Heißklebepistolen

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  1. #1 Roland.P, 01.11.2018
    Zuletzt bearbeitet: 01.11.2018
    Roland.P

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    Heißklebepistolen erfreuen sich bei Bastlern und Heimwerkern seit langem großer Beliebtheit. Geeignete Klebepistolen arbeiten mit Klebestickdurchmessern von 7mm bzw. 11mm. Die kleinen schmelzen bereits bei einer Temperatur knapp unter 100 Grad und sind eigentlich nur für Bastelklebungen geeignet. Weil bei dieser Temperatur eigentlich nur schmerzhafte, aber keine schlimmen Verbrennungen auftreten können, eignen sie sich unter Anleitung und Beaufsichtigung auch für Kinder. Die größeren schmelzen erst ab ca. 170 Grad. Unkontrolliert abtropfender Kleber kann deshalb schlimme Verbrennungen verursachen. Ich erwähne 'Die Kleinen' eigentlich nur der Vollständigkeit wegen. Natürlich geht es hier hauptsächlich um Heimwerkergeräte.

    Mit Heißklebepistolen abgeschmolzene Heißkleber sind keine Alternative zu anwendungsspezifischen Spezialklebern und Leimen. Am ehesten sind sie hinsichtlich Festigkeit und Haltbarkeit mit herkömmlichen Universalklebern wie UHU Alleskleber vergleichbar. Trotzdem gibt es Anwendungsbereiche, bei denen Heißkleber ihre offensichtlichen Vorteile ausspielen können. Heißkleber sind nämlich fast unbegrenzt lange haltbar und deshalb immer einsatzbereit. Bei Tubenklebern ist das anders. Wir wissen alle, dass angebrochene Tuben manchmal schon nach ein paar Wochen nicht mehr zu gebrauchen sind. Für Gelegenheitsklebungen, und wenn es nicht auf höchste Verbindungsfestigkeit ankommt, ist Heißkleber deshalb eine gute Wahl. Außerdem lassen sich Heißklebverbindungen unter Wärmeeinwirkung einfach lösen und wieder verbinden.

    Die Frage ist oft, welche Klebepistole ist die bessere? Abgesehen vom Handling kommt es vor allem auf die Heizung an. Bei einfachen Klebepistolen ist die Heizleistung ungeregelt. Die Leistung ist so gering bemessen, dass die erforderliche Schmelztemperatur meistens erst nach einer langen Aufheizfase erreicht wird, der Kleber aber nicht zu kochen beginnt. Bei leistungsschwachen Geräten kann die Aufheizzeit durchaus 15 Minuten und länger betragen. Weil sich ungeregelte Heizungen beim Abschmelzen abkühlen, können solche Klebepistolen nach dem Aufheizen und im Betrieb immer nur eine geringe Menge Kleber schmelzen. Zügiges Kleben mehrerer oder größerer Klebeaufgaben ist deshalb schlecht möglich. Solche Geräte eignen sich bei gelegentlichem Einsatz für Bastelarbeiten und für kleine Heimwerkerverklebungen. Sie kosten ca. 15,00 €.

    Aufwendiger konstruierte Klebepistolen haben eine deutlich leistungsstärkere Heizung. Die Temperatur wird stufenweise thermostatgesteuert geregelt. Sie eignen sich auch für anspruchsvolle Heißklebearbeiten. Preis: ab ca. 30,00€

    High end Geräte haben oft noch leistungsfähigere Heizungen und sind mit stufenlos arbeitenden elektronischen Temperaturreglern ausgestattet. Vor- und Nachteile sind mir nicht bekannt. Aber die Preise! Bei ungefähr 100,00€ geht es los.
     
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    Ich denke dass solche Heißklebepisolen doch eher in die Bastelei gehören und haben dort sicher ihre Berechtigung. Beim Heimwerken bekomme ich schon mehr Zweifel ob die dort Sinn machen. Ich z.B. habe keine Heißklebepistole, weil ich bei meinen Tätigkeiten keine sinnvolle Anwendung finde.
     
  4. #3 Roland.P, 01.11.2018
    Roland.P

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    Dafür hast du bestimmt gute Gründe, und deshalb die Qualifikation, deine Meinung dazu zu äußern. Ich benutze in meinen experimentellen elektronischen Schaltungen Heißkleber gerne zum Isolieren von Lötstellen. Hoffentlich hast du daran nichts auszusetzen.
     
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    Dazu kenne ich mich in der Elektronik zu wenig aus um das beurteilen zu können. Wenn es da Sinn macht, warum nicht. Möglicherweise kann ich ja so ein Teil irgendwann doch gebrauchen.
    Auf jeden Fall interessantes Thema. Ich bin gespannt was noch so dafür spricht.
     
