Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation

Diskutiere Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation im Hausautomatisierung und Smarthome Forum im Bereich Der Innenausbau; Genau, es ist ganz wichtig, dass alle WLAN Komponenten vom gleichen Hersteller und vom gleichen Entwicklungsstand sind, damit es sauber läuft...
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #21

xeno

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Genau, es ist ganz wichtig, dass alle WLAN Komponenten vom gleichen Hersteller und vom gleichen Entwicklungsstand sind, damit es sauber läuft.
Selbst wenn die Komponenten den gleichen WLAN-Standard erfüllen werden Komponenten vom gleichen Hersteller immer besser miteinaner harmonieren.
Bei WLAN geht es auch nicht nur um die Bandbreite, sondern auch darum, dass viele Geräte sauber verwaltet werden und z.B. deine WLAN-Thermostate mit ihrem bisschen Traffic nicht den Videostream auf dein Tablet negativ beeinflussen.
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #22

DocMarten

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Ich hab schon wieder viel zu viel geschrieben...
Meinst du? Ich hab bei mir immer nur dieses Gefühl, wenn ich der Meinung bin, bei meinem Gegenüber auf taube Ohren zu stoßen. Hast du das Gefühl bei mir?

Ich freue mich, dass ich hier von euch aufgeklärt werde. Ich komme aus einer Mietwohnung, in der eine Verkabelung nicht möglich war und bisher alles über WLAN gelaufen ist. Von daher kann ich überhaupt nicht den Wissensstand haben, den ihr alle und im Speziellen vor allem @dirk11 zu haben scheint. Insofern bin ich dankbar, dass ihr mir hier helft. Andererseits ist teilweise die Art und Weise, wie formuliert wird... nennen wir es einfach ruppig. Ich gehe davon aus, dass das nicht meiner Person geschuldet ist, sondern vermutlich daran liegt, dass eben vielfach von euch in bester Absicht beraten wurde, aber es dann doch nicht zu Herzen genommen wurde.
Da all das, was ihr bisher von euch gegeben habt, für mich logisch nachvollziehbar ist, werde ich eure Vor- und Ratschläge auch in die Tat umsetzen. Bitte daher um Verzeihung, wenn manchmal eine "dumme" Frage kommt - das ist einfach meiner mangelnden Erfahrung in diesem Bereich geschuldet.

Viele Grüße, Tobias
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #23

dirk11

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Mit Dir hat das überhaupt nichts zu tun.
Das sind nur Dinge, die ich teilweise gefühlt schon 100x geschrieben habe (und andere noch öfter), und dann wird doch kaum etwas davon beachtet, weil der Mensch, vor allem in Deutschland, nur selten auf andere hört, sondern jeden schonmal gemachten Fehler selbst machen muss, um es erst danach besser zu machen...
Das sind hier auch nur recht grobe Beispiele. So muss der Elektriker Mindestabstände zu spannungsführenden Leitungen einhalten, darf Netzwerk und Strom nicht ohne Trennsteg in einem Kabelkanal verlegen, Strom und Netzwerk dürfen nicht durch die jeweilige andere Unterputzdose hindurch verlegt werden, man nimmt grundsätzlich "tiefe" UP-Dosen, besser noch Multimedia-Dosen, bei Netzwerkleitung muss man das Kunstwerk schaffen, sie mit korrekten Mindest-Biegeradien auch in der Dose zu verlegen, dabei aber genug Länge für einen eventuell notwendigen Neuanschluss zu lassen (u.A. deshalb gibt es Multimedia-Dosen) und so weiter und so fort.
Du hast auch noch nichts dazu gesagt, wie "das Internet" in's Haus kommt; wenn man die Fritzbox, also den Haupt-Router, auch für die Festnetz-Telefonie nutzt, kann z.B. plötzlich eine gänzlich andere Positionierung und Planung besser sein, und je nach örtlichen Gegebenheiten wäre der optimale Platz auf einmal nicht das EG, sondern ein Raum im OG. Oder der Wunsch, auf Glasfaser zu wechseln (was absolut erstrebenswert ist) erfordert auf einmal andere Voraussetzungen...
Das ist keine Planung, die man vier Wochen vorher macht, sondern eher ein Jahr vorher. Jedenfalls, wenn man bestrebt ist, das Optimum herauszuholen. Und wegen der vielen Möglichkeiten ist es so immens wichtig, sich mit genug Vorlauf zu informieren und jemanden zu finden, der von Netzwerken Ahnung hat - und das ist eben äußerst unwahrscheinlich der Elektriker von nebenan.

