Holzbalkendecke - Vorarbeit für Fliesen mit Fußbodenheizung

Diskutiere Holzbalkendecke - Vorarbeit für Fliesen mit Fußbodenheizung im Fliesen und Kacheln Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo, ich stehe zZ vor der (selbst auferlegten) Herausforderung, ein Badezimmer in einen Raum zu bauen, der bisher keines war. Aktueller Stand...

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Hallo,

ich stehe zZ vor der (selbst auferlegten) Herausforderung, ein Badezimmer in einen Raum zu bauen, der bisher keines war.
Aktueller Stand: leerer Raum, Fußboden unbrauchbar, Holzbalkendecke darunter top. Balkenabstand ~55cm, Balken ca 20cm breit. Der Raum ist ca. 3x3m.

Geplantes Vorgehen: Eigenleistung, selbst ist der Mann. :cool: Natürlich hab ich nen guten Klempner an der Hand, der Wasserleitungen anschließt und auch mal nen guten Tipp geben kann. Ansonsten mach ich Trockenbau, Fliesen legen, Elektrik, etc selber.

Das Ziel für den Fußboden: Fließen mit FBH. (und ebenerdiger Dusche, spielt aber denke ich aktuell noch keine Rolle).

Der Plan: Mein Klempner empfiehlt entweder 25er OSB Platten mit Fermacell Platten darauf (10er? oder doch lieber 25er Fermacell TE?), oder Bretter mit offenen Fugen, dann dünnere OSB, dann Fermacell.
Die Bretter Geschichte sagt mir nicht so zu - dann ehr dicke OSB und Fermacell. Oder was meint ihr?
Um den Aufbau nicht zu dick werden zu lassen, wurde mit Roth Clima Comfort mit Periplan Vergussmasse empfohlen. Sieht soweit gut aus, denke ich. Dann die Fließen da drauf.
Aber halt - fehlt da nicht ne Folie zum Abdichten/Entkoppeln? (zB Schlüter-DITRA 25) Wo kommt die am besten hin? Oder allgemeiner, macht der Aufbau so Sinn oder wird das nix?

Schonmal danke fürs Lesen
 

_42_

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Hat niemand eine Meinung? :confused:
 

Future

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Balken, OSB, Ditra25, Fliesen - das reicht. Bei OSB bin ich eher der Meinung 2 versetzte Lagen zu verbauen, dafür etwas dünner. Also z.B. 18mm und nochmal 12mm.

Wieviel Platz hast du denn von Oberkante Balken bis zur späteren Oberkante Fussboden (inkl. Fliesen)?
 

Schnulli

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Balken, OSB, Ditra25, Fliesen - das reicht.

Da fehlt aber nun die FBH :)

25er OSB Platten mit Fermacell Platten darauf
Das wäre auch so mein Ansatz - bzw. das Estrichelement von Fermacell, ggf. mit angebrachter Dämmung darunter. Darauf dann das Trägersystem der Dünnschicht-FBH. Entkoplungmatte ist hier nicht notwendig, da du ja nicht auf Holz fliesen willst.
 
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_42_

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Danke schonmal!

Nur OSB und dann "nur" 30 insgesammt klingt für mich ehrlich gesagt recht windig. Wir haben letztes Jahr eine Küche in einen Dachboden gebaut (ähnlicher Balkenabstand); mit 25er OSB auf Balken, darauf Laminat schwimmend. Hält gut, aber die 25er OSB federn doch minimal. Für Laminat kein Problem, aber Fliesen?

Zur Höhe; ich sag mal, bis zu 10cm Aufbau ab Balken ist das kein Problem. Die FBH wird ca 2cm verbrauchen (Wasser, aber dünn aufgebaut). Sagen wir mal 1cm für die Fliesen mit Kleber, bleiben 7cm für den Rest.
Ich denke ich lege 25er OSB und Fermacell Powerpanel H2O (12,5) oder sogar Fermacell TE (25mm) unten drunter, wie auch Schnulli schreibt. Da es nur 9m² sind ist der Quadratmeterpreis ehr nicht so wichtig.
Aber nue Frage zur Entkopplung. Zwischen OSB und Fermacell ist doch eine Änderung im Werkstoff. Arbeitet es nicht genau hier? Oder werden die Schichten eh sogar verschraubt? Bzw selbst wenn die Fermacell die Spannung ab können, dann hab ich trotzdem schiss, dass sich das bis in die FBH oder gar Fließen durchzieht. Kann es schaden, wenn ich aus Angst ne Lage Ditra25 zwischen Fermacell und FBH lege?
 

