Kälte-/Wärmebrücken im Fußboden- bzw. Sockelbereich ...

Diskutiere Kälte-/Wärmebrücken im Fußboden- bzw. Sockelbereich ... im Isolierung und Dämmung Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo und guten Abend, bin neu hier, hab jetzt alle für mich relevanten Themen durchforstet und mich im Netz versucht über folgendes Phänomen...
  • Kälte-/Wärmebrücken im Fußboden- bzw. Sockelbereich ... Beitrag #1

bikerbella

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Hallo und guten Abend,

bin neu hier, hab jetzt alle für mich relevanten Themen durchforstet und mich im Netz versucht über folgendes Phänomen zu informieren:

Bin erst 1.11. in eine neue Whg gezogen, wollte sie auch unbedingt haben, da Aussage war, dass alles frisch saniert wäre.

Es sind neue Fenster und auch eine neue Heizungsanlage reingkommen, die Bäder sind neu gemacht und ich bewohne 1.OG sowie DG über eine Holztreppe, die von unten jedoch weder in irgendeinerweise isoliert od. schallgeschützt ist. Diese ragt quasi ins darunter liegende Treppenhaus und die Zwischenwand scheint mir nur aus irgendeinem dünnen Material zu bestehen, auf welches Strukturputz aufgebracht wurde.

Im DG (Schlafzimmer und Bad) wurden die angrenzenden "Krabbelkeller" gedämmt, jedoch nicht der verbleibende Dachboden, der im Flur im DG durch eine Treppenklappe erreicht werden kann. Dort oben sind zudem zwischen den Sparren nach unten Meterbreite Hohlräume, durch die man komplett auf die Straße sehen kann (eine Katze oder ein Kind würden vom Dach fallen...).

Es zieht wie Hecht und die komplette Bude auf 2 Etagen ist vor allem vom Fußboden her schw....KALT und überhaupt nicht warmzubekommen.
Habe demnach mal diese Dachluke und auch die Haustür (nur ne normale Holztür mit Glaseinsatz) mit so nem Fugenstreifen von Tesa abgedichtet, aber geholfen hat es nix. Und nun habe ich mitunter festgestellt, dass es aus den Sockelleisten bzw. am Fußbodenansatz der Außenwände reinzieht und der Fußboden gibt an den Stellen trotz aufgedrehter Heizungen gerade mal ca. 10 Grad her.
Ich liege 1,5 Mtr. von der Heizung weg auf der Couch mit dicken Socken und Decke und bekomme trotzdem sowas von kalten Füßen...
Im Schlafzimmer ca. 2 Mtr. von der Heizung entfernt hab ich "auf dem Bett" ca 14-16 Grad.
Barfuß laufen ist undenkbar - auch zwischen Bad und Schlafzimmer die 5 Schritte...
Ich bekomme bei den Temperaturen echt einen Knall...

Die Vermieter sind älter (ca. 80) und haben es vom verstorbenen Bruder geerbt, der diese Whg über Jahrzehnte selbst bewohnt hatte. Sie haben sicherlich vieles machen llassen, damit diese Whg vermietet werden kann. Ebenso wurde komplett Laminat gelegt - aber wie sich jetzt rausstellt, einfach mal so über die alten Holzdielen drüber, noch nicht mal ausgelichen...

Aber das Problem muss ja ganz woanders liegen! Die Wände selbst sind gar nicht so kalt - an und um die Fenster und die Heizkörper herum kann ich kein Entweichen oder kalte Zugluft feststellen, nur entlang der Fußleisten an den Außenwänden, wo es dann wohl auch unter das Laminat kriecht und sich ausbreitet.

Den restl. Dachboden wollen meine Vermieter jetzt doch noch fertig dämmen lassen, und glauben, dass damit alles (Zugluft etc.) beseitigt sei, aber bei dem Rest sind sie natürlich etwas überfragt und wälzen es auf ein mögliches mangeldes Heizverhalten ab, und raten mir die Heizungen einfach wärmer zu stellen, aber die digitale Anzeige an den Heizkörpern und die Messungen an den Fußböden sowie den Differenzen zeigen jedoch jetzt schon (nach nur 1,5 Monaten) das Gegenteil... So einen immensen Verbrauch hab ich noch nie gehabt. :mad:

An eine komplette Fassadendämmung wollen meine Vermieter z.Zt. nicht denken, aber ich bin der Meinung, dass es sicherlich hier auch andere Möglichkeiten gibt, wie z.B. Einblas-Dämmung, die nur in den Bodenbereich eingeblasen wird.

Wer hat damit schon Erfahrungen gemacht und wäre mein Problem damit ggf. gelöst und welche Kosten kämen da auf einen zu???

