Kellersanierung was ist sinnvoll

Dieses Thema im Forum "Schimmel und Feuchtigkeitsprobleme" wurde erstellt von Vision20, 07.11.2014.

  1. #1 Vision20, 07.11.2014
    Vision20

    Vision20 Neuer Benutzer

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    Hallo liebe Heimwerker Community,

    wir haben ein altes Haus (1900 rum) und der Sandsteinkeller ist quasi unbrauchbar. Zur Strassenseite hin im unteren Bereich Schimmel und oben bis zur Strassenkante feuchte Sandsteine. Wir haben in dem Raum lediglich ein Fenster :-( So sieht das dann aus:
    CIMG1247.jpg

    Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten:

    1. Da wir von Außen nicht ran kommen um eine entsprechende Versiegelung zu machen, können wir nur von Innen ran. Hier gibt es die Möglichkeit den Raum entsprechend zu isolieren. (sehr teuer)

    2. Entsprechende Lüftungssysteme einbauen. Meint Ihr das bringt was? Die Steine sind bei 99% Feuchtigkeit...

    3. Eine horizontale Injektionssperre reinmachen. Aber macht das bei Sandstein Sinn? Und wenn das Wasser nicht mehr durch den Sandstein nach oben kann, sucht es sich einn anderen Weg. Ob dieser Weg dann besser für mich ist?!

    Habt Ihr noch Ideen wie ich den Raum zumindest als Abstellmöglichkeit nutzen kann?

    Vielen Dank!
    Alex
     
  2. AdMan

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  3. #2 harekrishnaharerama, 07.11.2014
    harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Erfahrener Benutzer

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    Willkommen im Forum :)

    Wie soll der Keller genutzt werden? - Weinkeller brauchen zB. eine gewisse Feuchtigkeit, selbst ein Edelschimmel ist gewollt, macht man mit Kalkputz, dann wächst der von alleine.

    Es gibt Dichtschlämmen, die man normalerweise von draußen auf die Mauer aufbringt, um die Feuchtigkeit aus der Mauer zu halten, so ist das alles recht schwierig bis unmöglich einen vollständigen Abschluß zu gewährleisten. Man müsste praktisch in den Keller eine Rundumversiegelung aufbringen. Bitumen ist einfach nichts für drinnen und ob eine Streichfolie auf dem Untergrund Haftung findet ist fraglich.

    Die Mauer von Innen zu durchbohren und dann von Innen mit Silikaten zu sperren, da soll es ein paar Firmen geben, die das machen.


    Warum kommt man an die Aussenwand nicht heran? Man muß halt graben und das Loch absichern, um da ungefährdet zu arbeiten, aber eigentlich ist das nicht so schlimm, wie sich das anhört. Dann gleich bis unter den Rand gedichtet und eine Drainage verlegt.

    Woher kommt denn das Wasser? Kann man da vielleicht noch was tun? Regenwasser weiter vom Haus wegführen? Drainage vor dem Haus legen? Einen Regenschutz bauen?
     
  4. #3 Vision20, 07.11.2014
    Vision20

    Vision20 Neuer Benutzer

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    Hi!

    Naja es ist ein 4-Famielnhaus und die anderen drei Parteien wollen nicht investieren in eine Außenisolierung. Geschätz wurden die Kosten auf 40k.... Ist auch nicht gerade wenig :)

    Wir wollen den Raum als Stauraum nutzen. Wo das Wasser genau her kommt, kann ich gar nicht sagen. Muss aber auch ehrlich sagen, ich habe bis jetzt noch gar nicht geschaut ob es Regenwasser sein kann oder was es ist. :-(

    Viele Grüße
     
  5. #4 Sulzknie, 07.11.2014
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    Ich würd dann wenn Regenwasser ausgeschlossen ist ,außerhalb mit einem Erdbohrer ein loch bohren ,um dann die Höhe des Grundwassers festzustellen.Evtl. Ein Rohr mit einer Pumpe darin das Grundwasser senken.
     
