Luft-und Trittdämmung im alten Holzboden

Dieses Thema im Forum "Isolierung und Dämmung" wurde erstellt von MANSTON, 18.03.2014.

  1. #1 MANSTON, 18.03.2014
    MANSTON

    MANSTON Guest

    Hallo zusammen.
    Ich habe mir jetzt eine Wohnung gekauft.Bj 1921. Die Decken sind aus Holzträgern und diesem
    Schwarzen zeug da drin. Ich hatte jetzt vor um es besser zu Dämmen (Tritt und Luft) die alten
    Holzdielen zu entfernen und den ganzen dreck rauszuholen und dann mit dicker Steinwolle
    auszufüllen. Auf jeden Balken ein Trittschutz verlegen und dann mit OSB-Platten drauf mit Fliesen.
    Meine Frage dazu ist ob das überhaupt viel bringt oder eine viel bessere Lösung gibt.


    mfg

    Müller
     
  2. AdMan

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  3. #2 harekrishnaharerama, 18.03.2014
    harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Erfahrener Benutzer

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    Hallo :)

    ich nehme mal an es handelt sich um Perlit oder etwas ähnlichem - Blähglas. Flockig, sehr leicht und verrottet nicht - vielleicht mal ein Foto machen? Nein, dieses Zeug wird auch heute nach wie vor verwendet, die Wolle ist nicht unbedingt besser, ist eher eine Frage des Geldes und des Geschmacks.

    Es gibt kaum etwas Aufwendigeres als auf Holzböden zu fliesen, man muß den Fliesen praktisch das "Wippen" beibringen. Das macht man uA. mit Entkopplungsmatten (Besser auf einem schwimmenden verleimten OSB-Zwischenboden).
    Besser noch man verlegt auf dem Boden einen Trockenestrich, darauf kann man dann fliesen - aber Firmen würden wahrscheinlich auch hier zusätzlich noch immer Entkoppler verlegen, um auf der sicheren Seite zu sein.

    Es ist nicht ganz so einfach.
     
  4. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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    "Das schwarze Zeug"

    ist die Schalldämmung ! Masse beruhigt den Schall !
    Mineralwolle dämmt nur gegen Wärme / Kälte. Im Norden wurde zu Kaiserszeiten auf die von unten verputzte Decke in den Zwischenraum eine etwa 15 mm Schicht trockener Seesand eingebaut um den Schall erfolgreich zu bremsen. - - - Also füllen Sie eher nach , statt zu entsorgen.
    In den 70er Jahren empfahlen Architekten : auf die vorhandenen Dielen 1mm Blei in Rollenware verlegen und darauf dann Fertigparkett mit Nut und Feder schwimmend einbauen ; dann nimmt man unten die Trittgräusche nicht mehr wahr. [ Das Konto muß das aber erlauben. ]
     
  5. #4 Bankknecht, 19.03.2014
    Bankknecht

    Bankknecht Erfahrener Benutzer

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    Hallo Manston,
    das schwarze Zeug ist vermutlich Asche und ich würde alles so lassen wie es ist und den Aufbau des neuen Bodens auf dem ursprünglichen Fußboden beginnen.
    Dafür eine Trittschalldämmung auf den alten Dielen und zur Wand einbauen (zB.Bituperl oder Rollkork) und darüber Verlegespanplatten oder Trockenestrich (zB. Fermacell) schwimmend verlegen.
     
  6. #5 HolyHell, 19.03.2014
    HolyHell

    HolyHell Erfahrener Benutzer

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    ich nehme mal an es handelt sich um Perlit oder etwas ähnlichem

    Ich wußte gar nicht das das Zeug 1921 schon produziert wurde.
    Mir ist in Altbauten aus der Zeit zwar auch schon eine ganze Masse an "Dämmung" in die Finger gekommen (beim rausreißen), aber meißt war das Schutt oder Zeitung.

    In den 70er Jahren empfahlen Architekten...


    Und was empfehlen die rund 40 Jahre später?


    Den Beitrag von Bankknecht würde ich so unterschreiben. Grade weil Er Verlegespan oder Trockenestrich anspricht. Einfach eine Osb obendrauf wird zum Verhängnis. Das gibt Schimmel im Quadrat.
    Der angesprochene Aufbau wird denn Trittschall einigermaßen dämmen. Einigermaßen deshalb, weil es beinah unmöglich ist da die Balkenlage auf dem Mauerwerk aufliegt. Und da überträgt sich halt immer was.
    Dem Luftschall kann man ganz gut von unten beikommen. Halt die Decken untendrunter dementsprechend abhängen.
     
  7. #6 Manston, 19.03.2014
    Manston

    Manston Guest

    Genau perlit wars.bin nicht auf dem Namen gekommen.Ok wenn es als Dämmung dient lass ich es drin aber wie bekomme ich es dann noch besser gedämmt? Kann ich den trockenestrich einfach auf die holzdielen gießen weil das ist ja auch ein ganz schönes Gewicht und von unten kann ich keine decke abhängen weil darunter jemand wohnt. Und wenn ich es mit dem Blei und Parkett mach.von was für Kosten sprechen wir da.Ich habe mit 30 Euro pro m2 gerechnet und halt noch Dämmung und osb-platten was ja auch schon sehr teuer ist.Ich hab mir schon ausgerechnet das ich für die entkopplung Ca 700 Euro bezahlen muss.wenn es mit den osb platten nicht klappt wegen Schimmelbefall, was ich mir auch schon fast gedacht habe kann ich die dielen ja eigentlich nur noch drin lassen..wie viel trocken estrich müsste denn drauf?
    Aber neune Küche geht schon bis knapp unter der decke
     
  8. #7 Manston, 19.03.2014
    Manston

    Manston Guest

    Also 30 Euro pro m2 nur für fliesen..
     
  9. #8 Manston, 19.03.2014
    Manston

    Manston Guest

    Hab jetzt nochmal in Internet nach perlit geguckt und so sieht es bei mir nicht aus.bei mir is halt schwarzer Dreck mit teilweise ziegelstein, Dachpfannen und Weizen.dämmt das auch? kann ich perlit reinschütten? Wie schwer ist perlit? Was is denn wenn ich jetzt perlit rein schütten kann wie bekomme ich den Boden wieder zu
     
  10. #9 HolyHell, 19.03.2014
    HolyHell

    HolyHell Erfahrener Benutzer

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    Du solltest Dir das mal ergockeln. Da gibt es nichts zu gießen.
    In welcher Art und weise willst Du was entkoppeln??? Bitte mal die Vorgehensweise genau erklären.
    Bitte lies nochmal #5 den ersten Absatz
    ja, den das erzeugt Masse


    Und dann nochmal:
    Deine Denkweise haut so nicht hin!
    Der Boden auf dem Du aufbauen willst liegt auf Holzbalken.
    Diese Balken liegen auf dem Mauerwerk auf.
    Wenn Du auf dem Boden rumhüpfst bewegt sich der Schall über den Boden in die Balken in die Wände.

    Da kann man -mit relativ einfachen Mitteln- ein wenig gegensteuern, aber wenn Du da etwas 100%iges haben willst, brauchste einen Planer und eine ganze Ecke an Eus. Das ist möglich, aber nicht in Eigenregie. Das ist halt im Altbau so...
     
  11. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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    Etwa 70kg per m³ ,wiegt das übliche ursprügliche Gestein.
     
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