Ein kleines Beispiel am Rande noch: viele Menschen haben "Satellit", also Coax-Verkabelung. Jetzt gibt es mittlerweile SAT>IP, also die Verschmelzung von Sat und IT. Streaming von Sat-TV im eigenen Haus betrifft das, also um z.B. auch auf dem Tablet oder Handy TV zu schauen. Will man das, so muss man das bei der LAN-Verkabelung berücksichtigen, denn via WLAN kann man die zwei Technologien nicht verknüpfen.

Jetzt ist mir schon klar, das jeder individuelle Ansprüche hat, und Du musst nicht die gleichen Ansprüche wie ich an Deine IT-Verkabelung legen - aber Dein "Erst-Entwurf" war schon ziemlich meh.
Die Verkabelung muss man in der Regel nur einmal machen, wenn man eh' renoviert, kann man da richtig "klotzen statt kleckern". Wenn hinterher was fehlt, ist das oftmal nur umständlich, manchmal sogar gar nicht zu beheben. Wenn Du z.B. in einen Raum nur eine Leitung legst, wo Du zwei nutzen willst, geht das manchmal noch mit "Leitungs-Splittern". Dann geht aber nur 100MBit, und ganz moderne Geräte können das gar nicht mehr. Dann würdest Du einen kleinen Switch vor Ort benötigen, und der braucht immer Strom. Unnötig, wenn man klug vorausplant.
 
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  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #24

dirk11

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Du hast auch noch nichts dazu gesagt, wie "das Internet" in's Haus kommt; wenn man die Fritzbox, also den Haupt-Router, auch für die Festnetz-Telefonie nutzt, kann z.B. plötzlich eine gänzlich andere Positionierung und Planung besser sein, und je nach örtlichen Gegebenheiten wäre der optimale Platz auf einmal nicht das EG, sondern ein Raum im OG. Oder der Wunsch, auf Glasfaser zu wechseln (was absolut erstrebenswert ist) erfordert auf einmal andere Voraussetzungen...
Um dazu ein Beispiel zu bringen:
Freunde von mir haben ein Gebraucht-Haus erworben, mit "halb-guter" LAN-Verkabelung. Sprich: gut gedacht, aber schlecht gemacht. In vielen Doppeldosen funktionierte die zweite Dose nicht, weil Leitung zu stark geknickt, bis auf zwei Leitungen waren alle Leitungen falsch an den Patchfeldern aufgelegt. So knapp, daß die einzige Lösung war, die Patchfelder 10cm zu versetzen und alles neu aufzulegen. Aber eigentlich will ich was anderes beschreiben:
Beim ersten Besuch (nein, ich mache das nicht beruflich, aber ich habe deutlich mehr Erfahrung als der übliche Forist hier) haben wir einen Abend über Wünsche, Bedürfnisse und Vorstellungen geredet, um über den optimalen Platz des Haupt-Router (auch eine Fritzbox) Einigkeit zu erlangen. Eine erste Probe-Installation hat dann ergeben, dass das zwar alles schön und gut war (es wurde Wert auf die Optik gelegt), die Reichweite der schnurlosen DECT-Telefone aber nicht wie gewünscht war. Ergebnis: es wurde schlußendlich der Installations-Ort, den ich zuerst vorschlug, weil die Dame des Hauses dann doch Erreichbarkeit vor Design gesetzt hat.
Anfangs wurde auch kritisch beäugt, dass ich bei der anstehenden Keller-Renovierung auf ein zusätzliches Leerrohr bestanden habe - jetzt ist man froh drüber, weil es für den neuerdings gebuchten Glasfaser-Anschluss notwendig wurde. Und der Aufwand für Letzteres war wirklich nicht sonderlich hoch.
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #25