Zum Haus selbst kann ich nur sagen, das es aus der Vorkriegszeit ist und in den 60ern oder so zu einem 2-FH aufgestockt wurde. Da scheint evtl. auch der Mangel vorzuliegen, offensichtlich sind die zusammengefügten Bauteile nicht (mehr) korrekt "dicht". Vor allem merkt man das Phänomen in der nähe der beiden Balkone, die in zwei unterschiedlichen Zimmern vorherrschen....

Bin echt ratlos, zumal ich mir einen erneuten Umzug derzeit gar nicht leisten kann und will... :eek:

Für brauchbare Ideen wäre ich wirklich sehr, sehr dankbar!!!
Danke schön schon einmal!

LG Bella
 
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Obiwotz

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Hm, da Wärme nach oben steigt und Kälte nach unten sinkt - und dort im Flurbereich weder ordentlich gedämmt noch gedichtet ist, ist es kein Wunder, dass es kalt ist.
Erste Maßnahmen: Styropor-Dämmplatten so 20 cm Dicke möglichst dicht von oben auf den Dachboden verlegen. Luke selbst mit passgenau geschnittenen Platten bekleben, so dass die Lücke zu den umliegenden Platten möglichst schmal ist. Luke an den Rändern mit Dichtungsband (Tesa-Moll) und eventuell Gummi-Dichtungsstreifen dämmen.
Allerdings würde ich da mit den Vermietern sprechen - sollte deren Bier sein.

Im Grunde muss da mal bei Gelegenheit das Dach komplett gedämmt werden - Zwischensparrendämmung mit Steinwolle + Dampfsperrfolie + Span/OSB/Rigips-Platten - und dabei auch die Sockellücke schließen. Kosten so 2000 € + X. Vorschlag an die Vermieter: Die können ja dafür Deine Kaltmiete erhöhen - und dafür die Nebenkosten reduzieren (und so weit ich weiß auch noch kfw-Förderung bekommen).


Bei der Eingangstür bin ich noch etwas ratlos. ganz vermeiden lassen sich hier Kältebrücken nicht so einfach.
 
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bikerbella

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Hallo und erstmal frohe Weihnachten euch allen!!!

Danke schon mal für die Antwort...
Dazu möchte ich noch folgendes anmerken:

1.) Das Spitzdach wurde jetzt bereits eine Woche nach Reklamation - also diese Woche noch - nachträglich gedämmt. Die Geschossdecke war es schon, nun wurden auch die Zwischensparren mit Steinwolle und Dampfsperre versehen!
(Frage: Warum sollte ich mir die Miete erhöhen lassen; per Gesetz sollte dies bei einer bewohnten DG-Wohnung doch per se gemacht sein, oder? Außerdem bin ich doch erst vor 2 Monaten eingezogen, das sollte dann in der Miete enthalten sein, zumal - und das ist der springende Punkt - mir die Whg. als "vollständig saniert" verkauft wurde!!!)

2.) Ist auch jetzt nach der Dachdämmung immer noch ein Zug in der Whg zu verspüren; es handelt sich nicht um den Flurbereich, sondern es zieht aus dem Bereich der Sockelleisten - vor allem an allen "Außenwänden"... was auf Kältebrücken zurückzuführen ist.
Ich hab mir mal den Spaß gemacht und ein paar Sockelleisten abgemacht - und, hoppla, in den Bereichen ist die Wand am bröckeln und es zieht Kälte rein, so stark, dass die Böden durchweg eisig kalt sind.

Eine Volldämmung kommt jedoch für meine Vermieter z.Zt. nicht in Frage (finanzielle Gründe, haben das Haus im März vom verstorbenen Bruder geerbt...) und deshalb die Frage, ob es andere Maßnahmen ggf. von innen gibt (Abdichten, Wärmeputz, Einblasdämmung o.ä.), die a.) nur diese Undichtigkeiten und b.) evtl. auch kostengünstiger als Volldämmung beheben könnten...

Andernfalls weiß ich nicht, das müsste ich evtl. mit anwaltlicher Hilfe klären, ob ich die Whg nicht unter "falschen Voraussetzungen" gemietet habe und einen Weg aus der Whg und ggf. Schadenersatz für meine Investitionen/Umzugskosten erhalten kann... Denn immer hin kann man hier ja dann auch nicht von einer "vollständigen Sanierung" reden, nur weil Bäder, Heizung und Fenster neu sind...!?

Was ein Stress... als hätte man nicht schon genug anderes um die Ohren ;-)

Danke für neue Anregungen und euch eine geruhsame und friedliche Zeit!!! :rolleyes:
LG Bella
 
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