Leitungsquerschnitt Neutralleiter

Diskutiere Leitungsquerschnitt Neutralleiter im Elektroinstallation und Elektrotechnik Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo In unserem Haus gibt es im Keller einen Hauptsicherungskasten mit den Hauptsicherungen, FI- Schutzschalter, Stromzähler und ein Paar...

elwood

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Hallo

In unserem Haus gibt es im Keller einen Hauptsicherungskasten mit den Hauptsicherungen, FI- Schutzschalter, Stromzähler und ein Paar Sicherungen für die Installation im Keller.
Weiters gibt es dann in den 2 Stockwerken (jeweils nur eine Wohnung) einen kleinen Sicherungskasten mit einem FI und den Sicherungen für die Wohnung.

Nun meine Frage:
Ich nehme an, dass vom Hauptsicherungskasten zu den Sicherungskästen in den Wohnungen ein 5x2,5mm² Kabel gelegt ist. Damit ist der Bedarf in einer Wohnung, aufgeteilt auf die drei Aussenleiter, problemlos gedeckt.
Aber es gibt für die drei Aussenleiter nur einen gemeinsamen Neutralleiter der alle rückfließenden Ströme aufnehmen muss.
Ist der damit nicht unterdimensioniert?
Oder ist meine Annahme falsch, und es muss ein Kabel 5x4mm² oder 5x6mm² gelegt sein. Dann wären aber die Aussenleiter stark überdimensioniert (Teuer).

Ich würd mich freuen, wenn mir das jemand vom Fach erklären könnte.

LG, Elwood
 

Schnulli

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Hallo,

vorab: ich bin nicht vom Fach. Aber ich versuche es mal mit Laien-Halbwissen.

Im Dreiphasen-Wechselstromnetz sind die Ströme der 3 Aussenleiter um jeweils 120 Grad phasenverschoben. Dies bedeutet im theoretischen Idealfall und bei gleichmässiger Belastung der 3 Leiter, dass der Rückstrom sogar gegen 0 gehen kann, da sich die Phasen entsprechend überlagern.
Anders würde es zum Beispiel aussehenm wenn die drei Leiter auf einer einzigen Phase aufgeklämmt wären. Der Rückstrom würde sich dann in der Tat addieren. Eine Überlastung wäre dann möglich.

Was ist dennn in den Wohnungen alles angeschlossen? 5x2,5 sind ruckzuck ausgereizt, von daher möchte ich fast hoffen, du hast dich verguckt was die Zuleitung betrifft. Standard für eine Wohnungsunterverteilung ist soweit ich weiss 5x10mm2.

MfG
Thomas
 

Charlie

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Hallo,

vorab: Ich bin vom Fach :) ... und kann Thomas nicht viel mehr hinzufügen (für einen "Nichtvomfach" kennst Du Dich gut aus).

Es stimmt, wenn alle drei Außenleiter gleich belastet sind, das nennt sich symetrische Belastung", dann geht der Strom im Neutralleiter auf 0 zurück. Deshalb haben 3~ Geräte auch gar keinen N-Leiter-Anschluß, wie z.B ein 3~ Elektromotor oder ein Heizgerät mit drei gleichen Heizelementen.

Auch im zweiten Teil hat Thomas (fast) Recht. Ein 5x2,5² ist schon etwas knapp als Zuleitung für eine Unterverteilung. 5x10² ist ideal, 5x6² (entsprechende Vorsicherung wählen) würde evtl. auch schon reichen, je nachdem was Abgangsseitig am UV angeschlossen wird.

Charlie
 

elwood

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Hallo nochmal

Erstmal danke für die Antworten.
Wie schon geschrieben, ich hab da nicht reingesehen sondern nur Vermutungen anhand der Sicherungen angestellt. Wenn normalerweise 5x6² oder 5x10² verwendet wird, ist das sicher so passiert, es wurde damals vom Fachmann gemacht (das Haus gibts schon länger als mich ;) )

Mir ist schon klar, dass der Neutralleiterstrom bei symmetrischer Belastung verschwindet, aber das ist doch bei einer Wohnungsinstallation selten der Fall.
Wenn zB. an einer Phase eine Waschmaschine und an einer anderen eine Heizplatte betrieben wird können die Neutralleiterströme doch hoch werden. (Im Extremfall bis zu I1+I2+I3 wenn die Ströme durch induktive und kapazitive Lasten so verschoben werden, dass sie genau in Phase sind, oder irre ich mich da? )

LG, Elwood
 

Charlie

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Mal ganz grob: Auf L1 fließen 10 A, auf L2 5 A und auf L3 0A (Ohmsche Last). In diesem Fall hast Du auf dem N-Leiter 5 A (nicht 15 A). Der N-Leiter wird (bei Ohmschen Lasten) niemals nie mehr belastet als es soll.
Wie bereits von Dir erwähnt sieht es bei kapazitiven und induktiven Lasten etwas anders aus. Bei einem Privathaushalt jedoch eher zu vernachlässigen. Bei größeren induktiven Verbrauchern wirkt eine Kompensation (kapazitiv) dagegen.
Problematischer sind Oberwellen, die oft von elektronischen Netzteilen (PC) oder EVG's verursacht werden. Dies wird aber erst bei großen Bürogebäuden mit vielen PC's und EVG's in den Lampen zum Thema.
Ich hoffe das so richtig widergegeben zu haben, ansonsten bitte berichtigen.

Charlie
 

Schnulli

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Hallo,

es fließen keine 5 A im N sondern etwas mehr, denk an die verschobene Phase. Das war doch so nen wahnsinnige Formel mit Wurzel und Quadraten..... Oder habe ich das falsch im Kopf? Naja, egal, es geht ja ums Funktionsprinzip.

MfG
Thomas
 

Charlie

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Original von Schnulli
Hallo,

es fließen keine 5 A im N sondern etwas mehr, denk an die verschobene Phase. Das war doch so nen wahnsinnige Formel mit Wurzel und Quadraten..... Oder habe ich das falsch im Kopf? Naja, egal, es geht ja ums Funktionsprinzip.

MfG
Thomas

Bei Ohmschen Lasten (wie oben erwähnt) fließen genau diese 5 A. Eben genau wegen dieser Phasenverschiebeung. Du hast bestimmt induktive Lasten berücksichtigt.

Charlie
 

Schnulli

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Hallo,

ich komme nicht umhin, aber ich bin ja lernwillig.

Hab da was gefunden:

http://www.elektrikforen.de/benutze...-strom-im-n-bei-unsymetrischer-belastung.html

Du sagtest,

Auf L1 fließen 10 A, auf L2 5 A und auf L3 0A

das ist doch somit eine unsymmetrische Bealstung und o.g. Formel-Link sollte anzuwenden sein.... Oder habe ich nen Hirnhäger?

MfG
Thomas
 

Charlie

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Hallo Thomas,

ja, Du hast Recht (wir hatten das "Europa" (verdammt lang ists her ;) )
Den Hirnhänger hatte ICH. 10/5/5 A hatte ich im Kopf aber nicht geschrieben.

Trotz Allem ist es so, daß auf dem N (bei Ohmscher Belastung) nicht mehr Strom fließt als max. auf einem Außenleiter.

Charlie
 
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