Ölbrennwertkessel- sinnvoll oder nicht?

Diskutiere Ölbrennwertkessel- sinnvoll oder nicht? im Heizung und Klima Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo liebe Community, ich habe eine Frage, die mich schon etwas länger beschäftigt. Ich überlege einen Ölbrennwertkessel anzuschaffen. Das...

  1. #1 Handwerkerprofi, 04.01.2018
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    Hallo liebe Community,

    ich habe eine Frage, die mich schon etwas länger beschäftigt. Ich überlege einen Ölbrennwertkessel anzuschaffen. Das Angebot im Internet ist riesig. Kann einer von euch eine bestimmte Marke empfehlen, zum Beispiel von Buderus oder so?

    Und nochmal eine andere Frage: Spart ihr damit tatsächlich bis zu 30 Prozent eurer Heizkosten ein?

    Ich freue mich auf eure Antworten und den Austausch mit euch

    Grüße H.
     
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  3. xeno

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    Soweit ich weiß, lohnt sich die Investition in Brennwerttechnik bei Öl eher weniger (im Gegensatz zu Gas), da nicht so viel Wasser in den Verbrennungsgasen enthalten ist.
     
  4. Maggy

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    Selbst bei Gas nicht. Haben wir vor 8 Jahren machen lassen. Der Holzofen, der spart zwar auch nicht wirklich, aber jetzt ist es zumindest für das gleiche Geld richtig warm.
     
  5. #4 Handwerkerprofi, 09.01.2018
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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Antworten. Das ist wirklich sehr interessant. Ich bin erstaunt, weil man auf den Herstellerseiten immer wieder liest, dass Einsparungen von bis zu 30 Prozent möglich sind. Ich hab auch gelesen, dass man für einen Brennwertkessel ein zusätzliches Abgasrohr in den Schornstein einlassen muss. Weiß einer von euch was sowas kostet?

    Viele liebe Grüße H.
     
  6. Maggy

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    Das hat die Firma gleichzeitig gemacht, war im Komplettpreis bei uns enthalten.

    Ja 30%..... Papier ist geduldig.

    So ist ja auch die Außendämmung inzwischen eine fragwürdige Geschichte. Erst hochgelobt, dann hatten die Vögel gutes Nistmaterial, inzwischen sehr denkt man da schon anders, vor allen Dingen, wenn Feuer ins Spiel kommt...
     
  7. xeno

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    Ich würde da einfach mal googlen zu den tatsächlichen Einsparungen, also nach Erfahrungsberichten. Da sollte sich einiges finden. Ich denke, das lohnt sich nicht.
    Das ist wie bei Autos: Kein Neuwagen ist umweltfreundlicher und kostengünstiger ingesamt, als ein älteres Auto weiter zu fahren bis es auseinander fällt. Selbst wenn es ein bisschen mehr verbraucht.

    Ich würde die aktuelle Ölheizung an deiner Stelle weiter nutzen bis sie irgendwann kaputt geht und eine Reparatur sich wirklich nicht mehr lohnt und erst dann umsteigen. Wenn du dann irgendwann eine neue Heizung brauchst, hast du auch keine Wahl mehr. Geräte ohne Brennwerttechnik dürfen nämlich gar nicht mehr neu verbaut werden (außer in Ausnahmefällen). Zumindest bei Gas ist das so, bei Öl dann bestimmt auch.

    Die Kosten für das Rohr einziehen in den Kamin kommen ganz auf deinen Kamin an und den Aufwand. 3000 Euro würde ich mal ganz grob als Richtwert in den Raum werfen.
     
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  8. #7 asconav6, 10.01.2018
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    Bei mir (2 Familienhaus) ist die Ersparniss bei einer GAS Brennwerttherme gut 1/3 an Gas.
    Das Abgasrohr wurde bei mir auch von der Firma die die Anlage aufgestellt hat, mit gemacht. War in ein paar Stunden erledigt.
     