Schnulli

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Hier findest du alle Infos zur Verarbeitung (Untergrundbeschaffenheit, Verbindung der Estrichelemente untereinander usw...)

https://www.fermacell.de/fermacellapi/downloads/file/de-DE/0690J000004BvpNQAS

Trockenestrichelemente werden miteinander verklebt, das ist dann eine feste Ebene auf die du einfach das Trägersystem der FBH auflegst

Ich würde wohl ein 25mm Estrichelement mit fest angebrachter XPS-Dämmschicht nehmen. Ist insgesamt 50mm hoch (pdf-Seite 7 unten rechts)
 
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Future

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Stimmt, die FBH hab ich überlesen. Dann kommt die Entkopplung natürlich schon durch die Elemente für die FBH und die Dämmplatten.

Dann mal ne andere Idee: Wie wäre es denn mit einer (gebundenen) Schüttung, die isoliert und entkoppelt von den Balken. Einschübe (Bretter) zwischen den Balken und dann bis auf ein paar Zentimeter über Balkenhöhe aufschütten. Dadrauf dann Trockenestrich und dann weiter mit FBH und Fliesen.
 

Schnulli

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Das ist ziemlich aufwändig. Wenn die Balkenlage gerade ist und direkt Bretter drauf könnten eher umständlich. Andere Frage: ist die Balkenlage überhaupt gerade? Sonst musst du da erst mal ran.
 

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Die Balkenlage ist, nunja, halbwegs gerade. Aber das sehe ich unkritisch, die richte ich einfach dadurch, dass ich seitlich nochmal Balken dranschraube die dann ausgerichtet sind.
Ne Schüttung möchte ich gerne umgehen, da in den Boden (zwischen die Balken und unter die OSB) Abflussrohre müssen. (Natürlich dämme ich zwischen den Balken was noch frei ist).

Brauche ich überhaupt weitere Dämmung (wie zB durch die Fermacell platten mit XPS)? Darunter ist ein beheizter Raum und selbst wenn nicht ist es ja kein "kalter" Beton Boden.
 

Schnulli

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Unter eine FBH sollte auf jeden Fall eine Dämmung. Die Wärme geht auch nach unten weg, die Bauteile werden warm. Das wäre sonst „Energieverschwendung“. Die Wärme der FBH soll ja nach oben gehen
 
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Future

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Ohne Schüttung überträgt sich ja jede Längenänderung der Balken direkt auf die OSB-Platten und die müssen dann wieder von der darüber leigenden Bodenkonstruktion entkoppelt werden. Mit Schüttung liegen die Trockenestrich-Platten halt perfekt entkoppelt auf. Und du umgehst die Aufgabe, die Balkenlage perfekt in der Waage auszurichten. Und wenn die Schüttung um deine Abflussrohre rum geht sind die auch direkt noch ein wenig schallisoliert.
 

Schnulli

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Ohne Schüttung überträgt sich ja jede Längenänderung der Balken direkt auf die OSB-Platten und die müssen dann wieder von der darüber leigenden Bodenkonstruktion entkoppelt werden

Ist doch so im Aufbau schon geschehen. Balkenlage mit Bohlen/Brettern an der Seite auf ein Niveau bringen, OSB dort aufschrauben, Trockenestrichelemente (miteinander verklebt) schwimmend auf OSB auflegen.
 

Future

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Ja, es geht natürlich auch so wie vom TE geplant. Ich find die Schüttung einfach nur eine elegantere Lösung, wenn man Dämmung, Entkopplung und Höhenausgleich bis auf den Millimeter genau in einem Arbeitsschritt hinkriegt. Wenn jetzt 30mm OSB auf den Balken landet muss man halt gucken, dass Trockenestrich, FBH und Fliesen möglichst genau 70mm zusammen ergeben um auf die gewünsten 100mm Aufbauhöhe zu kommen. Mit der Schüttung landet der Trockenestrich halt punktgenau an der gewünschten Stelle und man muss später nicht rumsuchen womit und in welcher Lage man die fehlenden Millimeter ausgleicht.
 

