Information gesucht zu Feuchtigkeitsmessung / Trocknungszeit

Dieses Thema im Forum "Schimmel und Feuchtigkeitsprobleme" wurde erstellt von botcheress, 01.07.2012.

  1. #1 botcheress, 01.07.2012
    botcheress

    botcheress Guest

    Hallo,

    ich bin neu hier und ich brauche etwas Rat.

    Ich habe eine nasse Kellerwand. Ein erster Bitumenanstrich hatte daran nichts geändert. Deshalb habe ich die Wand gefliest, weil das mit günstigen Second-Hand-Fliesen enfacher und kostengünstiger war als Verputzen. Die Fugen habe ich sorgfältig mit Fliesenkleber zugeschmiert. Anschließend habe ich die Fugen zweimal mit Dichtschlämme überstrichen. Als letztes soll noch ein Anstrich mit Bitumen folgen.
    Ein Luftentfeuchter läuft und die Luftfeuchtigkeit schwankt zwischen 60% und 65%.

    Für mein weiteres Vorgehen fehlen mir einige Informationen.
    Ich habe mir ein günstiges Feuchtigkeitsmeßgerät gekauft. Ich weiß, daß Fachleute solche Geräte für wertlos erklären, aber ich bekomme damit durchaus gute Vergleichswerte. Im Kaffeesatz zeigt das Gerät 45 an, einige Stunden nach dem Auftrag der Dichtschlämme waren es auf der Oberfläche der Fugen Werte um die 25, und nach einigen Tagen Trocknung sind es noch Werte zwischen 10 und 15. Das heißt, ich kann mit dem Gerät den Trocknungsprozess überprüfen, auch wenn die Werte absolut keine Aussagekraft haben.

    Meine Fragen:

    1. Wie lange dauert das Trocknen, wie lange sollte ich abwarten, bevor ich entscheide, was ich als nächstes tue, nochmals Dichtschlämme oder Bitumen?
    2. Bezogen auf meine Vergleichswerte, bei welcher Feuchtigkeit der Fugen nach ausreichender Trocknungszeit ist es ratsam, noch eine weitere Schicht Dichtschlämme aufzutragen, und bei welchen Werten kann ich mit Bitumen streichen?

    Bitte keine Ratschläge, die Geld kosten, ich brauche nur Informationen für meine kostengünstige Problemlösung.

    Danke

    Botcheress
     
  2. AdMan

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  3. pinne

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    wo ist die kellerwand nass?
    innen oder außen ?
    woher kann die feuchtigkeit kommen ?
    wenn die ursache nicht bekannt ist kann man sie nicht bekämpfen .
    die bituminösen schichten verwendet man um EIN-dringen zu verhindern,
     
  4. #3 botcheress, 01.07.2012
    botcheress

    botcheress Guest

    Ich bin dabei, die Wand innen abzudichten gegen die Nässe, die von außen aus der Erde kommt.
    Aber die Hauptarbeit des Fliesens ist schon erledigt. Ich brauche nur Informationen als Entscheidungshilfe, wie lange ich warte, bevor ich weiterarbeite und ob ich noch eine Schicht Dichtschlämme auftrage oder schon Bitumen.

    Ich möchte wissen,
    1. wie lange ich damit rechnen kann, daß die dicke Schicht Fliesenkleber und die Dichtschlämme noch weiter trocknen.
    2. wie trocken bezogen auf meine Referenzwerte es werden kann mit Dichtschlämme, d. h. wie viele Schichten sinnvoll sind.
    3. wie trocken bezogen auf meine Referenzwerte die Dichtschlämmschicht sein muß, um Bitumen darüber zu streichen.
     
  5. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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    ....und wenn Du von innen 20cm Beton davor einbaust, geht die Nässe nicht weg. Im Gegenteil, sie steigt auf.
    Von außen muß das Problem an gegangen werden ! Drainage einbauen , Pumpsonden installieren etc.
     
  6. #5 botcheress, 01.07.2012
    botcheress

    botcheress Guest

    Ich möchte nicht gar nicht wissen, was Menschen mit ausreichenden finanziellen Mitteln mit nassen Wänden tun würden. Ich möchte nur wissen, was im Rahmen meiner begrenzten Möglichkeiten am besten ist.
    Bitte, könnte jemand hier MEINE FRAGEN beantworten????
     
