man das Holz Ölen, wenn die Oberfläche des Fensters offen - nicht lackiert - ist.
Wenn der Winter wieder Kondeswasser auf dem Holz hinterlässt und es nicht trocken gewischt wird, dann wird jedoch auch wieder Schimmel entstehen - übrigens auch auf Plastik kann Schimmel entstehen, sogar das Plastik verfärben

Trockenheit ist das A und O bei der Pilzbekämpfung ;)
 
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jo genauso ist das. Doch hilft ölen dass der Schimmel dann nicht so tief einzieht ins Holz?
 
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