Mauer wird nach vorn gedrückt

Dieses Thema im Forum "Pflaster und Wege" wurde erstellt von Epsilon, 30.03.2014.

  1. #1 Epsilon, 30.03.2014
    Epsilon

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    Hi Leute,

    wir sind gerade in der Planungsphase zur Sanierung / Renovierung eines alten Hauses. Dieses steht etwas erhöht. Der Garten fällt vor dem Haus abwärts (Hang) und am Ende des Hangs befindet sich eine alte Mauer, die von den Vorbesitzern bepflanzt wurde. Nun ist es aber so, dass entweder die Wurzeln der Bepflanzung oder die Erde des Hangs die Mauer an drei Stellen nach vorne drücken und sich dadurch einige Steine lösen und die Mauer Risse bekommt. Ich habe mal ein Foto solch einer Stelle angefügt. Mauer.jpg

    Wir hatten bei dem Grundstück meiner Schwiegereltern ein ähnliches Problem. Damals haben wir die gesamte Mauer abgetragen, die Erde dahinter aufgeschachtet und die gesamte Bepflanzung entfernt, weil die Wurzeln das Mauerwerk auseinander getrieben haben. Ich würde gerne wissen, ob hier jemand ist, der auch mal solch ein Problem hatte und wie er es gelöst hat bzw. ob jemand alternative Lösungsvorschläge hat, denn diese Mauer abzutragen und dann noch die Erde dahinter auszuschachten, wäre meines Erachtens wirklich extrem viel Arbeit und ob danach alles ok bleibt ist auch ungewiss - schließlich wird der Hang immer schieben.

    Ich freue mich auf eure Antworten, Meinungen, Erfahrungen.
    Lg
    Epsilon
     
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  3. #2 harekrishnaharerama, 31.03.2014
    harekrishnaharerama

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    Man kann natürlich eine Mauer davor setzen oder Querverstrebungen - ähnlich wie bei einem Kirchenschiff; nimmt natürlich Platz ein.

    . . . mit etwas Gottvertrauen könnte man ebenso mehrfach Efeu vor die Mauer setzen, dann würde die Pflanze die Mauer verfestigen, wie eine Art Bewehrung und sieht gleich noch besser aus. Efeu wurzelt tief in den Ritzen und blüht im Übrigen auch, wenn genügend Sonne auf ihn einstrahlt, hat dann einen schönen Blüten- und Fruchtschmuck bis in den Winter ;)
     
  4. #3 selfmademan, 31.03.2014
    Zuletzt bearbeitet: 31.03.2014
    selfmademan

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    @epsilon
    Du hast es schon richtig erkannt. Die Mauer neu wieder aufzubauen ist sehr teuer und aufwendig.
    Und das mt dem Wasser ist eben das Problem. Das läßt den Boden aufweichen und drückt.
    Das dort eine Hecke steht ist von Nutzen denn die braucht viel Wasser und hat den Boden bis in eine gewisse Tiefe verfestigt.
    Nun steht die Mauer ja sicher schon zig Jahrzehnte dort und tut ihren Dienst. Das sie mal etwas nachgibt liegt in der Natur der Dinge.
    Sie wird nicht gleich abrutschen denn der, der sie gebaut hat, hat schon auf Sicherheit gedacht aber nicht für 300 Jahre.;)

    Eine Möglichkeit ihr den Druck von innen zu nehmen wäre auf dem Grundstück mehrere parallellaufende Drainagerohre in verschiedenen Höhen davor herlaufen zu lassen.
    Das aber fachmännisch !!!!
    Vielleicht auch noch ein paar Pflanzen (Tiefwurzler), die viel Wasser brauchen.
     
  5. #4 Epsilon, 01.04.2014
    Epsilon

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    Hey Leute,

    vielen Dank für eure Hinweise.

    Also wäre es denkbar, hinter die Mauer Tiefwurzler zu pflanzen und vor die Mauer Efeu. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die Wurzeln und Äste die Mauer dann auseinanderdrücken würden. Und die Pflanzen sammeln ja auch Wasser bei sich bzw. halten den Boden feucht, weil sie Wasser abspeichern ...
     
  6. #5 harekrishnaharerama, 01.04.2014
    harekrishnaharerama

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    Solange Berghänge mit Bäumen begrünt sind, können sie nicht abrutschen, wirken wie ein Paket.
    Wasser führt irgendwann zu einer Verflüssigung des Bodens, dieser drückt nach allen Seiten und wird dann zu einer "Schlammlawine".

    Die Birke ist ein schnell wachsender Baum, der sehr viel Wasser aus dem Boden zieht und eine Krone hat, die viel Licht durchlässt. Alternativ geht auch Pappel, ist ein wesentlich dunkler. Wenn man es mag dann Kiefer, Fichte oder Tanne ;)
     
  7. pinne

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    Feldsteinmauer

    Im Gegensatz zu dem besonderen Antworter haben Sie Recht.
    Eher sollten Sie den eingeschmierten "Fugenmörtel" entfernen, denn der behindert die Verdunstung der Nässe aus der Mauer.
    Bäume anzupflanzen in der Drucklage ist kontraproduktiv - da die Windlast den Untergrung schiebt.
    Zur Entlastung die von @selfmademan angeregte Drainage , in etwa 1 m Tiefe entlastet sicherlich.
     
