Kelleraußenwand abdichten und dämmen

Diskutiere Kelleraußenwand abdichten und dämmen im Isolierung und Dämmung Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo zusammen, Ich habe vor bzw. bin dabei, meine Kelleraußenwand zu sanieren. Vielleicht hat ja der ein oder andere schon Erfahrung damit...

  1. #1 kerosyn2110, 23.04.2018
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    Hallo zusammen,

    Ich habe vor bzw. bin dabei, meine Kelleraußenwand zu sanieren. Vielleicht hat ja der ein oder andere schon Erfahrung damit gemacht.

    Das Haus wird 60 Jahre alt. Zunächst fange ich nur mit einer Wand an, da dort demnächst eine Terrasse entstehen soll.

    Ich habe bisher den Keller bis auf die alte Ton Drainage ausgeschachtet.

    Die Wand sowie die Drainage waren zu Überraschung noch sehr gut intakt. Nur ca 1 cm Ablagerung in den 60 Jahren.
    Ich wollte die Drainage auch so liegen lassen, nur 1 extra Schicht Kies drüber, anscheinend geht die ein mal um das Haus herum. macht das Sinn, die Drainage aeinfach so liegen zu lassen oder sollte man mit den gelben Drainage Rohren erneuern?

    Desweiteren sieht es so aus, als wäre der Übergang Fundament / 1. Steinreihe nur mit minimaler Kante erstellt.

    image_6581.jpg


    Noch tiefer wollte ich dann doch nicht graben, aber es sieht so aus, als ob dieser kleine Rand die Oberkante vom Fundament ist.

    Wo bzw. wie soll ich da eine Hohlkehle herstellen oder ist es bei einem Streifenfundament nicht unbedingt notwendig?

    Nun geht es zur Abdichtung selbst:

    Ich habe die Wand mit Bürste und Besen von der Erde grob gereinigt. Sollte ich noch mit dem Kärcher drüber oder nimmt man gleich eine Haftgrundierung?

    Ich habe nun Probeweise 1m2 mit Dichtschlämme eingepinselt und schaue nachher, ob der Untergrund fest ist.

    Ich wollte dann wie folgt vorgehen:

    - 2mm Dichtschlämme
    - 4mm 2k Bitumenabdichtung in 2 Lagen mit Armierung
    - 80 mm XPS Platten

    Nimmt man dann eine Noppenbahn oder Folie als Schutz der Dämmung? Wenn Noppenbahn, zu welche Seite die Noppen? Wenn ich mich in der Nachbarschaft umhöre und umgucke hat es jeder anders gemacht.

    Kann ich die XPS Platten auf die noch feuchte Bitumenschicht aufkleben oder erst durchtrocknen lassen und dann die Platten mit neuen Batzen verkleben?



    Es liegt aktuell kein Feuchtigkeitsschaden vor, es soll einfach nur eine Vorsichtsmaßnahme und Erneuerung der Abdichtung sein, da man dort später nur schwer rankommen wird.

    Ich bedanke mich schon einmal für die Antworten und Tips.

    Mfg Jan
     
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  3. #2 Schnulli, 23.04.2018
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    Das klingt doch insgesamt ganz gut, denke ich. Meine Anmerkungen wären:
    Bei den Drainagerohren nimmt man übrigens die orangenen, die gelben sind für Gebäudedrainage nicht zugelassen. Die Noppenbahn braucht man doch nur, wenn man keine Hartschaumplatten vor die Bitumenschicht stellt. Zweck ist ja, dass Steine/Erde nicht die Bitumenisolierung beschädigen.
    die Platten werden am Ende mit kleine Batzen fixiert. Das 2k-Zeug trocknet ja relativ schnell, so dass wenn du die Fläche fertig gestellt hast der Anfang sowieso schon abgebunden hat.
    Wenn du eine Hohlkehle erstellen willst: Hohlkehlenmörtel und Flasch Bier zum Drüberziehen :D Ob es wirklich notwendig ist weiß ich nicht, wenn dann muss aber auch die Bitumenschicht über die Hohlkehle auf die Grundplatte gezogen werden.
     
  4. #3 kerosyn2110, 23.04.2018
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    Vielen Dank für die Antwort.

    Ja ich war auch erstaunt über die gut erhaltene Wand.
    Ich dachte, das die Noppenbahn oder Folie die Hartschaumplatten auch nochmal vor Feuchtigkeit schützen und Wasser abhalten.

    Die Hohlkehle herstellen stellen ich mir auch nicht so schwer vor, aber wie du sagst ich weiß nicht ob sie da sinnvoll ist, zumal ich dann noch tiefer graben müsste und die Ganze Drainage entfernen würde, die ich ja gerne so belassen würde :)

    Es sei denn irgendwas spricht dagegen, aber der Ton nimmt das die Feuchtigkeit doch ganz gut aus der Erde auf und hält sie somit von der Unterkante ab, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Wie gesagt, ein akutes Feuchtigkeitsproblem lag an der Wand nicht vor. Es war nur eine Maßnahme um dort in Zukunft Ruhe zu haben.

    Kann ich den Aufbau denn so fortsetzen? Also erst Dichtschlämme quasi als Haftgrund für die Bitumenschicht?
     
  5. #4 Schnulli, 23.04.2018
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    Ja, so habe ich es auch bei mir durch. Wand mit Hochdruckreiniger säubern, Dichtschlämme als Haftbrücke (Nimm sowas in die Richtung hier), dann die neue Abdichtung.
     