Haidi

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Ich habe zur Jahrtausendwende für einen Bekannten eine zu einem Büro umgewidmete 130 m²-Wohnung für 3 Arbeitsplätzen verkabelt, Strom, Telefon (4 Telefone, 1 Fax), LAN (8 Anschlüsse). Plan gemacht, Plan ausgemessen, wir sind Einkafen gegangen. Insgesamt 300 m Kabel. Später hat er mir gestanden, er hat zu seiner Frau gesagt: "Der spinnt, wozu 300 m." In einem Raum. in den nur eine LAN-Doppeldose war, wurde später ein dritter LAN-Anschuss benötigt. Da habe ich dann einen Leitungsverdoppler genommen und zwei LAN-Anschlüsse über eine LAN-Leitung geschaltet.
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #26

dirk11

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einen Leitungsverdoppler genommen und zwei LAN-Anschlüsse über eine LAN-Leitung geschaltet.
Ja. Mit 22 Jahre alten Geräten mag das noch gehen. Aber z.B. meine VU+ Uno (Sat-Receiver) arbeitet, selbst wenn sie nur 100MBit aushandelt, ausschließlich an Anschlüssen, an denen alle acht Adern durchverdrahtet sind. Und da habe ich durchaus noch mehr Endgeräte von. So ein "Leitungsverdoppler" (den ich übrigens oben schon erwähnt habe und selbst an einer Stelle nutze) verdoppelt nichts, sondern macht aus einer acht-adrigen LAN-Leitung zwei vieradrige. Das ist a) außerhalb der Spezifikation und sorgt b) eben auch gerne mal für Probleme. Warum soll man sowas einplanen, wenn man auch gleich eine ausreichende Anzahl an Leitungen verlegen kann, weil man sowieso gerade renoviert?
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #27

Haidi

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DAs LAN verwendet aber nur 4 Drähte des LAN-Kabels da gehen bis zum 100 Mbit. Die anderen 4 Drähte sind frei. Wennst größeren Durchsatz brauchst, wirst Probleme haben. Im Bürobetrieb werden üblicherweise keine großen Datenmengen durchgepresst, brauchst daher auch keine hohen Geschwindigkeiten. Da kommst mit solchen Sachen locker durch.
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #28

dirk11

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Ehm?
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #29

Vanessa

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Das ist einer der interessantesten Threads, die ich je gelesen habe. Vielleicht gibt es zu meiner dadurch entstandenen Frage eine einfache Antwort:

Ich plane in noch nicht absehbarer Zeit ein Haus zu bauen, das auf meine dann voraussehbaren Absichten abgestimmt sein soll. Es wird für mich neben einer Wohnung auch eine Praxis beinhalten. Da ich beides durchaus verbinden will, können alle die bisher gelesenen Vorschläge relevant sein. Meine Frage also:

Wen (also welche Berufsgruppe, welche Berufsbezeichnung) beauftrage ich dann am besten mit der Planung und Ausführung der elektrischen und elektronischen Installation? Was ich bisher lese dürfte auch das Können und Wissen eines Architekten überschreiten. Und ein einfacher Elektriker wird, wie hier schon beschrieben, damit überfordert sein.

Oder soll ich mit dieser Frage warten, bis ich konkret mit der Planung beginne, weil dann die Entwicklung schon viel weiter ist?
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #30

Schlobbel

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Sanitärinstallation macht am besten der Sanitärmensch. Installation eines Softwarepakets der IT-ler und die Einbauküche wird perfekt vom Küchenbauer installiert.
Jetzt zur von dir gesuchten Berufsgruppe: elektri sch... you see? :D
Keines davon macht der Architekt. Aber ein Architekt weiß wer was macht und hat vielleicht auch passende Handwerker die er empfiehlt.
Trotzdem musst du schon drauf achten ob der jeweilige Elektriker (ups jetzt hab ichs doch verraten) sich mit dem allem auch tatsächlich auskennt was du alles haben willst. Bussysteme, Automatisierung und so weiter.