  8. #7 selfmademan, 01.04.2014
    Zuletzt bearbeitet: 01.04.2014
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  9. #8 Epsilon, 01.04.2014
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    Also vor der Mauer können wir nichts machen, weil da gleich eine Verkehrsstraße verläuft - gibt auch keinen Fußweg an der Mauer. Drainage halte ich durchaus für sinnvoll, allerdings für unseren jetzigen Zustand viel zu aufwendig - zumal die Mauer ja auch bisher relativ gut stand, ohne Drainage. Langfristig werde ich das aber im Auge behalten und wenn es passt, Drainage-Rohre verlegen lassen. Uns geht es aber erstmal um "stützende" Maßnahmen, damit der Druck von der Mauer genommen werden kann bzw. diese gesichert werden kann, nicht dass eines Tages die halbe Mauer auf der Straße liegt.

    "Fugenmörtel" entfernen. Ja! Das hätten wir sowieso gemacht, weil es schlicht gepfuscht ist. Meine Lebensgefährtin findet die Idee mit Efeu sehr gut, weil damit die Mauer gleich etwas Grün erhält. Nun weiß ich nicht, was Sache ist. Die einen sagen, man könne durchaus Pflanzen setzen, um der Mauer zu helfen. Die anderen sagen das Gegenteil und meinen, das würde alles nur verschlimmern. Hm
     
  10. #9 harekrishnaharerama, 01.04.2014
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    Aha, wusste ich noch nicht, daß die Pappel so stark ist, danke!
     
  11. #10 selfmademan, 01.04.2014
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    Jetzt verstehe ich deine Gedankengänge nicht. :confused:
    Da ist eine Verkehrsstrasse, also kannst du die Mauer nicht stützen, weil kein Platz.
    Den Druck bekommst du unter Vorbehalt mit der Maßnahme der Drainage in den Griff.
    Eine Drainage legen finde ich noch preiswerter als irgendwas abzustützen.
    Was nun, steht sie relativ gut oder nicht.
    Das mit dem Efeu ist das gleiche wie aus dem Auge, aus dem Sinn.:)
     
  12. #11 Epsilon, 01.04.2014
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    Ja. Bisher steht sie gut! Sie kommt halt nur an drei oder vier Stellen so stark nach vorne. Und weil wir ein ähnliches Problem schon mal hatten, sind wir halt etwas vorsichtiger, was Mauern am Hang anbelangt. Damals konnten wir die alte Mauer einreißen und eine neue setzen, weil es sich nur um ein kleines Grundstück gehandelt hat. Aber in diesem Fall ist die Mauer sowohl viel größer als auch wesentlich länger. Der Aufwand ist also zu groß dafür.

    Habe ich euch richtig verstanden, dass es weniger darum geht, an der Mauer was zu machen, sondern vielmehr hinter der Mauer: Drainagerohre und/oder Tiefwurzler, die das Wasser aufsaugen können?
     
  13. #12 selfmademan, 02.04.2014
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    Ja, so wollten wir bzw. ich es rüberbringen um es im preislichen Rahmen zu lassen, es dir auch handwerklich möglich zu machen.
    Ich denke auch wenn du widererwartend die Mauer neu aufbauen müsstest, würde man dir raten auf deinem Grundstück mit Drainagerohren den Druck auf die Mauer durch den feuchten Boden zu nehmen. Im Ganzen sollten die Meinungen von uns hier dir weiterhelfen können. Ich würde es so machen aus Kostengründen und weil ich es selbst machen könnte. Das Wetter ist auch gerade so schön offen für Erdarbeiten und der Boden ist noch nicht so steinhart.
    Viel Erfolg
     
  14. pinne

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    Antw.:Bei der Mächtigkeit Mauer gehe ich von etwa mind 4 Schichten hintereinander aus, da wurde magerer Kalkmörtel nur bei der Aufstellung als Kleber genutzt , der im Laufe der Jahrzehnte durch das übliche "Druckwasser" gelöst wurde.

    @epsilon Statt Efeu gibt es in den grünen Baumärkten und im Gartenhandel vielfache Steinkräuter , die kein wurzelwerk haben und verschieden tw.blühen.
     
  15. #14 Epsilon, 04.04.2014
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    @ Pinne:

    Das wäre dann wiederum "nur" eine ästhetische Funktion, die erfüllt werden würde, oder? Ich möchte ja gerne die Mauer entlasten, damit sie nicht weiter nach vorne gedrückt wird.

    Lg
    Epsilon
     
  16. #15 Epsilon, 01.06.2014
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    Ich habe nochmal mit meinem Schwiegervater über die Mauer gesprochen; er hatte folgenden Vorschlag:

    Im Abstand von einem Meter zur Mauer das Ganze auf ca. 80 cm Tiefe aufgraben, dann eine Mauer in der Erde hochziehen und mit Baustahl befestigen, und hinter diese "Stützmauer" ein Drainagerohr verlegen, was das Wasser bis zum tiefsten Punkt ableitet. Habt ihr mit solchen Maßnahmen Erfahrungen? Würde dazu gerne ein paar Meinungen einholen.

    Lg
    Epsilon
     
  17. #16 Micha70, 02.06.2014
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    Würde es auch mit Efeu und Tiefwurzern versuchen, dann sieht das ganze auch noch wesentlich ästhetischer aus!
     
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