Kellerausbau -Wie ohne sich Schimmel ins Haus zu holen?

Dieses Thema im Forum "Trockenbau" wurde erstellt von Omegaman, 20.11.2012.

  1. #1 Omegaman, 20.11.2012
    Omegaman

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    Hallo,

    wir wohnen im Ruhrgebiet in einer typischen Bergbausiedlung und haben 2 Keller, wie es hier so üblich ist. Der Größere hat ca. 22 m². Die Rohre hängen offen an der Decke.
    Bisher habe ich den Raum immer zum Heimwerken und für Bastelarbeiten genutzt.

    Doch nun hat mein Sohn vor einem Jahr angefangen zu studieren und sein Zimmer ist doch recht klein. Ich möchte ihm für diese Zeit den Keller zur Verfügung stellen. Dazu möchte ich den Keller ausbauen und nach Möglichkeit kostengünstig so weit Dämmen, dass es im Winter nicht zu kalt wird.
    Der Keller ist trocken. Die Wände sind trocken, genauso sieht es auch mit dem Boden und der Kellerdecke aus.
    Ich hatte den Raum bisher zum Heimwerken und Basteln genutzt. Ich will damit sagen, das auch meine elektrischen Geräte (Stichsägen, Kreissäge, Fräser, ….) hier unten gelagert sind. Hier ist auch ein alter Rechner. Wäre der Keller feucht, hätte ich die Geräte nicht hier unten.

    Die Wände sind Ziegel und gestrichen. Die Decke und der Boden sind Beton.

    Der Keller ist ca. 2,10m hoch und hat die Maße 4,50m x 5,00m. Das Fenster ist ein typisches kleines Kellerfenster.
    Nun habe ich sehr viel gelesen und mit einigen Leuten im Bekanntenkreis gesprochen. Das hat zu einer Verunsicherung geführt. Ich möchte ja nichts falsch machen und mir Schimmel in den Keller holen.

    Es stehen jetzt viele Fragen im Raum.

    1) Nehme ich Styropor an den Wänden zur Wärmedämmung oder fördere ich dadurch die Schimmelbildung.?
    2) Soll ich Rigips verwenden?
    3) Dann habe ich was von einer Wasserdampfdurchlässigen Farbe gehört, die unbedingt sein muss, nur woher bekomme ich diese Farbe?

    Zum Fußoden habe ich noch so gut wie keine Idee, wegen der Deckenhöhe.

    Nun zu meinem Vorhaben und bitte korrigiert mich wenn ich den falschen Ansatz habe!

    Ich wollte mir eine Unterlattung machen, durch die ich einen stetigen Luftstrom mit einem kleine Axiallüfter (12Volt, 0,7 Watt) leite (siehe Bild).
    Bild: unterlattungmitluftziorabx.jpg - abload.de
    Bild: axial-lfter12v-07wgorfq.jpg - abload.de

    Das natürlich an jeder Wand, der Stromverbrauch ist sehr gering und meiner Meinung nach beuge ich dem Schimmel vor (Hoffentlich). Die Öffnungen verkleide ich mit Gittern aus dem Camping- oder Autozubehör.

    Die Lattung wollte ich dann mit Holz oder Rigips verkleiden. Das alles wird dann Tapeziert oder nur gestrichen. Wenn nötig, kann ich ja hier drauf eine Dämmung anbringen.

    Als Heizung, wenn nötig, wollte ich für die kalten Tage einen Infrarot Gasofen (siehe Bild)
    Bild: campingheizungc5rxz.jpg - abload.de

    aus dem Campingbedarf nehmen. Wenn das wegen der kleinen Entlüftung durch die Fensterluke nicht gehen sollte einen elektrischen Heizlüfter.


    Wenn meine Überlegung bis hier richtig war, was mache ich der dem Fußboden und der Decke.

    Ich hoffe meine Idee vom Umbau wird nicht vollständig zerrissen, aber ich möchte alles richtig machen und freue mich auf viele kostengünstige Vorschläge.
    Nachher möchte ich den Keller wieder für mich nutzen.