Jetzt schon jemanden zu suchen der die zu einer unbekannten Zeit etwas noch unbekanntes macht, ist natürlich nicht sehr zielführend. Aber die Fühler ausstrecken und sich prinzipiell informieren wer überhaupt sowas macht und deinen Namen hinterlassen ist nie schlecht.
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #31

dirk11

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Oder soll ich mit dieser Frage warten, bis ich konkret mit der Planung beginne, weil dann die Entwicklung schon viel weiter ist?
Im Gegenteil. Je früher, desto besser. Ich würde mich in unmittelbarer Umgebung nach einem mittelständischen IT-Systemhaus umschauen, eventuell auch einzelne Freelancer. Also Menschen, welche die IT-System-Wartung und den Aufbau der Infrastruktur für kleine und mittlere Firmen machen. Dazu z.B. mal in einer regionalen Bank (wobei die eher weniger), dem örtlichen Bäcker oder einem Steuerberater oder Anwalt nachfragen, der mindestens zwei Filialen hat (die in der Regel miteinander vernetzt sein müssen). Wenn dabei der Name eines ortsansässigen Elektriker bei raus kommt oder irgendein anderer Name, der nicht überregional renommiert ist, kannste den direkt streichen. Gute IT-ler brauchen keinerlei Werbung, sind merkwürdig und oftmal so gut im Geschäft, dass sie Interesse am Projekt haben müssen, um es anzunehmen. Oder, anders gesagt: die Auswahl ist schwierig, vor allem, da das ein Fachbereich ist, der in der breiten Bevölkerung kaum bekannt ist, weswegen sich die allermeisten mit Billo-Lösungen und regelmäßigen Ärgernissen herumschlagen.
Eine gut vorbereitete und perfekt installierte IT ist nicht nur aktuell, sondern auch in die Zukunft betrachtet eine Wertsteigerung des Objekt.

Jetzt schon jemanden zu suchen der die zu einer unbekannten Zeit etwas noch unbekanntes macht, ist natürlich nicht sehr zielführend. Aber die Fühler ausstrecken und sich prinzipiell informieren wer überhaupt sowas macht und deinen Namen hinterlassen ist nie schlecht.
Im Gegenteil. Diese Leute sind so spezialisiert und in der Regel so gut im Geschäft, dass sie Dir jetzt, wenn sie überhaupt Lust haben, vermutlich "das kann ich Ende 2024 realisieren" antworten. Die haben auch keinen Bock auf kurzfristige Projekte, weil die oft mit ihren langfristigen Aufgaben kollidieren.
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #33

DocMarten

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Du hast auch noch nichts dazu gesagt, wie "das Internet" in's Haus kommt; wenn man die Fritzbox, also den Haupt-Router, auch für die Festnetz-Telefonie nutzt, kann z.B. plötzlich eine gänzlich andere Positionierung und Planung besser sein, und je nach örtlichen Gegebenheiten wäre der optimale Platz auf einmal nicht das EG, sondern ein Raum im OG. Oder der Wunsch, auf Glasfaser zu wechseln (was absolut erstrebenswert ist) erfordert auf einmal andere Voraussetzungen...
Das ist eine absolut berechtigte Frage! Also: Festnetz spielt keine Rolle, wird nicht genutzt. Ich brauche den Router ausschließlich als Internet-Zugang. Die bisherige Planung sieht vor, aus dem Raum im Keller, in den sowohl von außen die Hauptstromleitung als auch das Kabel von Vodafone/Unitymedia reingelegt wurden, einen "Technik-Raum" zu schaffen. Die Elektrik wird aus einem Dreifachzählerplatz bestehen, da in der Zukunft die Vorbereitung auf eine PV-Anlage schon gemacht sein soll. Neben dem Elektro-Zählerschrank soll dann dieser Server-Schrank seinen Dienst tun. Ich habe ihn bewusst etwas größer gewählt, da ich in Zukunft gerne einen SMB-Server darin unterbringen möchte. Als Patchfeld habe ich dieses hier bestellt.

