Kleine Frage zum Kellerfussboden

Dieses Thema im Forum "Bodenbeläge" wurde erstellt von jMeister, 28.01.2016.

  1. #1 jMeister, 28.01.2016
    jMeister

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    Hallo,
    ich habe kürzlich ein altes Siedlungshaus aus den Sechzigern gekauft. Das Haus ist größtenteils liebevoll saniert.

    Der Keller fällt zur Zeit aber eher unter den Begriff "begehbares Fundament" er ist sehr feucht und hat in den Ecken tiefe Löcher, in denen sich Tauchpumpen befinden um das Wasser was im Erdreich unter dem Betonboden ist abzupumpen.
    Laut verkäufer neigt der keller nach tagelangen Regengüssen ohne die Pumpen dazu abzusaufen, seit dem die Pumpen da sind sit er trocken aber natürlich muffig.

    Der Boden besteht aus ca 7 bis 10 cm Magerbeton ins Erdreich der natürlich krumm und schief ist.

    Im Frühjahr/Sommer steht eine Freilegung der Fundament an um Drainage und Außendämmung anzubringen und danach werde ich dann eine Injektion ins Mauerwerk vornehmen um die Wände dauerhaft trocken zu halten.

    Als erstes soll eine werkstatt rein und die am liebsten vor der ganzen Sanierung, auf lange sicht soll natürlich ein großer raum zu einer art Hobbyraum umgebaut werden.

    Als Boden habe ich über OSB Platten nachgedacht die auf einer Unterkonstruktion mit Abstand zum Magerbeton "schweben", ich glaube, dass ich den Boden trotz der Behandlung der Wände nei trocken kriegen werde.

    Dazu habe ich als relativer Neuling einige grundsätzliche Fragen:

    1. Macht das überhaupt Sinn oder kann ich den Fussboden jährlich wechseln
    2. Muss eine Dampfsperre drunter
    3. Muss ich Belüftungsschlitze einbauen.
    4. Womit lagere ich die Unterkonstruktion auf dem Boden? Sie sollte ja nicht Wasser ziehen.
    5. Rein Hypothetisch: Könnte man den Boden nachträglich dicht bekommen? evtl. ersetzen?

    Generell bin ich für jeden Konstruktiven Rat dankbar.
     
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  3. pinne

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    Beim Baujahr 1896 haben wir den Tiefbauer 1985 eine Drainage etwa 50 cm unter der Sohle ziehen lassen .[mit Pumpe] Nach 6 Monaten war der Spuk vorbei und der Keller war bis zum Abriss 2013 trocken. Das sollte das erste sein bei ihnen .
     
  4. #3 Schnulli, 28.01.2016
    Zuletzt bearbeitet: 28.01.2016
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    Hallo,

    all zu viel kann ich dir nicht erzählen, nur hierzu etwas, da ich das Thema bei mir auch durchhabe:

    Wenn du die gesamte Hauswand aufbuddelst musst du wirklich rundherum runter bis auf das Fundament. Wenn das erledigt ist kannst du die ganze Fläche erst mal mit einem Hochdruckreiniger säubern und lose Mörtelreste entfernen. Große Löcher und Fugen mit Zementmörtel verschließen, damit die Fläche zumindest einigermaßen Eben wird. Dann prüfen, ob eine Hohlkehle am Übergang Mauergrund-Fundament gezogen wurde. Ich vermute mal nicht, diese also ggf. mit Hohlkehlmörtel (z.B. Weber 933 ) nachziehen.
    Sofern Bitumenreste vom Altanstrich auf der Wand sind solltest du eine Haftbrücke streichen (z.B. Weber Superflex D2), damit die spätere Bitumenabdichtung auch darauf hält. Wobei ich die wohl sowieso streichen würde, sie verfestigt auch den Untergrund (Sandputz o,ä.). Bis runter über die Hohlkehle streichen.

    Danach würde ich (es klingt als hast du viel Wasser bei dir am Grundstück) mit einer 2K-Bitumendickschicht (z.B. Weber Superflex 100) drüber gehen. Hierzu das technische Merkblatt bzw. die Verarbeitungshinweise studieren. Ich würde zur Sicherheit den Lastfall „aufstauendes Sickerwasser“ berücksichtigen und somit mit der Kelle zwei Aufträge auf die Wand machen. Wie dick das wird musst du abschätzen über das Datenblatt und den angegeben Verbrauch. Wird wohl nen knappen halben cm dick werden. Die Abdichtung auch über die Hohlkehle ziehen.
    Die Drainagerohre unter die Unterkante der Hohlkehle, vor den Fundamentsockel. Legen. Hierzu Filtervlies unterlegen, Rohr und Drainagekies drüber, Filtervlies rundherum ziehen damit sich die Drainageschicht nicht zusetzt.