Holzwurm50189

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Warum keine Elektro-Heizung ? Hab nen Kunden der die regelmässig bei Badsanierung einsetzt. Trägt nicht auf, selbst verlegbar
 

Future

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Ja klar, warum nicht einfach das 2- oder 3-fache pro kWh zahlen ...
 

Schnulli

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Ja, Strom ist teurer. Wenn man von Grund auf neu aufbaut und die Möglichkeiten hat dann Warmwasser-FBH. Aber wer nachträglich in nem kleinen Bad ne FBH haben will der hats mitunter deutlich einfacher mit einer dünnen Elektro-FBH.
 

Holzwurm50189

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Der Möchtegern-Experte 2 Posts weiter oben wieder ... keine Ahnung ... da die Elektrische FBH viel schneller erwärmt und somit nur wenige Minuten am Tag läuft ist das über die Zeitnutzung je Tag interessant und somit kann das günstiger sein als Warmwasser .... oder Future ... behauptest du wirklich, dass der Betrieb einer elektrischen FBH die ich morgens und abends jeweils ne halbe Stunde laufen lasse, teurer ist, als den ganzen Tag Warmwasser zu produzieren ? Von den Anschaffungskosten ganz zu schweigen
 

Schnulli

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Ich merke schon wieder negative Schwingungen..... :cool: :(
Einigen wir uns darauf: Elektro kann sinnvoll sein bei begrenzter Nutzung, kleinen Flächen und/oder besonders dünnem Aufbau oder auch als nachträgliche FBH. Ansonsten sollte nun dazu alles gesagt sein....
 

Future

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behauptest du wirklich, dass der Betrieb einer elektrischen FBH die ich morgens und abends jeweils ne halbe Stunde laufen lasse, teurer ist, als den ganzen Tag Warmwasser zu produzieren ?

Da vergleichst du aber Äpfel mit Birnen. Wenn du die E-FBH 2x 1/2h laufen lässt ist der Energieverbrauch in kWh ungefähr genau so hoch, wie wenn du eine WW-FBH 2x 1/2h laufen lässt. Nur, dass Gas/Holz/Öl billiger ist als Strom. Spricht ja niemand davon, dass extra für diese WW-FBH ein eigener Heizbrenner zu betrieben wird, der 24/7 läuft. Die FBH wird ja wohl an den vorhandenen Heizwasserkreislauf angeschlossen. Und selbst wenn an dem Heizbrenner tatsächlcih nur diese eine 9m² FBH dranhängen würde, müsste man diesen für 2x 1/2h trotzdem nicht den ganzen Tag laufen lassen.
 

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Wow, danke für all den Input!

Die 10mm Aufbau sind ein Maximalwert. Wenns weniger wird is das auch gut. Auf ein Niveau mit dem Flur krieg ich das eh nicht.
Eine elektrische FBH kommt nicht wirklich in Frage. Warum auch? Wir haben eine zentrale Heizung mit Gas und Holzvergaser. Warum soll ich mit Strom heizen statt mit Holz? (ich bin im Prinzip für Gas schon zu geizig - Und Borkenkäfer sei dank ist der Festmeter zum selber schlagen echt billig.
Ich verstehe auch nicht, warum eine eFBH "weniger Energie verbraucht weil sie schneller warm wird". Rein theoretisch betrachtet brauche ich doch x Joule um ein Material um Y Grad zu erwärmen. Selbst wenn die eFBH (am Anfang, weil weniger träge?) mehr kW umsetzt, bleibt am Ende die benötigte Energie doch gleich?

Was ich nicht so recht verstehe ist die Diskussion, dass die OSB Platten die Bewegung der Balken mitgehen müssen. Ja, müssen sie, ist doch aber Holz auf Holz? Die Fermacell müssen dann (mit einander verklebt/verschraubt) schwimmend auf den OSB liegen und scho is Ende mit Bewegung, oder?

Auf jeden Fall hab ich jetzt ne gute Vorstellung! Vielen Dank euch allen!
 
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