  6. #5 Bankknecht, 07.11.2014
    Bankknecht

    Bankknecht Erfahrener Benutzer

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    Häuser aus dieser Zeit haben keine Isolierung gegen Feuchtigkeit, sie sind noch nicht einmal verputzt.
    Die einzige Möglichkeit ist ausgraben, die Wände von aussen isolieren und eine Horizontalsperre einbringen.
    Feuchtigkeit ist nicht nur ein Schönheitsfehler, es kann zu massiven Bauschäden, Gesundheitsschäden führen und eine Isolierung oder Verkleidung von innen wird den Verfall nur beschleunigen.
    Die anderen 4 Parteien sollten bedenken das ihr Geld verrottet wenn es sich um Eigentum handelt.
    Schimmel an Bauwerken und Edelschimmel haben überhaupt nichts miteinander zu tun, das ist totaler Quatsch.:confused:
     
  7. #6 ichwardasnich, 07.11.2014
    ichwardasnich

    ichwardasnich Guest

    Moin,
    eine Horizontalsperre wird i.d.R. eingebaut, um aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk zu verhindern. Diese Wand ist aber vollständig nass und zwar nicht durch aufsteigende Feuchtigkeit sondern weil sich die Wand im Erdreich befindet und Wasser über die gesamte Fläche eindringt. Aufgraben könnte man von vier Wänden maximal eine, da die anderen sich vermutlich unterm Haus befinden.
    Alles was an Putz nass und schadhaft ist müsste runter. Wie trocken ist der Boden? Wenn der Estrich klappert, muss der auch raus. Das kann man alles noch selbst machen. Dann sollte eine Fachfirma das Mauerwerk trockenlegen durch z.B. Verkieselung. Wenn Mauern und Boden dann irgendwann trocken sind, wird man wieder anputzen und ggf. auch Estrich wieder einbauen können. Ob der Keller wirklich komplett trocken wird, bleibt m.E. fraglich. Wenn man den Aussagen der Fachfirmen glaubt, ist ein trockener Keller möglich. Das Ganze ist recht aufwändig und sicher auch nicht billig. Aber auch hier gilt: was nix kostet, taugt auch nix. Vorsicht bei einfachen und billigen Angeboten.

    Gruß
     
  8. #7 Mr.Ditschy, 08.11.2014
    Mr.Ditschy

    Mr.Ditschy Erfahrener Benutzer

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    Nur die Außenwände abzusperren macht m.E. weniger Sinn, da die Feuchte auch über den Boden und Innenwände gelangt... wenn dann alles, dies ist aber sehr kostspielig.


    Würde dir deshalb mal raten, euch zusammen zu setzten und euch über das "elektroosmose Verfahren" zu erkundigen.
    Kannst es natürlich auch dann einzeln machen, aber jedes Gerät hat einen gewissen Radius und würde so für das gesamte Haus mehr Sinn ergeben und könnte sich somit die Kosten teilen. Dies soll auch wirklich funktionieren und den Keller auf Dauer trocken halten, man muss nur für immer die Stromkosten leisten (müsste man natürlich gegenrechen).

    Hab es selbst auch noch nicht gemacht, weil ich noch niemanden kennengelernt habe, der mir dies bestätigte... außer natürlich den Verkäufer. :D
     
  9. #8 WerkenStattReden, 08.11.2014
    Zuletzt bearbeitet: 08.11.2014
    WerkenStattReden

    WerkenStattReden Benutzer

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    Solange man die Ursache nicht definitiv kennt, ist alles Spekulation. Ob es sich dann lohnt, fünfstellige Beträge zu "investieren", um es im Trial-and-Error-Verfahren herauszufinden?

    Wir haben ein Haus, das noch ein paar Jahrzehnte älter ist und ebenfalls einen feuchten (nassen) Keller hat, gemauertes Gewölbe aus Ziegel. Steine triefen auch. Allerdings wurde der Keller zwanzig Jahre falsch gelüftet (offen im Sommer, dadurch jede Menge Kondensat). Aufgraben und von außen abdichten wird dagegen genauso wenig helfen wie irgendwelche Injektionen (von denen auch nicht jede gegen alles hilft...). Wir werden es jetzt erst mal zwei, drei Jahre mit einem geänderten Lüftungskonzept versuchen (Invest unter 100 € in einen zeitgesteuerten Lüfter und eine Gitterabdeckung für einen Kohlenschacht im Winter bzw. eine geschlossene für den Sommer) und beobachten, ob der Keller dadurch trockener wird.

    Wenn das Haus die letzten 120 Jahre nicht zusammengefallen ist, dann wird es das auch nicht gerade in den nächsten fünf. Deshalb: wenn schon Trial-Error notwendig ist, weil man die Ursachen nicht exakt eingrenzen kann, dann vom günstigen zum teuren...

    Falls Du überlegst, dir "Experten"rat einzuholen, dann findest Du den nicht bei Herstellern und deren Vertriebspartnern. Besser unabhängigen Sachverständigen für Bauschäden suchen, noch besser: zwei unabhängige Gutachten einholen. Und mal in die Bücher von Edmund Bromm (Amazon-Link) und/oder Konrad Fischer (Amazon-Link) reingucken. Beide haben recht handfeste Ansichten und pragmatische Vorschläge.
     
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