Heizungsrohre zumauern / Heizungsnische verputzen

Diskutiere Heizungsrohre zumauern / Heizungsnische verputzen im Estrich, Mauer, Putz und Stuck Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo Leute, ich saniere gerade ein Haus Baujahr 62. Alle Heizkörper im Haus waren, wie damals üblich in einer Nische unter den Fenstern...

jens97

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Hallo Leute,

ich saniere gerade ein Haus Baujahr 62. Alle Heizkörper im Haus waren, wie damals üblich in einer Nische unter den Fenstern 'versenkt'. Diese Nischen habe ich bereits alle mit YTongsteinen zugemauert.
Beim vorarbeiten auf das baldige verputzen, habe losen bzw. hohl klingen Putz entdeckt und diesen abgeschlagen (Bild 1). Hinter diesem Putz kam dann ebenfalls teilweise hohle und lose Dämmmasse(?) zum Vorschein, mit welcher die Heizungsrohre eingeschlossen waren (Bild 2 u. 3). Die Masse war Weiß und Styroporartig, könnte mit einer Mauerkelle leicht abgekratzt werden.

Meine Frage ist nun wie Verschließe ich meine vorhandenes Loch nun ?
Ich könnte mir denken dass die Rohe gedämmt bzw. umschlossen sein müssen, da ja gerade durch die obere Leitung heißes Wasser fließt und es sich ja Kondenswasser bildet sobald das Rohr mit kalter Luft in Berührung kommt.
Bitte Eure Vorschläge dazu warum ich es nicht mit:
Zementmörtel (Der Stinknormale von B1) zuschmeißen sollte.
Mit PU Schaum Ausschäumen sollte, haben welche der zum Überputzen geeignet ist, ist dann ja immerhin auch Dicht.
Mit Mineralwolle ausfüllen und verputzen sollte.

2. Punkt bei dem Euer Rat gefragt ist:

Mit was würdet Ihr die Nische mit zugemauerten YTongsteinen verputzen ?
Ich selbst bin noch relativer Anfänge was Verputzen angeht. Kommentare mit 'Sowas sollte nur ein gelernter Handwerker machen oder ähnliches könnt Ihr euch direkt sparen. Schließlich heißt es 'heimwerkerforum' und nicht 'lassallesvoneinemhandwerkermachenundstirbdummforum'.
Habe jedoch bereits eine Nische, welche ca. 80cm Breit ist bereits mit Rotband von Knauf verputzt (Gipsputz), mit Richtscheit abgezogen und mit Glättkelle geglättet. Ist einigermaßen gerade, kann man bei großen 'Dellen' eigentlich erneut rüber gehen ? Zur Info: es kommt wieder ein Heizkörper davor.
Bevor ich mit Rotband verputzt hatte, hatte ich es mit Zementputz (Der von B1) probiert. Vorgenässt und alle Tipps angewendet die ich so gefunden hab. Ist dennoch recht schnell wieder abgefallen.
Vielleicht mangelnde Erfahrung. Gerne auch Tipps dazu.

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Klotzkopf

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Heizungsrohre bewegen sich durch die Temperaturausdehnung des Metalls.
Daher wurden die früher mit Filzband umwickelt und dann eingeputzt.
Vielfach wurde auch eine Art Leichtputz (Isoperlite) verwendet. Den kann man im Falle einer Reparatur einfach rauskratzen.
Heute gibt es Rohr-Isolier-Systeme in unterschiedlichen Dicken, wie etwa Schnappschalen, Isolierschlauch ect.
Kupferrohre werden vom alkalischen Putz oder Mörtel angegriffen und sollten nicht direkt mit diesem in Berührung kommen.
Wenn es gar nicht anders geht, einfach anstreichen.

Vorbereitung:
Um das Loch herum sollte ein ca. handlanger Streifen alter Putz von jeglichen Unebenheiten befreit werden( Scheifen, abkratzen, keine Tapetenreste, Nägel oder Pocken, Löcher schaden nicht). Wenn Du den Putz nachher mit dem Glättboden abziehst, würden sich diese Unebenheiten als feine Linien im neuen Putz zeigen.
Auftragen
Vornässen geht mit ner Sprühflasche sehr einfach.
Bei größeren Schichtdicken sackt der Putz nach dem Auftragen etwas zusammen. Daher in so einem Fall immer in mehreren Schichten zu putzen. Die alte Oberfläche um das Loch herum unbedingt von neuem Putz freihalten (siehe oben)
Für die letzte Schicht (5-10mm) den Rotband so anmachen das der nicht zusammensackt, Auftragen, mit Latte, Kartätsche grob Abziehen, die Ränder unbedingt sauber abkratzen, sodass da kein Putz auf der alten Wand ist.
Immer wieder prüfen, ob der Putz sich noch eindrücken lässt. Wenn der hart wird, die Fläche mit einem nassen Filzbrett oder Schwamm kreisend abreiben und dann mit dem steil aufgestellten Glättboden abziehen. Du hast nur ca. 15min dafür - Du musst den richtigen Zeitpunkt finden. Die sich dabei auf dem GB sammelnde Masse kann man noch in evtl. vorhandene Löcher drücken.
Ansonsten muss man den GB immer von dem Zeugs befreien. Nicht wieder verwenden; - klumpt nach wenigen Minuten - daher in den Müll und nicht in den Putzeimer.
Diese Methode sollte eine spiegelglatte Oberfläche hinterlassen. Wenn nicht, die Fläche mit Spachtelmasse nacharbeiten, 👀 nicht mit neuem Putz! Wenn der Putz hart ist, hilft nur noch Schleifen.🥴

Für große Flächen: guck Dir mal Schnellputzleisten an.

