Heizung Abrechnung Mehrfamilienhaus

Diskutiere Heizung Abrechnung Mehrfamilienhaus im Heizung und Klima Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo ihr Heimwerker , habe in der suche leider nichts gefunden . Zur Frage : Ich habe ein Haus bj. 1959 mit zwei Wohnungen übernommen dieses...

  1. #1 Dr.Schloenzke, 29.01.2020
    Dr.Schloenzke

    Dr.Schloenzke Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    29.01.2020
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Hallo ihr Heimwerker ,
    habe in der suche leider nichts gefunden .
    Zur Frage :
    Ich habe ein Haus bj. 1959 mit zwei Wohnungen übernommen dieses saniere ich jetzt Stück für Stück.
    Was brauche ich ohne von der z.B. Techem Abhängig zu sein ? Geht das überhaupt ?
    Habe eine Gasheizung von Buderus mit einem Heizkreis und Warmwasser Therme mit Rücklauf.
    Möchte Vermieten .
    Warm und Kaltwasserzähler in jeder Wohnung ist klar . Habe mich jetzt versucht etwas einzulesen aber komme nicht weiter benötige einen Wärmezähler und Heizkostenverteiler an jeder Heizung Richtig ?
    Und wie rechne ich dann den Energieverbrauch der Heizungsanlage in Warmwasser bzw. Heizung um gibt es da ein Programm ?
    Hoffe ich konnte meine Frage einigermaßen formulieren o_O
     
  2. Anzeige

  3. Future

    Future Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    07.10.2019
    Beiträge:
    1.477
    Zustimmungen:
    322
    Wenn du eine Wohnung selber bewohnst ist es einfacher, dann kannst du die Heizkosten auch nach Fläche abrechnen. Wenn du beide vermietest, dann nimm Wärmemengenzähler. Je einen pro Wohneinheit für die Heizung und einen fürs Warmwasser. Zusammen mit je einem Warmwasserzähler ist dann alles abgedeckt, was es an Gasverbrauch abzurechnen gibt.

    Die Wärmemengenzählker zeigen den Energieverbrauch an. Z.B.: (alles fiktive Werte ohne Bezug zur Realität)

    Wärmemengenzähler Heizung Wohnung 1: 2000 kWh
    Wärmemengenzähler HeizungWohnung 2: 3000 kWh
    Wärmemengenzähler Warmwasser: 1000 kWh
    => Gesamtwert Wärmemengenzähler 6000 kWh
    Warmwasser-Zähler Wohnung 1: 1000 Liter
    Warmwasser-Zähler Wohnung 2: 2000 Liter
    Gasverbrauch 600 m²

    Aus Wärmemengenzähler Heizung Wohnung 1 ergeben sich 600m³ * 2000kWh / 6000kWh = 200m² Gas für den Heizungsbetrieb Wohnung 1. und genau so berechnet man auch den restlichen Gasverbrauch. Gasverbrauch fürs Warmwasser sind dan 100m², wovon Wohnung 1 1/3 und Wohnung 2 2/3 trägt.
     
  4. #3 Dr.Schloenzke, 29.01.2020
    Dr.Schloenzke

    Dr.Schloenzke Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    29.01.2020
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Okay vielen Dank schonmal . Habe allerdings nur einen Heizungskreislauf für beide Wohnungen wie verhält es sich da ?
     
  5. #4 Schnulli, 29.01.2020
    Schnulli

    Schnulli
    Moderator

    Dabei seit:
    01.07.2008
    Beiträge:
    5.987
    Zustimmungen:
    983
    Gibt es Etagenabzweige? Dann dort die Wärmemengenzähler installieren. Nicht vergessen, die unterliegen der Eich- bzw. Austauschpflicht. Alternativ mit Ableseröhrchen o.ä. An den Heizkörpern. Mit Zählern ist es aber am Einfachsten
     
  6. #5 Dr.Schloenzke, 29.01.2020
    Dr.Schloenzke

    Dr.Schloenzke Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    29.01.2020
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Nein keine Etagenabzweige leider. Es war ein Einfamilienhaus die Leitungen gehen zum Teil durch den Raum vom Keller ins OG und im EG ist quasi abgezweigt für den Heizkörper.
    Also Zusammenfassend benötige ich :
    Wärmemengenzähler Heizung
    Wärmemengenzähler Warmwasser
    Ableseröhrchen an den Heizkörpern.

