Kostenschätzung Hausanbau

Diskutiere Kostenschätzung Hausanbau im Off-Topic Forum im Bereich Sonstiges; Liebes Forum, erstmal Hallo, mein erster Beitrag. Es ist eine grundsätzliche Frage, eine Preisabschätzung betreffend. Wir planen, ein ca....

  1. #1 Hammeisel, 14.10.2020
    Zuletzt bearbeitet: 14.10.2020
    Hammeisel

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    Liebes Forum,

    erstmal Hallo, mein erster Beitrag.
    Es ist eine grundsätzliche Frage, eine Preisabschätzung betreffend.

    Wir planen, ein ca. 100-jähriges, aber gut instandgehaltenes Haus in BaWü (ehem. Zweifamilienhaus) wieder zu selbigem zurückzubauen. Zu den jetzt ca. 80qm Wohnfläche pro Stock, soll im 1. OG angebaut werden.

    Zwei Alternativen stehen zur Diskussion:
    a) Dachausbau mit Erkern, Kniestock erhöhen, Treppenhaus nach aussen.
    b) Anbau eines ca. 30qm Kastens z. B. in Holzständer auf Stelzen und Aussentreppenhaus.

    Die Handwerker, die mal kurz die Sache angeschaut haben, gehen alle von Kosten um die 150.000 aus.
    Wir haben schon viel das Netz gewälzt. Auf allen Seiten (und es waren viele) wird von durschnittlichen Baukosten für einen Anbau pro qm von ca. 1500-2500 geschrieben, ausgebaut, teils schon mit Einrichtung gerechnet.

    Wenn ich also hier das obere Ende berücksichtige, sollten wir mit unseren Plänen noch unter 100.000 wegkommen.

    Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, aber der Unterschied ist beträchtlich.

    Meine Frage/Bitte: hat hier jemand eine (auch nur grobe) Idee, warum hier alle Internetseiten so deutlich preiswerter rechnen, wie die bestellten Zimmerer?

    Danke schonmal vorab und Grüsse

    Hammeisel
     
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  3. eli

    eli
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    Nun ja, sehen ist immer was anderes wie grob überschlagen aufgrund von Erzählungen

    Hinzu kommen regionale Faktoren für Material und Lohnkosten, evtl Einsatz von bestimmten Maschinen ( Kran, Gerüste, Materialaufzüge usw ) die bei euch erforderlich wären und evtl Bauauflagen die es in anderen Bundesländern nicht gibt

    Letzteres macht es unter Umständen auch so schwierig am ende einen Bau zu bekommen der den Normen stand hält und frei von Murks ist.

    Und ist die Branche regional gut ausgebucht gehen auch die Preise hoch da man sich seine Baustellen aussuchen kann und nicht mit spitzen Bleistift rechnen muss
     
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    Ich denke dass das pauschal nicht beantwortet werden kann. An euere Stelle würde ich einen Architekten beauftragen, der die Baukosten euren Anforderungen und Wünschen entsprechend ermitteln kann.
     
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  5. #4 Hammeisel, 14.10.2020
    Hammeisel

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    So recht Du hast, so wenig weiss ich jetzt natürlich mehr ;-)

    Wie läuft das denn im Normalfalll heute bei den Architekten?
    Habe da schon dreimal mit Erfahrung gemacht:
    Das erste Mal, vor einiger Zeit, hat der Architekt nach einem Erstgespräch unseren Ideen gelauscht und dann kostenlos eine Schätzung für 2 Varianten erstellt.

    Bem aktuellen Vorhaben haben wir zwei Architekten zu einem Erstgespräch gebeten.
    Der erste hat auch gelauscht, gemessen und dann für 1000€ 2 Vorentwürfe angeboten. Dabei ist noch nicht mal klargeworden, ob er mit dem Kostenrahmen überhaupt klarkäme.
    Der zweite hat auch gelauscht, kurz nur, und dann für 200€ die Ausarbeitung einer Kostenschätzung angeboten, auch ohne zu Wissen, ob er im Kostenrahmen überhaupt agieren kann.