  9. #8 Unclebarisch, 14.01.2018
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    Kommt auf das Haus und derren Substanz drauf an, das ist das wichtigste...weil was bringt dir die ach zu tolle super sparsame neue Heizung wenn die alte Hütte noch die alten einfach verglaste Fenster drin hat, Dach nicht gedämmt ist und die Haustüre zieht..., mal abgesehen von der Außenfasdendämmung diese wichtig wäre, aber auch sehr teuer ist...will damit nur sagen, du sparst erst beim heizen wenn du evtl. alte Problem stellen am Haus angehst, und dann erst dich auf eine neue Heizung einlässt...

    So mach ich es aktuell, Dach, Haustüre und Fenster alles neu und auf dem aktuellen Stand der Technik...Der Unterschied zu zuvor mit alter Holzhaustüre und Holzfenster ist wirklich heftig, der alte Kessel läuft viel weniger und die Hütte ist einfach immer war, und das auf sehr niedriger VL Temperatur was wichtig ist für effizientes Heizen.
    Wenn dann noch der Schwedenholzofen an gemacht wird, gehts erst richtig ab[emoji14].

    Ich zb. möchte weg von Öl eines Tages und mir eine LWWP anschaffen für brauchwasser und Heizwasser und das anfangs in Kombinationschaltung mit dem alten Ölkessel für sehr kalte Tage!

    Muss alles genau überlegt sein, weil es nach hinten los gehen kann!


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  10. Maggy

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    So wie Du es jetzt schreibst liegt es aber nicht an der Brennwerttechnik sondern am Dämmen, daß man spart.
    Und wenn man wirklich was einspart, dann gehen die Preise hoch, den die Gaswerke z. B. brauchen bestimmtes Budget um den Laden am Laufen zu halten.
    Und so ist es auch beim Wasser und Strom.
     
  11. #10 Unclebarisch, 14.01.2018
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    Ja, so hab ich es ja geschrieben, was bringt der sparsamste Öl Brennwerter wenn die Einsparung „fast“ nichts bringt wegen schlechter Dämmung! (Dach, Fenster ect.)


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  12. #11 xeno, 15.01.2018
    Zuletzt bearbeitet: 15.01.2018
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    Die Haus-Dämmung spielt bei der Effizienz der Heizung keine Rolle, zwei verschiedene Baustellen, die nichts miteinander zu tun haben...

    Es ist eher genau umgekehrt: Wenn man ein schlecht gedämmtes Haus hat und sehr viel heizen muss, bringt eine effizientere Heizung eine viel größere Kosteneinsparung, als wenn man wegen guter Dämmung sowieso kaum heizen muss :)

    Natürlich ist Dämmung generell sinnvoll, man sollte es aber nicht übertreiben und die negativen Auswirkungen im Auge behalten (z.B. dass das Haus schimmelanfälliger wird und man ein Belüftungskonzept braucht). Bei Altbauten sollte man genau wissen was man da tut.
     
  13. #12 joedreck, 15.01.2018
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    Mittelbar spielt es sehr wohl eine Rolle. Wird nämlich eine sehr hohe VLT benötigt auf Grund der fehlenden Dämmung, ist der Brennwerter außerhalb der Kondensation und somit geht deutlich Effizienz verloren. Besonders bei Öl ist das wichtig.

    Als erstes würde ich kleine Sachen in Eigenleistung machen.

    Kessel Dämmen, Rohre Dämmen, Rolladenkasten etc. Das hilft erstmal und ist günstig

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  14. #13 Unclebarisch, 15.01.2018
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    Genau so ist es, was bringt der effizienteste Öl Brennwerter, aber muss mit einer VT mit weit über 40, 50 oder sogar über 60 Grad VT fahren weil die Hütte darunter sonst nicht warm zu bekommen ist mangelst Dämmung, ineffizienter geht dann wohl mit einem teuren neuen Brennwerter wohl nicht.

    Als Beispiel:
    Meine DHH bzw. dessen Kessel aus erster Stunde ( Bj73) lief als ich es gekauft hatte mit 60 bis 70 Grad VT, diese ist auch immer so eingestellt gewesen, egal wie die Außentemperatur war, sehr sehr ineffizient eben.
    Die Hütte wurde so erst warm, aber das auch nicht zu sehr, obwohl sehr hohe VT.