    Und wie Rechne ich jetzt die Heizkörper ab gibt es da ein Programm für ? weil da stehen ja keine kWh
     
  7. #6 Schnulli, 29.01.2020
    Schnulli

    Schnulli
    Moderator

    Dabei seit:
    01.07.2008
    Beiträge:
    5.987
    Zustimmungen:
    983
    Das ist riskant und kann vom Mieter mit einer Pauschalkürzung von 15% beantwortet werden, wenn er damit nicht einverstanden ist. Denn Grundsätzlich ist nach Verbrauch abzurechnen - es gibt nur sehr wenige Ausnahmen.


    Nicht ganz. Die gesamten Heizkosten und die Kosten der Warmwasserbereitung sind gem. Heizkostenverordnung aufzuteilen in Grundkosten und Verbrauchskosten - üblicherweise 50:50 oder in Bestandbauten 30:70. Die Grundkosten der Warmwasserbereitung sind über die Wohnfläche zu verteilen, die Grundkosten der Heizung entweder über Fläche oder über Gradtagzahlen.

    Und Kaltwasserzähler pro Wohnung nicht vergessen.
    Der Wärmemengenzähler zeigt dir direkt die verbrauchten kWh an, der errechnet das aus der Temperaturdifferenz vorlauf/rücklauf und der Durchflussmenge. Der Wärememengenzähler für die Warmwasserbereitung muss in den Heizkreislauf des Warmwasserbehälters, die der Heizung an den Heizstrang im Keller. Die Umlage erfolgt dann einmal über Warmwasserzähler und einmal über die Ablesegeräte der Heizkörper.
    Mein Hinweis bezüglich Aufteilung in Grundkosten und Verbrauchskosten beachten!

    hier mal komplett lesen, da habe ich zufällig heute Bilder meiner Nebenkostenabrechnung reingehangen.
    https://www.dasheimwerkerforum.de/threads/wasserzaehler-geeicht.16949/
     
  8. #7 Schnulli, 30.01.2020
    Schnulli

    Schnulli
    Moderator

    Dabei seit:
    01.07.2008
    Beiträge:
    5.987
    Zustimmungen:
    983
    Ergänzend sei noch angemerkt: du kannst das auch ohne Wärmezähler machen, dann wird das aber umständlich über Formeln ermittelt, da du verpflichtet bist, die Heizkosten in Heizung und warmwasser aufzutrennen. Die Wärmezähler übernehmen diese Auftrennung für dich. Ob die nun „irgendwelche Einheiten“ oder „kWh“ anzeigen ist dafür nicht relevant. Prinzipiell brauchst du dann die aufgelaufenen Brennstoffkosten pro Jahr und ggf. Nebenkosten (heizungsstrom oder so...) Diese teilst du zuerst auf im Verhältnis der Wärmezähler auf Heizung und Warmwasser. Dann teilst du dies jeweils wiederum in 30:70 auf. Die 30 werden umgelegt auf anteilige Wohnflächen und Bezugsdauer (z.B. relevant bei unterjährigem Mieterwechsel). Fairer ist die Aufteilung der Heizungsgrundkosten allerdings nach den Gradtagszahlen anstelle der Mietdauer (nicht bei Warmwassergrundkosten möglich!). Die 70 verteilst du über die mengenverhältnisse der Warmwasserzähler (Verbrauchskosten Warmwasser) bzw. der Ableseröhrchen (Verbrauchskosten Heizung)

    Dies soweit nur die Kosten der Heizung. Bei der Berechnung der Wasser- und Abwassergebühren musst du dann pro Wohnung die Warm- und Kaltwasserzähler addieren, um auf den Gesamtwasserverbrauch zu kommen. Ablesedifferenzen aus dem Hauszähler und den nachgeordneten Wohnungs-Zwischenzählern, z.B. aufgrund von Nachfüllen der Heizung o.ä, kannst du anteilig im Verhältnis der Wasserverbräuche umlegen.
     