  6. #5 kerosyn2110, 23.04.2018
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    Als Bitumenbeschichtung wollte ich dieses Produkt nehmen: Bostik W 253 Bitumendickbeschichtung 2K. Ich habe geschwankt zwischen den PCI Produkten und Bostik, was ja quasi MEM ist. Die Dichtschlämme gibt es dort auch. Nun Frage ich mich was der Unterschied zu Weber ist, das ja 4x so teuer ist.
     
  7. #6 Schnulli, 23.04.2018
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    Natürlich gibt es viele Hersteller, Bostik ist auch nichts schlechtes. Wichtig ist nur, dass die Dichtschlämme eben als Haftbrücke alter Bitumen/neuer Bitumen dienen kann. Das leisten nicht alle, Details dazu in den technischen Merkblättern. Und bei dem von mir verlinkten wusste ich eben, dass es dafür funktioniert.
     
  8. #7 kerosyn2110, 23.04.2018
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    ach und noch eine Frage: hattest du auch so einen alten Teeranstrich als Isolierung ?
     
  9. #8 Schnulli, 23.04.2018
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    Ja, einfach nur Bitumen dünn aufgestrichen. Aber meiner war nahezu zur Hälfte schon abgeblättert/weggebröselt/ wasauchimmer...
     
  10. #9 kerosyn2110, 23.04.2018
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    Super, dann werde ich weiter so vorgehen wie ich mir das gedacht habe. Hoffentlich spielt das Wetter mit.

    P.S. bin echt überrascht, das hier nicht gleich Warnungen ausgesprochen werden und mit Normen um sich geworfen wird.
     
  11. #10 Schnulli, 23.04.2018
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    Das bekommen wir aber in manchen Themen auch gut hin.... :)
     
  12. #11 kerosyn2110, 24.04.2018
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    Ich habe gestern die 1. Lage Dichtschlämme aufgebracht. Ganz schön ergiebig die 25kg. Ich würde fast sagen das es nun schon dicht ist :) Aber es soll noch eine 2. Lage drauf um auf 2mm zu kommen und dann noch Bitumen.

    Ich überlege ob ich die 2. Schicht Dichtschlämem weg lasse und direkt mit dem Bitumen weiter machen. Vorher muss noch grundiert werden.

    Außerdem wollte ich doch gucken, ob ich noch etwas tiefer komme, bis zur Oberkante Fundament. Leider ist nirgends zu erkennen, wie tief da Fundament geht und ich möchte die Statik nicht gefährden und untergraben.

    Das Nebengebäude hat laut Bauplan ein Streifenfundament von 80cm. Weiß jemand, wie tief in den 50er Jahren Fundamente erstellt wurden?

    Ich werde nochmal den Nachbarn fragen, der hat zur selben Zeit gebaut und weiß evtl. etwas mehr.

    Ach und noch eine Frage zum Bitumen: Macht es Sinn, nach dem 1. Auftrag ein Gewebe einzuarbeiten?

    Wie habt Ihr den Abschluss oben erstellt? Die Platten schließen ja dann in etwas bündig mit der Oberkante Kellerwand ab. gibt es da Profile zum verschließen oder wie bekommt man das dicht?

    Mfg Jan
     
  13. #12 Schnulli, 24.04.2018
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    Da es ja nur als Haftbrücke dienen soll hätte ich nun gesagt, das eine mal reicht. Bei mir ist auch nur einmal mit dem Zeug gestrichen.
    Es sei angemerkt: Ich habe diese Trockenlegung im Beisein eines Bauunternehmers selbst durchgeführt (den hatte ich gerade wegen diversen Umbauarbeiten im Haus bei mir). Er hat mir nur das Material besorgt und die Verarbeitung einmal gezeigt und gesagt, was zu tun wäre. Ich unterstelle also mal, es ist nicht kompletter Blödsinn, was ich hier anmerke. :D

    Die Frage ist eigentlich: ist es notwendig, überhaupt noch ein zweites Mal drüber zu gehen? Dazu musst du mal in den technischen Merkblättern nach dem Lastfall/Anwendungsfall suchen. Im einfachsten Fall reicht wahrscheinlich einmal abdichten ohne Gewebe. Wenn du aber eine zweite Schicht machst, um auf 4-5 mm zu kommen, dann geht das sicherlich nur mit Gewebe und nass-in-nass mit der ersten Schicht. Also immer nur abschnittsweise arbeiten.

    Ich habs bei mir offen gelassen, sieht man auch kaum. Aber richtigerweise käme da eine Arte Profilschiene hin. Musst mal nach Sockelprofil o.ä. schauen, ggf. den befreundeten Eisenbieger mal nötigen ein "Tropfblech" zu kanten, was als Schutz da angedübelt werden kann.
     
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  15. #13 kerosyn2110, 24.04.2018
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    Ja, ich hab mich auch schon durch diverse Anleitungen gelesen und die Merkblätter der Produkte studiert. Im Normalfall sollte bei nicht drückendem Wasser eine Schicht a 4 mm ausreichen. Auch die Dichtschlämme als Haftbrücke ist da schon ausreichend.

    Den Abschluss wollte ich auch nur herstellen, um die Platte quasi von oben vor Feuchtigkeit zu schützen, wobei den XPS Platten Feuchtigkeit ja nichts ausmachen sollte.

    Sonst würde ich einfach Erde aufschütten und Rasen neu sähen oder Flies und ein bisschen Zierkies.
     
  16. #14 kerosyn2110, 25.04.2018
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    Was mir gerade noch eingefallen ist: Zieht man die XPS Platten bis hoch zur Unterkante der EG Decke oder nur bis Oberkante der Erde? Die restliche Fassade ist nicht gedämmt und wir haben es auch in Zukunft erstmal nicht vor. Wie sieht es dann mit Wärmebrücken / Kondenswasser aus?
     
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Kelleraußenwand abdichten und dämmen

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