Muss mein Heizungsbauer die Vor- und Rücklaufleitungen dämmen???

Dieses Thema im Forum "Heizung und Klima" wurde erstellt von impaler1981, 12.07.2012.

  1. #1 impaler1981, 12.07.2012
    impaler1981

    impaler1981 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    bin neu hier im Forum und habe eine für mich wichtige Frage.
    Wir haben vor ca. 1/2 Jahr nach vielen Anstrengungen unser Eigenheim, ein Einfamlienhaus, bezogen.
    Ein Heizungbauer hat uns damals die komplette Heizinstallation gemacht (Gasheizung). Auf die Frage, ob es denn sinnvoll sei, die Vor- und Rücklaufleitungen zu dämmen, antwortete er, dies mache man nur bei Zweifamilienhäusern und noch größeren Bauten.
    Zudem empfahl er sogar, die Rohre NICHT zu dämmen, da so der Keller "überschlagen" werde.

    So. Jetzt war letztens der Kaminkehrer da und hat unsere Heizung abgenommen und siehe da...sofort fiel dem Kaminkehrer auf, dass unsere Rohre eben nicht gedämmt waren, hat dies natürlich auch beanstandet und explizit darauf hingewiesen, dass diese Dämmung PFLICHT für den Heizungsbauer sei. Er sprach auch von Kosten in Höhe von ca. 200 Euro, welche durch die fehlende Dämmung entstünden.

    Mein Heizungsbauer sah das später am Telefon später natürlich etwas anders:mad: Er behauptete, diese Dämmung sei keine Pflicht und er werde dies auch nicht übernehmen, es sein denn, ich bezahle ihn nochmals dafür. Er wies auch daraufhin, dass die Dämmung der Rohre in seinem Angebot nicht explizit erwähnt wird, was leider auch stimmt.:(
    Das sah ich erstmal aber nicht ein, da ich der Meinung bin, dass ein Heizungsbauer doch keine Heizung installieren darf, die dann am Ende vom Kaminkehrer nicht abgenommen wird!!!

    Daher meine Frage: Darf ein Heizungsbauer eine Heizung OHNE Dämmung der Leitungen installieren, bzw. darf er im Nachhinein nochmal Geld dafür verlangen???

    Schonmal vielen Dank für euer fachkundige Hilfe.


    Gruss

    Andi
     
  2. AdMan

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  3. #2 MacFrog, 12.07.2012
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    Hi, natürlich müssen die Rohre nach der Energiesparverordnung (Enev) gedämmt werden! Dämmschichtdicke sollte im Keller und ungenutzen Räumen 100% betragen (als Faustregel : Rohrdurchmesser = Dämmschichtdicke zu jeder Seite) Nachträglich gehts meist nicht,da die Rohre ohne Dämmung auch enger verlegt werden! Vor. und Rücklauf sollten auch seperat Gedämmt werden,also möglichst nicht einfach beide Rohre zusammen einwickeln (auch wenn man das früher oft gemacht hat).

    Ob er das nun extra Berechnen darf , kann ich dir leider nicht sagen,jedenfalls ist das so nicht Fachgerecht!
    Gleiches gild übrigens auch für deine Warmwasserleitung! (50% Dämmung ohne Zirkulationsleitung,100% mit! )

    In KReuzungspunkten darf die IsoStärke verringert werden.
     
  4. #3 impaler1981, 12.07.2012
    impaler1981

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    Hi,

    erstmal Danke für deine Antwort. Dies bestätigt auch die Mängelbeschreibung vom Kaminkehrer.
    Leider wußte ich das vorher nicht und habe dem Heizungsbauer quasi blind vertraut. Nachträglich isses aber zum Glück noch möglich die Isolierung anzubringen. Die Abstände der Rohre sind ausreichend gross. Habe mich mit dem Heizungsbauer einigen können, dass er das Material zur Verfügung stellt und ich die Dämmung selbst anbringe.
    In Anbetracht deiner Info ist folgende Aussage von ihm wirklich lächerlich: Er behauptete, die Dämmung mache generell kein Heizungsbauer, sondern in der Regel eine Isolierfirma. Ich glaube, der hält mich echt für nen Vollidioten, der keine Ahnung hat. Stimmt zwar zum Teil:D, aber ich ich kann mich informieren:cool:

    Ich fand es zudem total unverschämt von dem Heizungbauer, mich quasi als Schmarotzer hinzustellen, weil ich von ihm verlangte, dies bitte schön ohne zusätzlichen Aufpreis durchzuführen.

    Wenn es also diesbezüglich eine festgesetzte Regelung gibt (Enev), kann es doch nicht sein, dass ein Heizungsbauer eine sozusagen nicht korrekt betriebsfähige Heizung installieren darf. Dies wäre meines Rechtsempfinden nach ein Mangel, den der Heizungsbauer auch beheben muss.