    Also drei verschiedene Erfahrungen (gut, die erste ist schon länger her) und drei unterschiedliche Vorgehen. Bei den beiden aktuellen weiss ich noch nicht mal, ob es die Katze im Sack wäre, wenn die beiden Ausarbeitungen nicht in/nahe unserem Kostenrahmen wären.

    Ich ging eigentlich davon aus, dass die erste Variante den normalen Prozess darstellt. Ok, Vorleistung bei den Architekten ist ja deren Geschäft und wir haben klare Verhältnisse, da ja durch die Kostenschätzungen ein grober Rahmen vorliegt. So wie es gerade läuft, bin ich nach den beiden Gesprächen nicht schlauer als zuvor.

    Also, resultierende Frage, wie läuft das denn im Normalfall ab?

    Danke schonmal vorab.
     
  6. eli

    eli
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    Du kannst den Architekten klare vorgaben machen an die er sich halten muss soweit es die Normen usw natürlich zu lassen.

    z.B Budget, hier kannst du ihm sagen was du willst und auch eine klare Obergrenze (schriftlich) setzen. Diese kann er nicht umgehen und ist auch für deren Einhaltung verantwortlich.
    Anhand der Planung wird er schnell sehen ob diese grenze realistisch ist und überhaupt machbar. Wenn er dann die Planung gemacht hat und dir das ganze zusagt ist es fix und der Kostenrahmen muss fest stehen

    Ein hmm ja evtl. mal sehen gibt es dann nicht mehr da er in die Haftung geht. Dazu gibt es einige Urteile
     
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  7. pinne

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    Da kann man sich auch besser an einen gestandenen Zimmerermeister wenden [ Bauvorlageberechtigt] !
    Das mit der Fluchttreppe erörtet er mit einem Metallbauer.
    Der sagt auch was er pauschal für seine Angebotsarbeit verrechnet - bei Auftragserteilung ????
     
  8. #7 Hammeisel, 16.10.2020
    Hammeisel

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    Das mit der schriftlichen Budgetgrenze - nach Erteilung eines Auftrags - ist klar.
    Soweit sind wir hier noch gar nicht. Es geht mir um die Phase zuvor, eine Angebotserstellung innerhalb unseres Kostenrahmens. Die beste Idee innerhalb des Kostenrahmen wird gesucht.

    Sollte nicht der Ablauf so sein:
    1) Architekt oder "gestandener" Zimmerermeister schauen sich vor Ort des Bauhaben an und hören den Kostenrahmen (~100.000).
    2) Wenn sie denken, in dem Rahmen arbeiten zu können, geben sie schriftlich ein grobes Angebot (+/-10%) mit (nichtvorlagefähiger) grober Skizzierung ab. Ziel: wir haben eine grobe Vorstellung, was umgesetzt werden soll und eben eine Bestätigung unseres Kostenrahmens.
    3) Jetzt wird es konkreter: Falls uns dann die Umsetzungsidee des hinzugerufenen Experten/Handweker/Bauplaner/Architekten (zB ein angebauter Kubus) mit dem groben Angebot zusagt, erfolgt der Auftrag für eine zeitliche aufwändigere Vorplanung. Ab hier wird es für uns als Bauherrn kostenpflichtig.

    So aber war es bisher (mit zwei hinzugezogenen Architekten):
    1) Architekt oder "gestandener" Zimmerermeister schauen sich vor Ort des Bauhaben an und hören den Kostenrahmen (~100.000).
    Schritt 2) gab es keinen.
    3) Beide Architekten können nicht sagen, ob sie in dem Rahmen etwas planen können.
    Architekt 1 sagt, er könne für 1000 € einen Vorentwurf erstellen (ca. 1 Tag Arbeitszeit), aber ob die Baukosten bei 100k,150k oder 200k liegen würden, könne er erst nach Erstellung eines Vorentwurfs für 1000€ sagen.
    Architekt 2 sagt, er könne für 200€ einen groben Kostenplan erstellen (ca. 2 Std. Arbeitszeit). Er denkt zwar, mit 100k arbeiten zu können, aber bestätigen will er nicht.