Jetzt ist mir schon klar, das jeder individuelle Ansprüche hat, und Du musst nicht die gleichen Ansprüche wie ich an Deine IT-Verkabelung legen - aber Dein "Erst-Entwurf" war schon ziemlich meh.
Ja, ich denke auch, dass du da etwas höhere Ansprüche hast als ich :) Allerdings habe ich ja aktuell noch die Möglichkeit, hier einzugreifen und ggf. Dinge auch selbst in die Hand zu nehmen. Aktueller Stand ist der, dass wir das Haus frisch gekauft haben und nun bis auf die Heizungsanlage eigentlich alles rausfliegt. Ich kann also aktuell noch alles verändern und entsprechend anpassen. Der Elektriker wird in den kommenden Tagen anfangen, die Schlitze für die Leitungen zu fräsen. Ich kann hier also noch alles meinen Wünschen entsprechend anpassen. Würde es Sinn machen bzw. habt ihr überhaupt Zeit und Lust, wenn ich die Grundrisse meines Hauses hier hochlade, mich bei der Netzwerkplanung zu unterstützen?

Das ist keine Planung, die man vier Wochen vorher macht, sondern eher ein Jahr vorher. Jedenfalls, wenn man bestrebt ist, das Optimum herauszuholen.
Ganz soviel Zeit kann ich nun leider nicht aufwenden - so lange wäre die Doppelbelastung von Mietwohnung und Kredit abbezahlen dann doch nicht möglich.

Was mich bei der ganzen Sache noch interessiert: Gibt es etwas gegen CAT7-Duplexkabel einzuwenden? Somit hätte ich pro Leerrohr auf jeden Fall zwei unabhängige Anschlüsse. Sehe ich das richtig?

Vielen Dank!
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #34

dirk11

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Ich brauche den Router ausschließlich als Internet-Zugang.
Egal wie, er wird wohl den Keller mit WLAN abdecken sollen. Also kann er nicht in das Rack.

Würde es Sinn machen bzw. habt ihr überhaupt Zeit und Lust, wenn ich die Grundrisse meines Hauses hier hochlade, mich bei der Netzwerkplanung zu unterstützen?
Macht für mich wenig Sinn. Ich habe nicht die Zeit, mich mit Deinem Grundriss auseinanderzusetzen - der ist aber auch vergleichsweise unwichtig. Der Grundriss ist wichtig für die Leitungs-Verlegung und die Frage, wo design- und ausstattungstechnisch die Dosen gesetzt werden sollen. Das schaffst Du alleine.
Für alles andere wäre, so blöd das klingt, ein Kennenlernen wichtig. Man muss die Person kennen, ihre Vorlieben, Abneigungen, Verhalten, um zu entscheiden, was man macht. Sowas ergibt sich im Gespräch, nicht in einem Forum. Du hast jetzt also die Aufgabe, das anhand der Kenntnisse über Dich und deine Familie selbst zu entscheiden, mit Hilfe der Antworten hier und dem verlinkten Forum.

Was mich bei der ganzen Sache noch interessiert: Gibt es etwas gegen CAT7-Duplexkabel einzuwenden? Somit hätte ich pro Leerrohr auf jeden Fall zwei unabhängige Anschlüsse. Sehe ich das richtig?
Da gibt es nichts einzuwenden. Ich habe die bei mir auch genutzt, ein Freund meint, die seien "störrischer", er würde lieber 2x Einzelleitung verlegen. Konnte ich nicht bestätigen.
Nimm' nicht das allerbilligste. Dätwyler wird Dir vermutlich zu teuer sein, aber das billige Bigtec oder wie das heißt von Amazon würde ich auch nicht unbedingt nehmen, wenn ich mein Haus verdrahten würde. Ich habe das schonmal genutzt, das Drahtgeflecht ist doch eher grobmaschig im Vergleich zu Marken-Leitung.

Zum Patchfeld: kann man nehmen, ist ok. Aber ich würde heutzutage Patchfelder ähnlich diesem (willkürliche herausgesucht) wählen. Keystones (das sind die Module, in denen die Leitung endet) sind IMHO auch für Anfänger einfacher zu verarbeiten und das noch dazu in der Regel ohne Spezial-Werkzeug. Für Dein Patchfeld brauchst Du auf jeden Fall ein LSA+ Auflegewerkzeug. Und ja, ich würde das Original von Krone wählen, auch wenn es 30€ kostet.