  9. #8 Schnulli, 30.01.2020
    Zuletzt bearbeitet: 30.01.2020
    Schnulli

    Schnulli
    Moderator

    Dabei seit:
    01.07.2008
    Beiträge:
    5.987
    Zustimmungen:
    983
    OK, das Thema hier hat mich nun dazu gebracht, mal die Heizkostenabrechnung des Dienstleisters genauer zu untersuchen. Ich revidiere nun also in Teilen meine oben getätigten Aussagen, da das Thema deutlich komplexer ist als ich zunächst naiv dachte

    Erstmal hierzu

    Damit hat @Future recht. Nachzulesen in §2 HKVO. Aber nur damit, und auch nu bei Zweifamilienhäusern, der Rest ist weniger richtig, wie auch mein Geschriebenes in Teilen.

    Wenn ich also den Rest in der HKVO richtig verstanden habe ist es wie folgt:
    Die Aufteilung ist grundsätzlich nach kWh vorzunehmen. Du musst also anhand der Gasabrechnung deine gelieferten Gas-"kWh" ablesen/errechnen. Dies ist die Grundgröße. Danach reicht das Ablesen des Wärmemengenzählers für die Warmwasserbereitung. Ein Wärmezähler für die Heizung ist dann nicht mehr notwendig. Denn das ist ja dann nur eine Subtraktion kWh(geliefert) - kWh(Warmwasseraufbereitung) = kWh(Heizung). Der Rest der Rechnung dann wie bereits beschrieben mit Grund- und Verbrauchskosten usw...

    Kannst du keinen Wärmemengenzähler für Warmwasser einbauen gibt es Formeln zur Herleitung in der HKVO. das ist aber umständlich und nur in Ausnahmefällen zulässig.

    So, nun gibt's noch nen Korrekturfaktor in §9 HKVO von 1,11. Ob der aber beim Wärmemengenzähler anzuwenden ist oder ob der nur benötigt wird, wenn man das hilfsweise über die Formeln ermittelt, konnte ich auf die Schnelle nicht ermitteln. Eventuell dazu mal ein Vermieterforum bemühen. Seltsamerweise verwendet unser Dienstleister den Korrekturfaktor, obwohl WMZ verbaut sind. §9HKVO verleitet mich aber zu der Annahme, dass das nicht richtig ist... ich weiß es gerade nicht. Zumindest bist nun ein bisschen schlauer ;)
     
  10. #9 Schnulli, 30.01.2020
    Schnulli

    Schnulli
    Moderator

    Dabei seit:
    01.07.2008
    Beiträge:
    5.987
    Zustimmungen:
    983
    So, auch wenn das Ding hier langsam zum Monolog verkommt. Immerhin habe ich mich wieder mit reichlich unnützem Wissen vollgestopft, wer weiss, für was man es nochmal braucht. Ich halte mal für die Nachwelt und mit Bezug auf https://www.strunz-alter.de/content/abtrennung-der-warmwasserkosten-bei-verbundenen-anlagen nun zusammenfassend fest (das offene Ende aus meinem letzten Beitrag hat mir keine Ruhe gelassen :)):