    Ich bedanke mich jetzt schon einmal im Voraus!

    Gruß Omegaman
     
  2. AdMan

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  3. #2 Schnulli, 21.11.2012
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    Hallo,

    mal kurz meine Gedanken dazu:

    Kellerdämmung ist ne Wissenschaft für sich und im Internet stehen die vielfältigsten Erfahrungsberichte. Die Einen kleben einfach Styropor dran und sind glücklich, wundern sich aber später über schimmelige Wände und muffigen Geruch. Bei anderen geht es jahrelang problemfrei.

    Korrekt wäre nach Stand der Technik das Dämmen der Wand mit Hartschaumplatten, Steinwolle o.ä., dahinter ein Dampfsperre, die auch an den Rändern absolut dicht zur Wand dahinter seien muß und darüber dann die Wandverkleidung. Wichtig hierbei ist aber auch, dass die Kellerwand absolut trocken seien muß. Es wird teilweise auch noch ein Sperrgrund auf die Wand aufgetragen, ehe dort die Dämmung drauf kommt.
    Sinn dieses beschriebenen Aufbaus ist, dass warme feuchte Innenraumluft nicht an die kalten Kellerwände gelangt und dort dann Feuchtigkeit hinter der Dämmung kondensieren würde.

    Bei deiner Lüfteridee siehe ich 2 grundsätzliche Probleme:
    Du wirst es nie so dicht bekommen, dass am "Auslass" noch ein Luftzug ankommt und zum anderen begünstigst du damit, dass die feuchtwarme Raumluft (wenn Gas aus deiner Heizung verbrennt entsteht übrigens u.a. auch ordentlich Wasserdampf) immer schön auf die kalte Wand gepustet wird. Kondenswasser ist m.e. somit sicherlich vorprogrammiert.

    Mit dieser "wasserdampfdurchlässigen Farbe" meinst du wohl Silikatfarbe. Gibts in jedem Baumarkt, nützt dir aber nichts bei Anstrich auf einer wie oben beschrieben gedämmten Wand. Die Farbe kannst du verwenden, wenn du die Kellerwände so wie sie sind streichen möchtest; also ohne zu dämmen. Sie verbessern den Feuchtigkeitsaustausch Wand-Raumluft.

    Gruß
    Thomas
     
  4. ikke

    ikke Guest

    Kellerzimmer

    Wenn der Junior dort für die nächsten vier Jahre dort arbeiten (hoffentlich) und schlafen soll, wäre es ratsam dorthin einen Heizkörper zu planen. An passender Stelle zwei 30 mm Löcher bohren und Leitungen durch die Decke. Das muß nicht an der Außenwand sein. Die Radiatorgröße kennt der Fachmann !
    Wandflächen mit Gipskarton-Ständerwerk -Leerrohre für TV,Internet,Strom,Licht einplanen und einbauen - Steinwolle - Dampfbremsfolie - GiKa - Spachtel und Tapete. Decke nur glätten und streichen. Auf den Boden billigen Nadelfilz der mit der Dampfbremsfolie überspannt wird ( Nähte verkleben.) und dann mit preiswertem Laminat arbeiten. Strapazierfähig und vom Junior selbst zu reinigen.!
    Wegen der Schimmelvorbeugung regelmäßig lüften, den besonders im Schlaf sondern wir Menschen viel Atemluftfeuchte ab !
    Daher für das Frühjahr schon einmal planen das die Kasematte vergrößert und ein richtiges Fenster eingebaut wird.

    Beim Ständerwerk [ Metall oder Holz ] gleich so planen, das in Vadders Werkstatt später wieder Wandregale montiert werden können. Daher auch gleich die fünfadrige Kraftstomversorgung berücksichtigen.
     
  5. #4 Omegaman, 22.11.2012
    Omegaman

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    Hallo

    und Danke für die schnellen Antworten.