    Als Schutz der Dickschicht gegen Steine und Erde mindestens eine vlieskaschierte Drainageplatte (aus Styropor o.ä.) oberhalb der Hohlkehle davorstellen bzw. dort aufstellen und mit dem 2K-dickschichtzeug punktmässig an der Wand fixieren. Das Vlies mit den dahinter liegenden Rillen in Richtung Erdreich. Anstatt der Drainageplatte könntest du hier auch dann eine Perimeterdämmung einbauen. Mit den üblichen Noppenbahnen würde ich hier nicht arbeiten, die Noppen drücken dir die Dickschicht nur ein.

    Evtl. hast du mit der obigen Aktion die Feuchtigkeit in den Aussenwänden schon besiegt. Sofern es dann immer noch feucht wird kannst du versuchen, hier mit der Verkieselung zu arbeiten. Ich habe ein Problem an zwei Innenwänden, die bekomme ich damit partout nicht 100% trocken. Ich weiß nicht, wieviel Liter von dem Zeug da schon reingelaufen sind :) aber wenn die aufsteigende Feuchte sehr stark ist und das Mauerwerk sehr porös, dann kann das schon mal nicht immer ganz vollständig funktionieren.

    Gruß
    Thomas
     
  5. #4 jMeister, 28.01.2016
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    Hi, allzuviel kannst Du nicht erzählen? Das war grad ne komplette bauanleitung :)

    Ichw erde im Somemr erstmal nen Statiker kommen alssen, der mir sagt ob ich gesamt freilegen kann oder stück für Stück und dann alss ich eine seite oder n bereich von einer Firma machen um mir das anzuschauen und den rest versuch ich dan selber.

    Ich möchte so viel wie möglich selber machen um geld zu sparen.

    Danke schon mal.

    Jetzt brauch ich ne idee für einen mittelfristigen ebenen Fussboden in der werkstatt, sagen wir für die nächsten 2 bis drei jahre um erstmal eine Werkstatt zu haben.
     
  6. #5 Schnulli, 28.01.2016
    Zuletzt bearbeitet: 28.01.2016
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    Hallo,

    eigentlich ist das insgesamt ein Haufen Dreckarbeit :) Ohne Minibagger wirst du wohl nicht voran kommen, den Rest könntest du eigentlich selber machen.
    Ich hatte das Glück, dass unser Bauunternehmer im Dorf bei mir gerade nen Auftrag hatte (Fußbodenheizung, Wände raus, neue Türen usw....) während ich draußen am Wühlen war. Der hat mir nebenbei mal erklärt was ich machen und beachten soll (daher das Gedächtnisprotokoll eben ;)) und mal nach der Arbeit hin und wieder einen von seinen Jungs zu mir geschickt. Der hat mir das ganze Verarbeitungszeugs mal gezeigt und über den konnte ich auch alles kaufen.
    Im Grunde auch ne schöne klebrige Sauerei aber nichts wildes. Einfach das schwarze Zeug auf ne Kelle und drüberziehen. Man muss da ja keinen glatten Innenputz hinzaubern :)


    Haben wir identische Häuser :D?
    Ich habe aber nicht das Problem, dass ich Sickerschächte und Pumpen benötigt hätte. Ich hab aber bei mir den kompletten Beton/Estrich im Keller entsorgt, etwas ausgebuddelt und komplett neu aufgebaut (Sand, Folie, Estrich) Hatte den Vorteil, dass auch gleich die alten Abwasserrohre rausgeflogen sind und gegen KG getauscht wurden.

    Gruß
    Thomas
     
  7. pinne

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    #2 , es wurde im abstand von 100cm vom haus bis unter die sohle gebaggert , da in etwa 30 mtr der ehem dorfgraben noch lebte .
     
  8. #7 jMeister, 03.08.2016
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    Hi,
    die heiße Phase beginnt und ich werde nächste Woche die Schaufel schwingen um eine Hausseite (11m) frei zu legen.

    Ich habe mich für Ultrament Perfect Dicht entscheiden, da man das auf vorhandenen Bitumenanstrich verwenden kann, darüber sollen 60mm XPS Platten. Drainage kommt natürlich auch.

    Jetzt habe ichs o viele Fragen:
    - Graben mit 30° gefällte oder abstützen mit OSB Platten. Versuche es jetzt erstmal mit der Schaufel um sport zu kriegen :)
    - Brauche ich echt an jeder Ecke (Haus hat L-Form) einen Revisionsschacht oder nur an der höchsten und tiefsten?
    - womit klebe ich die XPS Platten an? mit dem Ultrament direkt beim streichen oder nehme ich extra Kleber.
    - da mir der Keller auch von utnen drückt würde ich die drainage gerne tiefer legen, wie weit muss ich vond er Mauer weg?
    - sind die xps platten mit nuten geeignet oder müssen die mit wabenstruktur benutzt werden, sind bei platten noppenbahnen nötig?

    Vielleicht habt ihr antworten...

    Nils
     
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