    Heizkosten sind aufzuteilen in Warmwasser- und Heizungskosten
    diese wiederum jeweils in Grund- und Verbrauchskosten
    Grundkosten sind über die Flächen und zeitanteilig (Entweder Miettage oder Gradtagszahlen) auf die Mietdauer umzulegen
    Basis der Heizkosten ist die Jahresabrechnung mit den aufgewendeten kWh sowie den Gesamtkosten dazu
    von den gesamten kWh sind die der Warmwasserbereitung abzuziehen.
    Diese ermitteln sich über einen Wärmemengenzähler im Heizkreis des Warmwasserbehälters oder alternativ über Formeln lt. §9 HKVO
    Bei Verwendung von WMZ kann der abgelesene Wert direkt von den Gesamt-kWh abgezogen werden (siehe Link oben, dort letzter Satz). Es gilt dann:
    kWh(geliefert) - kWh(Warmwasseraufbereitung) = kWh(Heizung)
    Nun werden die Gesamtkosten entsprechend der Anteile prozentual aufgeteilt auf Kosten für Heizung und Kosten für Warmwasserbereitung.
    Dann erfolgt die erwähnte Aufteilung jeweils in Grund- und Verbrauchskosten (vgl. §7 HKVO)
    Weitere WMZ sind dann nicht mehr notwendig, wenn die Verbrauchskosten der Heizung nun über Ableser an den Heizkörpern verteilt werden können. Alternativ nimmt man anstelle der Ablesedinger dann einen WMZ pro Wohneinheit als Basis zur Verbrauchsumlage. Das setzt aber saubere Trennung der Heizkreise voraus.

    Thats it.... ist doch ganz einfach :D zumindest wenn man kein Öltanks hat sondern Gas geliefert bekommt. Denn bei Öltanks gibts wahnsinnige Rechenwege um zum Ziel zu kommen und die kWh sowie die Kosten zu ermitteln..... Wen das interessiert der soll nun selber suchen :p:D

    Und ergänzend: die o.g. Punkte musst du irgendwie nachvollziehbar in einer Abrechnung darstellen. Du musst dir also nen Excel-Blatt basteln, dass ergänzend zu der Abrechnung der "üblichen" Betriebskosten wie Versicherung, Müll usw... nachvollziehbar unter Beachtung der o.g. Aufzählung darstellt, wie du die Kosten für Heizung und Warmwasser ermittelt hast.
     
  11. GESBB

    GESBB Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    21.05.2018
    Beiträge:
    145
    Zustimmungen:
    42
    Deinen Nick Dr. Titel hast Du vermutlich in einer Lotterie erlangt.:eek::p:oops:o_O
     
  12. #11 Schnulli, 31.01.2020
    Schnulli

    Schnulli
    Moderator

    Dabei seit:
    01.07.2008
    Beiträge:
    5.987
    Zustimmungen:
    983
    Schaun wir mal, ob sich der Hr. @Dr.Schloenzke überhaupt noch mal hier meldet oder ob ich mir mal wieder völlig umsonst meine Hirnwindungen mit sinnfreiem Wissen vollgestopft habe :D. Ich glaube, ich hab ihn verschreckt :eek::)
     
Thema:

Heizung Abrechnung Mehrfamilienhaus

Die Seite wird geladen...

Heizung Abrechnung Mehrfamilienhaus - Ähnliche Themen

  1. Systemtrenner Ältere Heizung

    Systemtrenner Ältere Heizung: Hallo zusammen, Habe ein älteres Haus gekauft mit einer Heizungsanlage von 1998. Diese ist soweit ok. Jetzt habe ich gelesen, dass es...
  2. Hinter Heizung im Schlafzimmer Schimmel

    Hinter Heizung im Schlafzimmer Schimmel: Hallo Liebe Gemeinde, wir haben in unserem Schlafzimmer hinter der Heizung schimmel entdeckt. Wie als Mieter machen uns jetzt Gedanken wie wir...
  3. HILFE - Heizung kalt

    HILFE - Heizung kalt: Hallo zusammen, in meinem vermieteten Haus haben wir eine ca. 20 Jahre alte Ölheizung- seit heute Morgen waren die Heizkörper kalt. Das...
  4. Anschlüsse aus Heizung rausbekommen

    Anschlüsse aus Heizung rausbekommen: Hallo, ich bin neu hier im Forum und hoffe, dass mir hier jemand helfen kann. Wir möchten bei uns einen Heizkörper austauschen. Der neue...
  5. Heizung richtig einstellen

    Heizung richtig einstellen: Hallo zusammen, die Wohnung meiner Oma ist komplett überhitzt und ich wollte mal die Heizung ordentlich regulieren. Verstehe allerdings leider...
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden