Kelleraußenwand abdichten

Diskutiere Kelleraußenwand abdichten im Fassade Forum im Bereich Der Aussenbereich; Da ich mit eindringender Feuchtigkeit im Keller zu kämpfen habe, möchte ich die Kelleraußenwand abdichten. Nach Aushub des Bodens ist folgendes...

  1. #1 MartinSchu, 26.02.2020
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    Da ich mit eindringender Feuchtigkeit im Keller zu kämpfen habe, möchte ich die Kelleraußenwand abdichten. Nach Aushub des Bodens ist folgendes Vorgehen geplant:

    1. Fläche reinigen, Risse und Abbrüche mit Betonspachtel schließen und anschließend MEM Super-Haftgrund auftragen

    2. MEM Dichtschlämme 2mm auftragen

    3. 2k Bitumenabdichtung auftragen

    4. Noppenbahn anbringen

    5. abschließend Boden einfüllen und verdichten.

    Ist der Plan soweit in Ordnung?

    Ich habe zur Probe 30 cm Boden ausgehoben und bin auf Steinplatten gestoßen, die vor der eigentlichen Betonmauer stehen. An zwei Stellen haben diese auch Abbrüche, wo wahrscheinlich zusätzlich Wasser eindringen kann (siehe roter Pfeil).

    Könnt ihr mir sagen, welche Funktion diese Platten haben?

    Ich hätte die Steine vor der Betonwand stehen gelassen und die Dichtschlämme, Bitumenabdichtung und Noppenbahn direkt aufgetragen?

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  3. Future

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    Dichtschlämme UND Bitumen ist eigentlich doppelt gemnoppelt. Nur Bitumen würde auch reichen.
    An der Noppenbahn läuft das (Regen-)Wasser ja nach unten in die Erde bis zum Fundamentsockel, also dahin wo du es eigentlcih nicht haben willst. Eigentlich fehlt dann unten eine Drainage, die das Wasser irgendwo hin ableitet. Oder halt ohne Noppenbahn, damit erstmnal möglichst wenig Wasser eindringt.

    Ich könnte mir vorstellen, dass diese Platten nur als kleines Fundament für die Terrassenplatten gedacht war. Kann mir nicht vorstellen, dass die an der ganzen Wand bis zum Fundamentsockel runter gehen. Da die auch eher nur lose an der Wand anliegen und anscheinend nicht an der Wand festkleben, würde ich die nicht da lassen und lieber direkt auf der Kelleraussenwand abdichten. Grab erstmal frei, dann wirst du besser sehen was es mit den Platten auf sich hat.
     
  4. #3 Schnulli, 26.02.2020
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    Der Plan klingt aus meiner Sicht jetzt nicht grundsätzlich verkehrt, ich habe ähnliches bei mir vor längerer Zeit durch gemacht.

    Die Steine dienen zur Drainage/Wasserableitung vor der Wand. Wenn du die Wand neu isolieren willst müssen die Steine raus. Funktionell werden die dann durch eine Drainageplatte oder Noppenbahn mit Vlies ersetzt.

    Die Dichtschlämme dient mitunter als Haftvermittler zu alten Bitumenrückständen auf der Wand. Details dazu in den Verarbeitungshinweisen der Hersteller. Es kann daher sein, dass die Dichtschlämme als Grundierung zum Bitumen empfohlen wird, wird dann aber nur einmal mit Pinsel aufgetragen - ähnlich der Abdichtung einer Dusche vor dem Fliesen.
    Bei dem zu verarbeitendem Material dann bei einem Hersteller bleiben und es so machen, wie es die Datenblätter empfehlen. Also schauen, wie der Grund für die Bitumenbeschichtung beschaffen seien muss und dann nach zum nächsten Material "durchlesen". Es sieht fast so aus als wäre gar kein Bitumen auf der jetzigen Wandfläche?
     
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  5. #4 MartinSchu, 26.02.2020
    Zuletzt bearbeitet: 26.02.2020
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    MÜSSEN die Platten weg? Also Fugen mit Betonspachtel schließen und dann die Abdichtung drüber ist keine Option? Letztlich verstärken sie ja die Kellermauer und schaffen damit einen größeren Abstand zum Erdreich.

    Ziehen sich die Steine bis zum Fundamentsockel durch?

    Drainageanschluss an Regenentwässeurung ist bei uns laut Entwässerungssatzung nicht möglich.o_O

    Ja, eine Bitumenschicht ist nicht vorhanden. Ich habe gestern erst mal eine Bauplane über die Platten gespannt, sodass zumindest für eine Weile mal wenigstens nichts nachkommt.
     
  6. #5 Schnulli, 26.02.2020
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    Aus meiner Laiensicht ist das Belassen der Steine keine Option. Die sind nur davor gelegt, die bekommst du niemals vernünftig fest und abgedichtet, das wird dann immer wieder aufreißen.

    Sollten sie, ja.

    Ich habe auch keine Drainagerohre unten liegen, das sollte ja prinzipiell auch weiter absickern, je nach Beschaffenheit des Bodens. Die Platten oder die Noppenbahn dienen ja auch der Verhinderung der Beschädigung der Bitumenschicht durch das anliegende Erdreich.

    Dann dürfte vom Prinzip das Säubern der Fläche mit Hochdruckreiniger, verschließen von groben Löchern mit Zementmörtel und anschließender 2k-Dickbeschichtung (ggf. mit Grundierung nach techn. Datenblatt) ausreichen. Ggf. vorher noch ne Hohlkehle unten nachziehen, wenn die im Bereich Wandende-Bodenplatte nicht vorhanden ist.
     
  7. Future

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    Als Haftgrund ist Dichtschlämme aber eindeutig zu teuer
    Das wirst du erst sehen, wenn du bis zum Fundamentsockel gebuddelt hast.

    Du willst aber für den Auftrag von Dichtschlämme und/oder Bitumenanstrich eine möglichst glatte und geschlossene Oberfäche und das ist nunmal die direkte Kellerwand.


    Trotzdem mal gucken, was da sonst noch möglich ist. Wenn der direkte Anschluss verboten ist, dann geht es evtl. mit Umwegen - z.B. aus der Drainage in die nächste Wiese oder ins eigene Beet pumpen. Oder irgendwohin, wo es sich dann selber einen Weg in die Kanalisation sucht. Oder halt gegen entsprechende Bezahlung - das Verbot hängt ja vermutlich nur dadran, dass die Stadt kein Wasser beseitigen möchte, für das keine Abwassergebühr bezahlt wurde.
     
  8. #7 Schnulli, 26.02.2020
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    Ich denke nicht, dass sich da plötzlich Unmengen an Sickerwasser vorstauen sollten. Es ist ja nach der Sanierung vom prinzipiellen Aufbau nicht anders als jetzt auch - nur mit anderen Materialien und mit bitumenabgedichteter Wand.

    Das ist wohl 2K-Dickschicht. Die wird mit der Kelle aufgetragen und kann kleinere Lücken gut überbrücken bzw. "Dellen" auch füllen.
     
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