  6. #5 Roland.P, 01.11.2018
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    Dafür oder dagegen. Ich wollte keinen Themenfaden pro oder kontra Heißkleber eröffnen! Sachargumente und persönliche Erfahrungen dafür oder dagegen würden bestimmt weiter helfen - fände ich auch interessanter.
     
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    So wollte ich es eigentlich formulieren.
     
  8. #7 Roland.P, 01.11.2018
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    So habe ich es jetzt auch verstanden :)

    Viele Grüße
    Roland
     
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    Mit dem Thema Heißklebepistolen hab ich mich noch nie intensiv auseinandergesetzt daher die Frage, gibt es da denn Unterschiede der Kleber selbst, in Form von z. B. Anwendung, Klebekraft, Hitzebesändigkeit u.s.w.?
     
  10. #9 Roland.P, 02.11.2018
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    So weit ich weiß, gibt es hochfeste Industrieschmelzkleber für unterschiedliche Materialien und Anforderungen. Zur Verarbeitung sind aber spezielle Klebemaschinen erforderlich. Mit gewöhnlichen Heißklebepistolen können sie nicht verarbeitet werden, auch weil Industrieheißkleber bei der Verarbeitung gesundheitsschädlich sein können. Für Klebepistolen werden fast nur gesundheitlich unbedenkliche Universalheißkleber angeboten. Es soll aber auch spezielle Klebesticks für Holz geben. Ich habe schon einige Universalheißkleber ausprobiert. Große Unterschiede habe ich nicht bemerkt.
     
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  11. #10 selfmademan, 02.11.2018
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    Das ist uU. auch mein Anwendungsbereich.
    Bastelt man eine Krippe damit und stellt sie bis zum nächsten Weihnachtsfest auf den Dachboden
    darf man sich dann aber nicht wundern wenn alles zusammengefallen ist über die heißen Sommertage.
    Floristinnen bevorzugen gern die U-U Klebepistole mit 110°C , die zur Erkennung ovale Sticks hat.
    Für festere Ergebnisse verwende ich tatsächlich mit Erfolg dieses Material mit Blaulichterhärtung
    ursprünglich aus dem Dental-Bereich.
    Bei gebrochenden Kunstoffteilen, die auf Grund von geplanter Obsoleszenz entstehen,
    mag eine Klebepistole schon mal eine Hilfe sein um das Bruchteil mit Material zu unterstützen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Geplante_Obsoleszenz
     
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    Jetzt hab ich mir mal verschiedene Systeme angeschaut. Da kann man ja in der Tat richtig Geld liegen lassen.
    Da ich Besteckkästen aus verschiedenen Hölzer (vorwiegend Ahorn, Birke, Buche und Eiche) baue, bin ich jetzt tatsächlich am überlegen, mir eine vernünftige Klebepistole anzuschaffen, weil dass doch einige Arbeitsschritte sparen würde. Gute, mit verschiedenen Düsen, Temperaturregelung, unterschiedliche Kleber, Regulierung für gleichmäßigen Auftrag gehen mal eben bei ca. 200 Euro aufwerts los.
    Meint ihr, die Anschaffung könnte Sinn machen?
     
  13. #12 Mr.Ditschy, 06.11.2018
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    Anwendungen gibt es genügend, egal ob Heim- oder Handwerker. Das nur auf das Bastelln zu beschränken ist absolut nicht richtig.

    Hab aber mittlerweile fast schon 10 Pistolen, in jeder steckt ein anderer Stick und verschiedene Farben. Neben Kabel- natürlich auch noch in Akku-Heißklebepistolen.

    Und selbst die billigste HKP für 10€ hat eine höhere Temperatur bei der Aufheizfase, glaub das ist schon Standard.
     
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    Desswegen gibt es ja wohl Systeme für den Profi und Bastelbereich. Das war sicher von mir zu pauschaliert dargestellt.
     
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  16. #14 Gerold77, 06.11.2018
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    Natürlich! :rolleyes:

    Die Temperaturen der HKP sind abgestimmt auf das jeweils zu verarbeitende Klebermaterial.
    110 Grad C = ovale Klebesticks.
    160 - 200 Grad C = runde Klebesticks.
    Für industrielle/professionelle Anwendungen liegen die Temperaturen auch noch höher.
     
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  17. #15 Mr.Ditschy, 06.11.2018
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    Ich meine die Aufheizeit, zumindest wird da mit höherem Strom gefahren, um die HKP schneller aufzuheizen.
    Doch am wichtigsten an einer HKP finde ich, egal ob teuer oder billig, dass der Kleber nicht nachtropft.

    Und ja, hab sogar schon drei Akku-Heißklebepistolen und die sind auch am meisten im Einsatz. :cool:
     
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