    Wäre cool, wenn noch jemand genaueres zu diesem Thema weiß.


    Gruss
     
  5. #4 MacFrog, 13.07.2012
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    Theoretisch hat er wohl recht mit seinem Isolierer , allerdings macht das im normalen Wohnungsbau (1-2 Familienhäuser und auch kleine MFH) der Heizungsbauer selber :) (Da gibt es extra Schaumstoff-Isoschläuche für,die einfach aufgeschnitten werden und später verklebt). In Öffentlichen Bauten werden die Rohre (auch wegen Brandschutz etc) auch heute noch oft mit Steinwolle und Isolierschalen Isoliert ,und da macht es der Isolierer (wenn die Rohre NICHT im Boden/Wand liegen , sondern halt in Versorgungsräumen , Keller...)
     
  6. #5 impaler1981, 13.07.2012
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    Habe gerade nochmal mit dem Kaminkehrer gesprochen. Er erklärte mir das so: Es besteht zwar eine Pflicht die Energiesparverordnung umzusetzen, jedoch NICHT explizit für den Heizungsbauer. Das heißt im Klartext, dass ein Heizungsbauer somit eine "fehlerhafte" Heizanlage installieren darf. Jedoch hätte mich der Heizungsbauer explizit darauf hinweisen müssen, dass das Weglassen der Dämmung NICHT regelkonform ist. Dies hat er nicht getan. Ganz im Gegenteil. Er (der Heizungsbauer) verwies darauf, es sei ein Vorteil die Rohre NICHT zu dämmen und gab auch an, dass eine solche Regelung nicht existiere. Tja...das ganze hab ich natürlich nicht schriftlich und auch keinen Zeugen, also nützt mir das nix.

    Der Kaminkehrer sagte aber auch, dass er das Verhalten des Heizungsbauers für sehr dreist halte und nicht dem Regelfall entspräche. Bin da wohl wirklich an nen I****ten geraten.
    Er wird sich mit dem Heizungsbauer nochmal in Verbindung setzen...mal schauen was dabei rauskommt.

    Summa summarum lässt sich also sagen, dass ich zwar Recht habe, aber wohl kein Recht bekomme:(
    Naja, bin mal gespannt, was noch bei rum kommt. Nächste Woche hole ich das Dämmmaterial beim Heizungsbauer ab.

    Vielen Dank MacFrog für deine Tipps.

    Andi
     
  7. stev96

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    der vorlauf auf jeden fall

    auf jededn fall den vorlauf sonst hast du ja 25% wärmeverlust

    bin wegen ausbildung in der branche tätig:rolleyes:
     
  8. #7 MacFrog, 03.09.2012
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    ??? Der RÜCKLAUF GENAUSO!!! :) Sonstmuss die Heizungsanlage ja unnötig hoch heizen um die Rücklauftemperatur wieder auf Vorlauftemperatur zu bekommen! :D

    )Bin übrigens auch in der Branche.... g-w Installateur,Heizungsbauer und Klemp(t)ner :D (Auch wen ich dieses Jahr nur Lkw Auflieger baue.....)
     
  9. #8 howie67, 06.09.2012
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    Oha, ein Fachmann...
    Darum musst Du wohl auch was dazu verdienen, bekommst wohl keine "Lehrlingsrente"?
     
  10. stev96

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    ist doch mein problem

    mobben kannst du auch andere. denk mal logisch das 479€ im monat net viel ist und man sich nachmittags schön was dazu verdienen darf.


    die berufschule ist nähmlich z.b. um 13 uhr aus :mad::mad::mad::mad::mad::mad::mad::mad
     
  11. #10 howie67, 06.09.2012
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    Da müssen andere Leute von weniger auskommen
     
  12. stev96

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    muss ich aber net wenn ich net will

    und jetzt zum eigentlichen thema 1930 oder 1928 ist doch scheisegal damals hatt man noch mit lehm gebaut.

    und estrich hatt aquch seine kg
     
  13. #12 howie67, 06.09.2012
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    Du bist hier im falschen Thema (wegen 1930), aber trotzdem:

    Stell Dir vor, mit Lehm baut man auch heute noch, oder besser "wieder"
    Und in den Decken war oder ist meist kein Lehm, sondern eine Art schwarzer Dreck der aber auch schwer war / ist. Lehm ist da nur wenn die Decke mit Holz ausgefacht wurde und das wurde dann mit Lehm zugeschmiert / verputzt.
    Und es wurde von Strichplatten gesprochen und nicht von Estrich.
     
  14. stev96

    stev96 Neuer Benutzer

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    ohhhhhhhhhhhhh

    :(:rolleyes::rolleyes::rolleyes::rolleyes:
     
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