    Deine Bedenken leuchten mir auch ein und ich finde die Einwände auch logisch.
    Ich kam auf die Idee mit dem Lüfter, weil ich schon einmal Probleme mit Feuchtigkeit hinter dem Schlafzimmerschrank hatte. Das Problem hatten andere Hausbewohner auch.
    Ich wollte den großen Schrank nicht zu weit von der Wand nehmen um Platz zu sparen. Also habe ich den Lüfter im Schrank eingebaut und die Luft hinter den Schrank geblasen. Danach hatte ich nie wieder Probleme mit Feuchtigkeit. Den Lüfter habe ich auf dicke Gummidichtungen aus dem Sanitärhandel “gelagert“, um die Vibrationen aufzufangen. Hat auch gut funktioniert und das schon seit 3 Jahren.

    Also verwerfe ich schon mal diesen Gedanken!


    Darf ich das so verstehen?
    Wenn also meine Wand trocken ist und ich Hartschaumplatten, Steinwolle oder Ähnliches als Isolierung direkt auf die trockenen Wand aufbringe und mit Holz oder Gips verkleide, mach ich nichts falsch. Eventuell vorher noch Sperrgrund auftragen.
    Ich muss also nur von Innen für eine dampfdichte Schicht sorgen, damit die Feuchtigkeit nicht ans Mauerwerk gelangt.
    Würde es dann aus Kostengründen eine ganz normale Alufolie auch tun, wenn ich diese Sorgfältig aufbringe?
    Dann mit Holz oder Rigips verkleiden, streichen oder tapezieren.

    Die Anregung mit der Heizung finde ich Klasse, muss aber erst mit dem Vermieter abgesprochen werden.
    Brauch ich den Boden nicht weiter dämmen?
    Ich habe Angst das es zu Fußkalt wird.

    Gruß Omegaman
     
  6. #5 Schnulli, 23.11.2012
    Zuletzt bearbeitet: 23.11.2012
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    Hallo,

    Die Dampfsperre ist nur eine simple Plastikfolie (stell dir das nicht zu exotisch vor :)) und die Stöße zwischen den Folienbahnen müssen ebenfalls dicht werden. Das wird mit Alufolie nix; ich denke, dass die beim Anbringen schneller zerreist wie du gucken kannst.

    Es kann durchaus kalt am Boden werden, vor allem, wenn du Laminat verwendest. Denn das ist materialbedingt für sich selbst auch schon Fußkalt. Du könntest stattdessen einen ordentlichen PVC-Belag verwenden. Oder zuvor auch noch eine Fußbodendämmung aufbringen. Das lässt sich leicht mit Trockenestrichelementen mit aufgebrachter Dämmung realisieren. Schau mal hier:
    http://www.fermacell.de/de/docs/12358_VA_Estrich-Elemente_DE_Web.pdf
    Und darauf könntest du dann deinen gewünschten Fußbodenbelag legen. Du verlierst dann allerdings entsprechend an Raumhöhe. Wichtig aber auch hierbei: Ein trockener Untergrund. Es muß dann eine Feuchtigkeitssperre ähnlich z.B. dieser hier http://www.knauf.de/pdf/bilder/detbl_wmv/abdichtungsbahn_katja_sprint_f457.de_2011_11.pdf dorthin

    Gruß
    Thomas
     
  7. #6 howie67, 23.11.2012
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    Da würde ich aber vorher auch anfragen ob Du überhaupt diese arbeiten machen darfst und einfach so dämmen...
    Ich dachte es ist Dein eigentum....
     
  8. #7 harekrishnaharerama, 24.11.2012
    harekrishnaharerama

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    Die Wände macht man eigentlich mit Kieselsäure dicht - nennt sich Trockenlegung, danach kann die Feuchtigkeit nicht mehr so einfach eindringen.
    Ansonsten kann man das nur von Außen weiter verhindern.

    Gute Sache gegen Schimmel ist ein reiner Kalkputz ohne Silikatbeimischungen. Der ist alkalisch, dadurch entsteht kein Schimmel. Stichwort ist hier "Sumpfkalk", aber auch die billigeren hydraulischen Kalke bieten einen ordentlichen Schutz. Arbeitsschutz nicht vergessen, ist erstmal ätzend bis er ausgehärtet ist ;)
     
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