Trick:
Mit der Zugabe von ein wenig!! Kunstdünger kannst Du das Hartwerden verzögern. Der KD stört die Kristallbildung.

Nur kein Stress !
 

jens97

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Danke für deine Antwort und Rat !

Im örtlichen Baumarkt hat man mir empfohlen den Großteil des Loches mehrschichtig mir Zementputz zu verschließen und anschließend ein Gipsputz darüber.

Meine Frage, ob die Wand auf Grund der von Dir schon erwähnten Temperaturunterschiede reißen könnte, wurde verneint.

Was würdest Du in meinen Fall tun ? Soll ich Rohre, welche übrigens aus Stahl sind, noch irgendwie 'Ummanteln' oder einfach Putz rein und vergessen ?

Was würdest Du von aus schäumen mit PU Schaum halten ? Würde ja theoretisch trocken sein und auch bleiben, daher auch nicht gammeln ?
Wäre jedoch auch nicht meine erste Wahl es damit zu machen...

Gerne weitere Tipps und Rat von anderen Leuten !
 

MrHans

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warum nicht einfach so machen wie klotzkopf schreibt ?? und sehr sehr dankbar sein?
ich benutze auch PU schaum.
 

Kläusi

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Soll ich Rohre, welche übrigens aus Stahl sind, noch irgendwie 'Ummanteln' oder einfach Putz rein und vergessen ?
Hallo,
egal aus welchem Material die Rohre sind würde ich die immer ummanteln. Auch wenn die Rohre nicht mit dem Mörtel reagieren, können sich die Fließgeräusche des Wassers oder Knackgeräusche (durch Temperaturschwankungen des Wassers) über die Wand unangenehm verbreiten.
Schaum ist eigentlich nicht nötig, wenn das Loch mit Mörtel verfüllt wird.
Bei den Ytong-Steinen fällt mir noch ein, dass die ja nicht sehr hart sind. Für die Montage der Heizkörper auf jeden Fall geeignete Dübel nehmen.
Gruß
Kläusi
 

Kläusi

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Hallo @jaybee ,
meinst Du, das gesamte Loch mit Schaum verfüllen? Wäre mir von der Oberfläche her zu weich. Stößt man einmal gegen und hat ein Loch in der Tapete.
Aber kann @jens97 ja für sich entscheiden.
Gruß
Kläusi
 

xeno

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Bevor ich mit Rotband verputzt hatte, hatte ich es mit Zementputz (Der von B1) probiert. Vorgenässt und alle Tipps angewendet die ich so gefunden hab. Ist dennoch recht schnell wieder abgefallen.
Vielleicht mangelnde Erfahrung. Gerne auch Tipps dazu.
Vor allen Arbeitsgängen vornässen, Spritzbewurf anbringen, diesen trocknen lassen und dann den Putz anwerfen, nicht aufziehen. Ist meiner Meinung nach wesentlich schwieriger zu verarbeiten als Gipsputz. Aber mit dieser Technik haben die Stellen, an denen ich mich bisher mit Kalkzement/Sanierputz versucht habe auch geklappt.
Immer wieder prüfen, ob der Putz sich noch eindrücken lässt. Wenn der hart wird, die Fläche mit einem nassen Filzbrett oder Schwamm kreisend abreiben und dann mit dem steil aufgestellten Glättboden abziehen. Du hast nur ca. 15min dafür - Du musst den richtigen Zeitpunkt finden. Die sich dabei auf dem GB sammelnde Masse kann man noch in evtl. vorhandene Löcher drücken.
Ansonsten muss man den GB immer von dem Zeugs befreien. Nicht wieder verwenden; - klumpt nach wenigen Minuten - daher in den Müll und nicht in den Putzeimer.
Diese Methode sollte eine spiegelglatte Oberfläche hinterlassen.
Mit Glättboden meinst du eine Glättkelle?
Und mit steil anstellen meinst du senkrecht zur Wand? Damit bekommt man nach meiner Erfahrung eine raue Oberfläche für die nächste Putzschicht, aber keine glatte.
Meine Technik war: Warten bis der Putz anzieht, dann nochmal nass sprühen und im ganz flachen Winkel mit der Glättkelle abziehen. So wurde der Putz sehr glatt. Schleifen musste ich jedenfalls fast nichts für eine tapezierfähige Oberfläche.
 

jaybee

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meinst Du, das gesamte Loch mit Schaum verfüllen?
Ja, genau. Einfach mit Füllschaum verfüllen. Man braucht das Rohr nicht vorbereiten, noch sich um Korrosion duch Mörtel, noch sich um Schall oder Wärmedämmung, noch sich um Materialausdehnung oder Sonstiges kümmern.
Und er lässt sich einfach verarbeiten.
Wäre mir von der Oberfläche her zu weich.
Selbstverständlich sollte der Schaum, genau wie der Mörtel, nach dem Verfüllen mit einer Putzschicht überzogen werden.
 
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