Zu den Keystones und passendem Patchfeld: ich weiß nicht, welche gut sind, DeleyCon und Digitus eher nicht. Ich habe Erfahrung mit Metz, Telegärtner und IBM, aber nur im heimischen Umfeld.
Und nicht falsch verstehen: für Deine Zwecke reicht technisch auch das von Dir genannte Patchfeld, vermutlich musst Du beim Auflegen nur ein wenig üben, deshalb auf jeden Fall die Leitung lang genug enden lassen. 1m ist da nicht zu viel.
Und: man muss beim Auflegen äußerst sauber und präzise arbeiten.

Nachtrag: solltest Du dennoch irgendwo mal mit Keystones arbeiten wollen: nicht jeder Keystone harmoniert mit jedem Kabel. Die Kabel sind halt nie 100% identisch, sondern unterscheiden sich in Ader-Querschnitt und Gesamtdurchmesser. Da kann eine Kombination perfekt sein, eine andere wieder nicht. Also vielleicht erst ein paar kaufen, probieren, ob man damit gut klarkommt, und dann erst die erforderliche Menge nachbestellen, denn die Kabel kann man ja nicht nachbestellen, Keystones sehr wohl.

Bzgl. Einbau-Dosen musst Du dir woanders Rat suchen, ich habe noch keine gefunden, die wirklich gut zu verarbeiten wäre (auch hier kann ich nur von Telegärtner und Metz berichten, die Metz waren besser zu verbauen, aber das ist so lange her, die, die ich verarbeitet habe, wird es sicherlich schon nicht mehr geben). Die sind alle frickelig, man muss sehr auf die Leitung achten, dass man sie nicht knickt, aber dennoch alles in die Unterputz-Dose bekommt.
Deshalb habe ich Multimedia-Dosen empfohlen, da kann man seitlich mehr Leitung unterbringen. Leitung beim Bau mindestens 20cm aus der UP-Dose heraushängen lassen (wenn sich in einer Multimedia-Dose noch mehr verstauen lässt, entsprechend mehr) und nur so viel kürzen, wie gerade nötig ist, um alles sauber verbauen zu können. Vermeintlich "passend" abgelängte Leitungen kann man nicht wieder zusammenkleben, und wenn man auch nur einen Fehler beim Auflegen macht, hat man sonst die A-Karte. Und im Zweifel zeigt einem das erst die Messung am Ende.
Und: der Elektriker, oder wer auch immer das macht, muss auch beim Eingipsen der UP-(Multimedia)-Dosen schon präzise arbeiten. Die müssen gerade und korrekt (in Waage, in der Tiefe) verbaut werden, so daß man alles mit Kaiser-Schrauben befestigen kann und nicht die unsäglichen seitlichen Krallen benötigt. Generell gilt: je präziser und sorgfältiger die Vor-Arbeit, umso leichter sind weitere Arbeiten.
 
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  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #35
Dodger

Dodger

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Willst Du wirklich ehrliches feedback?