    Für mich war klar, ich werde im gesamten Haus die Fenster, Rollläden inkl. Dämmung und alle Türen samt Haustüre erneuern.
    Das hab ich getan.

    Jetzt bei minus 4 Grad AT fährt mein Kessel mit gerade mal 40 Grad VT, und die Hütte wird warm.
    Diese Steuert der Kessel bzw. dessen Steuerung und den Witterungsgeführten Mischer diesen ich ebenso nachgerüstet hatte für kleines Geld, aber immer die perfekte VT habe bei hohen Oder niedrigen AT (Alles automatisch).

    Also, jeder kann ja machen was er will, aber nur eine neue Heizung anschaffen egal ob Gas, Öl oder sonst was weil diese lt. Datenblatt ach so effizient läuft, bringt überhaupt nichts weil eben durch hohe VT Diese dann doch nicht effizient arbeiten kann.




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  15. #14 joedreck, 15.01.2018
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    Also mein konkreter Tipp ist: Solang keine gesetzliche Verpflichtung zum Tausch besteht, erstmal die Bude Dämmen. Da gehen viele Sachen günstig.
    Heizung, Rohre wie beschrieben,
    Fenster evtl ein Scheibentausch machen lassen. Tischler fragen,
    Kellerdecke von unten Dämmen,
    Oberste Geschossdecke inkl Bodenklappe Dämmen.

    Das hilft schon mal merklich. Wobei ich Fenster am Ende dieser Liste stellen würde, da immer noch am teuersten.
    Solang kein großer Defekt anliegt an der Heizung: diese optimieren. Stichwort hydraulischer Abgleich als ersten Schritt. Kann auch selbst gemacht werden über die Rücklaufverschraubungen.
    Dabei auch die Heizkurve senken, soweit die Heizung Außentemperatur gesteuert ist.

    Ein Feedback wäre jetzt gut

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  16. xeno

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    Ok, ihr habt natürlich Recht. Ich meinte das mehr so ganz allgemein.

    Wenn die (Brennwert-)Heizung nicht mit einer niedrigen VT betrieben werden kann, ist sie ja nicht effizienter und damit bringt es auch keine Einsparung.
     
  17. #16 Handwerkerprofi, 06.03.2018
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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure zahlreichen Antworten. Meine Heizung ist mittlerweile leider echt ziemlich kaputt. Ich habe schon den Fachmann angerufen. Er war da und hat sie repariert, sie geht allerdings schon wieder auf Störung. Ich werde jetzt eine neue anschaffen.

    Diejenigen von euch, die eine neue Brennwertanlage gekauft haben: Wie hat das bei euch mit der Förderung geklappt? Ich habe gesehen, dass man hierfür eine KfW Förderung bekommen kann. Ich finde das ganze jedoch irgendwie unübersichtlich. Kann jemand für mich Licht ins Dunkle bringen?

    Gruß H.
     
  18. #17 Unclebarisch, 06.03.2018
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  19. #18 Handwerkerprofi, 08.03.2018
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    Hallo Uncle Barisch,

    vielen herzlichen Dank für deine Antwort und den Link. So wie ich es verstehe, hast du mir Infos zu einem Kredit geschickt. Vielen lieben Dank. Ich würde aber auch gerne einen Zuschuss bekommen, habe gesehen, dass man da bis zu 15 Prozent bekommen kann. Hat einer von euch, das schon mal bei der Haubank beantragt?

    Euch einen schönen Feierabend und viele Grüße
     
  20. Maggy

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    Als ich dem Typ von der Hausbank sagte ich will nur Zuschuss aber keinen Kredit hatte der Null!!! Ahnung.
    Ich wünsche dir viel Erfolg. Und bitte Berichte hier mal. Wir haben unser Projekt so gestemmt. Glaub das ist auch der Sinn. Gefaselt wird da und wenn man was vom Kuchen haben möchte gibt es nicht mal Krümel.
     
  21. #20 Handwerkerprofi, 09.03.2018
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    Oh je das hatte ich fast vermutet. Fördergelder sind ja nie einfach zu beantragen. Stimmt es, dass man auch einen Energieberater hinzuziehen muss?
     
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