  7. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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    Du begreifst es offensichtlich nicht : Alles was Du bisher gemacht hast ist Unfug !
    Wasser hat Kraft und sprengt Dir die aufgebrachten Schichten ab !
    Im anderen Forum hast Du sicher auch keinen Rat nach Deinem Wusch bekommen.

    Statt der Fliesen wäre es ratsamer gewesen Sanierputz auf zu tragen und den alle
    Jahr erneuern.
    Eine Alternative wäre noch die " Verkieselung" . Baustoffachhandel bietet entspechend
    der Hersteller Ampullen oder Literware an ,die in große Bohrlöcher eingebracht werden.
    Da die Löcher in kurzem Abstand in Doppelreihe gesetzt werden, saugt sich das Mauerwerk
    mit der Flüsigkeit voll und bildet eine Schicht. Das kann man sich so vorstellen als wurde
    eine Platte eingeschoben. Gilt bei aufsteigender Feuchtigkeit!
    Wenn es über die Fläche eindringt, hilft nur aufgraben etc.
     
  8. #7 botcheress, 01.07.2012
    botcheress

    botcheress Guest

    Nochmals: Es gebe mir bitte jemand Antwort auf meine spezifischen Fragen.
     
  9. #8 harekrishnaharerama, 01.07.2012
    harekrishnaharerama

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    Was ist hinter der Wand? Kann man die ausgraben und von Außen dichten? Das erscheint mir sinnvoller als von Innen noch was gegen zu klatschen ;)
     
  10. #9 botcheress, 01.07.2012
    botcheress

    botcheress Guest

    Fakt ist, daß ich keine Alternative habe. Entweder die Wand bleibt feucht und ich lasse auf Dauer das Entfeuchtungsgerät laufen, oder ich mache die Wand von innen dicht. Aller Rat, etwas anderes zu tun, ist müsig, weil nicht durchführbar und nicht finanzierbar.

    Ich habe soeben nochmals gemessen: Noch macht die Trocknung Fortschritte. Im oberen Bereich sind die Werte schon unter 10.

    Ich brauche wirklich nur Antworten auf meine Fragen. Ich formuliere es noch einmal anders:

    Wenn nach x Wochen die mit meinem Meßgerät gemessene Feuchtigkeit der Fugen noch den Wert y (im Vergleich mit der Referenz von nasser Kaffeesatz = 45) übersteigt, ist es sinnvoll, eine weitere Schicht Dichtschlämme aufzutragen. Wenn der Wert y unterschritten wird, kann ich mit Bitumen streichen.

    Ich benötige Schätzungen aufgrund von Erfahrungswerten für die Were x und y. SONST NICHTS.
     
  11. #10 harekrishnaharerama, 01.07.2012
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    So eine Schätzung ist einfach nicht möglich, weil die Umstände völlig unklar sind. Wir wissen nichts über diese Wand noch woher das Wasser herkommt. Außerdem wird normal eine Trockenlegung von Draußen erbeigeführt oder mit Bohrungen und Spritzen von drinnen.

    Es soll billig sein, auf der anderen Seite hast Du ja anscheinend unendlich viel Bitumen und Dichtschlämme da. Was ist denn nun Dein Budget?

    Ich glaube auf diesem Wege wirst Du weder hier noch in irgendeinem anderen Forum eine Antwort erhalten. Stell Dir nur vor, es handelt sich um ein Regen- oder Abwasserrohr mit einem Loch, oder es gibt einen Wohnungsschaden über den Keller oder so weiter.

    Es ist unmöglich zu sagen, wie sich das ganze verhält. Auch der Aufbau an der Innenseite ist mir schleierhaft. Du hast Bitumen gestrichen, dann Fliesenkleber draufgemacht und die Fliesen und willst jetzt nochmal rüberstreichen oder was? Kappier ich nicht.