Also: ich bin positiv überrascht, dass sich jemand traut, so eine laienhafte Idee umzusetzen. Den Elektriker würde ich an Deiner Stelle auf der Stelle feuern, wenn er Dir nicht davon abgeraten hat. Ich würde auch Wetten darauf abschließen, daß das nichts wird und die Netzwerk-Verkabelung hinterher nur unzureichend funktionieren wird, weil er es nicht richtig machen wird, weder strukturell noch technisch. Es gibt nur sehr, sehr wenige Elektriker, die das KnowHow und die Fähigkeiten haben, eine strukturierte Netzwerk-Verkabelung korrekt umzusetzen (und zwar auf vielen Ebenen, sowohl mechanisch (=Leitungen in die Wand und in die Unterputz-Dosen), als auch elektrisch (=Anschluß an die LAN-Dosen) und logisch (=wohin)). Und bei der Betrachtung lasse ich den mehrere tausend Euro teuren Netzwerk-Tester, den er für das Abschlußprotokoll zwingend braucht, schon aus.
In Deiner Idee sind so viele Fehler/Defizite enthalten, daß ich gar nicht weiß, wo man anfangen und wo aufhören soll. Ich schreibe mal kurz was:
Du musst strukturiert vorgehen und Dir vorher erstmal ernsthafte Gedanken machen, welcher Raum wie genutzt wird, was für Endgeräte Du potentiell nutzen willst (auch in die Zukunft betrachtet) und wo Endgeräte stehen sollen und vor allem, wie viele davon. Dabei musst Du immer von folgenden Voraussetzungen ausgehen:
1. Es gibt keine bessere Verbindung als eine leitungsgebundene Verbindung. Besser als Kupfer ist da zur Zeit Glasfaser, aber das legt sich niemand durch's ganze Haus.
2. Der Bedarf ist hinterher sowieso immer anders, als man sich vorgestellt hat, in den meisten Fällen wird er größer.
3. Der Bandbreite-Bedarf steigt kontinuierlich. Mit WLAN ist das nur sehr schwer zu befriedigen, weil sich die mögliche Bandbreite unter allen im WLAN befindlichen Geräten aufteilt.
4. Man vergisst immer was. Beispiel: Es wird zwar eine Netzwerkleitung für eine Türsprechstelle gelegt, dabei aber vergessen, daß man auch einen Türöffner bedienen muss, wofür dann die Leitung fehlt. Deshalb immer mit anderen austauschen und fragen, was die sich vorstellen könnten. Ob man das umsetzt, ist ja davon unabhängig.

Zunächst:
Es sind viel zu wenig Anschlüsse! Absolutes Minimum ist eine Doppeldose pro Anschlußstelle, und selbst die ist je nach Raumverwendung viel zu wenig. Dazu hat mein Vorschreiber ja schon Einiges geschrieben.
Aber da sind die Menschen meiner Erfahrung nach sowieso lernresistent und weigern sich, mehr Leitungen zu legen und mehr Dosen zu setzen, deshalb lasse ich mich da nicht weiter drauf ein. Was ist z.B., wenn Du mal eine Gartenhütte versorgen willst? Oder ein E-Auto bekommst? Die Versorger erwarten heutzutage teilweise einen LAN-Anschluß an der Wallbox, und das ist auch richtig so.

Was mir aber aufgefallen ist:
Wie kommt man auf die Idee, wenn man schon die seltene Möglichkeit zur Neu-Verkabelung hat, WLAN mit "Repeatern" aufzubauen? Das ist wirklich das Allerletzte, was mir einfallen würde. Unzuverlässig ohne Ende und eine Quell' steten Ärgers. Wenn es schon unbedingt AVM sein muss mit deren Marketing-"Mesh", dann nimmt man die Mesh-Geräte mindestens eine Nummer größer und verbindet sie via LAN, also Kabel, mit dem Router! Und deshalb setzt man dort, wo WLAN-Accesspoints (=die Mesh-"Repeater") strategisch am besten hin sollen, auch eine LAN-Dose und dazu eine Steckdose.
Und wo die WLAN-AP hin kommen, kann man erst abschätzen, wenn man die örtlichen Gegebenheiten genau kennt. Die Tendenz bei WLAN ist, immer höhere Frequenzen zu nutzen, um immer höhere Datenraten zu bekommen. Das bedeutet gleichzeitig, daß WLAN in die Zukunft geschaut auch immer weniger Reichweite haben wird. Wo Du jetzt mit 2,4GHz mit Glück noch eine ganze Etage abdecken kannst (wenn Du anspruchslos bist), geht in Zukunft (=6GHz) kaum noch die Abdeckung über mehrere Räume.
Also vor 10 Jahren hätte ich dir recht gegeben... heute finde ich es für die meisten Geräte sinnlos diese per Kabel anzubinden. Eine ordentliche WLAN-Ausstattung vorrausgesetzt (Wifi6 Standard)...