    Beides finde ich jetzt nicht überzeugend (ich sage absichtlich nicht unseriös), da ich jetzt schon Geld (200€ od. 1000€) ausgeben soll, aber noch nicht mal weiss, ob überhaupt meine Obergrenze bleibt, oder ob sie deutlich überschritten wird.
    Zur Erinnerung: 100.000€ für ein offenes Aussentreppenhaus und den Anbau eines ca. 30qm grossen Kubus in Holzständerbauweise im 1. OG bei einem gewissen Teil Eigenleistung beim Innenausbau des Bestandes halte ich für realistisch. Für 150.000 gibt es bei uns schon eine ETW. Da würde ich dann nicht für 150.000 ausbauen.
     
  9. #8 Holzwurm50189, 17.10.2020
    Holzwurm50189

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    Vergiss den Architekt und such dir nen anderen Zimmerermeister. Budget ... für was ? Zwischen Schlüsselfertig und offener Rohbau mit Dach liegen Welten.
     
  10. #9 Hammeisel, 17.10.2020
    Hammeisel

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    Die bisher angefragten Zimmerermeister waren bei ca. 150.000 nach grober Schätzung. Wie gesagt, halte ich für zu hoch angesetzt.

    Das hier solls werden:
    Ein Anbau im 1.OG, weil im EG die Schwiegereltern wohnen werden, altersgerecht. Ausbaustufe etwa "technikfertig", nicht schlüsselfertig, nicht Ausbaustufe. Bin tüchtig und geschickt, aber kein Elektriker oder Installateur ;-)

    Die 100.000€ sind als Gesamtkosten gerechnet für:
    -angebauten Holzständer-Kubus, ca. 30qm für 1-2 kleinere Schlafzimmer/Kinderzimmer. Der stünde als Anbau auf Stelzen im Garten. Haben uns am meisten über Holzständer informiert, Holzbauer in der entfernteren Verwandtschaft etc. Darf aber auch eine andere Bauart sein, warum nicht Ytong. Preislich sehe ich keine grossen Unterschiede. Bin aber auch offen für anderes, zB Steko.
    - offenes Aussentreppenhaus in das 1. OG, das bisherige Treppenhaus im Inneren soll zugemacht werden und Nutzfläche weichen.
    -im EG muss ein an den Bestand von aussen ein kleines, einfaches Bad ran
    -im Bestand müssen Übergänge geschaffen werden, neue Leitungen etc.

    Die 100.000 sind also nicht nur für die 30qm. Rechne eher so 60+20+20.
     
  11. #10 Holzwurm50189, 18.10.2020
    Holzwurm50189

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    Ich denke, das ist sportlich. Wie gesagt, such dir nen vernünftigen Zimmerermeister, der das kann bzw. schon gemacht hat. Ich habe einen Zimmerermeister in der Kundschaft, der Holzhäuser baut. Der macht Planung, Zeichnung, Ausführung usw. bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe, da brauchst schon mal keinen Architekten. Die meisten haben eh keine Ahnung. Und genau so einen Zimmerer brauchst du. Fahr doch mal bei dir durch die Neubaugebiete und schau dich mal um im Bereich Holzständerbaueise, oder suche online in deiner Region nach einem Zimmerer, der sich mit Hausbau in Holzständerbauweise beschäftigt. Dann wirst du vermutlich eine vernünftige Antwort bekommen
     
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  12. #11 Hammeisel, 19.10.2020
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    Damit das mit der Kalkulation passt, dachte ich eben an einen neutralen Dritten, die angefragten Zimmerer haben, finde ich, sehr grosszügig kalkuliert (150.000 PLUS).
    Auf jeden Fall gibts wenig Zimmerer, die 1) bei der Baubehörde vorlageberechtigt sind, 2) gerne Pläne machen (Selbstauskunft von dreien), 3) überhaupt einen Kubus in Betracht gezogen haben und 4) in eigener Halle vorfertigen. Im Umkreis von 50km habe ich keinen gefunden, der 1.-4. macht.
    Bin langsam echt ein wenig ernüchtert, was die Suche betrifft.
     
  13. #12 Söhnke99998, 07.11.2020
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    Söhnke99998 Neuer Benutzer

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    Ist immer gut einen Hausbau gut zu plannen denke ich.Es kommt ja viel Arbeit auf einen zu.
     
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