    Auch was Du in dem Keller machen willst ist mir nicht klar, den Schimmel wirst Du nicht rausbekommen, wenn es feucht ist, soviel ist klar und damit erledigt sich fast jegliche Nutzung des Raumes . . . also bitte um Nachsicht für unsere Mitglieder ;)
     
  12. #11 botcheress, 01.07.2012
    botcheress

    botcheress Guest

    Also stelle ich meine Fragen nochmal allgemein.

    Wie lange dauert es etwa, bis eine dicke Schicht einfacher Fliesenkleber und zwei Schichten Dichtschlämme auf feuchtem Untergrund trocknen?

    Wie feucht darf der Untergrund höchstens sein, auf den man Bitumen aufbringen kann?

    Ich habe lange vergeblich gegoogelt, sonst würde ich diese Fragen nicht hier stellen.

    Nebenbei: Von Schimmel war nie die Rede.....
     
  13. #12 harekrishnaharerama, 01.07.2012
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    Kommt drauf an, manchmal fängt der Kalk an zu kreiden, dann wird es nie fest, normal sollte der Kleber bzw. die Fugenschlämme nach etwa 2-4 Wochen ausgehärtet sein ;)
     
  14. #13 botcheress, 02.07.2012
    botcheress

    botcheress Guest

    Danke, harekrishnaharerama. Das ist eine Information, die mir weiterhift. Jetzt, ca. 10 Tage nach dem letzten Arbeitsgang, sieht und fühlt die Wand sich an, als sei sie völlig trocken. Nur das Feuchtemeßgerät hat mich gewarnt, daß das eine Täuschung ist.
    Jetzt weiß ich, daß ich geduldig abwarten muß.
    Es war die gleiche sensorische Täuschung, weswegen ich dachte, der erste Bitumenanstrich hätte ausgereicht. Die feuchten Stellen habe ich erst entdeckt, als mein erstes Luftentfeuchtungsgerät defekt war.
    Übrigens: Wenn man mit einem Quast nur die Fugen mit Dichtschlämme überstreicht, kommt man mit einem 25kg Sack für knapp 28€ ziemlich weit.

    Kann mir bitte auch noch jemand sagen, wie feucht der Untergrund sein darf, damit Bitumen haftet und dichtet?
     
  15. #14 harekrishnaharerama, 02.07.2012
    harekrishnaharerama

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    Da Bitumen ein Ölprodukt ist, verträgt es sich mit Wasser überhaupt nicht - so trocken wie möglich ;)
     
  16. #15 botcheress, 02.07.2012
    botcheress

    botcheress Guest

    "so trocken wie möglich" - auf einer völlig trockenen Wand ist ein Bitumenanstrich überflüssig. Bitumen soll ja gerade die letzte Sperrschicht sein, wenn die Wand eben nur fast trocken ist. Aber wo ist da der Grenzwert zwischen erfolgreicher Abdichtung und Nichthaften?
     
  17. josh

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    womit wir wieder beim thema wären, dass man das so nicht macht, weil du damit das wasser eher in deiner wand hältst als dass es was bringt...
     
  18. #17 harekrishnaharerama, 02.07.2012
    harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Erfahrener Benutzer

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    Normal streicht man das auf die trockene Außenwand oder Innenwand. Es ist eine Sperrschicht, also kann das Wasser nicht mehr entkommen und bleibt praktisch in der Wand. Es kann durchaus sein, daß das Bitumen dann irgendwann wieder runterkommt, je nachdem wie stark die Prozesse hinter der Schicht sind. Kalk ist ein Stoff der praktisch kaum zu reagieren aufhört, das macht ihn als Baustoff so interessant ;)
     
  19. #18 botcheress, 02.07.2012
    botcheress

    botcheress Guest

    Und in der Wand, hinter den Fliesen, darf das Wasser gerne bleiben. Da stört es mich nicht.... Also nochmals meine allgemeine Frage: Wie feucht darf der Untergrund höchstens sein, damit Bitumen hält und abdichtet?
     
  20. #19 botcheress, 02.07.2012
    botcheress

    botcheress Guest

    Die Mauern sind übrigens Feldbrandsteine, die schon hundert Jahre Nässe unbeschadet überstanden haben.
     
  21. pinne

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    Damit ist jetzt Schluß. Dank Abdichtung dürfen die Feldbrandsteine ersticken!
     
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