Je nach Wohnungsgrösse würde ich aber auch, wie du, zu LAN-Anbindung der MEsh-Geräte greifen und dort ordentliche Hardware einsetzen. Fritz-Boxen sind ja eher Spielzeug. Man sollte auch nicht vergessen das WLAN immer leistungsfähiger wird... für Gigabit-Lan sehe ich für den Hausgebrauch keinen Bedarf...
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #36

dirk11

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heute finde ich es für die meisten Geräte sinnlos diese per Kabel anzubinden.
[...]
Gigabit-Lan sehe ich für den Hausgebrauch keinen Bedarf...
Also bist Du mit mäßigem WLAN und 100Mbit-LAN zufrieden. Gut. Kann man sein. Ich bin es nicht.
Gibt ja auch Leute, die mit mp3-Sound zufrieden sind...
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #37

DocMarten

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Bzgl. Einbau-Dosen musst Du dir woanders Rat suchen, ich habe noch keine gefunden, die wirklich gut zu verarbeiten wäre (auch hier kann ich nur von Telegärtner und Metz berichten, die Metz waren besser zu verbauen, aber das ist so lange her, die, die ich verarbeitet habe, wird es sicherlich schon nicht mehr geben). Die sind alle frickelig, man muss sehr auf die Leitung achten, dass man sie nicht knickt, aber dennoch alles in die Unterputz-Dose bekommt.
Ich habe nun Multimedia-Dosen im 10er-Pack bestellt, das sollte für mein Haus reichen. Welches Leerrohr würdest du denn empfehlen? Und hast du vielleicht noch einen Link zu FAQ zwecks Biegeradius, Abstand zu Stromleitungen etc.? Dann kann ich hingehen und dem Elektriker sagen, wo und wie er für mich die Schlitze fräsen soll, das Verlegen würde ich dann selbst übernehmen. Ob ich das Anschließen wirklich gut hinbekomme? Da hab ich noch meine Zweifel...
Je nach Wohnungsgrösse würde ich aber auch, wie du, zu LAN-Anbindung der MEsh-Geräte greifen und dort ordentliche Hardware einsetzen. Fritz-Boxen sind ja eher Spielzeug. Man sollte auch nicht vergessen das WLAN immer leistungsfähiger wird... für Gigabit-Lan sehe ich für den Hausgebrauch keinen Bedarf...
Gigabit-LAN benötige ich spätestens dann, wenn ich meinen Media-Server über LAN anschließe. Weshalb nun die Fritz-Boxen Spielzeug sein sollen, erschließt sich mir nicht. Für meinen Anwendungsfall sehe ich hier keinen Grund, diese nicht zu verwenden - oder gibt es was, das ich nicht weiß? Welche Komponenten würdest du denn empfehlen?

Letzten Endes muss am Schluss ja auch das Preis-/Leistungs-Verhältnis passen. Ich will weder mit Kanonen auf Spatzen schießen, noch später "untermotorisiert" sein - es muss einfach zu meinem speziellen Anwendungsbereich passen.

Gibt ja auch Leute, die mit mp3-Sound zufrieden sind...
Uaaaaaahhhh... gruselig!
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #38

DocMarten

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Egal wie, er wird wohl den Keller mit WLAN abdecken sollen. Also kann er nicht in das Rack.
Ganz vergessen: Ein Repeater soll in den Keller kommen, somit wäre der Einbau ins Rack dennoch möglich. Die Verteilung des Signals vom Repeater habe ich inzwischen auf LAN umgestellt. Ich habe nun vier Fritz Repeater 6000 eingeplant (für jedes Stockwerk inkl. Keller einen), und alle werden über LAN verbunden.
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #39

dirk11

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Ein Repeater soll in den Keller kommen, somit wäre der Einbau ins Rack dennoch möglich.
Würde ich nicht machen, ist ein Gerät mehr, das unnütz Strom braucht.
Zum Leerrohr: ich würde Fränkische nehmen. Biegeradien sind Leitungs-abhängig, sprich beim Hersteller zu erfragen, beim Abstand zu Netzleitungen dürftest Du mit ab 10cm auch entstörtechnisch ganz gut liegen.
 
  • Heimnetzwerk LAN und WLAN - Neuinstallation Beitrag #40

DocMarten

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